SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Zombie Army 4 Dead War · Die Kultjagd · ab 48,99 € bei gameware Call of Duty Modern Warfare · Die Regeln haben sich geändert. · ab 59,99 € bei gameware
tschaka17
Level 7
XP 787
Eintrag: 04.09.2019

Amazon.de

  • Danger Close - Die Schlacht von Long Tan
Blu-ray/DVD Mediabook
26,99 €
Blu-ray
15,99 €
DVD
10,99 €
  • Karate Tiger 5 - König der Kickboxer
Cover A
34,82 €
Cover B
35,05 €
Buchbox
33,66 €

Angel Has Fallen

Herstellungsland:USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Thriller
Alternativtitel:Olympus Has Fallen 3

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,00 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Immer an vorderster Front, um sein Leben für den Präsidenten zu geben: Mike Banning (Gerard Butler) ist der loyalste Mann des Secret Service. Zweimal in seiner langen Karriere hat er bereits den US-Präsidenten gerettet – Zeit, einen Gang runter zu schalten und über eine Versetzung in den Innendienst nachzudenken. Doch alles ändert sich nach einem vermeintlichen Routineeinsatz: Bei einem großangelegten Anschlag auf Präsident Trumbull (Morgan Freeman) stirbt fast das gesamte Secret Service-Team – nur Mike Banning überlebt und ist plötzlich der Hauptverdächtige. Während der Präsident schwer verletzt im Koma liegt, wird Banning von seinen Kollegen und dem FBI quer durch die USA gejagt und muss beweisen, wer die wahren Drahtzieher sind. Ein gnadenlos rasantes Katz-und-Maus-Spiel beginnt…
eine kritik von tschaka17:

Sehen Sie nicht, dass ich reingelegt wurde?

Der Trailer zu Angel Has Fallen verspricht:

  • Eine unlogische Verschwörung
  • in der Morgan Freeman bedeutsame Dinge sagt,
  • Gerard Butler erneut den US-Präsidenten rettet,
  • und sich auf der Flucht vor der Obrigkeit
  • durch etliche Actionsequenzen kämpft,
  • deren Effekte teilweise gruselig schlecht aussehen.

Und genau DAS bietet der Abschluss der Fallen-Trilogie, der unerwartet unterhaltsam und kompetent inszeniert ausfällt. Regisseur Ric Roman Waugh – zu empfehlen: Felon (2008) & Shot Caller (2017) – kreiert einen flotten Actioner, welcher in manchen Momenten an Auf der Flucht (1993) erinnert und mühelos den bisher besten Teil der Reihe darstellt.

Direkt hinein in die Action gibt schon die erste Szene des Films die Marschrichtung der folgenden zwei Stunden eindeutig vor. Manche Kämpfe sind etwas verwackelt und zu stark unterschnitten, andere richtig gut und dynamisch eingefangen. Es dauert nicht lange bis Gerard Butler beginnt derbe Worte auszustoßen, während das auffällige CGI-Feuer um ihn herumtanzt. Schnell wird noch der Titel eingeblendet, denn der Zuschauer soll schließlich wissen, welches stumpfsinnige Spektakel er da gerade schaut.

Angel Has Fallen weiß genau was er ist und hält sich deswegen nur kurz mit der Vorstellung seiner Charaktere auf. Secret-Service-Agent Mike Banning kennt man ja bereits, immerhin hat er das Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten schon in den Vorgängern gerettet. Mehrfach! Gerard Butler spielt den vermutlich besten Personenschützer der Welt gewohnt cool sowie staatstreu und darf seinem Helden sogar etwas Altersschwäche einhauchen. So klingeln auch Banning die Ohren, wenn Granaten neben ihm einschlagen, was ihn in all dem Chaos menschlicher und nahbarer erscheinen lässt. Definitiv eine sinnvolle Erweiterung der Figur! Sein Olympus ist jetzt Morgan Freeman, welcher seinen Amtsvorgänger Aaron Eckhart nun endgültig beerbt. Dieser überzeugt als US-Präsident, denn jeder Satz klingt epischer, wenn Morgan Freeman ihn sagt. Eine wahre Bereicherung stellt Nick Nolte als Vater von Mike dar, der mit seiner kauzig-skeptischen Art sowohl für die emotionalsten als auch lustigsten Szenen sorgt. Und die Hütte dieses Mannes ist gesichert wie eine Festung, halleluja! Alle anderen Charaktere sind zweckmäßig sowie plump geschrieben und in ihren Darstellern beliebig austauschar. Großartige Motive sucht man hier vergebens, sollte man jedoch auch nicht erwartet haben.

Damit kommen wir zur Geschichte, die eigentlich nur als grobe Entschuldigung für eine Hetzjagd und jede Menge Action dient. Denn ganz ehrlich, warum zum Teufel sollte der Held der Nation und zweifache Retter des Präsidenten auf einmal abtrünnig werden? Angel Has Fallen ist sich dieser Unsinnigkeit natürlich bewusst und handelt diese in einem Nebensatz gekonnt ab, ebenso wie andere Logikprobleme oder Zufälle einfach ignoriert werden. Nur in solchen Filmen passt eine ganze Armee in wenige Fahrzeuge und kann ein alter Mann mehr Hochexplosives als jeder Sprengmeister besitzen.

