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Horace Pinker
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XP 8.824
Eintrag: 09.08.2019

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Puppet Master - Das tödlichste Reich

(Originaltitel: Puppet Master: The Littlest Reich)
Herstellungsland:Großbritannien, USA (2018)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Horror, Fantasy

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,09 (11 Stimmen) Details
inhalt:
Der kürzlich geschiedene Edgar kehrt in sein Elternhaus zurück, um sein Leben neu zu gestalten. Als Edgar eine bösartig aussehende Marionette im Zimmer seines verstorbenen Bruders findet, beschließt er, die Puppe gegen schnelles Geld auf einer Convention zu verkaufen, die den 30. Jahrestag der berüchtigten Toulon-Morde feiert. Die Hölle bricht los, als eine seltsame Kraft auf der Convention Besitz von den Marionetten ergreift und sie auf einen blutgetränkten Tötungstrip schickt...
eine kritik von horace pinker:

Anmerkung: Da mein einziger voriger Kontakt zur Puppet Master Reihe in einer viele Jahre zurückliegenden Sichtung von Retro Puppet Master bestand werde ich auf Vergleiche zu den Vorgängerteilen verzichten.

Bei Puppenhorror werden die meisten Filmfreunde wohl zuerst an die Child’s Play Reihe denken, jedoch ist Chucky bei weitem nicht das einzige mordende Spielzeug. Auch die ähnlich langlebige Puppet Master Reihe, welches es seit dem 1989 erschienenen Erstling auf einen beeindruckenden Output von 13 Filmen bringt, widmet sich dieser Thematik.  Der neueste Ableger dieser Reihe ist der 2018 erschienene Puppet Master: The Littlest Reich (hierzulande unter dem weniger witzigen Titel Puppet Master: Das tödlichste Reich bekannt). Die Umsetzung des von S. Craig Zahler (Bone Tomahawk, Brawl in Cell Block 99) verfassten Drehbuchs übernahm das schwedische Regieduo Sonny Laguna und Tommy Wiklund (We are Monsters, Vittra). Das Werk verfolgt dabei  eine alternative Zeitlinie, in welcher Spielzeugmacher Andre Toulon während des Zweiten Weltkriegs  mit den Nationalsozialisten kollaboriert hat und nach Kriegsende nach Amerika geflohen ist. Die Geschichte dreht sich, nach einem 1989 spielenden Prolog welcher Toulon und seine Schöpfungen einführt, um eine gegenwärtig in einem Hotel stattfindende Auktion von Toulons Erzeugnissen, die inzwischen einen recht beachtlichen Sammlerwert erzielen. Wie man sich schon denken kann bleiben die Objekte der Begierde jedoch nicht lange untätig, so dass sich das Gasthaus bald in ein Schlachthaus verwandelt.

Die neueste Inkarnation des langlebigen Horrorfranchises bietet eine gelungene Mischung aus Komik und Horror, nimmt sich dabei selbst nicht zu ernst und verzichtet dabei auf die allgegenwärtige Political Correctness, etwa bei der Wahl der Opfer. Hilfreich ist zudem, dass nicht nur austauschbare Figuren geboten werden, sondern insbesondere mit dem Protagonistenpaar Edgar Easton und Ashley Summers zwei sympathische Identifikationsfiguren aufgefahren werden, mit denen man mitfiebern kann und denen man auch ein Happyend gönnen würde. Auch viele Nebenfiguren sind herrlich skurril und unterhaltsam, sei es der jüdische Comicladenbesitzer Markowitz, oder der charmante Barkeeper Cuddly Bear. Natürlich gibt es (wie auch in vielen Genrekollegen) auch wenig charakterisierte und auf Stereotype beschränkte Figuren, die eigentlich nur zum Erreichen des nötigen Blutzolls dienen, dies fällt aber nicht sonderlich negativ auf.

