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Red Faction: Armageddon

Herstellungsland:USA (2011)
Standard-Freigabe:USK Keine Jugendfreigabe
Alternativtitel:Red Faction 4
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,33 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit die Widerstandsbewegung der Red Faction und die Marauder den Mars von der Diktatur der Earth Defense Force (EDF) befreit haben. Doch eine neue, geheimnsivolle Bedrohung scheint in den Schatten zu erwachen - nicht weniger tödlich als die EDF... Nach der Zerstörung einer riesigen Terraforming-Anlage, die den Mars mit einer erdähnlichen Atmosphäre versorgt hatte, verwandelt sich das Klima in ein lebensfeindliches Chaos. Gewaltige Tornados und Gewitterfronten hüllen den Planeten ein und machen ein Leben auf der Oberfläche unmöglich. Die Kolonisten fliehen in die unterirdischen Tunnels und Kavernen, die der Bergbau auf dem Mars geschaffen hat. Dort bauen Sie ein Netzwerk aus Stützpukten und Siedlungen auf, um ihr Überleben zu sichern. Fünf Jahre später betreibt Darius Mason, Enkel der Revolutionshelden Alec Mason und Samanya, ein einträgliches Geschäft in der Siedlung "Bastion"...
eine kritik von inferis:

Der vorerst letzte (vielleicht sogar der letzte Teil überhaupt) der Red Faction Reihe ist Armageddon. Wir übernehmen hier die Rolle von Darius Mason, der zu Beginn des Spiels vom Kultistenanführer Adam Hale ausgetrickst wird und damit das Titelgebende Armageddon verursacht. Den Adam zerstört den Terraformer und macht damit den Mars zu ebenjenem lebensfeindlichen und tristen Steinbrocken, als den wir ihn kennen und lieben. Doch Darius findet das ganze ziemlich blöd, aber richtig sauer sind die restlichen Menschen auf dem Mars, die nicht zu den Kultisten gehören und jetzt unter der Oberfläche leben müssen.  

Darius musste sich nach diesem "Fauxpas" einen anderen Job suchen und findet sich als feischaffender Minenarbeiter und Abenteuerer zusammen mit der, natürlich sehr attraktiven, Kara wieder. Er soll in den tiefen der Mienen ein Artefakt bergen, dabei findet er jedoch heraus, dass er schon wieder von Adam, diesem Schuft, reingelegt wurde und nun auch noch eine alte Alienrasse freigelassen hat, bekannt als "The Plague". Dann fällt Adam auch noch hin und ist für drei Tage bewusstlos. Als er aufwacht liegt dann auch wirklich alles im Argen...

Armageddon hat nie wirklich viel Liebe bekommen, aber es ist auch in gewisser Hinsicht ein Außenseiter in der Red Faction-Reihe. Waren die ersten beiden Teile noch FPS mit einem beeindruckenden Zerstörungssystem und einem interessanten Ansatz, in der Darstellung einer Revolution, wechselte der dritte Teil in die Third Person, setzte auf eine Open World und dem zerstören von Gebäuden. In Armageddon gibt es jedoch keine Revolution, keine Politik und nur noch wenig Zerstörung. Man kann zwar noch Gebäude zerstören, allerdings ist dies recht begrenzt, man kämpft auch kaum gegen Menschen, sondern meist gegen die Plague Monster, die zwar auch schießen können (weshalb auch immer), aber nicht gerade helle sind, genauso wie die Kultisten. Dafür funktionieren die Kämpfe hier aber alles in allem besser als im Vorgänger, wie ich finde. Man hat verschiedene teilweise ganz unterhaltsame Waffen und bestimmte Fähigkeiten, die man im Kampf nutzen kann, wie Schutzschilder, Druckwellen oder Energiebälle.

Es gibt auch eine Maschine um zerstörte Gebäude wiederherszustellen und man muss wieder in Altmetall sammeln um sich Upgrades für die Waffen bzw. Fähigkeiten zu kaufen. Abgesehen von den Fähigkeiten und dem Wiederaufbau, gibt es jedoch relativ wenig Abwechslung. Es gibt ein paar Passagen in denen man in einen Mech schlüpft, welche ganz spaßig, aber auch sehr leicht, sind. Man schlüpft aber auch in einen Art Spinnenpanzer, diese Stellen sind jedoch die Schwächsten im Spiel. Abgeshen davon haben wir aber so ziemlich den üblichen 3Rd Person Standard. Lineare Level, ein paar Schießereien, die von Cutscenes unterbrochen werden, Zeug zum einsammeln und Stationen zum Upgraden. Okay, man kann die Level ein bisschen erkunden, allerdings nur um Tapes und mehr Altmetall zu finden. Das war's.

Die Story ist okay, wird aber keine Preise gewinnen und wirkt gegen Ende etwas Lückenhaft. Besonders wenn man gegen Obermotz Adam Hale kämpft. Nachdem ich Uncharted 4 und Ratchet and Clank gespielt habe, habe ich aber auch etwas mehr erwartet. Zumindest bekommt man aber, jedenfalls in der Collection, die ich gekauft habe, noch die Dlcs. Dabei kriegt man Kostüme (wer's braucht) und den Path to War Story Dlc, der noch lückenhafter wirkt als das letzte Drittel des Spiels. Es wirkt wie eines der saints Row 4 Dlcs, in dem einfach nur Cut Content irgendwie wieder eingebaut und zusammengeworfen wurde. So übernimmt man erst die Rolle eines Fliegers, dann eines Panzerfahrers und abschließend Darius und füllt eine paar unwichtige Storylücken. Ist okay, braucht man aber eigentlich echt nicht.

Alles in allem ist Red Faction: Armageddon nicht so schlecht wie viele sagen, es ist aber auch kein super tolles Spiel. Es ist okay für zwischendurch, besonders da es inzwischen recht günstig ist. Allerdings sind mir zumindest auf dem PC einige Crashes negativ aufgefallen. Das kann daran liegen, das man die ältere DirectX vor dem Start wählen muss, vielleicht hilft das aber auch nicht. Auf jeden Fall ist es nervig. Außerdem fällt es mir schwer zu glauben, dass Armageddon für die gesamte Red Faction Mythologie bzw. das Franchise an sich so wichtig ist. Immerhin geht es nur um einen Doomsday Kult, der zwar einige Siege einfahren konnte, letzendlich aber scheitert und komplett ausgeschaltet wird. Das Spiel kehrt am Ende zum Ursprungszustand zurück. Es gibt keinen Machtwechsel, man kann nicht absehen, dass sich wieder ein Tyrann erhebt, nein es ist einfach zu Ende, da dies aber womöglich der Letzte Teil ist, ist das eventuell okay.

Aber zumindest gibt ein Einhorn, das man als Waffen benutzen kann, indem man Regenbögen aus seinem Hintern verschießt. 

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