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The Keeper

Herstellungsland:USA (2009)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Steven Seagal's The Keeper
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,00 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Nachdem der knallharte und unbestechliche L.A.-Cop Rolland Sallinger nur knapp einem Anschlag seiner korrupten und habgierigen Partner entgangen ist, muss er den Dienst quittieren und in New Mexiko untertauchen. Dort heuert er als Bodyguard für die Tochter eines wohlhabenden Geschäftsmanns an – ein Job, der für Sallinger keine große Herausforderung darstellt und ihm erst einmal hilft, seine Spuren zu verwischen. Als Gangster jedoch während eines kleinen Moments der Unachtsamkeit seinen Schützling entführen, schaltet Sallinger in den Kampfmodus und macht sich auf die Jagd nach den Kidnappern.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                                            THE KEEPER

Mit Driven To Kill – Zur Rache Verdammt (2009) hatte es der umstrittene Actionstar Steven Seagal geschafft, in einem Film aufzutreten, der im Gegensatz zu Vorgängern wie The Foreigner: Black Dawn (2005), Attack Force (2006) oder Flight Of Fury – Unsichtbarer Feind (2007) nicht einhellig verrissen wurde, sondern nicht wenige Fans versöhnlich stimmte. Driven To Kill konnte zwar nicht an Seagals Blütephase (1988 – 1997) anknüpfen, bot aber ordentliche, harte Direct-to-Video-Actionunterhaltung. So durfte man gespannt sein, ob Seagals nächster Film The Keeper (In Deutschland Steven Seagal´s The Keeper) diesen Trend fortsetzen würde, oder ob schon der nächste filmische Fehltritt in den Startlöchern stand.

The Keeper wurde von Keoni Waxman (The Sweeper – Landmines, 1998) inszeniert. Mit einem Budget von zehn Millionen Dollar und Darstellern wie Liezl Carstens (Urban Justice – Blinde Rache, 2007), Arron Shiver (Spy Daddy, 2010), Johnnie Hector (No Country For Old Men, 2007), Steph DuVall (Woodshock, 2017) und Luce Rains (Deadly Impact, 2010) drehte Waxman in New Mexiko seinen ersten Steven Seagal-Film. Offensichtlich verstanden sich die beiden während der The Keeper-Produktion außerordentlich gut, da der gebürtige Hawaiianer und der Actionstar zusammen bis heute insgesamt neun Filme und eine TV-Serie auf die Beine gestellt haben.

Roland Sallinger (Steven Seagal) ist ein Cop der unbestechlichen Sorte, was ihm zu Beginn des Films direkt zum Verhängnis wird. Da er das Geld aus einer Razzia nicht mit seinem diebischen Partner teilen will, jagt dieser ihm eine Kugel in die Brust. Da Steven Seagal nun mal hard to kill ist, überlebt seine Figur den Mordanschlag, wird aber in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Da Sallinger keine Lust auf Rente hat, kommt der Hilferuf seines alten Freundes Connor Wells (Steph DuVall) gerade richtig. Der Ex-Cop, der  dank eines Ölfunds zum Millionär geworden ist, fürchtet um das Leben seiner Tochter Nikita (Liezl Carstens), seitdem man versucht hat, sie zu entführen. Also heuert Wells Roland Sallinger als Bodyguard an …

Nach Driven To Kill – Zur Rache Verdammt gehört auch The Keeper zu den besseren Filmen der Direct-to-Video-Ära des mittlerweile 67jährigen Actionstars. Das liegt auch daran, dass Seagal seine Auftritte hier noch nicht mit Bart, Brille und Mantel und hauptsächlich im Sitzen/Liegen absolviert, sondern noch etwas engagierter zu Werke geht und hier in den Kampfszenen – wenn überhaupt – ziemlich unauffällig gedoubelt wird.

The Keeper bietet eine zwar weitgehend vorhersehbare, aber kurzweilige Handlung, so dass die anderthalb Stunden Spieldauer ohne großartige Längen vergehen. Dem Actionfan werden in regelmäßigen Abständen ordentliche Actionszenen geboten, die von Zweikämpfen über Schießereien bis hin zur Autoverfolgungsjagd das gesamte Spektrum abdecken und eine ordentliche Grundhärte aufweisen … so gibt es eine Reihe von blutigen Einschüssen und das eine oder andere gebrochene Genick zu sehen. In der Summe hätte man diesen Sequenzen einen etwas übersichtlicheren Schnitt verpassen können, aber trotzdem kann man den Actionsequenzen in The Keeper ganz gut folgen – sie sind jedenfalls weit von den Schnittgewittern und verwackelten Nahaufnahmen vieler anderer Seagal-Filme entfernt.

