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Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith

Originaltitel: Star Wars: Episode III - Revenge Of The Sith

Herstellungsland:USA (2005)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Fantasy,
Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,95 (99 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Mit Episode III DIE RACHE DER SITH wird die STAR WARS Saga nun auf DVD vollendet. Hin und her gerissen zwischen der Loyalität zu seinem Mentor, Obi-Wan Kenobi und den verführerischen Kräften der Sith, kehrt Anakin Skywalker den Jedi endgültig den Rücken. Er vollendet seinen Weg zur dunklen Seite der Macht und damit die Verwandlung in Darth Vader. Gigantische Schlachten, das atemberaubende Lichtschwert-Duell zwischen Anakin und Obi-Wan und spektakuläre Effekte - das letzte Kapitel der Saga setzt einen furiosen Schlusspunkt. Mit diesem 2er Disc-Set, mit über 6 Stunden Bonusmaterial, werden Sie Zeuge, wie sich mit Episode III die gesamte STAR WARS Saga zusammenfügt. (20th Century Fox DVD-Cover)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Reviews zur Star Wars-Saga:
Die dunkle Bedrohung - Angriff der Klonkrieger - Die Rache der Sith - Obi-Wan Kenobi
 - Rogue One - Krieg der Sterne - Das Imperium schlägt zurück - Die Rückkehr der Jedi-Ritter - Das Erwachen der Macht - Die letzten Jedi


George Lucas hat mit der Urtrilogie der „Star Wars“-Reihe (1977 bis 1983) ein Meisterwerk geschaffen (!) und machte sich mit der Prequel-Trilogie (1999 bis 2005) daran, die Vorgeschichte seiner Urtilogie filmisch umzusetzen. Das Kernstück dieser Vorgeschichte ist, neben dem Hauptdarstellern, Anakin Skywalker (Hayden Christensen), der zu Darth Vader werden wird, sowie dessen Frau (Natalie Portman) und Mutter der beiden Zwillinge Luke (Mark Hamill) und Lea (Carrie Fischer) , der Fall der Jedi und der Aufstige der / des Sith.

Ähnlich, wie bei einem Krimi wurde daher ein Komplott erdacht, welches über Jahrzehnte geplant und durchgeführt wurde. Nachdem Darth Sidious (Ian McDiarmid) hierzu in einer Sklavin (Pernilla August) durch die Macht ein Kind zeugt und er zusammen mit einem seiner Padawan, Darth Tyranus (Christopher Lee), die Klonarmee in Auftrag gab, stachelte er 10 Jahre später in „Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung“ (1999) die Handelsgilde zu einem kriegerischen Akt an, wodurch besagtes Kind, der junge Anakin Skywalker (Jake Lloyd), von den Jedis (Liam Neeson und Ewan McGregor) gefunden und mit seiner Ausbildung begonnen wurde. Weitere 10 Jahre später in
Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger“ (2002) begann nun der Krieg der Republik mithilfe besagter Klonarmee gegen die Separatisten, u.a. der Handelsgilde, der Hass wurde in Anakin geschürt, seine (verbotene) Liebe bzw Ehe zu Padme Amidala begründet und eine Zwiespalt aus Misstrauen zwischem dem Senat und dem Jedi-Orden geschürrt. (Die handlungstechnisch folgende Serie „Star Wars: The Clone Wars“ (seit 2008) kenne ich nicht und lasse diese daher Außen vor.)

Nun, handlungstechnisch drei Jahre später geht es in

Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith

(2005) weiter und mit rund 129 Minute Laufzeit (o.A / 135 Minuten m.A.) ist dies auch der längste, bisherige „Star Wars“-Film; wobei selbst diese Laufzeit zu kurz ist! Hier hätte man entweder, wie bei einige anderen Filmreihen, lieber 'Episoden 3.1 und 3.2' oder einen (mindestens) 4 Stunden-Mammutfilm a la „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ (2003 - Laufzeit auf den Extended Cut bezogen) veröffentlichen sollen, dann hätte man mehr Zeit gehabt, einen überzeugenderen Übergang von Anakin Skywalker zu Darth Vader und gleichzeitig einen angemesseneren Filmtod Padmes filmisch umzusetzen. Dieser nicht sonderlich überzeugende Übergang, immerhin mit das Kernstück der gesamten Prequel-Trilogie, ist einer der beiden Hauptkritikpunkte und stört mich wirklich jedes Mal aufs Neue wieder!

