SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Ganz böses Zombiespiel aus AT · Hol dir das böse Game ohne Zollprobleme · ab 19,99 € bei gameware Doom Eternal · Das Nonplusultra in Sachen Durchschlagskraft · ab 59,99 € bei gameware
dicker Hund
Level 14
XP 3.097
Eintrag: 05.09.2019

Amazon.de

  • No Surrender - One Man vs. One Army
15,99 €
DVD
13,99 €
Prime Video
10,99 €
  • Fast & Furious: Hobbs & Shaw
4K UHD/BD
34,99 €
Blu-ray
19,99 €
DVD
19,99 €
prime video
13,99 €
  • Es Endet - Kapitel 2
4K UHD/BD
31,99 €
4K UHD/BD + Sammlerfigur
249,99 €
4K UHD/BD Stbk
44,99 €
Blu-ray
18,99 €
DVD
15,99 €
  • Red Heat
4K UHD/BD Steelbook
28,99 €
Blu-ray
12,99 €
DVD
9,99 €
  • Es war einmal in Amerika
  • Extended Director's Cut + Kinolangfassung inkl. Original-Synchro
Blu-ray
22,99 €
DVD
20,97 €
  • Der Komet
Cover A
24,99 €
Cover B
23,99 €

Flower and Snake

(Originaltitel: Hana to hebi)
Herstellungsland:Japan (2004)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Drama, Erotik/Sex, Thriller
Alternativtitel:Tokyo Provocation

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,10 (10 Stimmen) Details
inhalt:
Eine schöne, sexuell vernachlässigte Frau wird von der Yakuza entführt und zu extremen Folter- und Fesselspielen gezwungen. Kultregisseur Takashi Ishil ("Gonin") hat mit beeindruckenden Bildern den bekannten Erotikroman von Oniroku Dan filmisch brilliant umgesetzt, so dass die Darstellung der Abgründe menschlichen Verhaltens den Zuschauer fesselt.
eine kritik von dicker hund:

Satte 30 Jahre nach dem Original drehte Takahi Ishii ("Gonin") das Remake zu "Flower & Snake". Dessen Plot ist eigenständig. Es geht um die Tangotänzerin Shizuko (Aya Sugimoto), die seit zehn Jahren mit einem Unternehmer verheiratet ist. Leider hat der Herr Gemahl Schulden bei einer mafiösen Organisation, so dass diese Druckmittel gegen ihn findet, um die Überlassung seiner Gattin an den 95 Jahre alten Chef zu erpressen, der - wie könnte es anders sein - einen Fetisch für Sadomasogedöns hat.

Im Mittelpunkt steht folgerichtig die Protagonistin, deren Alpträume unter anderem eine digitalhandwerklich unschöne CGI-Schlange beinhalten, die schlüpfriges Unheil zu verkünden scheint. Doch schon die Ansagen ihres Ehemannes haben einen unangenehmen Klang, während seine Alkoholismussymptome von Problemen zeugen. Richtig bedrohlich geschauspielert sind dann die Äußerungen der Ganoven, die ihre Begehrlichkeiten gegenüber dem gebeutelten Anzugträger zum Ausdruck bringen. Der besondere Reiz der von ihnen zur Aushändigung gewünschten kühlen Schönheit liegt in ihren Tango-Künsten, die in einigen Tanzpassagen präsentiert und durch atmosphärische Streich- und Tasteninstrumente veredelt werden. 

Selbstredend ist die attraktive, großbusige Hauptdarstellerin nicht nur dort vorteilhaft fotografiert. Der Zuschauer wird ausgiebig Zeuge davon, wie sie den Koitus mit oder ohne das eigene Einvernehmen vollzieht, auf unterschiedlichste Arten gefesselt und mit Pinkel- und Dildospielchen überzogen wird. Der Blick auf ihren Schambereich ist dabei manchmal nur von einem schmalen Tuch verdeckt, während an einer Stelle ein Blurring im Framebereich zu beklagen ist (Sex 9/10). Dem Franchise entsprechend ist die Erotik zwar auf bizarre Weise ästhetisch, nicht jedoch freudig. 

"Was für eine Scheiße ist das hier?"

- "Es ist eine erlesene Show für ein sorgsam ausgewähltes Publikum."

Dieselbe zeichnet sich durch eine dürftige Bühnenbeleuchung sowie eine in dunkle Kutten und hässliche Masken gehüllte Schar von Gästen aus, so dass sie als Hort des Schreckens aufbereitet ist (Horror 4/10). Der Moderator trägt Schulmädchenuniform-Parodie-Kostüme, wobei er eine Art gehässigen Sarkasmus in seine Ansagen mengt, der nicht mit Humor (1/10) verwechselt werden sollte, es sei denn, man zählt Morddrohungen und die Verhöhnung von Vergewaltigungsopfern dazu. Die triebhaften Fantasien des für den fiesen Reigen verantwortlichen Boss-Greises eskalieren schließlich zu folterhaften Quälmethoden, die deutlich krasser wirken als die wenigen dürftig choreografierten Kämpfe und noch selteneren Schusswaffeneinsätze (Gewalt 5/10). Dass die Reaktionen der dieser Behandlung ausgesetzten Dame nicht durchgängig psychologisch stimmig sind, dürfte Genrekenner dabei nicht überraschen.