Was eben erwähnten Gorefaktor angeht: Dieser ist recht hoch anzusetzen und wurde erfreulicherweise zudem mit professionell in Szene gesetzten handgemachten Spezialeffekten umgesetzt. Der Härtegrad ist dabei ziemlich hoch und erfreulicherweise wird auch kaum auf den Offscreen zurückgegriffen. Neben den gewohnten Genrestandards wie durchgeschnittenen Kehlen oder abgetrennten Köpfen geht es dank der unterschiedlichen Fähigkeiten der verschiedenen Puppen dabei auch teils recht kreativ zu

SPOILER etwa wenn eine Puppe in eine Person eindringt um aus dem Bauch wieder herauszubrechen, oder sich an der Wirbelsäule eines Mannes einnistet und diesen fernsteuert.

Die kleinen Übeltäter selbst stammen erfreulicherweise auch nicht aus dem Rechenknecht sondern wurden mittels Practical Effects mit Liebe zum Detail umgesetzt. Einziges Manko ist die Beweglichkeit, sodass man (von den motorisierten Unterarten abgesehen) diese kaum länger in Bewegung sieht. Als Sahnehäubchen gibt es gen Ende auch noch einige gelungene Creature Effects zu bewundern. Durch den Einbau einiger Sexszenen kommt zusätzlich stellenweise noch ein Hauch Erotik auf.

Auch was die Kameraführung angeht kann man sich nicht beschweren, so wird das Geschehen übersichtlich und optisch hochwertig eingefangen. Ein visuelles Highlight ist übrigens auch der Vorspann, welcher in Comicform die Geschichte Toulons vor den Ereignissen des Films darstellt. Ein weiteres Leckerli von Genrefans dürfte sein, dass Fabio Frizzi (vor allem bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Lucio Fulci, etwa bei Zombi) für den recht atmosphärischen Score verantwortlich ist.

Auch vor der Kamera ist es gelungen einige B-Movie Ikonen wie Udo Kier (Blade, End of Days), Barbara Crampton (Re-Animator, From Beyond), Michael Paré (Streets of Fire, The Philadelphia Experiment) oder Matthias Hues (Dark Angel, Karate Tiger 2). Udo Kier hat als Andre Toulon leider nur einen auf den Anfang begrenzten Auftritt von gut 5 Minuten, in dem er es allerdings schafft den Urheber der späteren Schrecken als herrlich arrogant und hassenswert darzustellen. Auch Hues Screentime als Hotelgast fällt recht begrenzt aus, auch wenn er etwas mehr zu tun bekommt als Kier. Crampton und Paré bekommen da als Copduo schon mehr zu tun, wobei besonders Crampton abseits ihres sonstigen Rollenschemas als toughe Polizistin eine gute Figur macht. Die eigentlichen Hauptrollen werden kompetent von Thomas Lennon (Night at the Museum, 17 Again) als Edgar Easton und Jenny Pellicer (State of Affairs, The Bridge-America) als Ashley Summers verkörpert. Besonders Pellicer Leistung hat mir gut gefallen, da sie nicht nur gut aussieht sondern ihre Figur auch wunderbar charmant und keck verkörpert und in Gefahrensituationen auch glaubwürdig die Heldin mimt.

Hierzulande kam Puppetmaster: The Littelest Reich bei der FSK leider weniger gut an, so das keine Freigabe erteilt wurde. Glücklicherweise gab es für deutsche Interessenten doch noch ein glückliches Ende, da Rechteinhaber Pierrot le Fou den Gang zur SPIO wagt und  dort für die ungekürzte Version das keine k.s.J. Siegel erhielt. Von einer Indizierung blieb der Film bisher verschont.

Aufgrund fehlenden Vorwissens kann ich nicht sagen wie gut der neueste Output bei Fans der Originalreihe ankommen wird, Freunde von hartem Horror dürfen aber gerne mal einen Blick riskieren und dürften gut unterhalten werden. Ich vergebe 8/10 Nazikillerpuppen.

 

8/10
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Kommentare

09.08.2019 12:51 Uhr - sonyericssohn
1x
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User-Level von sonyericssohn 18
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Klingt ja ganz nett, aber mit den mörderischen Puppen konnt ich noch nie viel anfangen. Vielleicht geb ich dem aber trotzdem mal ne Chance.

