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CHOLLO
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XP 815
Eintrag: 27.08.2019

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Hostel 3

(Originaltitel: Hostel: Part III)
Herstellungsland:USA (2011)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,76 (79 Stimmen) Details
inhalt:
Das Glücksspiel um hohe Einsätze gewinnt in diesem dritten Kapitel der HOSTEL-Reihe eine unheilvolle neue Bedeutung. Auf einer Junggesellenfeier in Las Vegas werden vier Freunde von zwei sexy Begleiterinnen auf eine Privatparty gelockt, weit weg vom Las Vegas Strip. Dort stellen sie mit Entsetzen fest, dass sie zu Figuren in einem perversen Folterspiel geworden sind, bei dem Mitglieder des Elite-Jagdclubs die sadistischste Show der Stadt veranstalten.
eine kritik von chollo:

Es gibt gleich mehrere Gründe warum ein dritter Teil des "Hostel" Franchise nicht hätte gedreht werden müssen oder vielleicht auch sollen. Einer davon wäre das Eli Roth, Urheber und Ideengeber der ersten beiden Teile, einen dritten Aufguss kategorisch ablehnte und sich nach Ankündigung dessen auch deutlich davon distanzierte. Ein weiterer, und im Filmgeschäft deutlich wichtigerer, waren die schon spürbar nachlassenden Einspielergebnisse der ersten Fortsetzung. Bei Produktionskosten von 10 Mill. USD für "Hostel 2", bei Teil 1 war es die Hälfte, spielte dieser nur knapp ein drittel seines Vorgängers in den Nordamerikanischen Kinos ein. Trotzdem hatten sich 4 Jahre nach erscheinen des Sequels doch noch Geldgeber gefunden die offenbar Vertrauen in das Franchise hatten. Mit einem Budget von 6 Mill. USD relativ gut unterfüttert war aber von Anfang an klar, dass dieser dritte Teil keinen Kino Release bekommen und eine Direct- to- Video Veröffentlichung darstellen sollte.

Für etwas Abwechslung wurde das Setting diesmal radikal verändert. Nach zwei Ausflügen in den Slowakischen Folterkeller war es an der Zeit etwas neues auszuprobieren um die noch interessierten Zuschauer bei der Stange zu halten. Und welche Örtlichkeit bietet sich in den USA wohl am meisten für sündige Geschäfte an als der Sündenpfuhl der Neuzeit: Las Vegas. Ein Sodom und Gomorrha für Sadisten sozusagen. Da rümpften viele Fans der vergangenen Teile erst einmal die Nase. Erst die verrotteten Gemäuer in Bratislava, und jetzt die grelle Optik einer Hochglanzmetropole, kann das gehen? Und sie sollten Rechten behalten, nein kann es nicht! Obwohl der Einstieg auf der Bühne vor perversem Publikum mit Neon- Hintergrund die Erwartungen recht hoch schraubt, ist das endgültige Resultat ernüchternd. Zu entrückt und distanziert wirkt das Spiel zwischen Tätern und Opfern diesmal um wirklich fesseln zu können. Zudem hat sich die "Hangover" im Folterkeller Prämisse in Lichtgeschwindigkeit abgenutzt sodass sich die Ereignisse in ihrer Abfolge ständig zu wiederholen scheinen und mit der Zeit Ermüdungserscheinungen hervorrufen.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor ist der erschreckend niedrige Härtegrad im Vergleich zu seinen Vorläufern. Denn trotz der noch bestehenden Indizierung kann man die expliziten Szenen hier an einer Hand ablesen und die beste davon wird schon in den ersten Minuten mit der Vorstellung des neuen Settings zusammen verschossen. Das weckt nicht nur falsche Hoffnungen beim Zuschauer die "Hostel 3" in der Bilanz nicht halten kann, es ist für einen Film mit diesem Titel eigentlich schon ein Armutszeugnis. Ein Torture Porn ohne die entsprechenden Schauwerte könnte man sagen womit hier ganz klar die Substanz fehlt. Im direkten Vergleich zu "Hostel" zieht Teil 3 was den Härtegrad auf visueller Ebene anbelangt ganz klar den kürzeren, von "Hostel 2" mal ganz zu schweigen.

