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Terminator 2: Tag der Abrechnung

(Originaltitel: Terminator 2: Judgment Day)
Herstellungsland:USA (1991)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Action, Drama,
Science-Fiction, Thriller
Alternativtitel:T2
T2: Terminator 2 - Judgment Day
Terminator 2
Terminator 2: Tag der Abrechnung - Judgment Day
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,59 (254 Stimmen) Details
inhalt:
Zehn Jahre nach der Terrorherrschaft des ersten Terminators kehrt ein neuer Killer-Cyborg auf die Erde zurück. Der Auftrag des T-1000 lautet: John Connor muss sterben. Der zwölfjährige John ist der einzige, der eines fernen Tages die Menschheit vor der Übernahme der Weltherrschaft durch die Maschinen retten könnte. Doch die Rebellen aus der Zukunft sind wachsam. Zum Schutz für John entsenden sie einen umprogrammierten Terminator der alten Generation, den T-800, auf die Erde …
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Vorab: Ich schaue für gewöhnlich den Ultimate Cut oder den in zwei Szenen kürzeren Directos Cut des Film (Vergleich: Schnittbericht), bewerte die Blu-ray-Version, trenne gedanklich immer (!) den härteren ersten Teil vom amüsanten Actionfest, dem zweiten Teil, wobei ich trotzdem gewisse Vergleiche hier im Review liste.
 

Die 80er und 90er Jahre - ein wahres Actionfilmfest: Sylvester Stallone stieg als „Rocky Balboa“ (1976 bis 2006) und „John J. Rambo“ (1982 bis 2019) zum Actionhelden auf, Bruce Willis überzeugte augenzwinkernd als John McClaine in „Stirb langsam“ (1988 bis 2013), Harrison Ford erlebte als „Indiana Jones“ (1981 bis 2020) auf der ganzen Welt sowie als Han Solo in „Star Wars“ (1977 bis 2015 - auf ihn bezogen) im Weltall diverse Abenteuer und Arnold Schwarzenegger ist der legendäre „Terminator“ (1984 bis 2019... siehe hier...)!

Doch zur Actionfilmlegende wurde der Bodybuilder, Filmstar und spätere Gouverneur in besagter Rolle nicht unbedingt durch den ersten Teil, einem sehr guten, aber eher als SFi-Action-Horrorfilm, statt reinem Actionkracher, einzuordnenden Werk, sondern durch dessen Fortsetzung
 

Terminator 2: Tag der Abrechnung


(1991), der zurecht als einer der besten (Action-) Filme aller Zeiten gehandelt wird, inflationsbereinigt in den USA der finanziell erfolgreichste Actionfilm aller Zeiten ist - das tatsächliche Einspielergebnis liegt bei rund 524 Millionen Dollar - bis „Matrix Reloaded“ (2003) den Weltrekord für die höchsten Eröffnungswochenendeeinnahmen eines 'R-Rated'-Films (mit 52.306.548 Dollar) hielt und nebenbei mit einer Durchschnittswertung von 9,59 bei 242 Stimmen und 196 '10-Punkte-Bewertungen' einer der beliebtesten Filme hier auf SB.com ist.

Terminator 2: Tag der Abrechnung“ überzeugt mit gelungener und sehr gut in Szene gesetzter Action, genialen Effekten, die größtenteils kein Tag gealtert zu sein scheinen (die vier Oscars für Ton, Make-Up sowie Effekte sind durchaus gerechtfertigt.) und spaßigen Einlagen, etwa, wenn John Connor (Edward Furlong) den Terminator (Arnold Schwarzenegger) menschlicher machen möchte (Lächelszene! Mit der Grund, warum ich immer mindestens den DC schaue), der durch die Bank weg sympathischen, guten Darsteller, der überzeugend spielende John, die harte Sarah Connor (Linda Hamilton) sowie der nun gute Beschützer T-800 (Arnold Schwarzenegger), bzw bösen Darsteller, der neue Terminator T-1000 (Robert Patrick - aber bitte NICHT mit Arni in Teil 1 vergleichen!) und Dr. Peter Silberman (Earl Boen) als erste Zwischenhürde. (Wenn man den Film erstmals sieht, ist die doppelte Ankunft mit der Frage, wer ist wer, auch sehr eleganz inszeniert!)

„Die Zukunft ist nicht vorherbestimmt, wir selbst sind unseres Schicksals Schmied!“

Wenn ähnlich des Introtextes der „Star Wars“-Reihe eine Einordnung stattgefunden hätte, wäre „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ ohne jegliche Änderung auch als Beginn der Reihe denkbar; vor allem, da Sarah Connors sowie Dr Silvermans anfängliche Ausführungen beinahe diesem Text entsprechen. Schön finde ich aber, dass der beide Teile identisch, im LA 2029, beginnt - allerdings mit weit modernerer Optik! Sarah Connors Monolog mit einer Frage zu beenden und diese Frage durch das folgende Intro (Einblendung der Namen) zu beantworten, fand ich schon genial, den Sattelschlepper am Anfang kennen wir auch aus dem Vorgänger, die Infrarotansicht der Egoperspektive kommt wieder vor und Hunde warnen (zumindest in o.g. Versionen) immer noch vor Terminatoren. Besagter Wechsel vom harten Film zum lustigeren Werk wird direkt schon, etwa durch die Sonnenbrillenszene zu Beginn, klar; mir ist dies fast schon etwas zu albern und auf übertrieben cool getrimmt, aber es ist noch ok; insgesamt werten die lustige Szenen den Film auf.

