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Topper_Harley
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Eintrag: 17.08.2019

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Friedhof der Kuscheltiere

(Originaltitel: Pet Sematary)
Herstellungsland:USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller, Mystery

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,40 (28 Stimmen) Details
inhalt:
Dr. Louis Creed, seine Frau Rachel und ihre beiden Kinder Gage und Ellie entfliehen der Großstadt für ein beschauliches Leben auf dem Land. Ganz in der Nähe ihres neuen Zuhauses und von dichtem Wald umgeben, befindet sich der unheimliche „Friedhof der Kuscheltiere“. Nach einem tragischen Zwischenfall bittet Louis seinen kauzigen Nachbarn Jud Crandall um Hilfe und löst damit ungewollt eine gefährliche Kettenreaktion aus, die etwas abgrundtief Böses freisetzt und das neu gewonnene Familienidyll bedroht. Schnell wird den Creeds klar, dass der Tod manchmal besser ist…
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von topper_harley:

Stephen-King-Verfilmungen für die große Leinwand gibt es seit sich Carrie – Des Satans jüngste Tochter 1976 als Hit erwiesen hat und den Regisseur Brian de Palma (Der Tod kommt zweimal) seinen ersten großen Erfolg feiern ließ. Seitdem wurden Kings Werke immer wieder fürs Kino (Dead Zone), den Heimkinomarkt (Dolan’s Cadillac) oder fürs Fernsehen als Film (Es von 1990) oder auch als Serie (11.22.63 – Der Anschlag) verfilmt. Häufig geschah dies sehr erfolgreich, eignen sich die eigenwilligen Ideen des Horrormeisters doch exzellent um als Film oder Serie umgesetzt zu werden. Trotz genauso häufiger Kritik, meist von Hardcore-Fans der Buchvorlagen, schaffen es doch die meisten Verfilmungen Kings ganz eigene, besondere Stimmung, die sich durch alle Geschichten zieht, einzufangen.

In den 2000er Jahren wurde es etwas ruhiger um Stephen-King-Verfilmungen, mussten seit den sehr guten Umsetzungen Der Nebel und Zimmer 1408 von 2007 doch ganze zehn Jahre vergehen bis mit Es 2017 eines seiner bekanntesten Bücher mit großem Budget und viel Herz fürs Kino produziert wurde. Der riesige Erfolg von Es zeigt Produzenten natürlich nicht nur, dass eine Fortsetzung Sinn macht, welche dieses Jahr noch im Kino erscheint, sondern führt natürlich auch dazu, dass weitere Bücher in den letzten Jahren verfilmt wurden (Der Dunkle Turm) oder zukünftig verfilmt werden (Roadwork).

Einer dieser Umsetzungen ist Friedhof der Kuscheltiere, der Anfang dieses Jahres in die Kinos kam. Bereits 1989 gelang Mary Lambert (Düstere Legenden 3) eine fantastische Umsetzung des Buches, an der sich das Werk des Regieduos Kevin Kölsch (Starry Eyes) und Dennis Widmyer (Starry Eyes) natürlich messen lassen muss. Es gibt auch die Art Neuverfilmung, die sich nicht am Original messen lassen muss (Scarface), nämlich dann, wenn sie eigenständig funktionieren und als selbstständiges Werk angesehen werden will. Dies ist beim vorliegenden Film aber nicht der Fall, denn der Zuschauer bemerkt in jeder Sekunde, dass der Film “weiß,“ dass es bereits eine Verfilmung gab, die etliche Fans hat und mit deren Erwartung er zu spielen versucht. Dies ist auch nicht weiter schlimm, wenn die Verfilmung dennoch gelungen ist. Leider ist sie das hier absolut nicht; diese Umsetzung ist sagenhaft schlecht und es fiel mir schwer den Blödsinn bis zum Ende durchzustehen.

