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Ghostfacelooker
Level 17
XP 5.548
Eintrag: 11.08.2019

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Double Date

Herstellungsland:Großbritannien (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Komödie

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,50 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Alex will seinem Kumpel Jim zur Nacht seines Lebens verhelfen. Der wird nämlich 30 und ist noch Jungfrau. Alex will diesen Zustand dringend ändern und auch Jim wünscht sich nichts sehnlicher. Als die beiden in einer Bar die verführerischen Schwestern Kitty und Lulu kenennlernen, sehen sie sich schon am Ziel angelangt und gehen natürlich mit ihnen aus - nicht ahnend, dass die beiden Serienmörderinnen auf der Suche nach ihrem nächsten Opfer für ein blutiges Ritual sind...
eine kritik von ghostfacelooker:

Wenn du hinter dir eine sexy Stimme, die einer ebensolch attraktiven Frau gehört, dir zuraunen hörst, dein Freund sei total "hinüber", dann könnte es daran liegen, daß die Gute dich wirklich will, oder aber eine psychotische Massenmörderin gefangen in einem engelsgleich wirkenden Frauenkörper ist.

Gut, nun könnte man einige Passagen der Bibel mit den realen Fakten vergleichen, warum Frauen eben nicht das Böse dieser Welt sein können und wie viele Serienmörder dagegen tatsächlich männlicher Natur sind, aber versuchen wir uns mit folgenden zwei Möglichkeiten anzufreunden, daß auch der Bengel den sie abstach vorher noch meinte sie würde ihr blaues Wunder erleben, was man in Zeiten sexueller Belästigung überspitzt als Notwehr bezeichnen könnte oder aber die Kleine ist wirklich durchgeknallt.

Was sollte man von einem Typ der übersetzt mit Nachnamen Barfuß heißt erwarten, aber Benjamin Barfoot orientiert sich bei diesem Komödien / Slasher, Schrägstrich-was-auch-immer-Mix, im komödiantischen Bereich sehr an Teuflisch mit Brandan Fraser.

Zumindest ist seine Hauptfigur ähnlich gezeichnet. Jim, seines Zeichens Jungfrau, jedoch nicht vom Sternzeichen oder Aszendenten her, ist dagegen das prädestinierte Opfer. Er ist naiv, hingebungsvoll dämlich und absolut herzensgut.

Danny Morgan, der Jim spielt, erinnert mich dabei auch an eine Mischung aus Brandan Fraser und Nick Frost was zumindest den trockenen Humor betrifft, der im Originalton noch eine Schippe drauflegt, denn Fucktime in London, was eigentlich Funtime in London heißen sollte, wurde mit Spasmen in Lotion anstatt Spaß in London übersetzt und so hemmt unsere Muttersprache den eigentlichen Funken des schwarzen englischen Humors.

Kitty, die in den ersten beiden Minuten des Films schon als Psychopathin „gebrandmarkt“ wurde, würde visuell durchaus als die häßlichere kleine Schwester von Megan Fox durchgehen könnte, wobei der Grad der Häßlichkeit im Vergleich zu Fox immer noch eine 8 von 10 wäre, scheint aber einen tieferen Sinn in ihren Handlungen zu sehen. Aber hey, welcher Irre hat den keinen tieferen Sinn in seinen Taten vor deren Tat erkannt?!

Bei Filmschwester Lulu (Georgia Groome) würde ich in der Beschreibung der Optik nicht wirklich mit der des sehr geschätzten Kollegen Sonyericssohn konform gehen, aufgrund dessen Review ich diesen Film überhaupt erst in Erwägung zog, aber attraktiv ist Ms. Groome auf alle Fälle.

Was aber im Hinblick auf alle anderen Darsteller keine großartige Leistung zu sein scheint, denn auch hier scheint Barfoot seinen Sinn für Humor aufzuzeigen, indem außer den Frauen, sonst fast keine optisch ansprechenden Filmmenschen vorhanden zu sein scheinen.

Das der englische Humor anders ist und auch nicht immer leicht zu verstehen, sieht man an der Rolle von Alex´s Vater, dargestellt von Dexter Fletcher (Bube,Dame, König, Gras), der dem deutschen Begriff für asozial und dem gleichsamen Verhalten eine ganz neue Bedeutung zu verleihen vermag.

Leider ist es auch so, daß dieser Film zeitweise sehr sehr große Schwächen hat und nicht weiß ob er eine romantische Komödie oder mehr sein will. Mir scheint es, als daß man nicht unbedingt eine wirklich durchdachte Handlung aufgebaut hat, denn manches macht im Film, zumindest für mich, mal wieder wenig Sinn.

In Zeiten der Gleichberechtigung ist es natürlich toll, daß Mann immer mehr Filme mit Frauen als Mörderinnen dreht, die dem anderen Geschlecht den Hintern aufreißen und es nicht immer Frauen sind die kreischend und wimmernd als hilflose Opfer dargestellt werden, denn ja sie können auch anders.

Wie, sieht man zum Beispiel nicht nur bei den Morden, sondern auch im letzten Drittel, in welchem auch Alex (Michael Socha) zeigen darf, daß er mehr als kluge Sprüche reißen kann, wobei er auch dabei nicht damit aufhört, was zu kopfschüttelndem Schmunzeln führt, welches sich kurz darauf in ungläubiges Staunen verwandelt und das nicht nur wegen der mit Spitzen besetzten Unterwäsche in der man Kitty dann kurz bewundern darf.

Besagter Schluß in der Villa, die den Kreis zum Anfang schließt, birgt auch wieder mehr von schwarzem Humor und folgt auch der obligatorischen Hintergrunderklärung, des Genre, welches die Beweggründe erläutern, die wiederum sehr lächerlich wirken.

Trotzdem bleibt mein Favorit in diesem Genremix immernoch die ungeschnittene Version von Julia X, die all das vereint, was dieser Film sein will.

 

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Kommentare

13.08.2019 01:23 Uhr - kokoloko
User-Level von kokoloko 10
Erfahrungspunkte von kokoloko 1.439
Den ersten Satz versteh ich nicht ("mein Freund sei total...." was?) und "Julia X" fand ich beim Rewatch richtig schlecht, aber die Review macht trotzdem weiter Lust auf den Film und gibt einen guten Einblick.

13.08.2019 01:34 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 17
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 5.548
13.08.2019 01:23 Uhr schrieb kokoloko
Den ersten Satz versteh ich nicht ("mein Freund sei total...." was?) und "Julia X" fand ich beim Rewatch richtig schlecht, aber die Review macht trotzdem weiter Lust auf den Film und gibt einen guten Einblick.


Stimmt da hatte ich das Wort vergessen, danke.
Tja schön daß dir dieses Review Lust auf den Film macht.

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