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Der Unbesiegbare - Best of the Best 2

Originaltitel: Best of the Best II

Herstellungsland:USA (1992)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Martial Arts
Alternativtitel:Best of the Best 2
Best of the Best 2 - Der Unbesiegbare
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,64 (27 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

In KARATE TIGER 4 (Best of the Best) ging es um Ruhm und Ehre, doch diesmal kämpfen Alex und Travis um den höchsten Preis - das eigene Leben. Ihr Gegner ist BRAKUS, ein Kampfgigant - groß, schwer, skrupellos. In einem gnadenlosen Kampf wird Travis von Brakus geradezu zermalmt. Alex schwört Rache und lässt sich von dem Mann trainieren, der bisher als Einziger den Kampf gegen den Koloss überlebte. Beim tödlichen Duell wird sich endgültig zeigen, wer der Beste der Besten ist. (ASCOT DVD-Cover)

eine kritik von ghostfacelooker:

Anders als beim ersten Teil der Quadrologie von Best of the Best, zeichnete nicht Phillip Rhee für das Drehbuch verantwortlich, sondern übernahm hierbei wieder die Rolle des Tommy Lee und fungierte wie bei dem dritten und vierten Film als Produzent.

Man merkt diesem Werk auch die gänzlich andere Handschrift an, denn war der Vorgänger noch ein sozial und gesellschaftlicher Vergleich der Kulturen und Sichtweisen mit moralischen Untertönen zwischen den Kampfsporteinlagen, besinnt sich dieser hier ausschließlich auf Letzteres.

Man könnte fast meinen, Regisseur Radler, hätte sich handlungstechnisch an dem ein Jahr zuvor entstandenen American Samurai mit David Bradley und Mark Dacascos orientiert, in dem es ähnlich gelagerte, wenn auch blutigere „Gladiatorenkämpfe“ zu bestreiten gibt und in dem auch ein Cowboy vorkommt.

Besagter Cowboy in dieser Fortsetzung ist überraschenderweise Travis Brickley (Chris Penn) der mit Grady und Lee offensichtlich ein Karate Dojo eröffnet hat und nun bereits fünf Jahre mit ihnen befreundet ist.

Überraschend finde ich es deshalb, da man eine langjährige Freundschaft sicherlich bei Grady und Lee vermutet haben könnte jedoch nicht wirklich zwischen denen beiden und Travis, wobei ich sagen muß, daß der im Vorgänger begonnene Sinneswandel bei Travis scheinbar Früchte getragen hat.

Zumindest findet man keine deutlich rassistisch gelagerten Äußerungen mehr in seinem Sprachgebrauch und daß jemand Frankreichs Hauptstadt nicht leiden kann, ist reine Einstellungssache.

Jedenfalls ist es auch Travis, der durch sein Ableben, die Geschichte des Films erst so richtig ins Rollen bringt, denn nicht nur daß man somit das Motiv der Rache als „roten Faden“ der Handlung einführt, sondern auch gleichsam mit dem Ort in dem er getötet wurde eine Rechtfertigung für Ralf Moeller als titelgebeneden Unbesiegbaren bietet, der mit seinen Handlangern den Underground-Fightclub „Coloseum“ führt.

Vielleicht gab es 1993 nicht unbedingt eine große Auswahl an passenden Antagonisten, sodaß man auf Moeller zurückgriff, oder aber man machte sich ebenso wie bei Roberts nichts aus eigentlich fehlender Kampfsporterfahrung, die man bei dem sonst sympathischen Schauspieler durch glänzende Muskeln zu ersetzen suchte.

Moeller allerdings, ist von solch schauspielerischer Qualität durchzogen, daß sich ein Eric Roberts mit seiner ab und an weinerlich wirkenden Mimik, neben ihm schon als zweifacher Oscar Gewinner ausnimmt.

Sei es drum, immerhin wirkt der Gute Ralf in diesem Film nur halb so deplatziert, wie der schmierige Club und PR Manager Weldon, der von Schauspieler und Las Vegas Entertainer Wayne Newton gegeben wird.

