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Romero Morgue
Level 3
XP 168
Eintrag: 08.10.2019

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The Day - Fight. Or Die.

(Originaltitel: The Day)
Herstellungsland:USA (2011)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Krieg, Science-Fiction, Thriller,
Mystery

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Mit letzter Munition bestückt und teilweise völlig erschöpft, ziehen fünf Überlebende durch eine zerstörte, öd-karge Landschaft. Die in Tristesse gehauchte Welt um sie herum stirbt. Auf der Suche nach nützlichen Überresten der untergegangenen Zivilisation, zwingt sie ein Zwischenfall, Zuflucht in einem verlassenen Farmhaus zu suchen. Als sie dort auf ein verstecktes Proviant-Lager stoßen, währt ihre Freude darüber nicht lange. Eine blutrünstige Horde Banditen aus dem angrenzenden Wald ist bereits im Anmarsch. Und diese will ebenfalls ihren Hunger stillen. Nur ist es nicht der Proviant, auf den sie es abgesehen hat. Ein unerbittlicher Kampf auf Leben und Tod beginnt...
eine kritik von romero morgue:

THE ROAD TO NOWHERE


Absolute Tristesse. Schmutz. Karge Landschaft. Zerfallene Gebäude und Menschen, die desillusioniert durch die Gegend torkeln. Was jetzt auch im Dortmunder Norden sein könnte, ist aber irgendwo im Nirgendwo in den Vereinigten Staaten.  Was passiert ist, ist egal. Das etwas passiert sein muss ist unübersehbar. Die Menschheit steht kurz vor dem absoluten Kollaps. Mitten in dieser Einöde schleppt sich ein Trupp von 5 Personen durch die sterbende Welt und versucht den täglichen Kampf ums Überleben zu gewinnen. Die Nahrung knapp, Munition nur noch wenig vorhanden. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ergibt sich durch die kurzzeitige Zufluchtsmöglichkeit in einem alten Farmhaus. In dieser bereits ziemlich heruntergekommenen Holzhütte wird dankend eine Rast eingelegt um dem kränklichen Henson eine Verschnaufpause zu gönnen und sich von den Strapazen der letzten Tage ein wenig auszuruhen - Smalltalk trotzdem eingeschlossen; soll ja nicht noch langweiliger werden als es das Drumherum eh schon ist. Kurzzeitig wird das Dach des Farmhauses mal eben als Gruppendusche benutzt und bei einer Erkundungstour durch das Holzwurmgemäuer findet die Truppe im Keller einen beachtlichen Vorrat an Lebensmitteln...und löst damit die Einladung für die "Besitzer" des Hauses aus, unseren Gästen einen Besuch abzustatten.

Endzeitfilme stehen schon seit Jahren bei mir hoch im Kurs. Grundsteinlegung für meinen Enthusiasmus waren die klassischen Vertreter dieser Zunft aus den goldenen 80er wie die MAD MAX Reihe und insbesondere der Output aus Italien. Im Laufe der Zeit hat sich auch dieses Genre weiterentwickelt und verändert. Vorbei ist die Ära in der unsere Bösewichter mit zusammengeschusterten Vehikeln aus dem Schweißerlehrgang in eng anliegenden Ganzkörperanzügen wild durch die Prärie stolzierten und jedem anderen ans Leder wollten. Nein, heutzutage geht es dann doch etwas subtiler zu, sprich: Realitätsnäher. Ein Paradebeispiel dafür ist sicherlich THE ROAD von 2009, der neben der SciFi-Thematik auch eine große Schippe Drama beinhaltet.  Früher eher C-Ware ist der "Last Day Film" mittlerweile den Kinderschuhen entwachsen (MAD MAX: FURY ROAD) oder wird wieder auf alt getrimmt ohne die Tugenden von damals zu vernachlässigen und sich somit dem Fandom ergibt (TURBO KID).