Ja, es wurde natürlich gut vorbereitet, denn da Anakin seinen Visionen über seine Mutter zu lange ignorierte, erfüllten sich diese und dann ist die Idee einer selbsterfüllenden Prophezeiung im Prinzip nicht verkehrt, vor allem, wenn Yoda dann statt Rat nur Meinungen a la „Der Tod ist etwas Schönes.“ parat hat, Anakin und der Jedi-Rat keinesfalls einander akzeptieren oder mögen, wohingegen der Sith-Lord die Lösung aufzeigt, die so schön zu Anakins Arroganz passt; aber Padme wurde zuvor einfach als zu starke Persönlichkeit dargestellt, als dass solch ein Ende angemessen oder logisch würde könnte und vor allem wirkt Anakin dermaßen dumm und sein Wechsel zu Dunklen Seite ist einfach zu hastig und unglaubwürdig inszeniert - meiner Meinung nach mangels Zeit!

Führt die Order 66 aus!

Zusätzlich kann man sich darüber streiten, ob General Grievous, mit seinem lächerlichen Husten, der dritte Padawan Darth Sidious, nicht das böse Pendant zu Jar Jar Bings ist - Pendant im Sinne von nervig und überflüssig, aber irgendwo überzeugt er (zumindest mich) doch noch so sehr und bietet mit seinen vier Laserschwertern (Anspielung bzw Steigerung auf Darth Maul mit dem Doppellaserschwert?) und seiner teils spinnenartigen Fortbewegung auch einige spektakuläre sowie unterhaltsame Actionszenen ab. Unterm Strich finde ich seine Figur aber vor allem wichtig, deshalb kein Kritikpunkt, sodern nur ein Streitthema, weil man hierdurch sieht, dass Darth Sidious bei seiner Padawanwahl tatsächlich das komplette Spektrum abgedeckt hat: ein Sith, ein ehemaliger Jedi und ein Droide, bevor nun der von ihm erschaffene Mensch folgt.

Der andere Kritikpunkt ist, wie bereits beim Vorgänger, dass die Computereffekte zu einem gewissen Teil einfach zu schlecht, DAS Musterbeispiel für mich sind die Gesichtsverletzungen sowie die Mimik von Darth Sidious - das sah 1983 zigmal besser aus (!) - sowie einige Flug- / Droidenszenen und aufdringlich sind, wodurch diese stören; die Aufnahmen, etwa der spektakulären Anfangsschlacht im All, von der Stadt Coruscant, am Ende von Mustafar mit seinen Lavaströmen oder auch Anakins Optik als (angehender) Sith sind hingegen sehrt gut gelungen - endlich wieder!
Da hätte man aber insgesamt bei 113 Millionen Dollar Budget (der vollständigkeithalber - Einspielergebnis: rund 850 Millionen Dollar) ein konstant(eres), überzeugendes Ergebnis erwarten dürfen, erst Recht bei einem „Star Wars“-Film.

Du warst der Auserwählte...
Es hieß, dass du die Sith vernichten würdest und nicht, dass du dich ihnen anschließt,
Du würdest die Macht ins Gleichgewicht bringen und nicht ins Dunkel stürzen.

Die übrigen, liebgewonnenen Klassiker, vom gelben Introtext über die „Star Wars“-Melodien bis hin zu Kultfiguren der Filmreihe kommen aber selbstverständlich in gewohnter Qualität vor. Der Film an sich ist düsterer als die Vorgänger und der Gewaltgrad erfährt hier eine deutliche Steigerung, wie der Schnittbericht zur gekürzten TV-Fassung (16 Szenen, 4:15 Minuten) schon erahnen lässt, aber auch ungekürzt ist die FSK 12 Freigabe vertretbar, wenn auch eher ausgereizt, im Vergleich zu den Vorgängern - bezugnehmend etwa auf das Ende des Films (Order 66, Endkampf auf Mustafar, OP Anakins)! Der Body Count liegt übrigens bei 166.

Wie schon „Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger“ gefallen mir die Darsteller wirklich sehr gut, wenn man von besagten Drehbuch- sowie Effektschwächen absieht. Die drei Hauptdarsteller aus Teil 2, Hayden Christensen als Anakin Skywalker bzw Darth Vader spielt wirklich gut, kann die emotionale Hin- und Hergerissenheit mitsamt Liebe, Trauer und Verzweiflung wirklich sehr gut rüberbringen und auch die optische Wandlung passt hierbei, Ewan McGregor in der Rolle des Obi-Wan Kenobi, ebenfalls glücklicherweise mit andere Frisur, hat die Entwicklung vom Padawan zum unerfahrenen Meister bis hin zum überzeugenden und starken Jedi-Meister überzeugend dargelegt und darf stolz sageb, dass er diese nun an Alec Guinness weitergibt und Natalie Portman als Padmé Amidala, vom dämlichen Ende (Filmtod) abgesehen, tritt eher in den Hintergrund, kann aber dennoch über den Film hinweg glänzen, was Ihren dummen Filmtod noch unlogischer wirken lässt. Der Strippenzieher Darth Sidious, gespielt von Ian McDiarmid, zeigt hier wieder diabolisch - Order 66 dürfte auch eine Anspielung auf 666 sein - dass Jedi und Sith in gewissen Situationen zwar gar nicht so verschieden sind (Strebe nach Macht, „Er ist zu gefährlich, um Ihn am Leben zu lassen.“), aber dass ein Sith-Lord, wie er, wesentlich böser und unmenschlicher foranschreitet!

