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Road House

Herstellungsland:USA (1989)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,11 (61 Stimmen) Details
inhalt:
Ein heruntergekommener Nachtclub in einer amerikanischen Kleinstadt der 80er Jahre: Hier arbeitet Dalton (Patrick Swayze) als Rausschmeißer. Dalton sieht gut aus, hat einen Uni-Abschluß in Philosophie und kann perfekt Karate - kein Wunder, dass die schöne Dr. Elizabeth Clay (Kelly Lynch) sich zu ihm hingezogen fühlt. Doch da ist noch ihr Ex-Freund: der skrupellose Brad Wesley (Ben Gazzara), der mit seiner Bande die Stadt unsicher macht und nicht daran denkt, Dalton das Feld zu überlassen…
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                                     ROAD HOUSE

Sein größter Erfolg war zwar der Tanzfilm Dirty Dancing (1987), aber Patrick Swayze (1952-2009) trat auch regelmäßig in Actionfilmen wie Die Rote Flut (1984), Ruf Nach Vergeltung (1989) oder Gefährliche Brandung (1991) auf. Road House (1989), inszeniert von Rowdy Herrington (Tödliche Nähe, 1993), ist einer dieser Filme. Der Streifen wurde mit einem Budget von 15 Millionen Dollar an verschiedenen Orten in Kalifornien gedreht. Zur Besetzung neben Patrick Swayze gehören Kelly Lynch (Cocktail, 1988), Sam Elliott (A Star Is Born, 2018), Ben Gazzara (1930-2012 / Die Brücke Von Remagen, 1969) und Kevin Tighe (Und Wieder 48 Stunden, 1990).

Dalton (Patrick Swayze) hat zwar einen Universitätsabschluss in Philosophie, verdingt sich aber lieber als Rausschmeißer in Bars. Dabei geht er zwar in erster Linie ruhig und besonnen vor, teilt aber auch ordentlich aus, wenn´s sein muss...und die Blessuren, die sich Dalton während seiner Arbeit holt, lässt er nur in der Notaufnahme behandeln, wenn er sie nicht selbst nähen kann. Eines Tages tritt Frank Tilghman (Kevin Tighe) an ihn heran und bittet ihn, einen heruntergekommenen Nachtclub in Jasper, in den er investiert hat, auf Vordermann zu bringen. Dalton nimmt den Job an und bekommt es sehr schnell mit dem zwielichten wie skrupellosen Brad Wesley (Ben Gazzara) zu tun, dem heimlichen Herrscher der Stadt, Schutzgeld von den örtlichen Geschäftsleuten erpresst …

Road House bietet einen bereits in zahlreichen anderen Filmen verarbeitete Story. Ein mysteriöser Fremder kommt in eine für ihn neue Stadt, deren Bewohner von einem Tyrannen unterdrückt werden, worauf der Fremde zum Beschützer der Gemeinde wird und dem Despoten eine kräftige Abreibung verpasst. Wer hier also großartige Überraschungen erwartet, wird enttäuscht sein.

Wer sich daran nicht stört, bekommt einen ordentlichen Actionfilm der ausgehenden Achtzigerjahre zu sehen, der zwar nicht zu den Klassikern seines Genres/seiner Zeit gehört, aber dennoch gute Unterhaltung bietet, da er mit anderen Stärken punkten kann als einem innovativen, ausgefeilten Plot.

So zeigte Patrick Swayze, dass er auch nach Dirty Dancing immer noch in der Lage war, einen abendfüllenden Actionfilm zu tragen. Zwar bemängelt so mancher Kampfkunstkenner, dass Swayze nicht das Können eines Profis aufweist, und sich seine Kampfsportkenntnisse „nur“ für den Film "antrainiert" hat, aber dennoch schlägt er sich in Road House – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht schlecht. Auch sonst spielt er die Rolle des eher ruhigen, vernunftbetonten Rausschmeißers, bzw. Geschäftsführers ziemlich glaubwürdig. Mit Ben Gazzara hat er einen würdigen Gegenspieler, der den Part des Brad Wesley mit der erforderlichen Kaltblütigkeit spielt, die gelegentlich auch die eigenen Leute trifft.