Zwei Jahre nach dem düster-intensiven Roadmovie mit Viggo Mortensen entstand unter der Federführung von Douglas Aarniokoski THE DAY - FIGHT. OR DIE. Der Titel verspricht schon mal viel Kampf und Tod. Der Tot spielte zumindest längst bei den Einspielergebnissen mit. Gerechtigkeitshalber ist das Budget aber auch nicht gerade in höhere Regionen vorgedrungen und somit sollte hier zumindest kein Flop in der Vita von Herrn Aarniokoski hinterlegt sein. Was man aus filmischer Sicht von seinem Machwerk HIGHLANDER: ENDGAME aber durchaus behaupten kann. Immerhin hat der gute Kerl bei Charles Band gelernt was es heißt das beste aus Low-Budget zu machen. Somit haben wir schon mal das zweite Adjektiv angeschnitten. Wie steht es jetzt um den besagten Kampf? Sicher, vorhanden ist da was. Aber nicht viel und eher sporadisch verteilt. Zum Ende das meiste und dann geballt. Das die "herbeigerufenen" keinen Kaffeeklatsch möchten und ihre ureigenen Interessen verfolgen, sollte dem geneigten Leser wohl direkt klar sein. Gleichwohl sollte man ungeachtet dessen keine besonders ausufernden Tätigkeiten erwarten. Und das weder bei den Feuergefechten noch bei den Gewalteinlagen. Hier wird ganz nach dem Motto "weniger dafür gezielt" gefahren. Das bedeutet, das durchaus die ein oder andere grausame Spitze vorhanden ist und sich somit gut im Gesamtkontext einbindet. Für einen (wie von mir erwarteten) Streifen ist das nur leider viel zu wenig und kann die geschürte Vorfreude nur bedingt befriedigen.

Wie schon bei einem anderen Review als schwäche sondiert, ist auch hier die deutsche Synchronisation eher auf einem niedrigen Niveau angesiedelt. Gerade bei dem langsamen Aufbau am Anfang wirkt das sehr ermüdend. Da ich einen Film aber nicht nach der hiesigen Bearbeitung beurteilen kann, wird das auch nicht bei der Bewertung berücksichtigt, muss aber als Kritik angemerkt werden. Für die Übersetzung der Dialoge kann somit der Schauspieler ja nichts aber auch hier ist die Leistung nur semiprofessionell. Zwar keine totalen Ausfälle, aber auch keine besonders herausragende Leistung im Antlitz der Besetzungsliste. Außer dem bereits X-MEN erprobten Shawn Ashmore sind alle eher im B-Sektor beheimatet. Eigentlich schade, denn die einzelnen Schauspieler sind für sich genommen keine schlechte Partie nur hier will es einfach nicht so richtig funktionieren. Eventuell lag es auch nur an der Lethargie vom Drehort.

"Das Blut fließt in Strömen" laut dem Backcovertext. Es strömt nicht wirklich, es läuft trifft es besser. Nur ist dieses nicht zu erkennen. Also als Blut. Das sieht eher nach Schokosoße aus und ergibt sich aufgrund der (gewollten?) Optik, die fast ohne Farbe daherkommt. Es ist kein S/W Film wie mancherorts zu lesen ist. Sie ist einfach nicht vorhanden (die Farbe). Als Stilmittel für eine trostlose Gefühlsübermittlung ja durchaus eine Option wert aber hier leider etwas zu übertrieben und einfach falsch. Die Gewalttaten werden somit ihrer Brutalität beraubt und lassen einen mehr außen vor als mitzufiebern.  Immerhin ein netter Schachzug in Blick auf die Freigabebehörde, da der Verleiher somit den Film UNCUT auf das Datenmedium pressen konnte. Erinnert mich ein wenig an die alte Vorgehensweise bei RÜCKKEHR DER ZOMBIES...der Grund sollte bekannt sein. Ich mutmaße mal, das die FX-Künstler gute Arbeit geleistet haben. Ganz am Ende (und kurz am Anfang) gibt es dann sogar doch noch etwas Farbe und CGI zu bewundern. 

Kunstblutähnliche Substanz ist also vorhanden. Action auch. Da die Munition knapp ist aber wenig. Kampf Mann-gegen-Mann auch. Mit Messer und anderen scharfen Sachen. Stichwort Scharf: Weibliche Reize dürfen auch nicht fehlen wenn alles den Bach runter geht. Da wird in so einem gebadet (einem Bach) oder beim Kuscheln geduscht. Könnte auch beim Duschen gekuschelt sein, kein Ahnung. Andersherum ist auch vorhanden - Muskeln für die lüsterne Gesellschaft. Sexappeal ist trotzdem was anderes.

