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Romero Morgue
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Eintrag: 02.09.2019

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Night of the Demons

Herstellungsland:USA (2009)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,18 (11 Stimmen) Details
inhalt:
Es ist Halloween. Zeit für eine wilde Party voller Spaß und Sex. Das denkt sich auch eine Gruppe von Jugendlichen, die sich auf eine Nacht der ausschweifenden Exzesse vorbereitet. Doch sie bekommen mehr als sie je erwartet haben. Eine Horde blutrünstige Dämonen mischen sich unter das Party-Volk, um einen nach dem anderen grausam umzubringen. Aus dem anfänglichen Spaß wird blutiger Ernst.
eine kritik von romero morgue:

TANZ DER DÄMONEN AN HALLOWEEN


Als 1988 das B-Movie NIGHT OF THE DEMONS von Regisseur Kevin S. Tenney mit der damals noch jüngeren Scream Queen Linnea Quigley erschien, konnte wohl noch niemand ahnen, das sich dieser später zu einem Geheimtipp unter Horrofans entwickeln würde. Ausgestattet mit für damalige Verhältnisse netten Masken und ein paar blutigen Effekten, wurde das Minimalbudget gut genutzt. Auch heute noch ist dieser kleine Dämonenshocker durchaus eine Sichtung wert und jedem 80ér Fanboy ans Herz gelegt.

Nach dem 1994 und 1996 noch zwei direkte Fortsetzungen folgten (wobei der zweite Eintrag den Blutzoll noch etwas besser hinbekommen hat) fühlte sich Mr. Tenney 21 Jahre nach dem Erstling aus irgendeinem Grunde genötigt zumindest als Produzent beim Remake anzuheuern. Anscheinend meinte man, die Zeit ist reif um das Grundgerüst einer Halloweenparty, auf welcher die Hölle los bricht, auf ein neues, "jüngeres" Publikum los zu lassen.

Am Halloweenabend steigt im alten "Hall-House" besagte Party, welche von Angela ins Leben gerufen wurde. Das es hier nur bedingt um das fröhliche Erschrecken der anderen Gäste und ums besinnungslose betrinken geht, untermauert sie direkt zu Beginn mit den aufmunternden Worten: "Vögelt was das Zeug hält"! Na dann, auf gehst ins Getümmel. Kurz danach wird der feuchte Spaß aber schnell von der Polizei beendet, die hier eine Illegale Zusammenkunft hemmungsloser Jung-20er riecht. Das die resolute Gastgeberin das schmucke Herrenhaus aber gemietet hat, interessiert keinen.  Pech gehabt. Durch einen "geschickten Drehbuchtrick"; ein Pärchen hat es dann doch zur Kopulation geschafft; wollen einige Gäste nicht ohne diese beiden die Heimreise antreten und verbleiben dann doch noch etwas länger bei der nun etwas angesäuerten Angela. Aufgrund einer prekären Entsorgung der Ware des örtlichen Dealers (welcher sich natürlich nur des schnöden Mammons wegen unter die Gäste gemischte hatte und zufälliger Weise der Ex einer der weiblichen Partymäuse ist), wird im Keller eine bisher unentdeckte Raumzelle mit Leichen entdeckt. Es dauert nicht lange und es kommt wie es kommen muss bzw. der Titel es verheißungsvoll vorgibt: Die Dämonen erheben sich und machen den anderen das Überleben schwer.

