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Mucki1979
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Eintrag: 03.09.2019

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Final Destination 2

Herstellungsland:USA (2003)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Splatter, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,32 (101 Stimmen) Details
inhalt:
8 Menschen überleben knapp eine katastrophale Autobahn-Karambolage. Die Vorahnung einer jungen Frau beschützt sie vor grausamen Ende. Doch die Rechnung haben die 8 ohne den Tod gemacht und dafür müssen sie sehr schmerzhaft bezahlen. Denn zweimal entkommt ihm keiner... Final Destination 2 ist die mörderisch spannende Fortsetzung zu dem erfolgreichen Kino-Hit Gut bestückt mit scharfen Spezialeffekten, ekligem Splatter und vielen Schocksequenzen, um den Herzschlag auf Hochtouren zu bringen. Bitte Anschnallen für eine schaurige Horror-Fahrt - es könnte allerdings die letzte sein.
eine kritik von mucki1979:

Wir schreiben das Jahr 2003 und aufgrund des sicherlich nicht so wirklich erwarteten, dennoch mehr als messbaren Erfolges des Erstlings aus dem Jahr 2000 (EInspielergebnis mindestens 112 Mio. $ gegenüber 23 Mio. § Produktionskosten), war es selbstredend unumgänglich, James Wong's Idee fortzuführen. Den Informationen im Äther folgend, diesmal ohne die Beteiligung von Wong und ziemlich überholtem Produktionsteam. Dies vermag auf den ersten Blick sehr mutig erscheinen, was es letztlich auch ist. Denn wie heißt es meist so gern? "Never change a running System!".

 

ABER liebe Freunde "aufgeriebener Pennäler-Karkassen", man sollte eben die Rechnung niemals ohne den Wirt machen! Und dieser heißt hier David R. Ellis (R.I.P.). Ein Regisseur, der leider viel zu früh von uns ging, sich bis dato überwiegend als Stunt-Koordinator auszeichnete und bis zu seinem viel zu frühen Tode nur eine begenzte Anzahl Langspielfilme inszenieren durfte. Langspielfilme, welche sicher nie in der A-Liga spielten, sich  in Ihrer Konsequenz allerdings kaum überbieten ließen und somit Ihren Namen gemacht haben (u.a. "Snakes on a Plane"). Kurzum, Ellis zeichnete sich durch eine sehr eindringliche Handschrift aus, die ihm auch noch heute und post mortem nachhallt.

 

Und wenn ein Erstling noch durch einen "X-Files" - lastigen Regisseur und Autor Erfolg hat, der Nachfolger im Gegensatz hierzu durch einen ehemaligen Stiunt-Koordinator zum Leben erweckt wird, so wird schnell klar, dass hier geklotzt und nicht geckleckert wird. Und wo aus meiner Sicht der Erstling allenfalls das Manko einer subjektiv gefühlten, unausgewogenen Gewichtung zwischen Dialog und dem "Verheizen juveniler Körpermasse" inne hatte, dreht Ellis den Spieß einfach um und zeigt dem geneigten Zuscheuer bereits in der Anfangssequenz eine derart drastisch inszenierte und gorelastige Szene, die bis heute ihresgleichen sucht und sich in die Köpfe der Zuschauer eingebrannt hat. Dieser Schritt ist durchaus als mutig zu bezeichnen, eröffnete unter objektiver Betrachtung jedoch letztlich die Tür für weitere kreative Ideen, mit der man das Franchise weiterführen konnte. 