Und beide wirken wiederum wesentlich besser im Film aufgehoben, als die gesamte Sicherheitscrew, die von dem ebenso schmierigen Finch (Patrick Kilpatrick) angeführt wird, einschließlich der drei „Vorab-Gladiatoren“ die es zu besiegen gilt, um sich überhaupt das Recht verdient zu haben, gegen Brakus (Ralf Moeller) antreten zu dürfen.

Sieht man von diesen augenzwinkernden Schwächen des Films ab, bietet Der Unbesiegbare, wie er im deutschen Untertitel heißt einen soliden Vertreter nach altbewährtem Gut gegen Bösewicht Strickmuster, welches man gerade im Martial Arts Genre gern als Basishandlung verwendet und bei dem natürlich auch das obligatorische Spezialtraining bietet, ohne welches man nicht in der Lage wäre gegen den bösen Buben zu bestehen.

Wer sich also rein auf die Kampfszenen konzentriert und jenen dem der erste Teil, wie mir sehr positiv in Erinnerung bleibt, dürfte sich über ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren freuen, denn zeitlich befinden wir uns fünf Jahre nach ihrem ersten Zusammentreffen, was sich besonders in Walters Erscheinung widerspiegelt, denn Edan Gross sieht schon fast wie fünfzehn aus, obwohl er ebenso zwischen den Teilen lediglich um fünf Jahre gealtert ist.

Ansprechend sind aber nicht nur die Kämpfe, die Tommy Lee, Dae Han Park und Alex zu bestreiten haben, sondern auch die unscheinbaren Nebenrollen, die mit damals vielleicht noch unscheinbaren, aber aus heutiger Sicht doch berühmten Schauspielern besetzt sind.

Meg Foster dürfte neben David Boreanaz und Kane Hodder noch die bekanntere des Casts sein, während man Buffy´s Liebhaber nur kurz am Parkplatz zu sehen bekommt und den späteren Jason Vorhees und Crowley Darsteller mit einem Bleistift an die Hintertür nagelt.

Dieser Teil bietet zwar nicht die gleich Qualität seines Vorgängers, ist aber unter den Haudrauf-Vertretern deren Basis eine Arena und somit das Mann gegen Mann Konzept ist, für mich unter den Top Ten.

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Kommentare

13.08.2019 00:43 Uhr - Dr.Ro Stoned
In meinen augen ein sehr guter vertreter seiner zunft.
In den 90ern war es schier unmöglich, den film in seiner ungeschnittenen pracht zelebrieren zu können.
Was hat mich das früher geärgert!


13.08.2019 00:47 Uhr - Ghostfacelooker
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13.08.2019 00:43 Uhr schrieb Dr.Ro StonedIn meinen augen ein sehr guter vertreter seiner zunft.
In den 90ern war es schier unmöglich, den film in seiner ungeschnittenen pracht zelebrieren zu können.
Was hat mich das früher geärgert!



Hab den damals im Kino gesehen:))) obwohl ich noch keine 18 war, jedenfalls dachte ich, bevor ich nun die uncut Version gesehen habe, ich hätte damals mehr verpasst

13.08.2019 09:42 Uhr - Draven273
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Schöner Film der auch mir noch in Erinnerung der vielen geblieben ist. Schon damals fand ich das mit Ralf Möller etwas witzig, aber ich mochte den irgendwie und als junger Kerl war mir das auch egal. Die Unterhaltung an sich war gut und das passte alles. Schade um den viel zu früh von uns gegangenen Phillip Rhee :(

13.08.2019 09:56 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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13.08.2019 09:42 Uhr schrieb Draven273Schöner Film der auch mir noch in Erinnerung der vielen geblieben ist. Schon damals fand ich das mit Ralf Möller etwas witzig, aber ich mochte den irgendwie und als junger Kerl war mir das auch egal. Die Unterhaltung an sich war gut und das passte alles. Schade um den viel zu früh von uns gegangenen Phillip Rhee :(


Der Gute lebt laut Internet noch. Vielleicht meintest du einen der anderen beiden?

13.08.2019 11:35 Uhr - Draven273
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.... ich bitte meine Unwissenheit in diesem Falle mal zu entschuldigen. Ich hätte schwören können vor gut einem Jahr dutzende Berichte gelesen zu haben, in denen gesagt wurde, der gute Mann sei gestorben. Verzeihung. Bin grade selbst total erschrocken. :(

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