EVIL LIKES TO PARTY steht es auf dem Cover gedruckt. Ich fragte mich nur die ganze Zeit wer oder was den das Böse sein soll? Auch vor ihrer Verwandlung in blutrünstige Monster waren unsere Protagonisten alles andere als Musterschüler. Oder ist gar die komplette Produktionschmiede gemeint, die hier dem Zuschauer das Grauen auf der Mattscheibe serviert und sich hämisch darüber freut ein doch so tolles Machwerk abgeliefert zu haben. Wie dem auch sei, die Darstellerriege ist maximal Durchschnitt und das, obwohl durchaus ein paar bekannte Gesichter dabei sind. Der aus der Versenkung aufgetauchte Edward Furlong dürfte dabei wohl die Nummer eins sein. Dieser torkelt aber so was von uninspiriert durch das Bild, das man sich die ganze Zeit fragt, ob der Alkohol im Film nicht doch in echt getrunken wurde. Shannon Elizabeth sieht man ihre über 40 Lenzen zwar auch schon an, verkörpert Angela aber doch recht schwungvoll und sticht somit etwas raus. Den besten Einruck hinterlässt aber Monika Keena als Freundin von Edward´s Filmego Colin. Wundert auch nicht weiter, da sie bereits als Schlachtfutter von FREDDY und JASON herhalten durfte. Die gute Bobbi Sue Luther (früher mal Topmodel) wurde bereits von einem anderen Monster 2009 "Laid to Rest" und darf das Synonym hier noch mal wiederholen. Und da wir gerade beim Thema Topmodel sind, befindet sich mit Diora Baird die dritte im Bunde. Ob Sie die Kettensägenattacke im Jahre 2006 überlebt hat, kann ich heute gar nicht mehr nachvollziehen.

Was benötigt neben austauschbaren aber mutigem Kanonenfutter ein Film dieses Genres noch, um den geneigten Zuschauer bei der Stange zu halten? Effekte, wenn möglich noch gute dazu. Hier kann der Film zumindest im Ansatz Punkten. Die Dämonenmasken sehen richtig gut aus und sind auch nicht völlig am Thema vorbei. Auswahl ist auf jeden Fall vorhanden. Auch gibt es im Laufe der knapp 90 Minuten den ein oder anderen blutigen Einsatz von handgemachten Goreszenen, diese sind aber gerade bei den Verwandlungen und Angriffen der Dämonen so was von schwer zu erkennen, dass es keinen wirklichen Spaß macht. Und wer ist Schuld? Die Kamera. Hier wird sowas von Wild durch die Gegend geschwenkt und schnell geschnitten das man das Handwerk der Effektkünstler fast nur erahnen kann. Im Kern können wir aber Dankbar dafür sein. Das ist wahrscheinlich ein Grund mit, dass der Film bei uns Ungeschnitten erschienen ist...man erkennt ja eh nur die Hälfte! ;)

Wo das Original mMn noch mit einer netten Atmosphäre punkten konnte, versagt das Remake leider auf ganzer Ebene. Ich möchte ja nicht soweit gehen und davon sprechen, dass gar keine Spannung vorhanden ist aber im Vergleich zum Vorbild stinkt dieser hier wirklich ab. Denn leider ist etwas dazu gekommen, was damals so noch nicht vorhanden war. Der Humor. Und der ist hier sowas von deplaziert. Sicherlich hat das auch was mit dem eigenen Empfinden des Autors zu tun, möchte aber trotzdem diejenigen Warnen, die eher einen ernsten Unterton bevorzugen.

Hinzukommt eine völlig versaute Synchronisation. Nicht unbedingt in Bezug auf die Sprecher (Schlimmer geht immer) aber die Dialogregie gehört am Galgen aufgehängt. Ich habe noch in den ersten 30 Minuten aufgehört die FUCK zu zählen. Soviel wie hier damit rumgesaut wird ist echt eine Klatsche an die sonstigen Hörgewohnheiten. Auch wenn der Originalton das vorgibt (bei der Kontrolle wurden auch einige davon entdeckt) muss man das doch nicht übertreiben und 1zu1 übernehmen. Das gepaart mit den im allgemeinen eher mäßigen Sprechern eine richtige Tortur für die Ohren. Dem gegenüber steht aber zumindest ein netter Score mit einflüssen von Punk und seichtem Metal. Hätte hier also schlimmer kommen können.