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die eine pingelige Buchverfilmung erwarten. Wie jemand einst sagte: „Eine genaue Buchverfilmung hält die Kamera auf das Buch und eine Hand blättert alle zwei Minuten um.“ Viel wichtiger ist mir, ob die Essenz, die Atmosphäre und Kernaussagen des Buches verstanden und gelungen umgesetzt wurden. Leider kann man im vorliegenden Fall nur sagen, dass die Regisseure und der Drehbuchschreiber absolut nichts davon begriffen haben und ihre teilweise 1:1-Kopie des ersten Films seelenlos heruntergekurbelt haben. Es zählt auch nicht die Aussage, dies sei eine Neuverfilmung des Buches, denn es ist ganz klar ein Remake.

Wo im Original die Figur von Jud Crandall trotz ihrer nachbarlichen Freundlichkeit noch eine ungreifbare, mysteriöse Note, der man nicht so recht trauen möchte, umgibt, ist der von John Lithgow (Cliffhanger) auf Sparflamme gespielte neue Jud einfach da; er ist alt und trifft eben falsche Entscheidungen. Ob aber nun er da ist oder der örtliche Bäcker oder die Hilfskraft, ist im Endeffekt völlig egal. Die Figur hat weder Tiefe noch Charakter, sie dient nur dazu die Story voranzubringen.

Der Film kopiert den Anfang sowie große Teile der Handlung nahezu 1:1, verändert aber unverständlicherweise kleine Details zum Schlechten sowie das gesamte Ende. Wo damals ein Unbehagen schon allein wegen der Abgeschiedenheit des Hauses entsteht, kommen hier schon nach wenigen Minuten im Hinterhof ein Haufen Kinder mit Masken vorbei, die wohl auf dem Weg sind ihr totes Haustier zu begraben. Die Szene mit ihren hypnotisch trommelnden Bälgern soll unheimlich wirken, tut es aber nicht. Noch dazu kommen diese Kinder nie wieder im Film vor und man erhält auch keine Erklärung für die Masken, obwohl am Ende sogar ein zurückgekehrtes Familienmitglied plötzlich eine trägt. Gibt’s wohl im Afterlife Express gratis zum Fahrschein dazu. Die Szene soll einfach nur ganz plump gruseln. Plumpe Jumpscares werden im späteren Verlauf leider noch häufig eingesetzt werden.

Ein weiteres Manko ist, dass man als Zuschauer kein räumliches Gefühl für die Szenerie bekommt. Fast durchgängig sieht man einen der Darsteller fast ganz im Bildausschnitt und kann nur erahnen wie die Umgebung aussieht und wo diese ist. Wo man im Original noch den Indianerfriedhof im Ganzen zu sehen bekommt und somit eine genaue Vorstellung hat, wie er aussieht, wird einem dieser wichtige Handlungsort hier tastsächlich nie komplett ohne Mensch im Bild gezeigt. Man kann nur erahnen, dass es wohl ein abgelegenes Örtchen an einer Klippe ist.

Auch der Fußweg dorthin ist absolut grottig  gemacht. Als der Vater Louis und Jud auf dem Weg sind, ist die gesamte Umgebung durch derart schlechte CGI umgesetzt, dass man das Laufband vor der Greenscreen, auf dem sich die beiden Schauspieler bewegen, quasi riechen kann. Die Lichtstimmung in den Szenen zum Friedhof passt nie zum restlichen Film und auch innerhalb der Szenen wechselt diese, je nachdem wie groß der Schauspieler im Bild ist und wie viel schlecht gemachten Hintergrund man sieht. Also gilt auch nicht die Ausrede, dies solle den surrealen Aspekt unterstreichen. Für eine Hollywood-Produktion dieser Größenordnung einfach unentschuldbar.

Und so schreitet die Story zwar ohne unnötigen Leerlauf voran, vermag aber einfach zu keinem Zeitpunkt zu fesseln sodass man teilnahmslos dem Treiben auf dem Bildschirm zusieht. Es setzt nie diese gewisse nervenzerfetzende Spannung ein und auch die Handlungen der Protagonisten sind nicht nachvollziehbar.

