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Knochentrocken
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Eintrag: 11.10.2019

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Joker

Herstellungsland:USA, Kanada (2019)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Comicverfilmung, Drama, Krimi,
Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (26 Stimmen) Details
inhalt:
Regisseur Todd Phillips’ „Joker“ widmet sich dem ikonischen Erzfeind und ist eine originale, eigenständige fiktive Story, die noch nie zuvor auf der Leinwand zu sehen war. Phillips’ Studie über Arthur Fleck, unvergesslich porträtiert von Joaquin Phoenix, zeigt einen Mann, der darum kämpft, seinen Weg in Gothams zerrütteter Gesellschaft zu finden. Während man ihn tagsüber als Clown anheuern kann, strebt Arthur nachts danach, ein Stand-up-Comedian zu sein … doch am Ende scheint der Scherz immer auf seine Kosten zu gehen. Eine düstere Charakterstudie, in der Arthur – gefangen in einer Abwärtsspirale aus Gleichgültigkeit und Grausamkeit – eine Fehlentscheidung trifft, die zu einer Kettenreaktion von eskalierenden Ereignissen führt.
eine kritik von knochentrocken:

Joker


Was für ein Rausch! Ein „New Hollywood“ - Film aus der Moderne.

Ok, das mag dem ersten Eindruck geschuldet sein, dass ich immer noch geflasht bin, dass Todd Phillips, der eigentlich mehr bekannt für Komödien wie „die Hangover-Trilogie“ oder „Stichtag“ ist, mich mit „Joker“ so catchen konnte. Wobei ich nicht abstreiten will, dass seine Komödien nicht gut sind. Mit gefielen „Hangover“, „Stichtag“ und vor allem „Starsky & Hutch“. Allerdings waren viele Zuschauer erst skeptisch, ob Phillips das Projekt gut umsetzt oder gegen die Wand fährt. Verdammig! Er hat es perfekt gemacht!
Im Vornherein hab ich mir zur Einstimmung extra nochmal „Taxi Driver“ angeschaut. Denn laut einigen Stimmen und der Trailer nach zu urteilen, scheint der Film ein Vorbild für „Joker“ gewesen zu sein. Da hier DeNiro als Entertainer einer Show agiert wurde ebenso „King of Comedy“ erwähnt, allerdings habe ich diesen vor dem Kinogang nicht gesehen. Was auch kein Fehler war, denn klar, man kann einige Referenzen zu „King of Comedy“ sehen (DeNiro als Entertainer), allerdings liegt der Kern der Geschichte und der Inszenierung klar und deutlich bei Scorseses „Taxi Driver“. Und wie hab‘ ich mich gefreut, dass in der heutigen Zeit jemand die Eier dazu hat nochmal so eine Geschichte wie in „Taxi Driver“ zu erzählen. Und dann war es auch noch Todd Phillips, von dem man es eher nicht erwartet hat.

Der Ton des Films geht dabei richtig in die Depression. Denn dieser Film ist kein „Good happy feeling movie“. Am Ende freut man sich zwar etwas über den Joker (was eigentlich, wenn man es selbstreflektierend betrachtet, abstoßend ist), allerdings leidet man mehr mit ihm. Was ein guter, aber zugleich auch logischer Schritt der Drehbuchautoren Phillips und Scott Silver („8 Mile“) gewesen ist. Denn hätte man keine Sympathien für die Figur aufgebaut,  wäre das der vielleicht brutalste und gewaltverherrlichendste Film gewesen, seit langem! Das Ganze würde ich allerdings eher als schwarzhumoriges Thriller-Drama bezeichnen, denn als Comicverfilmung. Klar ist es ein Film über einen Comic-Charakter, es gibt sogar, ohne zu spoilern, viele Referenzen zu Batman. Ich kann mir sogar vorstellen, dass der neue Batmanfilm mit Robert Pattinson ein Sequel zu „Joker“ wird.
Denn wenn dieser „Joker“ wirklich für sich allein stehen würde, wäre es ein reiner Jokerfilm geworden. Allerdings gefielen mir die Ansätze zu Bruce Wayne und der gesamten Geschichte. Aber genug davon. Zurück zum eigentlichen Thema. Arthur Fleck, der wunderbar gespielt wird von Joaquin Phoenix („Walk the Line“, „8mm“) ist ein depressiver, isolierter, bei seiner „Mutter“ lebender und gescheiterter Comedian. Sein Vorbild ist der Entertainer Murray Franklin (DeNiro), dessen Show er seit Kindestagen liebt. Allerdings gibt es ein Problem.


