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Ghostfacelooker
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Eintrag: 08.09.2019

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Elle

Herstellungsland:Belgien, Deutschland, Frankreich (2016)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Oh!

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,20 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Michèle ist eine äußerst starke Frau. Als Chefin einer großen Videogame-Firma legt sie die selbe Rücksichtslosigkeit an den Tag wie in ihrem Liebesleben. Als sie in ihrer Wohnung von einem unbekannten Angreifer attackiert und vergewaltigt wird, ändert das ihr Leben für immer. Sie entlarvt den Unbekannten, und beide werden in ein seltsames Spiel hineingezogen – ein Spiel das jederzeit außer Kontrolle geraten kann.
eine kritik von ghostfacelooker:

Paul Verhoeven der unter anderem Robo Cop, Total Recall, Starship Troopers, neben Türkische Früchte oder Basic Instinct schuf, wird mit den Themen Sex oder Gewalt, so verbunden, wie der Papst mit der katholischen Kirche.

Beide, Regisseur und Themata gehören zusammen, auch wenn Verhoeven, als Meister der Provokation Gewaltdarstellungen als Karikatur betrachtet und es selbst immer anprangerte das Sexualität in Film und Literatur immer zu kurz kämen

Nun, was er hier auf die Leinwand zaubert, hat wenig von all dem, denn es sind zwar sexuelle Aspekte zu sehen, jedoch nicht in einer drastischen Art, wie man es von ihm vielleicht erwarten wollen würde und wie man sie beispielsweise in Flesh and Blood, präsentiert bekommt.

Auch die Gewalt hält sich bis auf eine minimalistische Szene in ihrer Darstellung zurück, sodaß ich hier vielmehr von einem französischen Drama, als von einem Thriller sprechen wollen würde, was nicht schlimm wäre, wenn nicht diese Langeweile den Film dominieren würde.

Von der vielversprechenden Anfangsszene abgesehen, die Potential für genug Thriller bieten könnte, hätte man die Figur der Elle mehr wie Die Fremde in dir, konzipiert, ist Elle trotz ihrer ebenso aufwühlenden Hintergrundgeschichte rund um ihren Vater, einem Serienkiller, emotional unterkühlt, oder gerade deshalb gefühlskalt und berechnend.

Faktoren, die eigentlich, genau wie der familiäre Hintergrund, eine gute Basis für psychologische Twists und Überraschungsmomente garantieren könnten, aber auch hier gibt sich Verhoeven mit langweiligen Dialogen und subtilem Humor zufrieden und erzählt stattdessen ein Familiendrama, daß einem Inga Lindström-Film zur Ehre gereichen würde.

Dreiecksbeziehungen, unterschwellige Lust, und seltsame Partnerschaften, wie die zwischen Elles Sohn, Vincent (Jonas Bloquet) und seiner Freundin, Josie (Alice Isaaz), die von ihm schwanger ist, aber offensichtlich nicht sein Kind austrägt.

Diese Szene, ist für mich eines der Highlights des Films und verdeutlicht den subtilen Sarkasmus gesellschaftlichen Etikette Frankreichs, einem Land in dem die besser gestellte Bevölkerung immer noch so tun will, als gäbe es keine Probleme, solange man sie nicht offen anspricht.

Isabelle Huppert, in der Rolle der sexuell aktiven Fünfzigerin, spielt die unabhängige aber innerlich verkrüppelte Frau, die gleichzeitig die knallharte Geschäftsfrau in einer Männerdomäne steht, ganz gut, aber daß allein reicht eben nicht um die zweistündige Laufzeit zu entschuldigen. Alle anderen Schauspieler sind nicht besser, oder speziell erwähnenswerter als in anderen französischen Filmen gleicher Couleur und schlichtes Beiwerk rund um die Hauptdarstellerin.

Es genügt mir auch nicht, diesen Film mit der Aussage zu entschuldigen, daß er auf einem Roman mit dem Titel Oh...von Phillipe Dijan basiert und vielfach ausgezeichnet worden ist und man behaupten will in den USA für welche der Stoff ursprünglich geplant wäre, wäre der Stoff zu unbequem gewesen, denn gerade Die Fremde in dir oder Descent, beweisen gegenteiliges.

Auch die von vielen Kritikern verwendet positiven Attribute, des überraschend sarkastischen Humors und der unergründlich, faszinierenden Darstellung der Protagonistin, sind meines Erachtens nur verbales Blendwerk, welches nicht über die konstant visuelle Lethargie die der Film tatsächlich erzeugt, hinwegtröstet.

Für meinen Geschmack einer der schlechtesten Thriller von Paul Verhoeven, welcher wiederum in seiner Essenz, eine der vielleicht ungewollt besten schwarz-humorigen Komödien sein dürfte, ohne wirklich den Anschein einer solchen zu machen, die ich in der letzten Zeit gesehen habe.

