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CHOLLO
Level 8
XP 815
Eintrag: 18.08.2019

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The Last House on the Left

Herstellungsland:USA (2009)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,35 (115 Stimmen) Details
inhalt:
Horror-Altmeister Wes Craven und Sean Cunningham bringen den legendären Splatter-Klassiker als schockierendes Remake zurück! Ein paar schöne Ferientage im entlegenen Seehaus ihrer Eltern werden Mari zum Verhängnis: Entführt, bestialisch vergewaltigt und grausam gequält, erlebt sie einen mörderischen Alptraum. Halbtot schleppt sie sich zurück zum Haus ihrer Familie – und läuft dort ihren sadistischen Peinigern direkt in die Arme! Als Maris ahnungslose Eltern das Unfassbare begreifen, kennen sie nur eins: Rache. Unerbittlich und gnadenlos lassen sie die Täter den Tag bereuen, an den sie am „letzten Haus links“ anklopften ...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von chollo:

2009, rund 37 Jahre nach Entstehung des Originals, war es nach und neben anderen Klassikern nun auch bei "The Last House on the Left" soweit ein Remake spendiert zu bekommen. Mit deutlich erhöhten Budget (2009: 15 Mill. USD; 1972: 90 Tsd. USD) machte sich der Grieche Dennis Iliadis mit erneuter Unterstützung von Produzenten Sean S. Cunningham und Wes Craven daran, seine Interpretation des gewaltschwangeren Sittenverfalls an den Mann zu bringen.

Meine persönliche Abneigung Remakes/ Reboot gegenüber wird für den aufmerksamen Leser meiner Reviews wohl kein Geheimnis mehr sein. Doch muss ich fairerweise gestehen dass man dahingehend nicht alles über einen Kamm scheren kann. Outputs wie der 2003 entstandene und recht wirksam geratene "The Texas Chain Saw Massacre" von Marcus Nispel sollten in meinen Augen nicht mit teilweise ( "A Nightmare on Elm Street") oder völlig ( "The Hitcher") missratenen Erneuerungsversuchen in einem Atemzug genannt werden. Wie verhält es sich also mit Iliadis Reanimation dieses nicht nur wegweisenden sondern auch sehr intelligenten Rape and Revenge- Thrillers.

Zu gute halten muss mann Iliadis dass er versucht seinem Remake einen ähnlich schmutzigen Anstrich zu verleihen wie dem Original. Kein leichtes Unterfangen, da der dokumentarische Stil und die Körnigkeit in der Bebilderung wie sie das Original aufgrund limitierter finanzieller Möglichkeiten auszeichnete und erheblich zu dessen Atmosphäre beitrug heute kaum mehr Möglich sind. Eine solche Optik hätte die Kinobesucher scharenweise aus den Sälen getrieben und zu einem Fiasko geführt. So musste sich der Grieche ein anderes Stilmittel einfallen lassen und er fand es in der Farbgebung bzw Ausleuchtung. Wenn das Geschehen nicht gerade in tiefer Dunkelheit stattfindet schwebt die Kamera in Sepia- Tönen durch die Szenerie. Natürlich gibt es Ausnahmen wie zu Beginn des Martyrium's der beiden Frauen bzw. in einzelnen Momenten, doch versucht Iliadis hier einiges mit spärlichen Lichtverhältnissen in die richtigen Bahnen zu lenken. Das gelingt im ehrlich gesagt erstaunlich gut und auch sein Werk schafft es eine bedrohliche Stimmung zu entwickeln. Leider krankt sein Remake an den Problemen wie sie schon andere Vertreter dieser Sparte erleiden mussten. Die Settings wirken tendenziell zu glatt und künstlich um wirklich überzeugen zu können. Es schmeckt in vielen Momenten wie zurechtgelegtes Studioequipment was die gerade erworbene Atmosphäre in Teilen wieder sabotiert. Nichts desto trotz schafft es der Film in seiner Gänze mit der Optik zu überzeugen.

Zusätzlich weiß Iliadis zu gegebener Zeit auch sein erwartetes Ass aus dem Ärmel zu schütteln. Den woran ein Remake heutiger Tage natürlich nicht kränkeln darf sind die dargestellten Grausamkeiten. Diese schlagen im Vergleich zum Original deutlich zu Buche auch wenn vereinzelte und im speziellen die Abschlussszene mit der Mikrowelle dann doch etwas zu überkandidelt und damit deplaziert wirken. Diese Zeigefreudigkeit brachte "The Last House on the Left" von 2009 eine Indizierung auf Listenteil A ein womit er sich seit Oktober 2017 die Bank mit seinem großen Vorbild teilt.