Die Erinnerungssequenzen der Mutter Rachel, dargestellt durch Amy Seimetz (You`re Next) sind ähnlich einfallslos heruntergekurbelt. Wo man im Original ein genaues und sehr unheimliches Bild von den Gängen, den dekorativen Bildern, eben dem gesamten elterlichen Heim durch die leicht verträumt schwebende Kamera bekommt, wird hier einfach “das worum es geht“ holzhammermäßig abgefilmt. Kind läuft mit Tablett zum Zimmer. Im Zimmer liegt seine kranke, entstellte Schwester. Kind hat Angst. Stimme aus dem Off spielt Erklär-Bär.

Obwohl die Maskenbildner hier gute Arbeit vorweisen, beinhalten diese Sequenzen nicht den Hauch von der verstörenden Spannung, die sie haben sollten. Und als wäre dies auch den Machern aufgefallen baut man halt wieder Jumpscares ein. Wo im Original kongenial deutlich wird, dass diese Zeit durch Kinderaugen wahrgenommen wird und für ein Kind ein derart krankes Familienmitglied einfach unheimlich sein muss, ist die Schwester in der Neuverfilmung definitiv eklig, gruselig und böse und jeder würde dies genauso empfinden, egal welchen Alters.

Der Vater Louis wird von Jason Clarke (Everest) gespielt, den ich eigentlich ganz gern mag – er schafft es aber leider zu keinem Zeitpunkt die innere Zerrissenheit seiner Figur zu transportieren. Seine Figur fällt eine blöde Entscheidung nach der Anderen, denkt nie mit und läuft entweder verwundert oder wütend guckend durchs Bild. Nach Terminator Genysis der nächste Totalausfall für den Mimen. Überhaupt spielen alle Darsteller auf bestenfalls durchschnittlichem Niveau. Am schlimmsten hat es aber Obssa Ahmed getroffen, der hier mit genau einem Gesichtsausdruck den Victor Pascow verkörpert. 

Victor Pascow gehört zu den wohl gelungensten Charakteren der Horrorfilmgeschichte. Der Moment als er im Original verletzt ins Gebäude getragen wird, bricht wie ein Donnerschlag unerwartet auf den Zuschauer ein und erinnert einen knallhart daran, dass man einen Horrorfilm sieht. Ohne Ankündigung und ohne weitere Erklärungen geschieht es einfach. Es ist ein perfektes Beispiel für das schlechte moderne Hollywood, welches den Zwang verspürt alles zu erklären, dass in der Neuverfilmung natürlich erstmal eine Schülerin zu sehen ist, die ins Zimmer stürzt, “Sein Kopf, sein Kopf!“ ruft und damit den Protagonisten und den Zuschauer darüber unterrichtet, dass etwas geschehen ist. Und natürlich muss hier die Kamera auf die Kopfverletzung und die weiteren offenen Wunden voll draufhalten um zu verkünden, wie krass der Film und der Unfall doch sind. Auch hier sehen die Effekte wirklich gut aus, doch die Szene ist dennoch nicht schockierend, sie besitzt einfach, wie der ganze Film, kein Fingerspitzengefühl.

Im Original erscheint Victor Pascow, super dargestellt von Brad Greenquist (Annabelle 2), immer wieder mal in fabelhaft unheimlich inszenierten Momenten, bleibt größtenteils stumm und kommuniziert viel über Handzeichen. Wenn er etwas sagt, ergibt es zunächst kaum Sinn und der Zuschauer weiß einfach nicht, ob er diesem Zombie trauen darf oder doch ein böser Geist sein Unwesen treibt. In der Neuverfilmung darf Victor schon bei seinem zweiten Erscheinen vor Louis von sich geben: “Du hast mir geholfen, also helfe ich dir.“ Er erscheint dann noch zwei oder drei Mal, trägt nichts zur Handlung bei und verschwindet dann auch einfach aus selbiger. So fragt sich der aufmerksame Zuschauer, was denn jetzt eigentlich aus dem geworden ist und warum der überhaupt da war. Im Original hingegen wird verdeutlicht, dass es sich um einen helfenden Geist, vielleicht sogar Engel, handelt.