 

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Kommentare

08.09.2019 23:49 Uhr - Lukas
1x
Gehört sicher nicht zu Verhoevens allerbesten, wo du aber Langeweile und Lethargie ausmachen konntest, erschließt sich mir leider nicht wirklich. Ich würde mich da den sonst überwiegend positiven Kritiken anschließen und eine klare Empfehlung aussprechen!

09.09.2019 00:06 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 17
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 5.819
08.09.2019 23:49 Uhr schrieb LukasGehört sicher nicht zu Verhoevens allerbesten, wo du aber Langeweile und Lethargie ausmachen konntest, erschließt sich mir leider nicht wirklich. Ich würde mich da den sonst überwiegend positiven Kritiken anschließen und eine klare Empfehlung aussprechen!


Der Film ist über weite Strecken langweilend und erinnert stark an französische Liebesdramen oder Dreiecksbeziehungen, obwohl er als Thriller deklariert wird.

Minutenlang Elle bei ihrem Leben zuzusehen und ihrer Auffassung von Courage oder auch Selbstzerstörung aufgrund ihrer Vergangenheit, während sie dabei nicht weiß welchen Typen sie flachlegen soll, ohne das dabei wirklich etwas dramatisches passiert, sondern man vielmehr feststellt, daß es unfreiwillig komisch ist, ist für mich im Kontext der Anfangsszene sehr langweilig.

Da sich dies über fast die gesamte Länge des Films für mich so darstellt spreche von visueller Lethargie, konträr dem allgemeinen Lob anderer Kritiker

09.09.2019 15:55 Uhr - Lukas
1x
Liebesdrama klingt jetzt irgendwie nach Rosamunde Pilcher oder Dirty Dancing, und das trifft den Kern der Sache dann doch nicht ganz. ;-)
Einen astreinen Psychothriller haben wir hier tatsächlich nicht, sondern eher einen Genrebastard, der dem Ganzen noch ein (über die ganze Laufzeit hinweg) relativ gleichwertiges Dramaelement hinzufügt. Der Film wechselt zwischen der Darstellung, wie Michèle mit der Vergewaltigung umgeht, wie der Täter ihr weiterhin nachstellt und der Frage, wer denn der Täter war. Nach dem Twist vor dem letzten Drittel werden die Karten dann nochmal neu gemischt.
Dass du in diesem Zusammenhang die ausführliche Charakterzeichnung von Michèle und die langsame Zuspitzung der Geschehnisse als langweilig ansiehst, ist natürlich schade, Mich persönlich und viele professionelle Kritiker vermochte der Film aber zu überzeugen, sieht man ja auch an den Auszeichnungen (Oscarnominierung und Golden Globe für Isabelle Huppert, César für den Film).
Wenn der Film übrigens hier und da als reiner Thriller deklariert wird, können da übrigens weder der Film noch die Macher was dafür, sondern dann ist das ein Fehler des Vertriebs.

09.09.2019 18:37 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 17
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09.09.2019 15:55 Uhr schrieb LukasLiebesdrama klingt jetzt irgendwie nach Rosamunde Pilcher oder Dirty Dancing, und das trifft den Kern der Sache dann doch nicht ganz. ;-)
Einen astreinen Psychothriller haben wir hier tatsächlich nicht, sondern eher einen Genrebastard, der dem Ganzen noch ein (über die ganze Laufzeit hinweg) relativ gleichwertiges Dramaelement hinzufügt. Der Film wechselt zwischen der Darstellung, wie Michèle mit der Vergewaltigung umgeht, wie der Täter ihr weiterhin nachstellt und der Frage, wer denn der Täter war. Nach dem Twist vor dem letzten Drittel werden die Karten dann nochmal neu gemischt.
Dass du in diesem Zusammenhang die ausführliche Charakterzeichnung von Michèle und die langsame Zuspitzung der Geschehnisse als langweilig ansiehst, ist natürlich schade, Mich persönlich und viele professionelle Kritiker vermochte der Film aber zu überzeugen, sieht man ja auch an den Auszeichnungen (Oscarnominierung und Golden Globe für Isabelle Huppert, César für den Film).
Wenn der Film übrigens hier und da als reiner Thriller deklariert wird, können da übrigens weder der Film noch die Macher was dafür, sondern dann ist das ein Fehler des Vertriebs.


Ich habe Inga Lindström als Vergleich, was die Sache aufgrund der konstanten Dreiecksbeziehung besser trifft und die fehlende "Charakterentwicklung" haben sie mit DIE FREMDE IN DIR besser geschafft, was man auch von einem Verhoeven hätte erwarten wollen oder können.
Gratuliere dir und den professionellen Kritikern für ihren Geschmack, den ich, zumindest und trotz der Auszeichnungen wie ich schrieb, nicht in diesem Streifen teilen kann oder will

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