Apropos Hören - auch die Augen waren bei meiner BR alles andere als Verwöhnt. Das Bild war teils extrem grobkörnig und schlecht abgemischt. Bei den schnellen Szenen wurden gar Artefakte wahrgenommen. Im Grunde ist es nur DVD Qualität. Schade, wirklich schade dafür den Beamer zu belästigen. Was aber passt ist die Optik im Ganzen. Das Ambiente stimmt, Licht- und Farbspielerein werden gekonnt genutzt und trotz der wackeligen Angelegenheit bei den Effekten doch teils stimmige Einstellung geschaffen.

Was bleibt ist jetzt (nur) ein solides Remake ohne eigenen Atem. Was sich aufgrund meiner Kritik durchaus als Verriss lesen kann, kommt eher daher, das ich was besseres erwartet habe und einfach nur enttäuscht wurde. Der Film ist beileibe kein Totalausfall sondern gerade über dem Mittelmaß angesiedelte Horrorkost. Die Effekte hätten ruhig mehr und ausgiebiger vorhanden sein können und mit ein wenig mehr Mut zu neuem hätte das komplette Endergebnis besser ausgesehen.

Ein Hinweis für Fans: Die gute Frau Quigley ist auch wieder mit dabei und das sogar im selben Outfit wie damals. Leider aber auch mit der gleichen Pose wie damals...die gute ist über 60 und sollte langsam mal Erwachsen werden! ;)


So bleiben mir als Fazit nur 5 Dämonenfratzen mit einer leichten Tendenz nach oben. Für einen spaßigen Filmabend mit Gleichgesinnten, die nicht immer eine anspruchsvolle Kost suchen, sicherlich keine Zeitverschwendung. Ein Blick kann gerne riskiert werden aber denkt an diese Warnung: EVIL LIKES TO PARTY!

5/10
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Kommentare

03.09.2019 01:53 Uhr - FordFairlane
User-Level von FordFairlane 2
Erfahrungspunkte von FordFairlane 35
Schöne kleine Kritik zu einem sagen wir es mal unterhaltsames Filmchen. Das Original war mir aber lieber, das war doch der Lippenstiftszene oder?

Ja die Synchro hat eindeutig zu der schlechten Bewertung beigetragen.

Gutes Review, mehr davon.

03.09.2019 08:10 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 5
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 308
Gefällt mir, dein Review, weiter so! Ich habe den Film noch nicht gesehen, kann mir aber dank deines gut formulierten Textes ein ausreichendes Bild vom Film machen und so abschätzen, ob er sich für mich lohnt oder auch nicht.

03.09.2019 08:16 Uhr - Mucki1979
1x
User-Level von Mucki1979 6
Erfahrungspunkte von Mucki1979 483
Zutreffend rezensiert, dieses Remake. Danke hierfür!

Leider hatte es bis auf das klassische T'n'A der ehemaligen Hauptdarstellerinnen nur wenig zu bieten. Man müsste sich glatt mal die Originale vornehmen. Und danach gleich noch unsere "Mary Lou"! :-D


03.09.2019 21:22 Uhr - Romero Morgue
1x
User-Level von Romero Morgue 3
Erfahrungspunkte von Romero Morgue 168
Danke euch für die positive Rückmeldung! 😁

@ FordFairlane

Yepp, genau der ist das! 😉

@ The MovieStar

Und? Lohnt er sich jetzt für dich oder nicht? 🤔

@ Mucki1979

Wobei mir die dritte „Auflage“ von Frau Lou noch am besten gefallen hat... 😎

04.09.2019 07:48 Uhr - TheMovieStar
User-Level von TheMovieStar 5
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 308
Die Beschreibung hört sich interessant an, wenn ich den mal irgendwo sehe, vielleicht nehme ich den mit.

04.09.2019 10:35 Uhr - Romero Morgue
User-Level von Romero Morgue 3
Erfahrungspunkte von Romero Morgue 168
Für‘n 5er aus der Krabbelkiste machst du nix verkehrt. Aber definitiv nicht für 30 € im MB! 😜

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