Der Film bietet wirklich ein Daueractionfeuerwerk, egal ob nun mörderische T-1000 den Hund Wulfi (übrigens der Name James Camerons verstorbenen Hundes) sowie 7 Menschen liquidiert (Gesamtbody-Count: 23), der T-800 seine Gegner (diesmal nur) verletzt, beide Terminatoren gegeneinander antreten, Verfolgungsjagden zu Fuß, auf Motorrädern, in Autos und LKWs stattfinden. Sei Ruf als SFi-Action-Klassiker ist definitiv gerechtfertigt. DIe Zukunftsszenen, sowohl zu Beginn im LA 2029, wie auch die Alpträume Sarahs, sind sehr gut animiert und bieten interessante Einblicke in eine düstere Zukunft. Für meine Begriffe sind die Szenen, in der der T-1000 aus dem karierten Boden emporsteigt und das Finale des Films im Stahlwerk die Musterbeispiele der gelungenen Effekte. Diese Szenen sowie die Einbruchsszene mit den Feuergefechten zeigen die explosive Klasse dieses Films umso gekonnter!

Hasta la vista, Baby.

Setzt man Arnis Gage von 15 Millionen Dollar mit seinen rund 700 gesprochenen Worte in Verhältnis, erhielt er gut 21.429 US-Dollar pro Wort und somit 85.716 Dollar für dieses berühmteste Zitat des Films, welches durchaus mit „Ich komme wieder!“ (so gesehen, erfüllt sich diese Ankündigung in diesem Film) mithalten kann! Warum man den Film handlungstechnisch nur 10 Jahre vergehen hat lassen, mit Edward Furlong aber einen 13/14-jährigen wählt, erschließt sich mir zwar ehrlich gesagt nicht, da er alterstechnisch einfach unglaubwürdig rüber kommt; das ist genauso, wie dass einige der eingefügten Szenen des Directors Cuts (siehe VideoRaiders genialen Schnittbericht - knapp 15 Minuten mehr Film!) sowie die Endszene des Ultimate Cuts unnöltig sind und „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ etwas zu sehr in die Länge zeihen - 156 Minuten sind schon nicht ganz wenig - aber das alles ist im Gesmatkontext verkraftbar.

Dafür werden wieder geschickt diverse Verweise auf „Terminator“, sowie andere Filme eingebettet. William Wisher jr. hat erneut einen Gastauftritt, diesmal als Fotograf, genauso, wie Michael Biehn als Kyle Reese in einer Traumsequenz, der verlorene, linke Arm des Terminators kommt auch nicht zum ersten Mal vor, einen Onkel Bob gab es bereits in „Nikita“ (1990), ein von Menschenhand geschaffenes Wesen, welches am Ende in einer heißen Flüssigkeit vernichtet wird, erinnert ggnf. an „Frankensteins Sohn“ (1939), die Wandlungen des T-1000 in verschiedene Opfer konnte, an „Das Ding aus einer anderen Welt“ (1982), der Platz Cactus Jack stellt ein offensichtliches Zitat der Western-Komödie „Kaktus Jack“ (1979) mit Arni in einer Rolle und das (für meine Begriffe) beste: Der T-800 erledigt alles immer mit der rechten Hand, der T-1000 als Pendant immer mit der linken - schön in Szene gesetztes Detail.
 

Fazit:
Leider Gottes - apropos: Der Tag des jüngsten Gerichts klingt schon recht biblisch angehaucht - kein Horrorfilm (wie Teil 1), aber ein knallig-lustiger Actioner, der durchweg unterhält und mit Darstellern in Topform aufwartet, die wunderbar miteinander harmonisieren und mitsamt der Effekte „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ zu einem Kultfilm machen.

Ich handhabe es mal, wie Arni am Ende (des Directors Cuts): Daumen hoch!
Auch, wenn ich Teil 1 besser finde, vergebe ich hier noch die volle Punktzahl:

10 von 10 Punkten

10/10
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Kommentare

24.08.2019 11:57 Uhr - Dr.Ro Stoned
1x
Moie.
Eine würdige kritik zu einem der größten actionklassiker ever....
👍daumen hoch aus geschmolzenem stahl!

Für solche filme wurde die "10" geschaffen!!


24.08.2019 13:17 Uhr - McGuinness
1x
User-Level von McGuinness 4
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Angenehm lesbare Kritik, auch wenn ich in der Gesamtwertung einen Punkt weniger vergeben würde.
Ein Kultfilm ist " T2 " allemal, der heute immer noch erstaunlich gut funktioniert.

29.08.2019 19:51 Uhr - Topper_Harley
1x
User-Level von Topper_Harley 4
Erfahrungspunkte von Topper_Harley 237
Tolles Review zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme👌🏼 Kann man immer und immer und immer wieder schauen💪🏼

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