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Ghostfacelooker
Level 17
XP 5.527
Eintrag: 17.07.2019

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Mayhem

Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,75 (8 Stimmen) Details
inhalt:
Der Anwalt Derek Cho hat einen miserablen Tag: Zuerst schmeißt ihn sein Arbeitgeber völlig ungerechtfertigt raus, da Kollegen ihm einen Fehler untergeschoben haben. Und noch bevor er die Firma verlassen kann, wird das gesamte Gebäude unter Quarantäne gestellt, da ein mysteriöser Virus ausgebrochen ist, der sich rasend schnell verbreitet. Dieser bewirkt, dass die Betroffenen völlig hemmungslos ihren niedersten Instinkten folgen. Schon bald herrscht im gesamten Gebäude blutiges Chaos. Jeder kämpft gegen jeden. Ebenfalls mit dem Virus infiziert macht sich Cho bis unter die Zähne mit allem bewaffnet, was er im Büro finden kann, auf den Weg in die oberste Chefetage, um die Bosse zur Rede zur stellen. Doch es geht jetzt nicht mehr nur um seinen Job - er kämpft vor allem ums nackte Überleben …
eine kritik von ghostfacelooker:

Nehmen wir an die sexuelle Anspannung aus Das Geheimnis meines Erfolges, mit dem gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eines großen und einflußreichen Firmenkonzerns, bedingt eine romantische Nacht mit Das Belko Experiment, welches dem unheilvollem Nachwuchs, die gewaltätigen Gene mit auf den Weg des zelluloidschen Lebes gibt, schon haben wir diesen kleinen filmischen Bastard auf der Welt.

Mayhem, ist genau das, was der Begriff aussagt, denn das Chaos herrscht hier in Form eines Virus, der von der Tröpfchen,- bis hin zur Schmierinfektion, scheinbar auf alle erdenklichen Infektionswege übertragen werden kann.

Zum Glück verzichtet Joe Lynch, der unter anderem auch für Everly Regie führte und diesen ebenfalls in Serbien drehte, auf den für mich mittlerweile ausgelutschten und überflüssigen Zombie-Effekt als Grundlage der Story, sondern läßt die Leute ähnlich wie bei einer Viruserkrankung darüber in Kenntnis und auch deren geistige und physische Fähigkeiten unbeeinträchtigt, mit dem kleinen aber gravierenden Unterschied, daß alle menschlichen Triebe, Neigungen und Emotionen durch die Erkrankung gesteigert oder der Fähigkeit sie sozial verträglich unterdrücken zu wollen, außer Kraft gesetzt werden.

Diese intelligente Herangehensweise, läßt den Film leicht konsumierbar werden, denn nicht nur die vermeintlichen Gewalteinflüße sind deutlich, sondern auch ein paar skurrile Handlungen der Infizierten werden deutlich.

So scheinen sich einige Beispielsweise damit zufrieden zugeben mit Papier zu werfen, nackt umher zu rennen, zu kopulieren oder einfach sich wild mit Post it´s zu bekleben. Natürlich sieht man bei der Vielzahl der Mitarbeiter auch den ein oder anderen gegeneinander aufbegehren, aber die Gewalt bleibt doch hauptsächlich den Protagonisten und ihrem Beweggrund überlassen.

Mit Steven Yuen, fand man den perfekten Hauptdarsteller, nicht nur weil dieser als Glenn Rhee schon in The Walking Dead, ausgiebig Erfahrung mit todbringenden Infizierten sammeln konnte, sondern weil er auch diesen verschmitzten Charme in der Mimik besitzt, obwohl er gleichzeitig ernst wirkt.

Er ist, neben Samara Weaving ( Bill and Ted Face the Music oder The Babysitter ), die Melanie spielt, der leidtragende Sündenbock seines Konzerns, der überwiegend eine einflussreiche Anwaltskanzlei repräsentiert, dessen Chefetagen nur über einen Aufzug und Keycards der jeweiligen Abteilungsleiter zugänglich ist.

Dieses Problem, eben diesen Zugang nicht zu besitzen und auch noch gefeuert worden zu sein, stellt die Rahmenbedingung der Handlung dar, denn nun gilt es gemeinsam mit Melanie, die ebenso durch die Quarantäne des Virus im Gebäude eingesperrt wurde, nicht nur die gewaltbereiten Mitarbeiter und Kollegen in Schach zu halten, sondern auch an die Keycards zu gelangen, um so bis in die Chefetage vordringen zu können und aufgrund der Amnestie die man als Virusbefallener für seine Taten bekommt, dem Chef mal wörtlich in den Arsch zu treten.

Dieser wird hier in der größtmöglich egozentrisch schleimigen Art, perfekt von Steven Brand dargestellt, dessen Figur neben der von „The Reaper“ (Dallas Roberts) oder der „Sirene“ (Caroline Chikezie) am sympatischsten im Film sind, sind sie doch mit einer wirklichen Persönlichkeit zwischen all den Infizierten ausgestattet.