 

Das eigentlich Interessante hierbei ist, dass Ellis dabei die DNA des Erstlings keineswegs vergisst, sondern sehr geschickt durch eine zugegebener Maßen minimalistische Story weiterführt und hierbei auf die bereits im Erstling angenehm auffallenden, versteckten Hinweise auf die leicht "okkulte" Metaebene der Idee nicht verzichtet. Vielmehr baut die Story im direkten Anschluss auf den Erstling auf. Sicherlich nicht in der Komplexität eines "Inception", denn das würde dem Erscheinungsbild nicht gerecht. Wo jedoch der Erstling ab und an gefühlt krampfhaft etwas zu viel Tiefgang in die eigentliche Message des Films "pressen" wollte, würde ich Ellis Herangehnsweise fast schon als ein "Reduce to the Max!" bezeichnen, um den wiederum eigentlichen Hauptdarstellern des Films ihre Bühne zu geben. Und das sind, wer hätte das auch nur gedacht, die perfide ausgeklügelten Varianten der unsichtbaren Bedrohung, den geliebten Früchten unserer Lenden den Prozess des frühzeitigen Verfalls möglichst beschleunigt zu bescheren.

 

Und so fällt es keineswegs unagenehm auf, dass der überwiegende Cast des Films aus unbekannten und vollends austauschbaren Geischtern besteht, wenngleich es ein Wiedersehen mit gerade einmal ZWEI (!) Charakteren des Erstlings gibt. Interessanter Weise haben die austauschbaren Charaktere sowohl in dramaturgischer, als auch darstellerischer Sicht noch nie so eine neutrale Wirkung auf einen Film gehabt, wie sie es hier haben. Denn bis auf nur wenige Ausnahmen haben die Protagonisten, welche ohne größere Längen nach dem sog. "Zehn kleine Negerlein - Prinzip" in die andere Daseinsform wechseln, keinen wirklichen Einfluss auf die Qualität des Films. Audiovisuell gibt es für das Erscheinungsjahr nichts auzusetzen, aber auch nichts wirklich hervorzuheben bis auf eine Sache. Die Inszenierung der "letzten Reise" für die beteiligten Charaktere ist in Bild- und Tonsprache eine derartige "Tour de Force", die die Jugendfreigabe seinerzeit durchaus mit einem Fragezeichen geadelt haben dürfte. Und bevor hier weder jemand unkt, wir reden vom Jahr 2003! Da war an eine Jugendfreigabe von Unrated-Fassungen Yuznas filmischer Ergüsse nicht zu denken.   

 

Fazit

 

Mit "Final Destination 2" hat David R. Ellis das Franchise endgültig etabliert durch eine letztlich kluge Entscheidung. Eine Entscheidung, die James Wong's ursprüngliche Idee weg von der übertrieben hintersinnigen Idee der allen obliegenden Vorbestimmung und hin zum kreativen Auslöschen der Protagonisten gebracht hat. Zugegeben, nach wirklich viel dramaturgischem Tiefgang hört sich das nicht an. Ist es in der Konsequenz auch nicht. Aber mal ganz im Ernst, wieviel Tiefgang hat die Freitag der 13. - Reihe? Unterhielt uns die Vorhees-Reihe seinerzeit jedoch mit kreativen und grafisch schmackhaften Effekten? Ich meine, das tat sie! Und das tut "Final Destination 2" nicht minder! Und zwar in Form von purem Unterhaltungskino für jene Zuschauer, denen Slasher mittlerweile zum Hals raushingen, letztlich aber nicht auf eine ausgewogene Portion Gekröse verzichten wollten. Und dies mit einem zumindest in sich schlüssigem und nicht in Peinlichkeit ausartendem "Handlungstorso"! Wie ich in einem meiner Kommentare schon einmal andeutete, manchmal ist eine sehr gute Currywurst einfach befriedigender, als ein schlecht gebratenes Filet Mignon!

 

Warum keine volle Punktzahl? Die konnte hier aus meiner Sicht nicht erreicht werden. Denn die fulminante Eröffnungssequenz bis zum Schluss des Films aufrecht zu erhalten ist nahezu unmöglich, wodurch der Film gefühlt an Tempo rausnimmt und kein wirklich hierzu adäquat inszeniertes Ende bieten kann. Aber dies ist Jammern auf sehr hohem Niveau! Denn Teil 2 ist Kult und hat die Messlatte für die Fortsetzungen sehr hoch gelegt. In diesem Sinne: "Gönnt Euch!"

