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Ghostfacelooker
Level 17
XP 5.527
Eintrag: 18.07.2019

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Chained

Herstellungsland:USA (2012)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Drama

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,75 (20 Stimmen) Details
inhalt:
Nach einem Kinobesuch verschleppt ein Taxifahrer den kleinen Tim und seine Mutter in sein abgelegenes Haus. Dort muss Tim mit ansehen, wie seine Mutter kaltblütig abgeschlachtet wird. Den Jungen verschont der Killer und kürt ihn zum Komplizen bei der Verwirklichung seiner perversen Rachephantasien. Für Tim folgen dunkle Jahre voller Angst und Gewalt an der Seite seines "Mentors". Angekettet in dem trostlosen Haus erlebt er, dass der Psychopath dann und wann eine neue Besucherin mitbringt, und jedes Mal muss er kurz darauf deren blutige Überreste im Keller vergraben.
eine kritik von ghostfacelooker:

Dies ist nach The Cell, Vincent D’Onofrio´s zweite Rolle in der er einen psychotischen Serienkiller zum Besten gibt, und meiner Meinung nach könnte Jennifer Lynch, die ja auch wie ihr Vater, für ihre skurrilen Werke berüchtigt ist, keinen besseren Hauptdarsteller finden.

Allein seine Mimik und halb debil wirkende Darstellung, machen dieses Monster in Menschengestalt, daß sich als redlicher Taxifahrer verkleidet auf die Suche nach seinen Opfern begibt und dabei auf dabei auf Tim und seine Mutter Sarah stößt, glaubhaft.

Für Tim bricht ein jahrelanger Alptraum an, in dem er alle Arbeiten seines „Herren“ in dieser kargen Einrichtung zu erledigen hat, die dieser ihm aufträgt und seien sie noch so blutig oder widerwärtig.

Lynch, die man auch selbst als Fernsehköchin im TV sieht, spielt dabei mit den Ängsten des Jungen und der Tatsache eines gescheiterten Fluchtversuchs, ihm scheinbar klar macht, daß er diesem Mann für immer ausgeliefert ist.

Von dieser psychologischen Prämisse aus gesehen, passt auch Eamon Farren, als Jugendlicher mit seiner tief verängstigt und blaßen Erscheinung, als Opfer perfekt in die Geschichte, wobei ich mit dem Kind, daß Bob seit seiner Gefangennahme nur noch „Rabbit“ und nicht mehr beim Namen nennt, mehr Mitgefühl aufbringen kann, als mit dem Teenager.

Dies liegt bestimmt nicht an der Tatsache, daß er als Opfer kein Mitgefühl verdient hätte, jedoch fällt es mir schwer mit dem Darsteller eine sympathische Bindung zu schaffen, was vielleicht auch daran liegen mag, daß er sich scheinbar jahrelang mit der Situation abgefunden zu haben scheint und keinerlei Anstalten zur Flucht oder Gegenwehr unternimmt.

Nun möchte ich mich emotional nicht wirklich so sehr in die Psyche des Opfers hineinversetzen, aber Lynch zeichnet hier ein psychologisch düsteres Bild der Resignation und Ausweglosigkeit in die sich jener Mensch fügt.

Auch die über die Jahre bestehende fragile „Bindung“ zwischen Täter und Opfer, die mit jedem falschen Handeln des Opfers durchbrochen werden kann und somit schlimme Konsequenzen nach sich zöge, lassen sich hier gut hineininterpretieren, auch wenn diese nur durch kleineren Szenen angedeutet werden.

Die damit verbundene „Gnade“ des Täters, den Jungen nicht „dumm sterben“ lassen zu wollen und in indirekt auf das Leben vorbereiten zu wollen, bekommt vor allem in der Auflösung der Geschichte, aber auch durch das Erwachen sexueller Triebe, die der Killer im Jungen bemerken will eine ganz neue und eindringlichere Bedeutung.

Wenn auch der Film für mich selbst kein weiteres Mal sehenswert sein wird, sollte man ihn allein der Handlung und der Darstellung D’Onofrio´s wegen schon mindestens gesehen haben, nicht weil man den Serienkiller glorifiziert, sondern weil der Schauspieler in diese Welt so schlimm es klingen mag, eintauchen und einen als Zuschauer dorthin mit hinein zu ziehen vermag.

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Kommentare

23.07.2019 13:04 Uhr - Stoi
Ist schon eine Weile her, dass ich den gesehen habe.
"Chained" habe ich als ziemlich sperrig abgespeichert, wobei ich D’Onofrios schauspielerische Leistung durchaus positiv in Erinnerung blieb.
Nichts was aber auf der Liste meiner Zweitsichtungen ganz oben steht und damals dachte ich schon, Jennifer Lynch versucht da irgendwie im Fahrwasser ihres Vaters zu schwimmen.
UNTER KONTROLLE (Surveillance) von 2008 war da schon besser aber BOXING HELENA (1993) fand ich auch eher "bizarr". Ansonsten hat sie ja nur fleissig Serien gemacht.

Ist ja auch bei anderen Kindern bekannter Regisseure. Die haben es zwar meistens leichter, eigene Filme zu realisieren, die Erwartungshaltung ist aber immer sehr hoch und werden an den Qualitäten der Eltern gemessen, die sie selten erfüllen.
Wie z.B. "Das Morgan Projekt" von Ridley Scotts Sohn Luke.

23.07.2019 14:04 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 17
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 5.527
23.07.2019 13:04 Uhr schrieb Stoi
Ist schon eine Weile her, dass ich den gesehen habe.
"Chained" habe ich als ziemlich sperrig abgespeichert, wobei ich D’Onofrios schauspielerische Leistung durchaus positiv in Erinnerung blieb.
Nichts was aber auf der Liste meiner Zweitsichtungen ganz oben steht und damals dachte ich schon, Jennifer Lynch versucht da irgendwie im Fahrwasser ihres Vaters zu schwimmen.
UNTER KONTROLLE (Surveillance) von 2008 war da schon besser aber BOXING HELENA (1993) fand ich auch eher "bizarr". Ansonsten hat sie ja nur fleissig Serien gemacht.

Ist ja auch bei anderen Kindern bekannter Regisseure. Die haben es zwar meistens leichter, eigene Filme zu realisieren, die Erwartungshaltung ist aber immer sehr hoch und werden an den Qualitäten der Eltern gemessen, die sie selten erfüllen.
Wie z.B. "Das Morgan Projekt" von Ridley Scotts Sohn Luke.


Fand Unter Kontrolle und Das Morgen Projekt schon sehenswert, aber natürlich denke ich, daß man als Kind irgendeiner Berühmtheit, vielleicht selbst auch anfangs immer beeindruckt ist und dann bemüht eventuell auch aus deren Schatten oder zumindest in deren Fußstapfen zu treten

25.07.2019 17:10 Uhr - Stoi
23.07.2019 14:04 Uhr schrieb Ghostfacelooker
...Fand Unter Kontrolle und Das Morgen Projekt schon sehenswert...

Ich auch. Ich habe nur den Eindruck, dass die Kritik mit Regisseurskindern im Allgemeinen deutlich strenger umgeht.

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