„Es gibt Gutes in ihm! Ich weiß...

Filmisch / Stilistisch betrachtet, ist auch „Star Wars III“ wieder eine Wucht!
Nicht nur, dass es zumindest ein kurzes Wiedersehen mit Charakteren der Urtrilogie - Chewbacca, dem Millennium-Falcon, der Doppelsonnenuntergang auf Tatooine (ja, keine Person), Gouverneur Tarkin (Peter Cushing) und dem Todesstern - gibt, Obi-Wan bereits hier seine Meinung, wie in „Krieg der Sterne“ (1977), zu Schusswaffen kundtut („Sowas von unzivilisiert.“) oder solche netten, kleinen Details eingestreut werden, wie dass der Pilot, der Obi-Wan, Yoda, und Bail Organa am Ende nach Coruscant fliegt, von Jeremy Bulloch, dem Boba Fett Darsteller der Urtrilogie, gespielt wird, ein Kloncommander, die Kennung CC Baccara 1138 - wie in jedem „Star Wars“-Film, eine Anspielung an George Lucas Film „THX 1138“ (1970) - hat, mich die mehrfache Erwähnung der äußeren Ringe immer an einen meiner Lieblingsfilme „Starship Troopers“ (1997) denken lässt, das Volk von Uthapa ungefähr, wie Pinhead ohne Pin aussieht oder Anakin am Ende auf dem OP Tisch „Spawn“ (1997) ähnelt. Die Tatsachen, dass am Ende, wenn man Darth Vader erstmals sieht, alles dunkel ist, außer dem weißen Licht, als Gegenstück zur ersten Szene in „Krieg der Sterne“ (1977), in der alles hell ist, außer Vader mit seinem schwarzen Anzug rundet das Meisterwerk optisch und stilistisch bestens ab.

Vor allem aber, wie hier wirklich jedes (mir ad hoc bekannte) Problem gelöst wurde, alle offenen Fragen a la „wieso gibt es das hier (Prequel-Trilogie), aber nicht mehr in der Urtrilogie?“ gelöst wurden, ist wirklich erstaunlich und bestens umgesetzt!
Beispiele? Wieso erinnern sich C3PO und R2D2 in der Urtrilogie ans nichts? Der Speicher wird am Ende von „Episode 3“ gelöscht! Wo sind all die (Kampf-) Droiden hin? Abgeschaltet, auf Anordnung des Imperators, nachdem er die Anführer der Separatisten ausgeschaltet hat, die sich im vorher angeschlossen hatten. Wieso kommen Luke und Lea nicht zu einer Familie (Schutz / Versteck vor dem Imperator und Ihrem Vater), wieso zu genau den Leuten, zu denen Sie kommen und woher kennen diese Leute Padme und Anakin (Stiefonkel und -tante / Weggefährte bzw Senator mit der Mutter)? Warum muss Darth Vader einen Anzug tragen, um am Leben zu bleiben? Ohja, Lava ist nicht gesund...


Fazit:
Ja, der Wandel von Anakin Sywalker zu Darth Vader ist nicht ganz schlüssig bzw geglückt, die mitunter schlechen Computereffekte (Imperator!) stören teilweise, aber ansonsten, Handlung (-sentwicklung), Charaktere, Musik, spektakuläre Szenen und Kämpfe, Schließen aller offenen Logiklücken, ist dies ein würdiger Abschluss der Prequel-Trilogie!

8,5 von 10 Punkten

9/10
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Kommentare

27.07.2019 10:52 Uhr - Lukas
1x
Erneut ein tolles Mammutwerk von einer Kritik, Gratulation dazu! :-)
Der Film war für mich der beste der Prequel-Trilogie; reicht zwar immer noch nicht an die Urtrilogie heran, kann aber gut unterhalten!

27.07.2019 12:14 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
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Den fand ich überraschend gut ! Sehr düster, böse und sehr spannend ! Zwar tricktechnisch völlig überladen, aber wirkungsvoll.
Mit ner knappen 9 bin ich dabei.

Guter Abschluss Herr Kaiser !

27.07.2019 13:59 Uhr - Kaiser Soze
1x
DB-Co-Admin
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Vielen Dank Euch beiden!
Ja, ich habe mich schon "kurz" gefasst, aber trotzdem kam solch ein Ergebnis dabei raus :D Was meint Ihr denn zu den / meinen beiden angesprochenen Kritikpunkten? Das würde mich wirklich mal interessieren.

@Sony
Abschluss? Nein, sitz bereits am Rogue One Review ;-)

27.07.2019 14:13 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
User-Level von sonyericssohn 21
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 9.814
... Abschluss des Sextetts ;-)
Die Ableger aussen vor

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