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Mucki1979
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Eintrag: 02.09.2019

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Final Destination

Herstellungsland:USA (2000)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,08 (39 Stimmen) Details
inhalt:
Als Alex Browning das Flugzeug nach Paris besteigt, packt ihn das blanke Entsetzen. Er hat eine schreckliche Vision. Er gerät in Panik und wird mit einigen Klassenkameraden und seinem Lehrer von der Stewardess
in den Warteraum zurückgeführt. Verwirrt und verärgert sehen sie der abhebenden Maschine nach, die plötzlich explodiert. Doch der Horror des Fluges 180 ist noch lange nicht vorbei. Denn nach und nach sterben
alle, die gemeinsam mit Alex das Flugzeug verlassen haben, auf merkwürdige Weise. Und schon bald erkennt Alex ein entsetzliches Schema, das direkt zu ihm führt.
eine kritik von mucki1979:

Liebe Filmfreunde,

 

wir schreiben das Millenium und während es im Musikbereich früher eine sog. NWobHM-Bewegung (New Wave of british Heavy Metal) gab kann man getrost konstatieren, dass die "New Wave of american Slasher Film" - Welle ihren Zenit erreicht hat. Nach "Teaching Mrs. Tingle", "Scream 1-3", "Urban Legend 1+2", "I know what you did last Summer 1+2" und vielleicht noch "Halloween H20" war der Kommerz im wiedererlangten Durst nach aufgeschlitzten Teenies, initiiert durch die Gedankenwelt eines Kevin Williamson, bereits überwiegend ausgelutscht.

 

Umso schöner war es seinerzeit zu erfahren, dass ein gewisser James Wong, zuvor allenfalls Mitproduzent und Regisseur der "X-Files" - Reihe, sich in Sachen Drehbuch und Inszenierung einer erfrischend neuen Art des Teenie-Gemetzels annahm und hierdurch im Ergebnis ein völlig neues Genre und letztlich eigenes Franchise erschuf. Inhaltlich gab es hierbei auf den ersten Blick sicherlich kaum neues zu erwarten. Heranwachsende "Pubertätskanonen" die das Leben eigentlich noch vor sich haben sollten, müssen plötzlich und aus dem Nichts gegen das eigene Ableben arbeiten. Wong hat die eigentlich ausgelutschte Metaebene hier jedoch gekonnt um zwei sehr unterhaltsame Aspekte bereichert. Nämlich einerseits um ein fast schon okkultes Thema. Eine nicht sehbare Bedrohung äußert sich im Sinne einer Art Vorbestimmung des eigenen Schicksals in Kohärenz zum Tode zum einen, gepaart mit einigen sehr innovativen und audiovisuell konsequenten und teilweise beeindruckenden Szenen zum anderen, wie sich das Ausscheiden aus dem Leben gestalten kann. Dies fernab einer wirklich greifbaren Bedrohung, im Gegensatz zu den bekannten Slashern.

 

Trotz dieser recht einfachen Genremittel zeigt sich allerdings gleichwohl der Einfluss und die Erfahrung Wongs aus dem "X-Files" - Universum, sind dem ersten Beitrag im "Final Destination" doch jedenfalls überdurchschnittliche Dialoge zu attestieren, die deutlich über das bekannte, "Williamsonsche" Level hinausgehen. Denn wo es bei den o.g. Vertretern nahezu kaum über die typischerweise angesagten Themen der kleinen "Pickelbomben" wie Party, Saufen und Fi**en (am Besten kumulativ!) hinausgeht, nimmt sich Wong hier jedenfalls auch etwas Zeit, auf die soziologische Wechselwirkung der Protagonisten zu ihrer Umwelt einzugehen. Als Zuschauer, welcher diese Altersphase selbst durchlaufen hat, kann man sich jedenfalls mehr mit ihnen identifizieren, als vielleicht mit einer nach dem grausamen Tod eines Elternteils allein gelassenen "Sidney Prescott", oder einem versnobten "Barry Cox", der seine Freizeit mit dem Unterschichtler "Ray Bronson" verbringt. Selbstredend ohne jegliche elterliche Aufsicht!? Und so schafft es Wong, das der Zuschauer sogar eine gewisse Symphatie mit den teils sehr unterschiedlich ausgeprägten, letztlich aber glaubwürdigen Charakteren entwickeln möchte.

 

Die darstellerischen Leistungen der seinerzeit bekannteren Protagonisten wissen zu überzeugen. Devon Sawa ("Idle Hands"), Seann William Scott ("American Pie") Kerr Smith ("Dawsons Creek"), Ali LArter ("Varsity Blues") und sogar Tony Todd ("Candyman", "Wishmaster") ergänzen sich hier solide, auch wenn man Scott meist nur mit dem "Stifmaster" assoziieren möchte und er in seiner hierzu völlig konträren Rolle dadurch eher unpassend wirkt. Auch in audiovisueller Hinsicht gibt es handwerklich nichts Gravierendes auszusetzen.