 

Bis demnächst liebe Freunde und alsdann mehr zum zwangsläufig hiernach folgendem Teill 3! ;-) 

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Kommentare

03.09.2019 22:53 Uhr - Lukas
3x
Sehr schöne Kritik, wie auch schon zum ersten Teil! Selbiger hat mir etwas besser gefallen als die Fortsetzung, da sie weniger düster und dafür mehr over-the-top war. Aber klasse Filme sind es beide!

03.09.2019 23:07 Uhr - Mucki1979
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Vielen Dank für Dein Feedback lieber Lukas! Recht hast Du! Beide Teile könnten kaum unterschiedlicher sein und Ellis es hat den folgenden Teilen natürlich schwer gemacht, den nunmehr eingeschlagenen Pfad wieder zu verlassen.

Die Reihe war über ihre 5 Teile durchaus erfrischend aus meiner Sicht!

04.09.2019 07:46 Uhr - TheMovieStar
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Auch wieder ein schönes Review Mucki, gut geschrieben. Ich müsste mir auch mal wieder die Teile ansehen, dann kann ich dir sagen, welcher mir am besten gefallen hat. Es gibt aber so viele interessante Filme da kommt man gar nicht dazu, alles zu sehen.

04.09.2019 09:02 Uhr - Romero Morgue
1x
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Interessante Meinung. Bei mir fällt der Teil leider etwas ab und bekommt sicherlich keine so hohe Bewertung. Dein Eintrag erinnert mich daran, mal meine Review hierfür zu Ende zu bringen. Ich warte jetzt aber noch ein wenig damit. Es soll ja nicht nur ein Film bei den neusten Einträgen vorhanden sein. 😁

04.09.2019 09:03 Uhr - Mucki1979
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Danke fürs Feedback Freunde!

04.09.2019 09:12 Uhr - Dissection78
2x
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Grüß Dich, Mucki!

Sehr gut geschriebene Rezension! Die ersten beiden Teile der Reihe sah ich damals im Kino. Den zweiten habe ich mir in der Zwischenzeit leider etwas totgeschaut, fand ihn nämlich einst leicht besser als das Original. Später war ich dann enttäuscht, dass Ellis mit dem vierten Teil den m. E. schwächsten Vertreter des Franchises ablieferte. Ich denke, heutzutage ist Part 1 in meinen Augen der stärkste. Unterhaltsam sind jedoch alle.

Was die zum damaligen Zeitpunkt doch recht milde 16er-Freigabe betrifft, so meine ich mich zu erinnern, dass ich in der FSK-Begründung las, das Gremium sah einen pädagogischen Mehrwert, da das rücksichtslose, leichtfertige Fahrverhalten der Protagonisten auf dem Highway jugendlichen Zuschauern vor Augen führt, was daraus für eine Katastrophe entstehen kann. So oder so ähnlich :)

04.09.2019 09:30 Uhr - Mucki1979
1x
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Vielen lieben Dank Dissection!

Ich gebe ehrlich zu, dass ich den 4. besser finde als den 3., natürlich lebt der 4. auch nur vom 3D-Erlebnis. Aber mehr dazu in den folgenden Reviews zur Reihe.

Das mit der Freigabebegründung wäre ja echt famos. Dann erfüllt die Reihe ja quasi einen Bildungsauftrag! :-D

04.09.2019 10:41 Uhr - Draven273
2x
Eine tolle Review zu einem tollen Film wie ich finde. Hat mich damals und auch heute noch gut unterhalten. Auch ich bin ein Fan der Reihe und mochte auch die anderen Teile durchaus gerne.

04.09.2019 10:55 Uhr - Topper_Harley
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User-Level von Topper_Harley 4
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Super Review zu einem starken Film!👌🏼
Klasse wie du die Essenz des Streifens passend analysierst.👍🏼
"verheizen juveniler Körpermasse"🤣🤣🤣 zu geil.

Habe schon länger vor die ganze Reihe mal wieder zu schauen, es ist wohl an der Zeit. :)

04.09.2019 11:31 Uhr - Mucki1979
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Danke Draven, danke Topper! :-D

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