Auch ergibt es hier absolut keinen Sinn, dass Victor dem kleinen Gage im weit entfernten Haus der Großeltern erscheint, wo die Mutter mit ihm nach dem Tod der Tochter vorübergehend hingezogen ist. Na klar, dem Zuschauer soll vermittelt werden, dass Gage das Shining besitzt, aber was soll der kleine Junge denn damit anstellen? Wen soll er warnen, wenn er nicht mal sprechen kann? Was will ihm Victor denn sagen? Das fragt er sich wohl selber, denn er schaut Gage nur an. Hier wird auch sehr deutlich, wie sich der Film mit der Idee, die Tochter Ellie statt Gage auf der Straße sterben zu lassen, selber ein Bein stellt. Was als erbärmlicher Versuch mit der Erwartungshaltung der Zuschauer und Kenner des Originals zu spielen gemeint ist, führt im Weiteren schlicht zu einem unsinnigen Storyverlauf.

Die Toten kehren zurück, doch sind sie irgendwie anders, irgendwie böse. Dies führt in der Erstverfilmung zu den verstörenden Sequenzen, in denen der kleine Gage mit seiner Mutter spielen will. Er versteht spielen nun anders und tötet seine Mutter. In der Neuverfilmung sind die zurückgekehrten nicht irgendwie anders, sie sind planende, denkende, eiskalte Psychokiller. Ellie kehrt zurück und hat den Plan ihre Familie umzubringen, um sie ebenso im verfluchten Friedhof zu begraben um dann als Zombiefamilie weiterzuleben. Gruselig oder stimmungsvoll ist ab ihrer Rückkehr nichts mehr, denn dann läuft der Film in tobenden Schritten auf sein Actionfinale zu. Ellie gelingt ihr Plan in einem unglaublich schlecht inszenierten Finale, bei dem ich laut anfangen musste zu lachen. Man muss es fast selbst gesehen haben, um zu begreifen wie lustlos und mies dieser Showdown zusammengeschustert wurde.

Der einzige Lichtblick in diesem Mumpitz ist die Katze der Familie. Sie spielt wirklich grandios. Der Zuschauer kann die Wut in ihren angsteinflößenden Augen erkennen, ob es nun an ihrer Rückkehr als Zombiekatze lag oder daran, in einem solch schlechten Film mitzuspielen, ließ sich nicht abschließend feststellen.

So vergebe ich einen Punkt für die Spezialeffekte und einen Punkt für die Katze. Mehr ist bei diesem Quark ohne jeglichen Hauch typischer Stephen-King-Atmosphäre einfach nicht drin.  

    
 

2/10
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Kommentare

17.08.2019 01:38 Uhr - FordFairlane
4x
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Eine der besten uns aussagekräftigsten Bewertungen die ich bis jetzt von diesem Lachwerk gelesen habe. Der Film wie du schreibst absoluter Quark und das unterschreibe ich dir sofort. Lieblos versucht man hier alles so schlecht zu kopieren, um auf die King welle auszuspringen. Mir ist das Original auch deutlich lieber.

17.08.2019 06:11 Uhr - VelvetK
1x
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Der einzige Lichtblick in diesem Mumpitz ist die Katze der Familie. Sie spielt wirklich grandios.


Ha! Sehr amüsant aus der Enttäuschung heraus geschrieben und nachvollziehbar aufgeschlüsselt, sodass man sogar die sehr, sehr niedrige Note verstehen kann. Im Kino hat der mir noch zugesagt, allein wegen dem herausragenden Sounddesign. Aber nun, so Zuhause, fällt tatsächlich auf, dass die vielen, teils unglücklichen Änderungen keine guten, aber immerhin irritierende Variationen sind - vor allem emotionale Schlüsselpunkte fehlen. Ich kann das gerade noch verkraften, aber an den immer wieder begeisternden und wirklich schaurigen Film von Lambert reicht das keineswegs heran. Na, wie gesagt - sehr gute Rezi!