Die The Keeper-Darsteller machen ihre Sache durchaus gut. Auch in seiner Beschützerrolle verzieht Steven Seagal zwar kaum eine Miene, wirkt aber in diesem Part trotz seiner damals immerhin schon 57 Jahre noch ziemlich glaubwürdig. Seine Schutzbefohlene wird von Liezl Carstens gespielt, die für die Rolle des verwöhnten Millionärstöchterchens nicht nur gutes Aussehen, sondern auch eine gewisse Portion Oberflächlichkeit mitbringt, die Seagals Figur ihr während einiger – in ihrer Kitschigkeit nur schwer zu ertragenden – Dialoge erst mal austreiben muss. Angenehmer wirkt da schon Johnnie Hector als loyaler und leidgeprüfter Chauffeur, der den Ton des Films etwas auflockert; auch Steph DuVall passt zu der Rolle des Ex-Cops und Millionärs, der seine Tochter jederzeit über sein Vermögen stellt, wie der Zeigefinger um den Abzug. Auf der Gegenseite überzeugt Arron Shiver als arroganter, feiger Opportunist. Etwas schwächer schneidet dagegen Luce Rains als Antagonist ab, der den ganzen Film über recht farblos bleibt … da hat Steven schon erinnerungswürdigere Schurken aufs Korn genommen.

The Keeper verhält sich zwar zu erstklassigem, hochkarätigen Actionkino wie Fast Food zu einem Festtagsmenü mit drei Gängen, aber hin und wieder muss es mal `ne gepflegte Currywurst/Pommes oder ein Burger sein und wenn man – in filmischer Hinsicht – auf so etwas Lust hat, ist The Keeper eine gute Wahl.

6-7/10

7/10
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Kommentare

03.10.2019 19:22 Uhr - Kable Tillman
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Bin ich tatsächlich mal der erste der kommentiert? Jedenfalls klasse Review und sehe ihn genauso wie du. Würde aus meiner Erinnerung heraus eher zur 6 tendieren, aber an und für sich solider B-Actionfilm. Öfter als 1 2 Mal muss man den aber auch nicht sehen.

03.10.2019 20:14 Uhr - beebop251
1x
Schönes Review. Sehe es mit der Bewertung ähnlich. Wobei ich The Keeper besser finde als Driven To Kill. Getoppt wird der nur von A Dangerous Man, die meiner Meinung nach gelungenste Zusammenarbeit zwischen Seagal und Waxman.

04.10.2019 13:40 Uhr - Punisher77
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Dankeschön, Leute!

@beebop251
"A Dangerous Man" müsste ich mir auch noch mal ansehen.

04.10.2019 17:19 Uhr - beebop251
04.10.2019 13:40 Uhr schrieb Punisher77

@beebop251
"A Dangerous Man" müsste ich mir auch noch mal ansehen.

Neben der sehr guten Action hat der Film auch einen recht hochwertigen Look für ein B-Movie. Hab leider nur die UK DVD, da in Deutschland ja nicht ungeschnitten verfügbar.

05.10.2019 18:54 Uhr - FordFairlane
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HAMMA REVIEW. Schön das es hier noch andere gibt wie dich, die direct to Video Produktionen eine Chance geben. The Keeper empfand ich auch als einen der besseren aus dieser Phase und wünsche mir echt mal wieder einen richtigen Kracher von unserel Knochembrecher. Wäre wünschenswert.

Meine Favoriten von ihm sind:

1. Alarmstufe Rot 2
2. Hard To Kill
3. Zum Töten Freigegeben
4. Alarmstufe Rot
5. Exit Wounds
6. Deadly Revenge
7. Nico
8. Glimmer Man
9. Driven To Kill
10. Halb Tot

08.10.2019 20:18 Uhr - Punisher77
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Danke, Ford!

Auch wenn "Alarmstufe Rot 2" bei mir nicht auf Platz 1 stehen würde und ich "Halb Tot" nicht besonders mag, deckt sich unser Geschmack, was Seagal-Filme angeht, schon ein gutes Stück!

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