Liefern tut Angel Has Fallen dort, wo er muss. Und zwar bei groß aufgezogener Action. Zugegeben, manche Szenen sind etwas wackelig und stark unterschnitten, allerdings gibt es auch etliche, gut choreographierte sowie sauber inszenierte Sequenzen. Beim Drohnenangriff am See fliegt nicht nur eine Person brennend durch die Luft und auch im Wald jagt eine Explosion die nächste. Es rumst von allen Seiten und das macht einfach richtig Laune! Besonders gelungen ist die Action bei Nacht, wobei Dunkelheit oftmals dazu dient, Probleme und ein geringes Budget zu kaschieren. Letzteres dürfte hier bestimmt eine Rolle gespielt haben, jedoch nutzt Regisseur Waugh die minimale Beleuchtung geschickt und intensiviert die schwellend-bedrohliche Stimmung.

Spürbares Highlight ist die geniale Verfolgungsjagd durch den Wald. Wenn Mike Banning in einem geklauten Truck, mit voll aufgerissenen Scheinwerfern, rasant über den schmalen Schotterweg ins schwarze Nichts flieht, pulsiert das Blut nur so in den Adern! Gehetzt von den zwischen den Bäumen tanzenden Lichtern der Polizei gönnt die Kamera dem Publikum einige Kollisionen gleich aus mehreren Perspektiven. So ist Action ein absoluter Genuss!

Überraschenderweise sind die Computereffekte größtenteils gut – London Has Fallen war eine dauerhafte Katastrophe in dieser Hinsicht. Natürlich ist der Rechner oft klar erkennbar, Blut etwa stammt aus der Konserve, aber Wunden sind handgeschminkt und an manchen Stellen vermute ich gar echte Explosionen. Gegen Ende jedoch greift der Green Screen an und einige Effekte fallen extrem negativ auf. Insbesondere der Showdown bietet einige unfassbar künstliche und billige Animationen, was vom eigentlichen Kampf eher ablenkt. Schade, hier wäre weniger mehr gewesen.

Was hingegen vollkommen überzeugt, ist der extrem satte Sound des Films. Jede Kugel saust einem um die Ohren, jede Detonation erschüttert die Sitze. Die Musik ist wuchtig und treibend, genau passend für solch einen Streifen. Deswegen kann man dem Film seinen überzogenen und manipulativen Ton kaum vorwerfen. Ihr wollt volle Kanone, ihr bekommt volle Kanone!

Angel Has Fallen weiß genau, was er ist! Deswegen werden Logik und eine ernsthafte Geschichte ebenso wie tiefgründige Charaktere direkt über den Haufen geworfen und schaffen Platz für das Wesentliche. Eine Prise Humor salzt jede Menge Action, unzählige Explosionen und derbe Sprüche. Der Sound drückt richtig stark und obwohl einige Effekte wirklich mies sind, ist der Streifen größtenteils sehr ordentlich inszeniert. Für Fans der Vorgänger oder den Wunsch nach unterhaltsamen Unfug wärmstens zu empfehlen!

7/10 zu rettenden US-Präsidenten.

7/10
mehr reviews vom gleichen autor
Operation:
tschaka17
8/10
Ballon
tschaka17
8/10
die neuesten reviews

Kommentare

04.09.2019 13:59 Uhr - sonyericssohn
DB-Co-Admin
User-Level von sonyericssohn 18
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 6.933
Schon der zweite hat mich nicht mehr zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Den hier lass ich vielleicht mal zu Hause laufen, aber ich erwarte wenig.
Fein und nett humorig verfasst Herr Kollege ;-)

04.09.2019 18:14 Uhr - Dr. Jones
Bei "Deep Impact" war Morgan Freeman auch schon Präsident .
Glückwunsch zur Wiederwahl könnte man sagen .

04.09.2019 19:47 Uhr - sonyericssohn
DB-Co-Admin
User-Level von sonyericssohn 18
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 6.933
04.09.2019 18:14 Uhr schrieb Dr. Jones
Bei "Deep Impact" war Morgan Freeman auch schon Präsident .
Glückwunsch zur Wiederwahl könnte man sagen .


Hoffentlich sieht das Trump nicht *hust*

06.09.2019 11:33 Uhr - Draven273
Netter Streifen finde ich auch und stimme den 7/10 Punkten voll zu. Zwei Szenen waren mir einfach zu dunkel und ja, ein oder zwei CGI Effekte waren einfach....naja.... aber sonst ein netter, würdiger und gut unterhaltsamer Abschluss. Besser wieder als Teil 2, toppt für mich aber nicht den 1. Teil. War trotzdem eine wirklich nette Abwechslung im Kino und das Publikum (Durchschnittsalter in den Vorstellungen in denen ich war locker in den 50) war prächtig amüsiert.

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)
Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen Team Kontakt / Werben Mithelfen
© Schnittberichte.com (2019)