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dicker Hund
Level 14
XP 3.181
Eintrag: 10.11.2019

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Fröhliche Weihnacht

(Originaltitel: Don't Open 'Til Christmas)
Herstellungsland:Großbritannien (1984)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror, Trash
Alternativtitel:Don't Open 'Till Christmas

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,79 (19 Stimmen) Details
inhalt:
Eine ganze Stadt in Angst und Schrecken. London zittert. Eine Serie bizarrer Morde erschüttert die Metropole. Bereits fünf Männer werden von einem wahnsinnigen Unbekannten auf makabre Weise getötet. Immer wieder schlägt er erbarmungslos zu. Jeder kann der nächste sein. Doch die Opfer des Psychopathen müssen immer ein Weihnachtsmann-Kostüm tragen und an ausgefallenen Orten - im Wachsfigurenkabinett oder in einer Sexshow - arbeiten. Der Mörder hinterlässt keine brauchbaren Spuren. Die Männer um Inspektor Harris von Scotland Yard tappen völlig im Dunkeln. Immer wieder schlägt der Killer grausam zu. Auch das hübsche und unter seinem Nikolausmantel kaum bekleidete Fotomodell Sharon gerät in seine Fänge.
eine kritik von dicker hund:

"Fröhliche Weihnacht" ist einer dieser Slasher zum Fest der Liebe, wobei er zugleich die einzige Regiearbeit von Edmund Purdom darstellt. Dieser ist hier als Inspector Harris mit einer Rolle physisch an- und geistig abwesend. Schon in "Absurd" und "Pieces" war sein Schauspiel nicht gerade das Gelbe vom Ei. Die versteinerte Miene seines Chefs versucht Gerry Sundquist als Cliff durch Overacting auszugleichen, was so natürlich nicht funktioniert. Belinda Mayne macht sich als Freundin Kate daran zu retten, was zu retten ist. Neben ihr weiß noch Alan Lake als Giles einigermaßen zu überzeugen.

Um diesen problematischen Cast herum entsteht ein erfreulich hoher Bodycount. Schade nur, dass dieser so ungeschickt verteilt ist: In gut 80 Minuten Spielzeit zeugt es nicht unbedingt von einem kompetenten Pacing, wenn rund die Hälfte der Kills in der ersten Viertelstunde vonstatten gehen. Ihr Verursacher sieht wie der Teilnehmer eines Faschingsumzuges aus, wenn er denn überhaupt gezeigt wird. Sein Handeln erweist sich als überwiegend unspektakulär: Messer raus und ein bis zwei Stiche versetzt, fertig. Gelegentliche Abweichungen von diesem wenig aufregenden Muster sind dann trotz technisch unbefriedigender Ausführung doch noch hart genug, um den Anforderungen des Subgenres gerecht zu werden (Gewalt 5/10). Dessen Negativklischees beugt sich die zum Davonlaufen bräsige Auflösung.

"Was für einen Grund könnte ich haben, um herumzulaufen und Weihnachtsmänner zu töten?"

- "Oh, keinen. Keinen, den wir kennen."

Dieses Logikembargo sorgt mithilfe einiger grob unsinniger Choreografien für unfreiwillige Komik (Humor 3/10). In dieselbe Ecke müssen die billig zusammengeschusterten Räume gestellt werden, die eindeutig keine Polizeistation sind. Allerdings hat die Kamera durchaus ihre Momente, in denen sie mit Spiegelungen und ein wenig point of view bei Laune hält. Wenn pflichtschuldig die Weihnachtsdekoration in den Vordergrund gerückt oder sogar mit dem Londoner Dungeon eine ganz coole Kulisse für ein nächtliches Verfolgungsszenario geboten wird, entsteht die obligatorische Portion Horror (5/10). Eine Szene mit Aktfotografie und einem nur mit dem Umhang des Coca-Cola-Mannes bedeckten Model steuert ein bisschen voyeuristische nudity bei (Sex 3/10). In der Peepshow bleibt aber alles ganz züchtig. Gähn...

"Don't open 'til Christmas", wie er im Original heißt, tut sich schwer (4/10 Punkten). Akustisch ist seine Vermischung aus grausigen Klängen und den Melodien zum Heiligabend ebenso annehmbar wie die häufig zu betrachtende Lametta. Eine Handvoll Einzelszenen bleibt positiv im Gedächtnis. Das sinkende Tempo verstärkt derweil das Unverständnis über das oft unmotivierte Schauspiel und den völlig unzureichend präsentierten Schlächter. Dessen Effektanlässe fühlen sich oft genug wie vergeudete Chancen an, Beschlagnahme hin oder her. Da hilft die zaghaft dosierte Erotik auch nicht mehr viel.

 

4/10
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Kommentare

10.11.2019 15:43 Uhr - kokoloko
1x
User-Level von kokoloko 10
Erfahrungspunkte von kokoloko 1.486
Als käsigen 80s-Trash fand ich den Film ja kurios und kurzweilig genug für 7 Punkte, aber auf der ernsthaften Skala muss ich zustimmen, ja - teilweise ein recht dreckig-düsterer Blödsinn.

11.11.2019 13:58 Uhr - sonyericssohn
1x
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Ach der is des !! Den fand ich auch recht....dumm. Einmal ansehen reicht bei dem völlig. Wäre hier ebenfalls bei ner 4.

11.11.2019 18:05 Uhr - Mr.Tourette
1x
User-Level von Mr.Tourette 2
Erfahrungspunkte von Mr.Tourette 63
"Logikembargo", der Ausdruck kommt zu meinem Wortschatz!

11.11.2019 22:55 Uhr - Kable Tillman
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Der wirkt im Schnittbericht aber ziemlich blutig und fies, aber auch schrecklich billig. Warum so ein Murks immer noch beschlagnahmt ist, versteht jedoch niemand. Vielen Dank für das Vorstellen dieses weihnachtlichen §131ers.

12.11.2019 07:53 Uhr - TheMovieStar
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11.11.2019 22:55 Uhr schrieb Kable Tillman
Der wirkt im Schnittbericht aber ziemlich blutig und fies, aber auch schrecklich billig. Warum so ein Murks immer noch beschlagnahmt ist, versteht jedoch niemand. Vielen Dank für das Vorstellen dieses weihnachtlichen §131ers.


Vielleicht eine Art Qualitätsbeschlagnahmung um eine möglicherweise völlige Verblödung der Konsumenten zu verhindern.... :-):-)

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