Danke fürs vorstellen.

09.08.2019 13:13 Uhr - Horace Pinker
1x
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09.08.2019 12:51 Uhr schrieb sonyericssohn
Klingt ja ganz nett, aber mit den mörderischen Puppen konnt ich noch nie viel anfangen. Vielleicht geb ich dem aber trotzdem mal ne Chance.

Danke fürs vorstellen.

Danke sony, bei Gelegenheit kannst du durchaus mal einen Blick riskieren (außer du magst allgemein keinen Puppenhorror, dann wirst du hier wohl auch wenig Freude haben.

09.08.2019 14:13 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Co-Admin
User-Level von sonyericssohn 18
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Naja, nach Chucky 1+2 war für mich eigentlich Schluss. Aber wer weiß, vielleicht haut mich der hier vom Hocker.

09.08.2019 16:13 Uhr - Intofilms
1x
Ich muss da jetzt wohl doch einen Blick riskieren, nach längerem Hin- und Herüberlegen. Nicht unbedingt mein absolutes Lieblingsgenre. Aber irgendwie glaube ich, dass dieser fröhlich-freche Puppenhorror-Schabernack durchaus was für mich sein könnte. Film ab, Hirn aus, amüsieren und entspannen... ach, ich freu‘ mich schon! (Außerdem darf ich den Anschluss an die Gegenwart nicht ganz verlieren.) Wunderbare Review, Horace! ;)

09.08.2019 20:01 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 20
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09.08.2019 16:13 Uhr schrieb Intofilms
Ich muss da jetzt wohl doch einen Blick riskieren, nach längerem Hin- und Herüberlegen. Nicht unbedingt mein absolutes Lieblingsgenre. Aber irgendwie glaube ich, dass dieser fröhlich-freche Puppenhorror-Schabernack durchaus was für mich sein könnte. Film ab, Hirn aus, amüsieren und entspannen... ach, ich freu‘ mich schon! (Außerdem darf ich den Anschluss an die Gegenwart nicht ganz verlieren.) Wunderbare Review, Horace! ;)

Vielen Dank Intofilms, schön dich mal wieder unter einem meiner Reviews anzutreffen. Dann wünsche ich dir scgon mal viel Spaß mit PM:TLR, denke der wird dir gut gefallen. Was das Sichtungsgleichgewicht zwischen geliebten Klassikern und frischem Output angeht stimme ich dir zu, habe auch kürzlich einige neuere Genreproduktionen nachgeholt (darunter The Shallows, Cold Skin, A Quit Place und Get Out).

09.08.2019 21:22 Uhr - The Machinist
1x
User-Level von The Machinist 5
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Klingt geil! Bin selbst nur mit der Original-Trilogie vertraut, über The Littlest Reich habe ich aber schon öfters Positives gehört, ich denke den checke ich demnächst mal aus.

Tolles Review.

10.08.2019 10:43 Uhr - DriesVanHegen
1x
User-Level von DriesVanHegen 5
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 369
Mir hat der getaugt.
Eine nette Schlachtplatte, die teils herrlich übersteigerte Kills anbietet (etwa die "Ich pisse auf meinen Kadaver"-Szene), die aber außer den Morden nicht groß überzeugen kann bzw. das vermutlich gar nicht möchte.
Als klamaukiger Splatterspaß aber wunderbar geeignet - bietet genau das was es sein soll und möchte, nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

10.08.2019 12:25 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 17
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Klingt trotz Dritter Reich Thematik interessant für eine Sichtung

10.08.2019 13:56 Uhr - RedArrow
1x
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Könnte Spoiler enthalten:


Im Großen und Ganzen unterstreiche ich deine übersichtlich strukturierte Rezension, komme aber bewertungstechnisch auf leicht aufgerundete sieben Zähler.

Das tödlichste Reich ist kurzweilig anzusehen, bietet ein paar Dialogzeilen zum Schmunzeln und einige nette Splattersauereien.