Weniger wichtig und deshalb kaum erwähnenswert, wenn auch im Film sichtbar, sind die Sekretärin Meg, oder Dereks Freund und Kollege Ewan, sowie die Handlanger der Chefetage, wobei eine Figur doch hervorzuheben wäre, deren Schauspielerin ich erst aufgrund der Recherche als diese erkannte, was mich wieder einmal im Hinblick auf Make Up und Maske total verblüfft; Kerry Fox´s tatsächliches Alter und das ihrer Figur Irene Smythe, eines gewaltbereit, zynischen älteren Miststücks, die ich so nie erkannt hätte.

Die blutigen Ausmaße des Films halten sich mit dem sarkastischen Unterton und der metaphorischen Spiegelung des Firmenalltags in denen man „über Leichen geht“ um Erfolg zu haben, die Waage, wodurch ein zwar qualitativ nicht so hochwertiger Beitrag wie Das Belko Experiment, aber doch ansehnlicher, humoreker Beitrag entstand.

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Kommentare

17.07.2019 13:51 Uhr - Lukas
Schön geschriebene Kritik! Den hatte ich damals auf dem FFF gesehen und die Analogien zum Belko Experiment drängen sich natürlich auf. Leider fand ich beide Filme nicht wirklich überzeugend, kommen bei mir jeweils mit 6,5/10 weg.

17.07.2019 15:26 Uhr - The Machinist
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Erfahrungspunkte von The Machinist 339
Danke für die Erinnerung, den muss ich noch nachholen.
Das Belko Experiment mochte ich ganz gerne.

17.07.2019 18:07 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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17.07.2019 15:26 Uhr schrieb The MachinistDanke für die Erinnerung, den muss ich noch nachholen.
Das Belko Experiment mochte ich ganz gerne.


Ich finde beide gut, wobei dieser hier mehr gesellschaftlich satirisch wirkt

17.07.2019 18:08 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 17
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 5.527
17.07.2019 13:51 Uhr schrieb Lukas
Schön geschriebene Kritik! Den hatte ich damals auf dem FFF gesehen und die Analogien zum Belko Experiment drängen sich natürlich auf. Leider fand ich beide Filme nicht wirklich überzeugend, kommen bei mir jeweils mit 6,5/10 weg.


Danke dir. Vielleicht treffe ich ja bei nächsten wieder verstärkter deinen Geschmack

17.07.2019 20:38 Uhr - jrtripper
treffender konnte man den film nicht beschreiben. ohne die spoilerfraktion(bei denen rollen sich immer meine zehnägel auf) auf den plan zu rufen.
ich weiß noch nicht was ich so recht, was ich von dem film halten soll.
vielleicht sollte ich ihn mir nochmals durch den kopf gehen lassen, für eine abschließende wertung.

17.07.2019 20:50 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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17.07.2019 20:38 Uhr schrieb jrtrippertreffender konnte man den film nicht beschreiben. ohne die spoilerfraktion(bei denen rollen sich immer meine zehnägel auf) auf den plan zu rufen.
ich weiß noch nicht was ich so recht, was ich von dem film halten soll.
vielleicht sollte ich ihn mir nochmals durch den kopf gehen lassen, für eine abschließende wertung.


vielleicht siehst du ihn mit der Prämisse, daß du du bist und die Firma ist die Gesellschaft mit all ihren Vollhonks die einem ab und an das Leben schwermachen^^^^^^^^

17.07.2019 21:40 Uhr - jrtripper
17.07.2019 20:50 Uhr schrieb Ghostfacelooker
17.07.2019 20:38 Uhr schrieb jrtrippertreffender konnte man den film nicht beschreiben. ohne die spoilerfraktion(bei denen rollen sich immer meine zehnägel auf) auf den plan zu rufen.
ich weiß noch nicht was ich so recht, was ich von dem film halten soll.
vielleicht sollte ich ihn mir nochmals durch den kopf gehen lassen, für eine abschließende wertung.


vielleicht siehst du ihn mit der Prämisse, daß du du bist und die Firma ist die Gesellschaft mit all ihren Vollhonks die einem ab und an das Leben schwermachen^^^^^^^^


so muß es sein.
oder ist es vielleicht doch umgekehrt?

18.07.2019 00:22 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 17
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17.07.2019 21:40 Uhr schrieb jrtripper
17.07.2019 20:50 Uhr schrieb Ghostfacelooker
17.07.2019 20:38 Uhr schrieb jrtrippertreffender konnte man den film nicht beschreiben. ohne die spoilerfraktion(bei denen rollen sich immer meine zehnägel auf) auf den plan zu rufen.
ich weiß noch nicht was ich so recht, was ich von dem film halten soll.
vielleicht sollte ich ihn mir nochmals durch den kopf gehen lassen, für eine abschließende wertung.


vielleicht siehst du ihn mit der Prämisse, daß du du bist und die Firma ist die Gesellschaft mit all ihren Vollhonks die einem ab und an das Leben schwermachen^^^^^^^^


so muß es sein.
oder ist es vielleicht doch umgekehrt?


DA du der Genießer beim Zusehen bist, steht es dir frei dich für eine Variante zu entscheiden^^^^

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