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Eintrag: 04.09.2019

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The Punisher

Herstellungsland:Australien, USA (1989)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Comicverfilmung, Drama, Krimi,
Thriller
Alternativtitel:Der Punisher

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,69 (136 Stimmen) Details
inhalt:
Die Familie des Polizisten Frank Castle wird von einem Verbrecher-Syndikat grausam ermordet.Frank überlebt den Anschlag unbemerkt,doch der Verlust hat ihn für immer verändert.Rachsüchtig zieht er schwerbewaffnet durch die Kanalisation und startet einen gnadenlosen und blutigen Rachefeldzug gegen das organisierte Verbrechen.Bereits nach kurzer Zeit hat der unaufhaltsame "Punisher" die Mafia empfindlich geschwächt.Daraufhin kommt es zwischen der Mafia und der Yakuza zu erheblichen Differenzen und einem brutalen Streit um Macht und Kontrolle.Die Kinder eines Mafiosi werden entführt und der Punisher versucht,die Unschuldigen aus dem Konflikt herauszuhalten.Schon bald hilft er dem Mann,der für den Tod seiner Familie verantwortlich ist und gerät somit endgültig zwischen die Fronten.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von themoviestar:

Die 1989 erschienene Erstverfilmung der Marvel Comics "The Punisher" als allgemeinen Klassiker des Actionkinos zu bezeichnen, wäre etwas sehr weit hergeholt, nichts desto trotz genießt Marc Goldblatts etwas von der Vorlage losgelöste Adaption gerade bei Filmfreunden mit einem Faible für 80er Jahre Old-School Actionkracher einen ausgezeichneten Ruf. Drehbuchautor Boaz Yakin, der unter anderem im weiteren Verlauf seiner Karriere noch die Skripte zu Rookie - Der Anfänger (1990) und From dusk till dawn 2 (1999) entwerfen sollte, entschied sich neben der Übernahme der Hauptfigur und dessen Rachegesinnung auch Storybestandteile wie das Attentat auf Castles Familie oder begleitend auftretende Charaktere und Feindgruppierungen grundlegend zu modifizieren, des weiteren wurde auf das aus den Comics bekannte optische Markenzeichen des Helden (Totenschädel auf der Brust) bewußt verzichtet, was Regisseur Mark Goldblatt in späteren Interviews als offensichtliche Fehlentscheidung betitelte.

Goldblatts Wunschdarsteller für die legislative, judikative und exekutive Gesetzesinstanz in einer Person war Highlander Star Christopher Lampert, doch als dieser sich im Vorfeld zu den Dreharbeiten am Fuß verletzte, wurde Dolph Lundgren der Part des einsamen, gnadenlosen Rächers angeboten, was sich im Nachhinein nicht unbedingt als Mißstand entpuppen sollte. Lundgren, der bereits ein paar Jahre zuvor in Rocky IV als der sibirische Totengräber Ivan Drago eindrucksvoll beweisen konnte, dass er eine wortkarge und emotionslose Killermaschine hervorragend verkörpern kann, gelingt es auch in The Punisher, die von ihm verlangten Attribute wie ein mimikloses Gesichtsspiel, einen knallharten Killerblick, ausgezeichnete Martial-Arts Fähigkeiten als mehrfacher Karate Weltmeister und eine beeindruckende, körperliche Physis in vollstem Umfang zu erfüllen und in den wenigen Momenten, wenn der Punisher Gefühle zulassen muss, beispielsweise in der Gefängniszellenszene, zeigt er, dass auch ein Dolph Lundgren in der Lage ist, dem Zuschauer Emotionen zumindest bemüht zu transportieren. Für die Freunde des gepflegteren Schauspiels konnten die Macher den aus zahlreichen Filmwerken bekannten Jeroen Krabbe verpflichten, der seine Rolle des menschgebliebenen Mafiaoberhauptes Gianni Franco überzeugend ausfüllt, eine zusätzliche Erwähnung verdient sich abschließend Kim Miyori als skrupellose Anführerin der Yakuza, die mit Ihrer kaltblütigen Ausstrahlung Ihrem Filmcharakter eine fast schon beängstigende Zielstrebigkeit verleiht, die Leistungen aller weiteren Darsteller sind aus meiner Sicht bestenfalls als solide zu bezeichnen und werden daher nicht extra aufgeführt.