Arthur kann nicht wirklich Comedian sein und diese Karriere kann er sich im Prinzip abschminken, denn er leidet unter einer Krankheit, die es ihm unmöglich macht Comedian zu werden. Mal abgesehen davon, dass er kein Gespühr für Pointen oder an sich gute Witze hat, leidet er unter einem manischen Lachen, dass einfach kommt und was er nicht kontrollieren kann und was seiner geistigen Störung geschuldet ist. Höchstwahrscheinlich leidet er unter einer Persönlichkeitsstörung. Ich finde diesen Ansatz sehr gut, bisher hat der Joker in den Filmen immer nur gelacht weil... ja, er nen Knall hat. Ich finde es gut, dass dieser Joker realitätsnaher ist und so ins Detail geht, dass selbst sein Lachen erklärt wird.

Dabei spielt Phoenix so verdammt edel, da ein Lachen und gleichzeitig ein Weinen schwer zu spielen ist. Man merkt es der Figur Arthur an, dass er weiß, dass sein manisches Lachen eine Krankheit ist. Und er darüber eigentlich weinen will. Auch seine tanzenden, ruhigen und hypnotischen Bewegungen zu melancholischen Klängen, die meist nur für Szenarien am Hafen zur Zeit der Industrialisierung genutzt werden, wirken wie eine aufblühende Blüte, die von der Gesellschaft in sich eingepfercht zertrampelt wurde, als Joker dann vollends aufblühen! Arthur Fleck ist im Gesamtbild ein wirklich zutiefst kaputter, von der Gesellschaft und seiner „Familie“ geprägter, misshandelter Mann, dessen Träume nicht in Erfüllung gehen. Selbst psychatrische Unteruchungen helfen ihm nicht. Ein gescheiterter Mann, der durchdreht, weil das Fass zum überlaufen gebracht wurde.

Gotham wurde auch noch nie so kalt, dreckig, düster und verloren dargestellt wie hier in dem in den 80er (wunderbar homagiert durch das alte Warner Bros. Logo aus den 70ern und frühen 80ern) spielenden Film. Als Comicleser weiß man, dass die Gesellschaft in Gotham aus vielen kaputten Typen besteht, der Gegenpol dazu wäre Batman, allerdings ist „Joker“ ja auch eine Charakterstudie über den Joker, also muss man die Welt von Arthur Fleck so düster und hart zeigen wie möglich. Die Gesellschaft formte Arthur Fleck zum Joker. Also gab Arthur der Gesellschaft etwas zurück. Im Grunde wollte Batman ein Symbol für Gotham sein und Gotham macht aus Joker ein Symbol. Eher ungewollt und unterschwellig ist Arthur der Grund für eine Bewegung gen Ende hin.


Mit einem bösen Finale und einigen sehr netten Twists (Zazie Beetz - „Deadpool 2“) ist „Joker“ der wohl beste Film des Jahres, da er eine Charakterstudie à la „Taxi Driver“ zeigt, zugleich aber auch endlich mal wieder ein Film ist, der in diese schmutzige, rohe, gewaltvolle Vigilantenrichtung wie „Death Wish“ oder „Dirty Harry“ geht.
Ein Film, der dem Zuschauer zeigt, WAS Kino ist und KANN. Was Kino sich (heute wieder vermehrt) trauen sollte und ein Film der einen runterzieht, aber der trotzdem wunderschön ist, da er aus dem „New Hollywood“ - Zeitalter stammen könnte. Für mich bisher DER BESTE Film des Jahres. Am Ende bleibt die Frage: Ist alles real gewesen? 

Don‘t forget: it‘s only a movie...

Just... smile! 