Pluspunkte ergeben sich aus der schönen (kann man das in Zusammenhang mit einer Dystopie überhaupt sagen?) Optik wegen. Die Kamera fängt die Bilder solide ein und auch das Ambiente ist stimmig. Alles ist dreckig, schimmelig und verödet. Die Geschichte ist auf ein Minimum beschränkt und auch der Handlungsort arg eingegrenzt. Reicht aber beides aus. All diese Zutaten hätten, ja HÄTTEN zu einem guten Film führen können. Leider ist alles aber nur im Mittelmaß geblieben ohne einen langanhaltenden Eindruck zu hinterlassen. Das größte Manko ist mMn die Reduzierung der wahrnehmbaren Farbpalette und die flache Charakterdarstellung. Dem Zuschauer ist der Verbleib der Protagonisten fast völlig egal. Schade, ich hatte mich aufgrund der Thematik richtig auf den Film gefreut.


Letztendlich kann ich leider keine uneingeschränkte Sichtung erteilen aber auch keine Warnung ausgeben. Ein paar gute Momente sind vorhanden, man verfällt nicht komplett in besagte Lethargie und die Action kommt gerade zum Ende hin in Fahrt (samt viel von der Schokosoße). Am besten macht sich jeder sein eigenes Bild davon. Ich kann hier wennschon nur 5 rausgeschnittene Altlasten vergeben, was reiner Zufall ist und trotzdem zum Kontext passt. Ich kann jeden verstehen der etwas mehr rausspringen lässt, will mich aber aufgrund der nicht eingehaltenen Versprechen doch zurückhalten.

 

5/10
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Kommentare

09.10.2019 08:35 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Co-Admin
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Schöner -längerer- ;-) Text zu einem Film der mich eh nie wirklich gejuckt hat. Jetzt weiß ich auch warum !

Saubere Arbeit Romero.

09.10.2019 09:26 Uhr - Romero Morgue
2x
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Erfahrungspunkte von Romero Morgue 168
Danke für dein Kommentar! Ich dachte schon meine Reviews gehen hier unter. ;)

09.10.2019 10:54 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Co-Admin
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Von wegen ! Wär ja noch schöner.

09.10.2019 15:37 Uhr - Kable Tillman
1x
DB-Helfer
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Dein Review ist klasse. Schön formuliert und bildlich beschrieben. Mich hat der Film (und ehrlicherweise auch das Szenario) nie angesprochen und deshalb spare ich ihn mir. Danke für die Warnung. Ich mag die Endzeitreißer mit 80er Jahre Vibe. Die neueren Vertreter finde ich dagegen oftmals so langweilig wie die Einöde selbst.

09.10.2019 20:01 Uhr - Romero Morgue
1x
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Vielen dank Kable, sowas hört bzw. liest man gerne. 😁
Und ja, auch ich hätte lieber nicht so ohne weiteres auf die teils “guten“ Bemerkungen und Kommentare hier auf SB hören sollen wo der Film damals in den News vorgestellt wurde. Und für das andere gibt es hier ja die Reviews. 😉

10.10.2019 23:27 Uhr - Lukas
Ansprechend formulierte und ausführlich dargelegte Kritik. Inhaltlich sehe ich es aber anders und finde ihn hier zu hart bewertet. Klar ist "The Day" jetzt kein Genrehighlight, aber in meinen Augen ein durchaus solider und ansehbarer Film, der schon ein gewisses Unterhaltungspotential hat. Bewegt sich bei mir zwischen 6 und 7/10.

11.10.2019 21:50 Uhr - Romero Morgue
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@ Lukas

Danke für deinen Eintrag und schön das es dir sachlich gefallen hat. Der „Inhalt“ wurde von mir ja ausreichend dargelegt. Wenn deine „Meinung“ eine andere ist, ist das natürlich völlig legitim. Sicherlich kann darüber diskutiert werden ob meine Bewertung etwas zu hart war, steht aber in Gesamtkontext zu meiner Wahrnehmung. Eine 7 finde ich aber zu hoch angesetzt.

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