Die Bewertung von Yakins differenzierten Story Interpretationen erfolgt auf Publikumsseite selbstverständlich subjektiv, ich persönlich kann mich mit einigen Veränderungen und Plotbestandteilen nicht immer zu 100 % arrangieren, so erachte ich die Integration eines alkoholisierten Tippgebers mit Insiderinformationen für Castle sowie das komplette Auftreten einer weiblichen Polizeiassistentin in der Geschichte als deplatziert wirkend und überflüssig. Des Weiteren wird dem Zuschauer kein nachvollziehbares, in sich schlüssiges Argument geliefert, warum der Computer als wahrscheinlichsten Aufenthaltsort des Punishers die Kanalisation ausspuckt und außerdem kann ich der Filmthese nur bedingt folgen, dass das zu erwartende Strafmass vom Gesetz für 125 Morde positiv bzw. negativ beeinflussbar ist, wenn Castle sich Officer Jake Berkowitz (Louis Gossett Jun.) nun dialogtechnisch öffnet bzw. zu den Vorwürfen schweigt. Zu guter Letzt wirkt auf mich die eigenmächtige Rettungsaktion vom Punisher freundlich formuliert leicht zweifelhaft, als dieser sich selbst vom Folterapperat durch lösen einer eigentlich festgezogenen Schraube befreit.

Doch die Hauptintension eines markigen Actionreißers alá "Punisher" liegt natürlich nicht in der Ausarbeitung einer anspruchsvollen, logisch aufgebauten Story bzw. in der Präsentation einer oskarreifen Schauspielerriege, die primäre Fokussierung tendiert eindeutig in Richtung unterhaltsame Actiondarbietung und hier können Goldblatt und sein Team beim Zuschauer massig Punkte sammeln. Dank der kurzen Spielzeit von ca. 85 Minuten mutet der Film dem Auditorium so gut wie keine Längen zu, die Action wird flüssig und auf sich aufbauend umgesetzt, so wird die Dauer, die Itensität und auch die Härte der Actionsequenzen im weiteren Verlauf des Films kontinuierlich gesteigert und gipfelt in dem spektakulären, knapp 15 minütigen Showdown, in dem die Bad Guys reihenweise das Zeitliche segnen dürfen, über den ganzen Film verteilt kann The Punisher mit insgesamt 96 Toten aufwarten, wobei geschlagene 54 bebilderte Liquidierungen alleine auf das Konto von unserem Racheengel gehen. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen, in meinen Augen extrem realistisch wirkenden Martial-Arts Fights, so achteten die zum erweitertenden Cast zählenden Karate Meister Kenji Yamaki und Hirofumi Kanayama bei der Choreographie auf eine Ausführung der Schläge und Tritte mit echten Kontakten, um eine lebensnahe und authentische Umsetzung zu gewährleisten. Außerdem bietet der Streifen unzählige, bewaffnete Auseinandersetzungen mit einer enormen Vielschichtigkeit beim Einsatz von allen erdenklichen Hieb- und Stichwaffen wie beispielsweise Messern, Ninjasternen oder Schwertern und kann darüber hinaus auch mit der Umsetzung von blutigen Shoot-Out Sequenzen ordentlich punkten. Ein weiteres besonderes Lob verdienen sich neben Regisseur Mark Goldblatt auch Tim Wellburn (Schnitt) und Ian Baker, der für die Kameraarbeit verantwortlich ist, sie alle tragen zu der optisch hervorragenden Inszenierung aller Actionmomente bei, die vom passend gewählten, mitreißenden Filmsoundtrack von Dennis Dreith stimmungsvoll musikalisch hinterlegt sind.