Die Grundfrage bei derlei Sexploitation bleibt natürlich, ob man sich überhaupt "so etwas" ansehen möchte, also zum Beispiel wie zwei Kleinwüchsige hinter Mummenschanz mit Pseudoschwanz dem "goldenen Regen" nach dem opferseitigen Konsum von reichlich Flüssigkeit entgegensehen. Bejahendenfalls darf von einer kleinen Perle der räudigen Unterhaltung gesprochen werden (7/10 Punkten). Eher verneinend reagierte die Natursekt-ablehnende Zensorenseite, die sich für eine Indizierung entschied. Gewarnt sei vor der geprüften deutschen Fassung.

7/10
mehr reviews vom gleichen autor
die neuesten reviews
Parasite
TheRealAsh
8/10
Wounds
Ghostfacelooker
John
UncleBens
8/10
Eli
sonyericssohn
8/10
Showgirls
McGuinness
8/10
Rambo:
Mucki1979
6/10
Sniper:
Kable Tillman
3/10

Kommentare

05.09.2019 09:05 Uhr - Laughing Vampire
1x
DB-Helfer
User-Level von Laughing Vampire 5
Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 339
Ishii Takashi, einer meiner absoluten Lieblingsregisseure! Schön, daß dir dieser eher etwas schwächere Film von ihm doch auch gefallen konnte, auch wenn er nicht an die älteren Verfilmungen heranreicht ("Hana to hebi" ist ursprünglich ein Roman). Ich wußte gar nicht, daß der in Deutschland veröffentlicht/geprüft/indiziert/zensiert wurde. Teil 2 ebenfalls? Es gibt übrigens auch noch einen dritten Teil sowie einen Teil 0, die nicht aus Ishiis Feder stammen, bei denen würde mich das sehr verwundern.

05.09.2019 12:39 Uhr - dicker Hund
User-Level von dicker Hund 14
Erfahrungspunkte von dicker Hund 3.097
Der hier besprochene Teil der "Hana to hebi" - Filme ist der einzige Indexsurfer, soweit ich weiß.

05.09.2019 14:56 Uhr - DriesVanHegen
1x
User-Level von DriesVanHegen 5
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 369
Sehr fein: "digitalhandwerklich unschöne CGI-Schlange".
Schade, dass die dt. Fassung zensiert ist, aber dafür gewährt der SB ziemlich interessante Einblicke. Diese reichen mir aber auch schon aus, auch wenn deine Bewertung ziemlich versöhnlich ausfällt.

05.09.2019 19:03 Uhr - Laughing Vampire
1x
DB-Helfer
User-Level von Laughing Vampire 5
Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 339
05.09.2019 12:39 Uhr schrieb dicker Hund
Der hier besprochene Teil der "Hana to hebi" - Filme ist der einzige Indexsurfer, soweit ich weiß.

Tatsache! Wären von Ishii allerdings mehr Filme in Deutschland veröffentlicht worden, würden sich vermutlich gut 80% davon auf dem Index befinden, oder Schlimmeres. :D Der extremste Film ist für mich allerdings "Amai muchi / Sweet Whip" von 2013, einer der wohl geschmacklosesten Filme aller Zeiten. Vielleicht wagst du dich demnächst ja mal an die wirklich tollen "Gonin"-Filme oder "Freeze Me", die es auch in den Westen geschafft haben? Bedingungslos empfehle ich auch die beiden "Kuro no tenshi / Black Angel"-Filme, von denen es soweit ich weiß immerhin ein UK-Release gibt... Hoffentlich nimmt sich bald mal ein westlicher Verleih wie Arrow Ishiis Werk an, auf Bluray (ich besitze einige der mittlerweile vergriffenen japanischen Boxen) ist das noch einmal ein ganz anderes Erlebnis.

05.09.2019 20:53 Uhr - dicker Hund
2x
User-Level von dicker Hund 14
Erfahrungspunkte von dicker Hund 3.097
Ein Review zu "Sweet Whip" würde ich gerne von Dir lesen. Dazu schweigen sich nämlich OFDB und SB.com gleichermaßen aus, und die Kurzkritik auf IMDB erhellt nun auch nicht allzu sehr...

😉

Ach so, Deine Tipps merke ich mir, klar.

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)
Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen Team Kontakt / Werben Mithelfen
© Schnittberichte.com (2019)