Was bei einem Genre- Film dieser Preisklasse natürlich auch nicht fehlen darf sind bekannte Namen in Stab und Besatzung. Mit Tony Goldwyn ("Die Akte"; " The 6th Day"); Sara Paxton ("Shark Night 3D"; "Cheap Thrills"); Aaron Paul ("Breaking Bad"; "Need for Speed") und Garret Dillahunt ("Winter's Bone"; "No Country for Old Men") hat man sich dahingehend auch nicht Lumpen lassen. Trotz Erscheinungsbild und passendem Auftreten ist letztgenannter aber kein David Hess und lässt sich in schauspielerischen Belangen von Aaron Paul als Francis beinahe den Rang ablaufen. Sara Paxton als Mari Collingwood ist noch mehr Püppchen als es Sandra Cassel im Original von 1972 war, dennoch kauft man ihr die Unschuld und Naivität nicht mehr so gut ab wie bei ihrer Kollegin. Dieser Umstand lässt die Sympathiewerte auf der Empathieskala empfindlich sinken was der Atmosphäre abermals vor das Schienbein tritt. Die Krönung allerdings ist Toy Goldwyn als besorgter Familienvater. Der macht im Laufe des Films nicht nur eine Entwicklung durch, nein er entwickelt sich durch seine Handlungen knapp zu solch einem Verbrecher, die er eigentlich für ihre Untaten zu bestrafen versucht. In der Bilanz haben wir es hier aber trotzdem mit einem soliden Ensemble zu tun, in deren Runde niemand zum Ärger des Zuschauers aus dem Rahmen fällt. Als Komponist fungiert diesmal John Murphy, der sein Können schon bei anderen A- B Produktionen ("Snatch"; "28 Weeks later"; "Armored") unter Beweis stellen konnte. Zwar steuert er im Gegensatz zu Hess keinen eigenen Song bei, doch weiß er mit seinen Komposition die Geschehnisse passend zu untermalen.

Dennis Iliadis ist es mit seinen Produzenten und Urhebern Craven und Cunningham geglückt, ein formal gelungenes Werk in der Remake- Welle der 2000'er zu entwickeln und auf die Menschheit abzuwerfen. Freilich geht auch seinem Streifen auf halben Weg die Puste aus und er fängt an im Gegensatz zu den Vertretern aus den Siebzigern die Gewalt eher zu feiern als sie zu kritisieren. Doch ähnlich wie Nispel mit seinem "Texas Chain Saw Massacre" schafft er es diesen Umstand mit handwerklichen Know How und einem Schuss eigenwilliger Kreativität in großen Teilen wett zu machen und dem Zuschauer das zu geben wonach er verlangt. Einem kleinen dreckigen Rape and Revenge- Thriller mit Augenmerk auf Revenge denn auf Rape.

7/10
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Kommentare

18.08.2019 10:28 Uhr - Intofilms
1x
Stephen King ist tatsächlich der Meinung, dass dies der beste Horrorfilm der letzten Jahre sei. Das habe ich neulich mal irgendwo gelesen. Jeder hat eben so seine Präferenzen... Ich jedenfalls finde dieses Remake nicht ganz so herausragend, aber sehen lassen kann es sich durchaus. Das bessere 'Remake' in meinen Augen ist "Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien", eine Italo-Produktion nur wenige Jahre nach dem US-Original entstanden, mit einigen narrativen Freiheiten ausgestattet, aber insgesamt, von der Grundhandlung her, erstaunlich nahe an der Vorlage. Hinzukommen einige bekannte Gesichter und ein fulminanter Score von Ennio Morricone.
Wertungsmäßig dürften wir genau übereinstimmen: zwei Punkte Abstand trennen die beiden "LHOTL"-Schocker auch in meinen Augen. Und wie immer ganz tolle Reviews! ;))

18.08.2019 10:57 Uhr - CHOLLO
1x
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Erfahrungspunkte von CHOLLO 815
Vielen Dank Into..
Immer schön etwas von dir zu hören!
Und natürlich auch Danke für deine Empfehlung, nach dem Titel werde ich mich mal umschauen..

19.08.2019 13:59 Uhr - Draven273
1x
Lieber Chollo, wieder schön geschrieben. Und Deine Review zum Original habe ich auch noch verschlungen. Beide gut nachvollziehbar. Mir gefällt das Remake besser. Ich fand damals das Original schon einfach überbewertet. Ich kann mich noch an die ganzen Lobgesänge über diesen Streifen erinnern und bei meiner ersten Sichtung dachte ich nur....aha...das ist jetzt also der Film von dem alle reden??? Na gut... Ging mir aber beim ersten TCM nicht anders.
Das Remake weist für mich einfach mehr Stärken auf und hat seine Art mich zu begeistern. Auch die passenden Härten, wobei dies nicht immer ausschlaggebend ist. Das was gezeigt wird, reicht vollkommen und mehr muss es in meinen Augen auch nicht sein. Auch kann ich zu den einzelnen Figuren mehr Symphatie aufbauen. Mehr als Deine 7/10 würde ich diesem Remake aber auch nicht geben. Dafür kommt das Original leider nicht so gut davon. Aber alles Geschmackssache. Er darf gerne Kult für viele bleiben, damit kann ich leben :)

19.08.2019 20:07 Uhr - CHOLLO
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Erfahrungspunkte von CHOLLO 815
Auch dir vielen lieben Dank Draven!!

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