Auf Grund des Verkaufs der Produktionsfirma New World Pictures an die Andrews Group, die an einer kinotechnischen Veröffentlichung in den Staaten wenig interessiert war, blieb dem Film eine Auswertung für die US amerikanischen Lichtspielhäuser verwehrt, an den restlichen weltweiten Kinokassen konnte man ca. 21 Millionen Dollar einspielen, was bei einem geschätzten Produktionsbudget von knapp 9 Millionen Dollar ein solides Ergebnis darstellt. Gerüchten zu Folge wurde eine Fortsetzung auf dem Mailänder Filmmarkt 1990 angekündigt, das Sequel ist aber nie weiterentwickelt worden, da die neuen Inhaber von New World Pictures kein Interesse an einem zusätzlichen Punisher Spielfilm hatten, was ich persönlich recht schade finde, eine zeitnahe Fortsetzung mit Dolph Lundgren wäre bestimmt nicht untinteressant gewesen, so bleibt für den Anhänger gepflegter 80er Jahre Action ein sehenswerter und größtenteils unterhaltsamer Rache Actioner übrig, der für die genannte Zielgruppe einen nicht zu verleugnenden Wideranschauungswert besitzt, ich vergebe nach der Analyse von allen festgestellten Stärken bzw. Schwächen gute 7 von 10 Punkte, was einer Schulnote von einer 2-3 entspricht.

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Kommentare

04.09.2019 14:42 Uhr - TheRealAsh
2x
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Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.247
Für mich immer noch der beste Punisher, wenn auch nicht wirklich vorlagengetreu. Trotzdem, du hast schon recht, der Wiederanschauungswert ist enorm. Schön beschrieben, von mir kriegt der nen Punkt mehr, wenn nicht zwei;-)

04.09.2019 18:39 Uhr - Intofilms
2x
Müsste ich auch mal wieder schauen. Ich glaube aber, dass der heute von mir auch nur noch eine 7, vielleicht eine hauchdünne 8 bekommen würde, was ja immer noch eine recht gute Wertung wäre... Gut geschriebene, aussagekräftige Review - prima! ;))

04.09.2019 19:25 Uhr - Topper_Harley
2x
User-Level von Topper_Harley 4
Erfahrungspunkte von Topper_Harley 237
Super Review👌🏼 Eine Menge interessante Hintergrundinfos (sowas gefällt mir immer sehr) und auch vom Film bekomme ich einen deutlichen Eindruck.👍🏼
Ich muss ja gestehen, dass ich den noch nicht kenne😣 Die Bluray habe ich mir aber vor ca. 2 Wochen geholt und heute Abend landet sie endlich im Player💪🏼

04.09.2019 20:42 Uhr - TheMovieStar
2x
User-Level von TheMovieStar 5
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 308
@The RealAsh: Danke für deine Rückmeldung und dein Lob. Ja der Wideranschauungswert ist wirklich gegeben, ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich den schon in den Player geworfen habe. Wertungstechnisch ist er bei mir nur knapp an der 8 vorbeigeschrammt, ist also ne gute 7 :-) Was der Vergleich mit den anderen Punishern angeht, es ist zu lange her, das ich die gesehen habe um aktuell sagen zu können, welcher aus meiner Sicht der Beste ist. Der Warzone hat mir von der Erinnerung her sehr gut gefallen, mit dem Punisher von 2004 bin ich nicht so warm geworden, muss aber beide Teile dann mal nochmal gucken, um eine aktuelle Wertung geben zu können.

@Intofilms: Danke auch dir für deine Rückmeldung und dein Lob, von der Wertung her scheinen wir ja die gleiche Meinung zu haben.

@Topper: Danke auch dir für die Blumen :-) Ich hoffe, dass dir der Film mindestens genauso zusagt wie mir. Geh mit der Erwartungshaltung rein, einen schnörkellosen B-Actioner im 80er Jahre Gewand zu bekommen, dann kannst du eigentlich fast nicht enttäuscht werden, vorausgesetzt du stehst auf solche Filme:-) Ich liebe sie :-):-)
Du kannst ja dann gerne schreiben wie er dir gefallen hat, entweder hier im Kommentar oder du verfasst dann auch ein tolles Review :-)

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