Einige Morde finden dafür im Off statt (eine Tatsache, die in Deutschland gerne unerwähnt bleibt, denn es wird nur sehr eifrig über das gesprochen, was man sehen kann und nicht über all das, was die Kamera nicht einfängt), andere Mordszenen wirken etwas hastig oder vielmehr ungelenk zusammengefilmt. Dazu passen die Aussagen Sonny Lagunas, der im Buchteil des MBs von dagewesenen Budget- und Zeitproblemen bei der Realisierung des Films spricht.

Inszeniert ist das alles mit einem dicken Augenzwinkern. Auch die Idee, die Puppen zu Werkzeugen eines Nazis zu machen lockt einem Erwachsenen höchstens ein temporäres Lächeln ins Gesicht, nur ernst nehmen kann man das niemals. Die darauf folgenden politischen Unkorrektheiten, wenn dann Vertreter sexueller etc. Randgruppen dran glauben müssen, empfand ich sogar als erfrischend denn es ist, wie erwähnt, kein ernster Film geworden, sondern genau das Gegenteil. Es ist nur schade, dass man dafür auf so ein Nischenprodukt ausweichen muss, im Big Budget/Mainstream - Sektor kommt derartiges ja so gut wie nicht mehr vor (Grüße an "Deadpool 2").

Noch kurz zur FSK - Ablehnung: Die Freigabe abzulehnen mag seitens der FSK legitim sein, ich halte das lediglich für einen gigantisch aufgeblasenen, exorbitanten Murks und sehe darin den Beweis der falschen Interpretation als verifiziert. Genau dieser ist es auch zu verdanken, weshalb vor nicht allzu langer Zeit "Death Race Anarchy" und "Brawl in Cell Block 99" abgelehnt wurden. Zwei Filme, die zur Ablehnung nicht mal ansatzweise taugten und die man mit ein wenig Mut und Fantasie, wie auch "Puppet Master - Das tödlichste Reich", locker ab 16 Jahren hätte freigeben können.

Auf alle Fälle eine ordentliche Rezi von dir!






10.08.2019 14:32 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 20
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 8.824
Vielen Dank auch an The Machinist, DriesVanHegen, Ghostfacelooker und RedArrow für Lob und Feedback.
Machinist: Dann wünsche ich dir viel Spaß, ich werde bei Gelegenheit wohl noch die Originalteile nachholen. Reichen da die ersten drei, oder würdest du sagen das sich auch die späteren Teile lohnen?
Dries: Freut mich das wir hier einer Meinung sind, die Story ist natürlich nicht besonders originell oder tiefgründig dafür ist der Film aber sehr unterhaltsam.
P.S. SPOILER fand auch das der Mord bei dem der Kopf in der Toilette landet heraussticht. SPOILER ENDE
RedArrow: Ich denke auch nicht, dass die Filmemacher das mit der Nazithemathik allzu ernst meinen, sondern eher als humoristische Umdrehung des Konzepts der Originalreihe. Was die Freigabe angeht gebe ich dir recht, da hätte wenigstens das kj Siegel drin sein müssen. Bei Brawl kann ich das aufgrund noch nicht erfolgter Sichtung nicht einschätzen, aber den neuen Death Race empfand ich als weitaus harmloser und unblutiger als die uncut von der FSK freigegebenen Teile 1&3.

13.08.2019 12:29 Uhr - Charlie Bronson
1x
Puppet Master 3 habe ich geliebt damals. Naja, geliebt ist das falsche Wort. Aber er ist cool und ich habe sogar eine Actionfigur von Six Shooter.

13.08.2019 19:32 Uhr - Fulgento
1x
Find den auch nicht übel. Gut verfasste Rezi. Von mir gibts 6,5-7 Flammenwerfer.
Da sich die erste halbe Stunde doch sehr zieht. Aber die handgemachten Effekte können sich sehn lassen. Nach Teil 3 hab ich die Reihe nicht mehr verfolgt, aber der war wirklich recht unterhaltsam. Mit bisschen höherem Budget wäre der aber bestimmt n Oberknaller geworden.

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