 

Klarer Gewinner und (un-)heimlicher Hauptdarsteller des Films sind und bleiben jedoch die teils ausgeklügelt inszenierten Sequenzen des Ablebens der Hauptfiguren im Kontext zur Handlung. Kurzum, die an die Teenies gerichteten, lebensverkürzenden Maßnahmen der "Bedrohung" wissen zu gefallen und sind handwerklich gut bis sehr gut umgesetzt und halten den Zuschauer, trotz einer Vielzahl dialoglastiger Szenen von Anfang bis Ende am Ball. Insbesondere die ausgeklügelte Story welche Wong um das Geschehen spinnt, lassen die Spannung nie absacken und ein wunderbarer Hauptdarsteller trägt den Film nahezu allein, was die eigentliche Entbehrlichkeit der weiteren Charaktere nicht negativ ins Gewicht fallen lässt.

 

Fazit

 

Der Film ist der gelungene Anfang eines Franchise, welches durch 4 "Fortsetzungen" weitere 11 Jahre überdauerte und somit sogar die weiter oben zitierte, neue Slasher-Welle. Ein weiterer Teil oder gar eine Serie sind im Gespräch. Während der Erstling die Todeszenen noch nicht derart zum "Overkill" erklärt wie seine Nachfolger, hätten in diesem Kontext auch eingefleischte "Friday the 13th." - Fans ihre Freude daran, mit welcher Kreativität die Teenies hier das Zeitliche segnen, denen bei jedem Kill ein Schmunzeln zu entlocken ist.

 

Warum keine volle Punktzahl? Hm, aus meiner Sicht hat Wong unseren "frühzeitigen Ejakulatoren" ab und einen einen Tick zuviel tiefgründiges Gedankengut auf den Leib geschrieben und das Verhältnis Dialog ./. Todesszenen wirkt noch etwas unausgewogen. Dennoch ein solider Einstand im Genre und Ehrenpünktchen gibt es dafür, das hier ein neues Franchise geschaffen wurde und die Handlung viele kleine, versteckte Hinweise beinhaltet.

 

Die weiteren Teile werde ich sukzessive ebenfalls einer Bewertung zuführen also in diesem Sinne,

 

"to be continued"!

8/10
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Kommentare

02.09.2019 20:52 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Co-Admin
User-Level von sonyericssohn 18
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 6.778
Recht originelle Reihe. Zwar sind auch ein paar ziemliche Nieten dabei, aber die meisten Teile sind ganz niedlich ;-)

02.09.2019 21:08 Uhr - Mucki1979
User-Level von Mucki1979 6
Erfahrungspunkte von Mucki1979 483
Joar, irgendwie kann ich jedem Teil etwas abgewinnen! :-D

03.09.2019 00:29 Uhr - Topper_Harley
1x
User-Level von Topper_Harley 4
Erfahrungspunkte von Topper_Harley 237
Treffend analysiert und so ziemlich alle Punkte genau beobachtet, tolles Review👌🏼
Fand den Film und eh die ganze Reihe schon immer sehr cool und spaßig. Dass der Wong aus dem Akte X-Umfeld kommt, merkte man dem Film an seiner Atmosphäre damals deutlich an. Es gab da einfach nicht viel, was sich so anfühlte wie Akte X oder eben Final Destination. Heutzutage fällt dies nicht mehr so auf, da diese gewisse Art von Akte X bereits zum Standard-Baukasten des Suspense/Mistery/Horror-Films geworden ist. In dieser Hinsicht war Akte X schon brutal stilbildend und definierend.

03.09.2019 07:16 Uhr - Mucki1979
1x
User-Level von Mucki1979 6
Erfahrungspunkte von Mucki1979 483
Dankeschön, lieber Topper!

03.09.2019 08:07 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 5
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 308
Gut verfasstes Review, sprachlich top, argumentativ nachvollziehbar! FD 1 ist meiner Meinung nach ein kleiner Genreklassiker, nicht umsonst gabs 4 weitere Fortsetzungen, die zum größten Teil auch überzeugen konnten. Saubere Arbeit Mucki!

03.09.2019 08:11 Uhr - Mucki1979
1x
User-Level von Mucki1979 6
Erfahrungspunkte von Mucki1979 483
Auch Dir vielen Dank, lieber Moviestar!

04.09.2019 08:57 Uhr - Romero Morgue
1x
User-Level von Romero Morgue 3
Erfahrungspunkte von Romero Morgue 168
Nette Review, gut geschrieben und sachlich völlig konform mit meiner Meinung. Hätte auch von mir sein können! 😉

04.09.2019 09:04 Uhr - Mucki1979
User-Level von Mucki1979 6
Erfahrungspunkte von Mucki1979 483
Danke für das nette Feedback Romero!

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