17.08.2019 11:01 Uhr - Kaiser Soze
1x
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Was für ein Mammutreview - wow, Respekt! Da merkt man wirklich, wie viel Zeit und Mühe Du dir genommen hast. Sehr gut geschrieben, begründet, sehr detailliert und vor allem, finde ich es schön, dass auch mal jmd anders die Verlinkungsfunktion nutzt :-)

Auch, wenn ich selbst eine ganz andere Meinung zu / über diesen Film habe, den ich im Kino sehr gut fand und mich schon auf erneute Sichtungen im Heimkino freue, sind Geschmäcker halt verschieden. Ich erwähne aber auch meistens, dass ich die Romanvorlage nicht kenne und diese ganzen, "ja, aber es ist doch nicht, wie im Buch"-Beschwerden daher als unbegründet zurückweise - aber dies gilt ausdrücklich nur für mich!

Weiter so!

17.08.2019 11:53 Uhr - Thrax
1x
Ganz so hart würde ich mit dem Film jetzt auch nicht ins Gericht gehen, kann dir aber in vielen Punkten auch zustimmen.

Mir kam der Film vor allem sehr überhastet rüber. Obwohl er eine etwas längere Laufzeit als die Erstverfilmung besitzt und vieles zu Teilen sogar kopiert, wirkt es bei der Erstverfilmung aber deutlich besser auserzählt und man hat das Gefühl es wurde da auf alles viel besser eingegangen.
Auch fand ich hat Jason Clarke dich ganz gut den hinübergleitenden Wahnsinn rübergebracht ( sieht man allerdings viel besser in dem alternativen Ende der Blu-ray, welches viel besser gepasst hätte )

Sonst wie gesagt gehe ich mit dir in vielen Punkten d'accord, würde den Film aber trotzdem noch irgendwo im soliden Mittelfeld ansiedeln zwischen 4/10 oder 5/10.

17.08.2019 16:24 Uhr - McGuinness
3x
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Hut ab vor dieser Rezension, mein Lieber... Hammer !!!

Wäre es möglich, würde ich diesem Schund hier 0 Punkte geben, denn so einen miesen Film habe ich noch nie gesehen, soweit ich mich erinnern kann.
Bin mit meiner Frau im Kino gewesen und stand kurz davor aufzustehen und den Saal zu verlassen, so sehr habe ich mich geärgert, da half auch der gut gefüllte Popcorn - Eimer + Nacho - Schale nicht mehr weiter... Vom rausgeschmissenen Geld mal ganz zu schweigen !!!

Ich bewundere, wie ausführlich du dich diesem " Film " widmest und auf die einzelnen Kritikpunkte eingehst.
Das hätte ich so niemals hinbekommen, sondern in einem einzigen Satz abgehakt :

Absoluter Bockmist !!!

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.


17.08.2019 17:35 Uhr - NoCutsPlease
2x
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Gut, besser, Topper. :)

Ausführliche Arbeit zu einem Film, den ich noch nicht gesehen habe, aber auf jeden Fall bei Gelegenheit nachholen werde.
Um selbst eine 2/10 zu vergeben, müsste der für mich aber schon auf dem Kompetenzniveau der frühen Marcel-Walz-Filme liegen.

17.08.2019 18:48 Uhr - TheShield2013
2x
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Muss ich leider so unterschreiben. Der war auch für mich wirklich nix. Und vor allem das du den Friedhof angesprochen hast, mir kam das auch irgendwie merkwürdig vor, ich wusste nicht was ich mit dem setting anfangen sollte eben weil es für mich ständig wie ein billiges Set wirkte. Ich Empfand ebenfalls das da keine Spannung aufkommen wollte. Ich bin in der Regel nicht gegen Remakes, Neuverfilmungen oder was auch immer und geb denn Filmen wenn es die Lust und Zeit zulässt auch die Chance um mir ein Bild davon zu machen. Aber der hier war nix. Mehr als 2 gut gemeinte Punkte würde ich auch nicht vergeben.

17.08.2019 20:03 Uhr - jrtripper
17.08.2019 11:01 Uhr schrieb Kaiser Soze
Was für ein Mammutreview - wow, Respekt! Da merkt man wirklich, wie viel Zeit und Mühe Du dir genommen hast. Sehr gut geschrieben, begründet, sehr detailliert und vor allem, finde ich es schön, dass auch mal jmd anders die Verlinkungsfunktion nutzt :-)

Auch, wenn ich selbst eine ganz andere Meinung zu / über diesen Film habe, den ich im Kino sehr gut fand und mich schon auf erneute Sichtungen im Heimkino freue, sind Geschmäcker halt verschieden. Ich erwähne aber auch meistens, dass ich die Romanvorlage nicht kenne und diese ganzen, "ja, aber es ist doch nicht, wie im Buch"-Beschwerden daher als unbegründet zurückweise - aber dies gilt ausdrücklich nur für mich!