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Kommentare

12.10.2019 02:14 Uhr - Chímaira
User-Level von Chímaira 11
Erfahrungspunkte von Chímaira 1.733
So langsam sollte ich mir den Film wohl auch mal ansehen. Vielen Dank für deine Perspektive :D

Ist es jetzt eigentlich wieder gestattet, solche Trennlinien zu benutzen? Bei meinen ersten Kritiken wurden diese noch ohne wenn und aber von einem Admin entfernt 8)

12.10.2019 02:48 Uhr - TheRealAsh
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.272
Da stimme ich mit ein, die Frage nach der Realität ist allerdings ein kleines Manko, wie ich finde, mir wäre es lieber gewesen, wenn es einen festen Anker gegeben hätte. Aber hey, Megafilm, absolut;-)

12.10.2019 10:16 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 17
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 5.977
Ich bin immer mehr der Meinung diesem Hype um den Film solange ich ihn nicht selbst gesehen habe zu mißtrauen^^^^

12.10.2019 10:32 Uhr - TheMovieStar
User-Level von TheMovieStar 5
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 369
Das Review gefällt mir. Was die Wertung eines Films angeht, mache ich mir immer selbst ein Bild, bevor ich dazu etwas sage, ob ein Film gut oder schlecht ist, klar ist externe Meinungen beeinflussen die eigene Erwartungshaltung immer auch ein kleines bisschen indirekt, deswegen versuche ich, die Filme so unvoreingenommen wie möglich zu gucken.

17.10.2019 14:19 Uhr - Stoi
Gestern gesichtet und ich kann mich deinem Review zu 100% anschliessen.

19.10.2019 05:34 Uhr - 23xi23
Dann mach ich mal auf Spielverderber. Keine Ahnung wie man darauf kommt das Teil als besten Film des Jahres aufzuführen! Für mich eine absolute voll Katastrophe...2h komplett in die Tonne gehustet. Langweilige Story die dazu noch schlecht umgesetzt wurde. Phoenix passt hier auch nicht in de Rolle. Mir unbegreiflich wo der Hype her kommt....

22.10.2019 10:17 Uhr - Stoi
19.10.2019 05:34 Uhr schrieb 23xi23
...Für mich eine absolute voll Katastrophe...2h komplett in die Tonne gehustet. Langweilige Story die dazu noch schlecht umgesetzt wurde...

Kannst du das auch begründen?

23.10.2019 01:38 Uhr - spobob13
19.10.2019 05:34 Uhr schrieb 23xi23
Dann mach ich mal auf Spielverderber. Keine Ahnung wie man darauf kommt das Teil als besten Film des Jahres aufzuführen! Für mich eine absolute voll Katastrophe...2h komplett in die Tonne gehustet. Langweilige Story die dazu noch schlecht umgesetzt wurde. Phoenix passt hier auch nicht in de Rolle. Mir unbegreiflich wo der Hype her kommt....


Lieber 23xi23 Geschmäcker sind halt verschieden. Das du den Film langweilig findest - ok. jedem seine Meinung. Aber ... schlecht umgesetzt und Joaquin Phoenix passt nicht in die Rolle - du liebe Güte, woher nimmst du all diese Weiheiten. Sag doch einfach das du auf halt nur auf den ganzen Actschion Kram alla Avengers oder meinetwegen auch John Wick stehst - und Story für dich bedeutet, das es neben den spärlichen Lückenfunktionsdialogen am laufenden Band wummt und kracht.

24.10.2019 02:58 Uhr - spobob13
@knochentrocken
Gute Filmkritik - in deinem Artikel gibt es "leider :-)" nix zu kritisieren. besonders mag ich dein Schluss-Statement zum Kino. Ja so muß das Kino wieder werden. Es muß sich was trauen. Es gibt gerade bei Big Budgetproduktionen zuviel Einheitsbrei - der es allen recht machen will. Der Joker zeigt wie man erfogreich auch einen Film hinkriegt, der ganz anders funktioniert. Und es wird gewiss spannend werden, wie die großen Filmstudios den enormen Erfolg von Joker in Ihr zukünftiges Kinoprogramm einbauen werden. Bei den kleinen wilden Studios, war das nie eine echte Frage - die machen Ihr Ding - mal gut mal schlecht - eben anders. Wie wird sich das Kino positionieren um gegen Netflix und den kommen Streaming-Disneybullen bestehen zu wollen.

