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Dave Made a Maze

Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Komödie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (8 Stimmen) Details
inhalt:
Der erfolglose Träumer Dave baut in seinem Wohnzimmer ein gigantisches Labyrinth aus Pappkartons und verirrt sich darin heillos. Daves Freundin Annie macht sich mit einem Team von Freunden und Kurzentschlossenen an seine Rettung. Doch das Labyrinth entwickelt ein magisches Eigenleben und ist gespickt mit fiesen Fallen, fantastischen Kreaturen und einem blutrünstigen Minotaurus. In all dem irrwitzigen Durcheinander versucht Dave, wenn schon nicht den Ausgang, dann doch zumindest zu sich selbst zu finden.
eine kritik von ghostfacelooker:

Als Daves Freundin, Annie (Meera Rohit Kumbhani) in die Wohnung kommt, denkt man sich, okay der gute Dave hat einen an der Klatsche und hockt einfach wie ein kleines Kind unter dem Papkarton und spielt „Festung“ oder „Fort“, so wie man es eben manchmal mit Decken über Möbeln als Kind gemacht hat, wenn sich daran noch einige erinnern.

Doch dieses Labyrinth, ist in mehr als einer Hinsicht vertrackt und für einige Beteiligte größer als es den Anschein hat. Dazu gehören für mich auch Bill Watterson, der mit diesem Film sein Regiedebüt gibt, verfilmt hier auf sparsamer humoresker Flamme Steven Sears´ Drehbuch und beide versuchen sich somit zum ersten Mal außerhalb des Serien oder Kurzfilmformates.

Aber nicht nur die beiden „Schöpfer“ der Geschichte übernehmen sich mit ihrem Werk, sondern auch ihr Protagonist Dave (Nick Thune), der neben Annie, die ihn locker toppt, im Film noch die sympathischsten Darsteller.

Denn der Rest des unfreiwilligen aber vor Neugierde einfach hereinplatzende Rettungsteams bilden die Studenten in Spe der Filmwirtschaft Harry (James Urbaniak), der ein vermeintlicher Dokumentarfilmer sein will und sein Team, das aus dem typisch schweigsamen aber mit seinem Gerät verwachsen zu sein scheinenden Kameramann (Scott Narver) und dem fülligen Tonmann (Frank Caeti) besteht.

Einige Freunde, sowie Daves bester Freund, Gordon (Adam Busch), neben einem flämischen Touristenpaar und einem Penner (klar denn er kennt sich mit Pappkartons aus), scheinen von dem Happening angezogen, einfach mal mit ins Bild.

Lächerlich, ist nicht nur die Tatsache, daß Dave, der sonst nichts auf die Reihe oder zu Ende zu bringen scheint, einfach aus dem nichts ein Labyrinth ins Leben und zu selbigen bringt, sondern auch die Tatsache, daß man sich nicht einmal wirklich bemüht, zu erklären wie dies passierte.

Damit könnte man sich noch abfinden, denn gerade ich als Zuschauer, wäre ja begeistert, wenn man mysteriöse Dinge auf Bild zu sehen bekommt, besonders wenn man noch hofft, die Ideen dahinter wären lustig einfallsreich oder in irgendeiner Art logisch.

Okay, die Logik das einer in einem Pappkarton verschwinden kann, sollte keiner wirklich hinterfragen wollen, der Jumanji gesehen hat, aber immerhin, oder gerade deswegen hätte ich eine ungefähr simultan spannenden Ablauf erwarten wollen.

Man verschenkt nicht nur sehr viel Mystery-Potential, die ein verdammtes Labyrinth als solches für die Handlung bieten könnte, welches nicht mit Fallen sondern auch noch mit einem echten Minotaurus aus der dazugehörenden griechischen Sage um Asterios daherkommt und ersetzt diesen Schwachpunkt durch Faschingskalauer bei denen der Gag und der Tusch fehlt.

Selbst das könnte man noch beim Zusehen verschmerzen und sich innerlich auf eine Komödie einstellen. Dabei hätte ich mich mit dem absolut nervenden Filmteam welche die intellektuellen Cousins von Beavis & Butthead sind, und den innovativ wirkenden Ableben einiger durch die Fallen zum Ableben gezwungener Protagonisten anfreunden hätte können.

Aber spätestens in dem Moment, indem die Leute zu Pappe werden, die visuell so schlecht gemacht wurden, daß The Feebles noch als Puppenkunst durchgeht und sich die Hendson-Puppen suizidgefährdet selbst einliefern lassen würden und man dann noch eine psychedelische Vagina (warum auch immer) ins Labyrinth einstreut, ohne sie auch nur mehr als eines längeren Blickes zu würdigen und diesen dann auch noch subtil als hypnotische Ursprungsgier der Männerwelt verkauft, war es mit meinem guten Willen für den Film vorbei.

Einigen, wird der Satz, wenn ich nochmal fünfzehn gewesen wäre, wie blanker Hohn von mir vorkommen, aber vielleicht hätte mich der Film ( der trotz allem aber immer noch mehr Niveau besitzt als der Humor eines Seth Rogen und James Franco Films) damals, mehr begeistern können.

So jedoch kommt der Film in meine persönliche Einmal-gesehen-haben-um-mitreden-zu können-aber mehr-nicht-Kategorie

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Kommentare

13.09.2019 02:31 Uhr - freund
Also mit dem ersten Abschnitt, hast du mich gekriegt ^^>
Mein Kumpel heißt Maze, hab ihn gefragt, ob Dave ihn gemacht hat ^^^
Kritik ist wieder mal super. Was ich fragen wollte, ist, ob es Filme gibt, die
du überhaupt nicht guckst? Bist ja in allem Gerne unterwegs.

13.09.2019 11:26 Uhr - Ghostfacelooker
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13.09.2019 02:31 Uhr schrieb freundAlso mit dem ersten Abschnitt, hast du mich gekriegt ^^>
Mein Kumpel heißt Maze, hab ihn gefragt, ob Dave ihn gemacht hat ^^^
Kritik ist wieder mal super. Was ich fragen wollte, ist, ob es Filme gibt, die
du überhaupt nicht guckst? Bist ja in allem Gerne unterwegs.


Ja meistens meide ich Deutsche Produktionen, obwohl es auch da eine Haßliebe zwischen uns gibt^^^^. Zombie-Genre und Kannibalenfilme sind wirklich mein Metier

Danke fürs lesen "freund"^^^^^^

Nebenbei ist dein Kumpel aus Nigeria oder Uganda? die nennen ihre Kids immer irgendwie besonders; Precious, Gold, Heaven usw immer cool

13.09.2019 12:49 Uhr - freund
Haha, nein, ich meinte Spitzname seit 20 Jahren, heißt Matthias.
Deutsche Produktionen sind wirklich Haßliebe.

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