Unter den Nebendarstellern ragt Sam Elliott als Daltons Kumpel hervor, der mit seinem raubeinigen Charme und seiner Coolness jede Szene beherrscht, in der er auftaucht. Kevin Tighe, der sich vor allem als Schurke in diversen (Action)Filmen einen Namen gemacht hat, zeigt hier, dass er auch in der Lage ist, eine positive Rolle zu spielen. Kelly Lynch hat als Love Interest des Helden schauspielerisch weniger zu tun, was aber auch daran liegt, dass ihre Rolle kaum mehr von ihr fordert als Dalton anzuhimmeln.

Actionfans, die Wert auf Schießereien und ausgedehnte Verfolgungsjagden legen, könnten mit Road House ihre Schwierigkeiten haben, da es letztere schlichtweg nicht gibt und der Schusswaffeneinsatz eher sparsam ist – der Schwerpunkt liegt auf (Zwei-)Kampfszenen, was aber in Ordnung ist, da der Film ja nicht als Ein-Mann-Armee-Feldzug á la Phantom Kommando (1985) oder Rambo II & III (1985 & 1988) angelegt ist und dieser Heldentypus Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger ohnehin auf dem absteigenden Ast war. In den ersten zwei Filmdritteln gibt es in regelmäßigen Abständen Kneipenschlägereien zu sehen, ehe es zu einer längeren, recht harten Zweikampfszene an einem See kommt, ehe der Film auf den Showdown zusteuert. All diese Sequenzen sind ordentlich über den Film verteilt, so dass es im Grunde keine richtigen Längen gibt, und was an Verfolgungsjagden fehlt, haben Regisseur Herrington und sein Team an Explosionen obendrauf gepackt.

So vergehen die ca. 109 Minuten Laufzeit recht schnell, zumal Rowdy Herrington Road House solide inszeniert hat und der Film mit einigen guten Rocksongs aufwarten kann, die zum Teil von Jeff Healey (1966-2008) und seiner Jeff Healy Band stammen, mit der er auch im Film auftritt.

Unterm Strich ist Road House kein Meilenstein des Actionfilms, aber trotzdem ein kurzweiliger Genrebeitrag, den man sich immer mal wieder ansehen kann. Der Film spielte in Amerika/Kanada 30 Millionen Dollar ein und war in einigen europäischen Ländern ziemlich erfolgreich. 2006 wurde ein Direct-to-Video-Sequel des Films (Road House 2, ohne Swayze) auf den Markt gebracht. Außerdem zollten die Macher der Serie Family Guy dem kurz zuvor verstorbenen Patrick Swayze mit der Folge Brian´s Got A Brand New Bag ihren Tribut, in der Road House einen wichtigen Teil der Handlung aus- macht. In diesem Sinne: ROAD HOUSE!!!

 

7/10
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Kommentare

27.09.2019 08:44 Uhr - sonyericssohn
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Ich mag den Film. Obwohl die Schlägereien manchmal ziemlich hölzern wirken machen sie Spaß. Kann man ja alles bei mir nachlesen...wenn man möchte ;-) ...etwas Werbung in eigener Sache.

Schöne Kritik Puni !

27.09.2019 10:05 Uhr - Pratt
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Klasse Besprechung, ich mag den Film, hat 'ne coole Atmossphäre, gute Musik und nette Locations, sowie gut gelaunte Darsteller.

P.S. Übrigens stammen zwei Songs im Film sogar von Patrick Swayze persönlich.