Weiter so!


interessante philosophie du hast.
wie kann man irgendwas als unbegründet zurückweisen, wenn man es nicht kennt.

ich kenne beide filme und muß beide als gurken bezeichnen, wobei der erst, die bessere gurke ist.

17.08.2019 20:08 Uhr - Intofilms
1x
Brillante Kritik - hart, aber absolut glaubwürdig vorgetragen. Und man soll ja aus seinem Herzen keine Mördergrube machen... THANKS! ;))

17.08.2019 21:22 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Co-Admin
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Also jetz muss ich mir den doch endlich antun !
Stark geschrieben. Find das Original heute weniger toll als damals aber immer noch okay. Mal sehen was der Ableger so kann ;-)

18.08.2019 00:05 Uhr - spobob13
2x
Erst einmal danke für deine Kritik.
Ich fand die Umsetzung aus dem Jahre 1989 dagegen eher sehr mittelmäßig und billig inzeniert. Dagegen hat mir die 2019er Fassung gut gefallen. Bessere Darsteller, bessere Bildkomposition, bessere Dramarturgie (wenn auch vom Buch stark abweichend). Der Soundtrack ist in beiden Umsetzungen sehr unterschiedlich und sehr gut, auch wenn der aus der 1989 lediglich das klasse Titelthema aus The Amityville Horror (1979) mehr oder weniger 1:1 abgekupfert hat.

18.08.2019 01:06 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 5
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 308
Dein Review gefällt mir, weil du für den Leser nachvollziehbar alle deine Kritikpunkte begründest und deine persönliche Wertung gut untermauerst. Ich werde mir den Film demnächst angucken, mal sehen wie er mir gefällt.

18.08.2019 04:18 Uhr - Topper_Harley
2x
User-Level von Topper_Harley 4
Erfahrungspunkte von Topper_Harley 237
Herzlichen Dank euch allen für das tolle Feedback, das Lob und dass ihr euch die Zeit genommen habt, das diesmal etwas längere Review zu lesen! So macht es direkt doppelt Spaß hier Reviews zu posten. :)

@FordFairlane, großen Dank für dein Lob! Cool, dass wir uns da einig sind. Eben genau das hat mich hier so gestört. Man will nur mit einem herzlosen Produkt auf der Welle mitreiten. Lachwerk ist sehr gut.

@VelvetK, dank dir! Oh ja, enttäuscht bin ich wirklich. Absolut, den Film von Mary Lambert kann man immer und immer wieder sehen, der ist einfach super.

@Kaiser Soze, vielen Dank! Zu der Verlinkungsfunktion hast sogar du mich mit deinem letzten Review inspiriert, da fiel es mir auf und ich dachte mir wieso nicht, coole Idee. :)

@Thax, schön, dass wir es ähnlich sehen. Absolut, überhastet trifft es gut. Es fehlt einfach Feinschliff an allen Ecken und Enden. Stimmt, im alternativen Ende wird sein Wahnsinn deutlicher, jedoch fand ich das alternative Ende inszenatorisch nochmal eine ganze Ecke schlimmer, nur die Idee ist etwas besser.

@McGuinness, vielen Dank! So wäre es mir im Kino auch gegangen. Habe mich nur geärgert bis ich es mit Humor genommen und angefangen habe zu lachen – fällt natürlich im Kino bei den hohen Preisen schwerer. Die Enttäuschung musste ich mir vom Herzen schreiben und versuche auch Leute zu warnen hierfür kein Geld auszugeben. Im Herzen habe ich dem auch 0 Punkte gegeben ;)

@NoCutsPlease, besten Dank! Geht runter wie Öl;) Bin gespannt auf deine Meinung. Da bewerte ich anders, die Walz-Filme spielen budget- und produktionstechnisch in einer ganz anderen (tieferen) Liga, dies beziehe ich in meine Wertungen mit ein, sonst könnten gewisse Produktionen nicht über 6 bis 7 Punkte kommen und andere wiederum nicht unter 4 bis 5.

