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Ghostfacelooker
Level 17
XP 5.804
Eintrag: 08.09.2019

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Dragon

(Originaltitel: Wu Xia)
Herstellungsland:China, Hongkong (2011)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Eastern, Martial Arts
Alternativtitel:Mou Hap
Swordsman

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,25 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Liu, Papiermacher und Vater von zwei Söhnen, führt ein zurückgezogenes Leben in einem kleinen Dorf. Bis zu dem Tag, an dem er zufällig Zeuge eines Raubüberfalls wird und die beiden Räuber aus Selbstverteidigung tötet. Für Kommissar Xu Bai-jiu, der zur abschließenden Klärung in die Provinz geschickt wird, gibt dieser Fall einige Rätsel auf. Wie kann es einem durchschnittlichen Familienvater gelingen, zwei derart Brutale Gangster so gezielt auszuschalten? Das setzt die Beherrschung außergewöhnlicher Kung-Fu-Techniken voraus. Trotz unzähliger Verhöre ist jedoch nichts aus Liu herauszubekommen. Der findige Ermittler muss nun zu drastischeren Maßnahmen greifen und kommt Lius dunklem Geheimnis allmählich auf die Spur. Nicht ahnend, dass er damit das ganze Dorf in Gefahr bringen wird.
eine kritik von ghostfacelooker:

Bei dem Begriff Wǔxiá versteht man Geschichten, respektive Fabeln der chinesischen Literatur, die ritterlich wirkenden Helden, die deren Leben oder besondere Abschnitte daraus beschreiben.

Der titelgebende Film, wird bei uns unter dem Namen Dragon vermarktet und leider in einer kürzeren Filmversion, wobei ich grundsätzlich die Meinung vertreten würde, daß man einen Film so lassen sollte wie er gedacht und gemacht wurde und nicht wegen „europäischen“ oder „asiatischen“ Sehgewohnheiten zuschneiden sollte, um sich selbigen „anzupassen“.

Unabhängig davon, bietet dieses Werk, durch seinen Hauptdarsteller Donnie Yen, genug Martial-Arts Sequenzen um diese Fangruppe zufrieden zu stellen, aber vor allem durch seine spannende und mit den Minuten verstreichend, tiefgründigere Handlung auch für Genre-Neulinge eine gute solide Basis, vorausgesetzt solche Leute gäbe es tatsächlich noch, denn auch im „aktuellen“ Actionfilmgenre kommt man schwer ohne Kämpfe des Martial Arts oder Abwandlungen dessen aus.

Eigentlich sollte dieser Film selbst gar keine Kriminalgeschichte mit Martial-Arts Segmenten werden, denn man hatte vor ihn als Neuverfilmung des 1967 entstandenen One-Armed Swordsman damals mit Wang Yu ,- der hier im letzten Drittel seinen Auftritt haben wird- in der Hauptrolle zu konzipieren, verwarf aber den Gedanken im Laufe des Prozesses wieder.

Yu´s Auftritt bildet also nicht nur eine Hommage an den erfolgreichen Film, sondern dessen Rolle verbeugt sich durch die „Eisenkörper-Technik“ auch an zahlreiche Filme in denen der Körper sogar Schwerthieben durch das später bekanntgewordene Chi abwehren oder standhalten konnte.

Die Basis der Story bedingt das scheinbar harmlos wirkende Leben des Papierherstellers, Liu Jinxi (Donnie Yen) der eines Tages unfreiwillig in einen Überfall auf den Laden seines Chefs gezogen wird und dabei mit mehr Glück als Verstand, einen der beiden Ganoven in Notwehr ermordet, während der andere seine Kräfte und Sprungfähigkeit überschätzt und, naja sagen wir unglücklich dahinscheiden muß.

Dieser scheinbar simple Fall ruft Detektive Xu Baiju (Takeshi Kaneshiro) auf den Plan, der sich mit der kriminalistischen Recherche ins Dorf begibt, da sich herausstellt daß es sich bei den Toten um bereits lang gesuchte Mörder handelt und dabei einige noch mysteriösere Ungereimtheiten zu Tage fördert, die Liu in ein anderes Licht rücken.

Somit hätten wir eine Seite des Films, die Regisseur und Produzent Peter Chan hier aufbaut, indem er Baiju mit Sherlock Holmes ähnlicher Begabung den Tathergang rekonstruieren läßt und die Figur selbst dabei für den Zuschauer undurchsichtig erscheinen läßt, denn einerseits scheint er pflichtbewusst und von der Lösung des Falls getrieben, andererseits aber auch seltsame Thesen aufzustellen, die ihn schizophren wirken lassen, da man nicht sagen kann, ob er eine zu starke Einbildungskraft hat oder aber tatsächlich verschleierte Fakten aufdeckt.

Der Sachverhalt des versuchten Raubüberfalls und seinem Ausgang wird somit aus zwei Perspektiven dargestellt, die sehr intelligent die eigene Auffassung des Geschehens in Frage stellt, da man eigentlich sicher sein konnte, daß das was man sah auch so geschah.

Die verdeckte Seite des Films, wenn man sie so nennen wollen würde, beginnt mit dem Misstrauen welches der Ermittler gegen den unschuldig wirkenden „Helden“ aufbaut, denn für ihn, ist Liu nicht nur ein Mörder, sondern scheint ebenso mehr zu verbergen als nur sein Können.

Daraus resultiert, daß man immer mehr von Lius Werdegang präsentiert bekommt, die ihn selbst eben nicht unbedingt als unbescholtenen Dorfbewohner ausweisen, sondern als Mann mit dunkler, Vergangenheit und Geheimnissen.

Doch die beiden roten Fäden der Handlung, sind wie das im Film thematisierte Karma, und durch die Tatsche das man auch Baiju teilweise nicht ernst nehmen kann und er durch diese vermeintlichen Phantastereien sogar Auslöser für weiter Zwischenfälle ist, so eng miteinander verwoben, daß man einfach nur genußvoll der intelligenten Handlung des Films folgen will, um die Wahrheit zu erfahren.

Dieser Film ist in Vielfacher Hinsicht durch Handlung, poetischem Gedankengut, Kampfkunst und tugendhafter Erzählform wirklich ein Wǔxiá Paradebeispiel und sollte von jedem Genre-Fan, aber auch dessen Interessenten gesehen werden und das nicht nur weil Donnie Yen mal wieder seine gewohnt phantastische Darbietung abliefert.

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