Auch vor und hinter der Kamera hat man scheinbar von B auf C Prominenz gewechselt. Erneut wie im Original wieder auf Männerwirtschaft setzend, reichen Kip Pardue ("Driven"; "Dreizehn"); Brian Hallisay ("Jesabelle"; "American Sniper"); John Hensley ( "Shutter") und Skyler Stone meiner Meinung einfach nicht an ihre Kollegen aus den vorangegangen Teilen heran. Mag es an dem nicht vorhandenen Talent, fehlendem Charisma oder erneut schlechter Charakterzeichnung liegen. Ihr Treiben auf der Mattscheibe lässt mich einfach erstaunlich kalt. Hatte ich mir bei den verspielt naiv wirkenden Jungs aus Teil 1 und der unbedarften Mädelsclique aus Teil 2 noch um die ein oder andere Personalie Sorgen gemacht, ist mir in "Hostel 3" so ziemlich jedermann irgendwie egal.

Nachdem klar war das Eli Roth sich nicht zu einer zweiten Fortsetzung, und schon gar nicht einer Heimkinoveröffentlichung herablassen würde, musste auch ein neuer Regisseur gefunden werden. Die Wahl fiel auf den für Horror- und Splatterfans nicht ganz unbekannten Scott Spiegel, dieser war schon als ausführender Produzent an den ersten beiden Hostel Teilen beteiligt und hatte mit dem 1989 entstandenen "Intruder" bzw. "Bloodnight" schon einen sehr brauchbaren Genrebeitrag abgeliefert. Auch hat der Langzeit-Kumpane von Sam Raimi mit Fortsetzungen im Heimkinobereich durch seinen "From Dusk till Dawn 2- Texas Blood Money" bereits Erfahrungen gesammelt. Ich unterstelle ihm jetzt einfach mal sein Möglichstes aus seinen Fähigkeiten und den zur Verfügung stehenden Mitteln herausgeholt zu haben, aber auch er kann gegen die begrenzten schauspielerischen Fähigkeiten seiner Akteure und der mitunter schon sehr billig wirkenden Videooptik die den Atmosphären- Killer schlechthin darstellt nur bedingt ankommen.

"Hostel 3" wäre für sich genommen wohl ein akzeptabler B- Genrefilm, ist aber aufgrund der Abstriche in essentiellen Bereichen (Optik/ Härtegrad) und der Zugehörigkeit zu seiner Reihe ein Sequel welches den deutlichen Qualitätsverlust im Vergleich nicht kaschieren kann. Im Hinblick dessen trotz wohlwollender Beurteilung nicht einmal mehr Mittelmaß.

4/10
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3/10

Kommentare

28.08.2019 00:06 Uhr - Fulgento
1x
Schon der 2te hat mir die Lust auf die Torture Porn Welle vergällt. Den dritten hab ich mir gottlob nur ausgeliehn.
Bin bei Scott Scott Spiegel von nem zumindest originellen B Film ausgegangen.
Mag Blood Night sehr und auch FDTD 2 ist jetzt echt nicht sooooo übel, wie alle sagen.
Aber Hostel 3 hat echt dem Fass den Boden ausgeschlagen.
Langeweile hoch 10, kaum originelle Ideen (das "Facelifting" war ganz nett), billigster Videolook und Schauspieler, die noch mehr genervt haben, als die 3 Tussen im 2ten Teil.
Höchstens 3 Skalpelle!

28.08.2019 09:14 Uhr - TheMovieStar
1x
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Tolle Kritik Chollo, saubere Arbeit, sehr informativ und gut zu lesen, die Bewertung passt auch zu deinem Text. Ich habe bisher nur den ersten Hostel gesehen und der hat mich nicht unbedingt vom Sessel gerissen bei der Erstsichtung. An Hand deiner Kritik kann ich davon ausgehen, das ich mir den dritten Teil gar nicht erst anschauen brauche.

28.08.2019 10:57 Uhr - sonyericssohn
1x
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Bisher nicht gesehen und das wird auch so bleiben. Irgendwann ist auch der wärmste Ofen kalt.
Aber schön lesbar verfasst...nur eben der Appetit bleibt aus ;-)

28.08.2019 20:00 Uhr - CHOLLO
1x
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Dankeschön für die Kommentare :)
Ja der Dritte ist in meinen Augen der Schlechteste.
Habe ihn damals mit großem Abstand zu den vorangegangenen gesehen und konnte gar nicht glauben wie sehr der in der Qualität nachließ.

29.08.2019 13:16 Uhr - Dr. Jones
Den Locationwechsel hab ich zumindest erstmal als positiven Ansatz gesehen .
Und immerhin hat dieser Teil ein Thomas Kretschmann als Antagonist zu bieten gehabt . Das war es dann aber schon.

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