27.09.2019 10:05 Uhr - JasonXtreme
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Da kann ich sony nur beipflichten - wie immer gut besprochen! Auch ich mag den Film einfach, was sicherlich an der guten Besetzung liegt! Elliott ist einfach eine geile Sau, egal wo er auftritt :D und Swayze passt in die Rolle - auch wenn er etwas hölzern fightet. Teil 2 fand ich übrigens sogar recht ansehbar, auch wenn es fast eine blanke Kopie darstellt - Johnathan Schaech ist kein Swayze, aber Will Patton, Jake Busey und Richard Norton machen Laune in ihren Rollen.

27.09.2019 10:08 Uhr - Ivan_Danko
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Yep, kann man genauso unterschreiben, wie immer tolle Kritik! Hätte dem vor einigen Jahren sicher ein Pünktchen mehr verpasst, heutzutage ist die 7 aber absolut berechtigt, gibt halt ganz leichte Abnutzungserscheinungen... Auf alle Fälle wird der bei mir aufgrund Deiner Rezi wieder mal laufen, gehört irgendwie zum Pflichtkino der späten 80er, obwohl es bessere gibt, ist der doch irgendwie schwer kultig.
Schön, dass Du auch Sam Neill etwas ausführlicher erwähnt hast, als absoluter Sympathieträger der heimliche Star des Films, ebenso ist der Showdown klasse.

27.09.2019 10:46 Uhr - Mucki1979
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27.09.2019 10:08 Uhr schrieb Ivan_Danko
Schön, dass Du auch Sam Neill etwas ausführlicher erwähnt hast, als absoluter Sympathieträger der heimliche Star des Films, ebenso ist der Showdown klasse.


Du meinst sicher Sam Elliott lieber Ivan, der andere hatte nicht mit Bars, sondern Dinos zu tun! ;-)

Treffende Besprechung zu einer kleinen Kultperle der achziger Jahre. Ich finde es schade, dass Swayze in der breiten Masse immer auf Ghost oder Dirty Dancing reduziert wird. Der konnte nämlich wirklich mehr und viele seiner Filme sind dadurch irgendwie in der Versenkung verschwunden.

Kleiner Tipp am Rande, die Family Guy Folge : "Brian's Got a Brand New Bag" ! Sehr amüsante Huldigung dieses Klassikers hier!

27.09.2019 13:10 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank, liebe Freunde!

Ich muss zugeben, dass mir der Name Patrick Swayze eine lange Zeit über nur wegen "Dirty Dancing" und "Ghost" ein Begriff war, aber später fand ich dann heraus, dass er auch ganz coole Actionfilme wie diesen oder "Gefährliche Brandung" gemacht hat. Wirklich schade, dass er schon von uns gehen musste.

Und Sam Elliot war in der Rolle hier so cool, er hätte seinen eigenen Film kriegen sollen :-).

27.09.2019 15:14 Uhr - TheMovieStar
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Ein gut zu lesendes Review zu einem unterhaltsamen Actionfilm der späten 80er Jahre, saubere Arbeit.

27.09.2019 16:37 Uhr - Punisher77
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Danke sehr!

28.09.2019 17:39 Uhr - Amazzavampiri
GHOST!!!

28.09.2019 19:30 Uhr - Kable Tillman
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27.09.2019 13:10 Uhr schrieb Punisher77
Ich muss zugeben, dass mir der Name Patrick Swayze eine lange Zeit über nur wegen "Dirty Dancing" und "Ghost" ein Begriff war, aber später fand ich dann heraus, dass er auch ganz coole Actionfilme wie diesen oder "Gefährliche Brandung" gemacht hat. Wirklich schade, dass er schon von uns gehen musste.


Mir ging es genauso wie dir. "Black Dog" mit ihm ist übrigens auch sehr unterhaltsam. Talentierter, leider viel zu früh verstorbener Schauspieler und Musiker. Dein Review ist übrigens ein Fest, genauso wie der Streifen. Habe ihn mittlerweile auch schon einige Male gesehen und keine Minute bereut.

28.09.2019 23:07 Uhr - Mucki1979
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Jepp, "Black Dog" war tatsächlich sehenswert!

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