@Intofilms, großen Dank! Cool, dass es dir gefällt. Da hast du recht:)

@Sony, Vielen Dank! Nein, mein Review soll doch warnen. ;) Bin gespannt, wie du den findest.

@ spobob13, gern geschehen :) Ja so ist das manchmal, aber ist doch cool, wenn du was mit dem anfangen kannst.

@MovieStar, vielen Dank! Freut mich, dass es dir gefällt! Die Kritikpunkte zu begründen war mir wie immer wichtig, sonst wäre es ja nur Gemecker. Schön, dass es mir wohl gelungen ist. Bin auch gespannt, wie du den findest.

18.08.2019 12:35 Uhr - Kaiser Soze
1x
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@jrtripper
Ich sehe den Film als eigenstätiges Werk an, deshalb ist die Aussage - pauschal und übertrieben: "Ja, aber im Roman war das anders!" für mich keine (Gegen-) Argument. Sehe ich bei Original und Neuverfilmung von Filmen, wenn ich dann mehrere Versionen kenne übrigens genauso. Eine Neuverfilmung kann auch ganz anders sein, als das Original und klar vergleicht man auch, aber Eigenständigkeit negativ auszulegen, damit kommtse bei mir nicht weit. Beispiel: Die glorreichen Sieben - Ich kenne zwar Die sieben Samurai nicht, aber sowohl den Western (1960), wie auch den Actionfilm (2016) - beide unterschiedlich, beide haben Vor- und Nachteile, aber beide gefallen mir. Ausgehend von originalgetreuer Umsetzung ist aber mindestens die 2016er Version schlecht, stört mich aber nicht, da dies für mich ein eigenständiger Film ist. Oder auch Tanz der Teufel (1981) - Evil Dead (2013): beide gut, beide anders, kein Problem für mich. Verständlich?

@Topper_Harley
Ja, ich mag das auch sehr gerne und überarbeite meine alten Reviews diesbzgl sogar. Manchmal ist es dann echt erstaunlich, wie geballt in bestimmten Absätzen dann andere Werke genannt werden :D das fällt durch die rote Schrift dann immer erheblich(er) auf.

19.08.2019 17:14 Uhr - Pentegrin
1x
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Erfahrungspunkte von Pentegrin 84
Bisher kenne ich nur das Buch - weder den alten, noch den neuen Film. Aber ich habe schon lange vor, den alten mal zu sehen und freue mich drauf.
Und dann gibt es da dieses Remake, was ich wohl auslassen werde, nach dem, was ich hier gerade gelesen habe. Nach dem, was auch die meisten der anderen Kritiken sagen, würde ich mich wahrscheinlich nur ärgern, wie man diese Vorlage so missachten kann, indem man die Geschichte so abwandelt.
Aber einwas hat der Film gebracht: diese tolle Review hier. Großen Respekt, Herr Harley, der (scheinbar berechtigte) Verriss ist dir super gelungen und hat mir beim Lesen viel Freude bereitet! Toll geschrieben!

19.08.2019 17:36 Uhr - Ghostfacelooker
2x
User-Level von Ghostfacelooker 17
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 5.795
Besser hätte ich mich über diese äußerst schlechte Neuinterpretation auch nicht auskotzen können Hr. Pfotenpuff

19.08.2019 22:00 Uhr - Topper_Harley
User-Level von Topper_Harley 4
Erfahrungspunkte von Topper_Harley 237
Besten Dank auch an euch, Peregrin und Ghost! Schön, dass euch die Lektüre Spaß gemacht hat. :)

@Peregrin, kann dir die Erstverfilmung nur empfehlen. Gib Bescheid, wie du ihn findest.👍🏼

19.08.2019 22:12 Uhr - Pentegrin
1x
User-Level von Pentegrin 2
Erfahrungspunkte von Pentegrin 84
Werde ich tun, danke dir :)

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