24.10.2019 13:24 Uhr - 23xi23
@spobob13

Ich mag es einfach nicht wenn man bei jedem Mist „Jubel“ drauf schreibt und Wie du schon selber festgestellt hast sind Geschmäcker durchaus verschieden und ob du nun mit den obrigen Worten leben kannst oder nicht liegt bei dir. Auch sehr interessant das du der Meinung bist das ich auf Avengers oder John Wick stehen muss weil mir lediglich Joker nicht gefallen hat. Chapeau...evtl mal die Glaskugel updaten...


27.10.2019 02:46 Uhr - spobob13
Die Glaskugel updaten, na so aktiv warst du ja nicht in dem Forum, das ich das könnte.
Ok, da hab ich mich vertan, na vielleicht bist du ein reiner Manga Fan oder was weiß ich sonst noch. Selbst eingefleischeste Liebhaber - Gott hab sie selig - vom ollen deutschen Autoren Kino hätten einen gewissen Spass an dem Machwerk gehabt. Das Joaquin Phoenix rein gar nicht in die Rolle passt zeugt einfach von schlechtem Geschmack. Das Wort Chapeau erzeugt bei mir Würgereize.

27.10.2019 13:15 Uhr - 23xi23
Vielleicht spielt es aber auch überhaupt keine Rolle von was ich so Fan bin und von was nicht und du lernst einfach wie ein erwachsener Mensch andere Meinungen zu akzeptieren.
Du kannst natürlich auch weiterhin wie ein 3 jähriger rum strampeln und vor dich hin minimin bis alle verstanden haben was denn für „dich“ schlechter Geschmack ist. Schönen Sonntag.

28.10.2019 08:20 Uhr - TheMovieStar
User-Level von TheMovieStar 5
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 369
@spobob13

Also zuerst schreibst du Zitat "Lieber 23xi23 Geschmäcker sind halt verschieden. Das du den Film langweilig findest - ok. jedem seine Meinung" um ihm dann mit deinem "aber..." im restlichen Absatz diese komplett abzusprechen....

Das war wohl nichts. Das mit dem "Ok. jedem seine Meinung" musst du wohl nochmal verinnerlichen.

03.11.2019 04:57 Uhr - spobob13
28.10.2019 08:20 Uhr schrieb TheMovieStar
@spobob13

Also zuerst schreibst du Zitat "Lieber 23xi23 Geschmäcker sind halt verschieden. Das du den Film langweilig findest - ok. jedem seine Meinung" um ihm dann mit deinem "aber..." im restlichen Absatz diese komplett abzusprechen....

Das war wohl nichts. Das mit dem "Ok. jedem seine Meinung" musst du wohl nochmal verinnerlichen.


Da hast du ja Recht ;-). Anderseits wäre es auch irgenwie langweilig, wenn man immer nur auf einem Kommentar der einem nicht gefällt zuckersüß politisch korrekt antworten muß. Bei Imdb hat der Film eine 8,8. Und wenn man die völlig überbewerten Nerd Fanbase Klamoten der letzten Jahre weg läßt, ist das schon einmal was. Endlich seit langer Zeit ein Big Budget Film der ganz anders perfekt funktioniert als der dröge Comic Superhelden Einheitsbrei.

03.11.2019 05:29 Uhr - spobob13
27.10.2019 13:15 Uhr schrieb 23xi23
Vielleicht spielt es aber auch überhaupt keine Rolle von was ich so Fan bin und von was nicht und du lernst einfach wie ein erwachsener Mensch andere Meinungen zu akzeptieren.
Du kannst natürlich auch weiterhin wie ein 3 jähriger rum strampeln und vor dich hin minimin bis alle verstanden haben was denn für „dich“ schlechter Geschmack ist. Schönen Sonntag.


Das du deine eigene Meinung hast akzeptiere ich doch. Wenn ich was in ein Forum schreibe freue ich mich über jedes Feedback - ja sogar ein Negatives . Und manchmal ändere ich meine Position ein Stück.
Für dich bin ein rumstammelder Drei-Jähriger. Dei Antwort umschreibt ziemlich gut deinen Intellekt. Warum schreibst du in Gottes Namen - dann hier so einen Schwachsinn - wenn du Kritik nicht aushälst?

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