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kokoloko
Level 10
XP 1.439
Eintrag: 11.08.2019

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A Very Murray Christmas

Herstellungsland:USA (2015)
Genre:Drama, Komödie, Liebe/Romantik,
Musikfilm

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (1 Stimme) Details
eine kritik von kokoloko:

"Christmas in July" ist tatsächlich schon wieder rum und die letzten Monate lästiges Warten bis zur jährlichen Highlightzeit beginnen, demnach also kurz wieder mit Texten aus der Ecke befasst, geupdatet - und solche gefunden, die ich gerne teilen würde. :)

A very Murray christmas

Netflix-Eigenproduktionen haben oftmals schon den erwarteten Produktionsstatus fernab von reiner Indieoptik mit wenig Budget erreicht, Lakonie, Einsamkeit und die allgemeine Melancholie der Weihnachtsstimmung steht Bill Murray, den ich ohnehin für einige Rollen liebe, sicherlich äußerst gut und dazu dann noch Cameos und die Freiheit eines Holiday Specials, das nicht den Strukturen eines Spielfilms folgen, nicht 90 Minuten füllen muss? Das klingt doch großartig! Ich mein Michael Bolton ist für mich kein wichtiger, übermäßig witziger oder begabter Protagonist, abseits seines zweifelsohne beeindruckenden Sprachorgans, aber trotzdem war sein Valentine Days Special noch irgendwie recht unterhaltsam und hat gar einen meiner Lieblingssketches parat, da wird das mit Murray doch erst Recht laufen, oder?

Leider nein - denn das erste Problem an diesem Special ist es, dass man sich nicht an einer Sketchcomedy, einer "Christmas Carol"-mäßigen Story oder sonstwie ambitioniert, gut geschriebenen narrativen Strukturen versucht hat, sondern schlichtweg an einem spröden Musical, bei dem ein Großteil der Spielzeit tatsächlich einfach nur Weihnachtslieder gesungen werden. Das wär vielleicht interessant, gäb es interessante neue Interpretationen oder Cover, neue Song mit situationsabhängigen Texten oder besonders talentierte Sänger und Cameos, aber da letztere leider Ausnahme bleiben und die Cameos zwar zahlreich, aber oft auch viel zu unpointiert und langweilig sind, klappt das so gar nicht. Mehr noch: Zu Beginn stellt der Film noch die Situation dar und versucht so etwas wie eine Story zu inszenieren, mit der Zeit geht es dann aber mehr und mehr um Gesang und die kleinen character arcs werden unpointiert aufgelöst, während Murray gelangweilt und halbdeprimiert, zunehmend aufgeheitert aber nie wirklich witzig durch ein altes, recht hässliches Hotel schleift, in dem gerade eine Hochzeit geplatzt ist, nachdem niemand zu seinem Christmas special kam, zu dem er verdonnert wurde. Das könnte wirklich eine schöne, wunderbar murray-typisch melodramatische Weihnachtshuldigung sein, von Depression zum glücklichen Singen, aber obwohl der Film genau das zeigt und versucht, funktioniert es dramaturgisch einfach überhaupt nicht, weil wir durch zu wenig Storyszenen, langweilige Regie, hässliche/unmotivierte Bilder und witzlose Cameoszenen einfach zu wenig gebunden oder synchronisiert werden, uns kaum kümmern. Als Kurzfilm hätte das wunderbar klappen können, mit einem traurigen, einem witzigen und einem großen Finalsong halt, stattdessen werden die Songs nicht sinnig eingebunden oder hier und da genutzt, sondern dauerhaft konsequenzlos eingestreut - Murray läuft wortwörtlich zu den Gästen und bittet sie zu singen und Musik zu spielen, dann chillt er an der Bar und trinkt was, während gesungen wird, nickt mit dem Kopf, guckt sich gelangweilt um. Dieses Holiday Special wirkt in diesen Szenen unfassbar lieblos und selbstverliebt, belanglos und leer, weil es bei einem bloßen "Guck, wen wir haben!" bleibt, statt irgendwas spannendes, witziges oder auch nur halbwegs motiviertes zu machen - Bill Murray deprimiert an Weihnachten, wie kann man das nur so in den Sand setzen?

Zugute halten muss man dem Film natürlich einige Lacher, die durch teils unerwartete Cameos zustande kommen, aber meistens wird aus dem Grinsen über die Vorfreude der kommenden Szene, das beim Erkennen des Gesichts aufkommt, innerhalb der ersten paar Dialogzeilen oder nicht zündenden Lachern ein bloßes Stutzen, weil hier dauerhaft Potential verschwendet wird. Zugegeben - das große Finale ist zwar etwas zu lang, hat aber durch einen schelmischen Hollywood-Star, einen weihnachtsliebenden und groovenden Bill Murray mit dem besten Song des Programms sowie ein weiteres recht überraschendes Cameo im schicken Studio die Sympathien noch am ehesten auf seiner Seite, unterhält in etwa wie ursprünglich erwartet und spendiert Weihnachtsklassiker nach Weihnachtsklassiker, gleichzeitig wird die Story oder trostlose Atmosphäre, auch wenn sie in dieser langweiligen Form extrem ermüdend war, demnach auch gänzlich über Bord geschmissen, weil narrativ halt wirklich garnichts mehr passiert. Lieblos wird noch ein unnötiger Song drangeschnitten, atmosphärisch nur durch meine Weihnachtsliebe und das Bild ansich die beste Szene des Films aber inhaltlich ohne Existenzberechtigung, in den Credits gehts nochmal zurück ins Hotel, wo der angestrebte Ton des Films zum ersten Mal recht gut getroffen wird - auch wenn es durch das Kontrastprogramm vorher halt wirklich nicht mehr klappt.

Das Sofia Coppola dieses Special geschaffen hat ist dabei verwunderlich und eigentlich recht spannend, erklärt es doch die leere und spröde Atmosphäre vieler der Szenen - aber wirklich emtional oder streng wird es dabei nie, der Humor ist zu staubtrocken und ohne die Dramaturgie eines Films mit leidenden Charakteren und Spannungsbögen klappt diese Art der Inszenierung halt einfach nicht gut. Bill Murray kann, last but not least, auch leider nicht wirklich gut singen und der Weihnachtsfaktor des im ewigen Schneesturm gefangenen Hotels mit lauter wenig spannenden Charakteren gefüllt, halb alt und schick, halb verfallen und zu dezent beleuchtet, wird nur durch sporadische Deko und die Weihnachtslieder aufgefüllt, während die finale Inszenierung natürlich richtig rockt was das angeht und einiges wettmacht  - Jammerschade, aber trotz so viel Potential scheitert das Special an der Regisseurin bzw. Inszenierung und liefert nicht genug herzerwärmende Weihnachtsatmosphäre, charmante Starpower oder Witze, um als geglückt bezeichnet zu werden. Schwache 6/10 und 3/5 Weihnachtsstangen
 

6/10
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