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Ghostfacelooker
Level 17
XP 5.956
Eintrag: 13.10.2019

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Romans - Dämonen der Vergangenheit

(Originaltitel: Romans)
Herstellungsland:Großbritannien (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama

Bewertung unserer Besucher:
Note: - (0 Stimmen) Details
inhalt:
Malky ist ein Abrissarbeiter in den Dreißigern. Als er in seine Heimatstadt zurückkehrt, um dort beim Abriss der örtlichen Kirche mitzuhelfen, wird er mit den Dämonen seiner Vergangenheit konfrontiert. In jener Kirche wurde er als Junge vom damaligen Priester sexuell missbraucht. Das Trauma der Vergangenheit hat Spuren hinterlassen. Malky hat Probleme, eine normale Beziehung zu führen und neigt schnell zu Gewalt. Sein Leben gerät endgültig aus den Fugen, als er seinem Peiniger aus Kindertagen plötzlich unerwartet gegenübersteht. Rachegedanken keimen in ihm auf. Doch soll wirklich eine Vergeltungstat sein künftiges Schicksal bestimmen?
eine kritik von ghostfacelooker:

Vorab, die überaus schändliche und für mich zu milde geahndete Straftat des Kindesmißbrauchs, als solches, ist schlimm genug, und kann besonders auch bei Vergehen von angeblichen Würdenträgern der Kirche nicht zusätzlich „verharmlost“ werden, auch wenn es in einigen Satirebeiträgen scherzhaft „normalisiert“ wird.

Es ist NICHT NORMAL! Und es ist auch nicht Gott gewollt, daß seine vermeintlichen Vertreter einer Religion ihre Macht dazu mißbrauchen, um zu mißbrauchen.

Gut, daß hier der Film in verschieden Beiträgen schonungslos versucht, diese teilweise auch graue Gesellschaft aufzudecken und offen zu thematisieren. Sei es der auf Sebastian Fitzek´s Roman basierende Film Das KIND ( ein Thema welches der Autor auch in Abgeschnitten grandios einzuflechten weiß und bei dem man als Zuschauer mal bewusst auf der falschen Seite sein darf), Spotlight, Sleepers oder das zu besprechenden Werk mit Orlando Bloom in der Hauptrolle.

The Shammasian Brothers, Paul und Ludwig, erweitern ihren Kurzfilm Roman 12:20 (eine Bibelpassage in der man quasi eine „humane“ Handhabung mit seinem Feind predigt) hier mit einer Hollywoodgröße, welche eine von innerer Agonie getriebene Figur verkörpert, und gleichzeitig zwanghaft versucht ein geregeltes Leben zu führen.

Bloom, brilliert teilweise in dieser Rolle, denn seine Mimik spiegelt den inneren Konflikt der Seele seiner Figur wieder und auch die gesellschaftlichen Zwänge, unter der er sein Leben lang mit Rücksicht auf dessen Mutter zu leben hatte. Eine der eindringlichsten Szenen ist das späte „Geständnis“ gegenüber ihr selbst.

Zugute halten muss man der Story auch, daß er die Aufarbeitung der Tat im Kontext des Verdrängungsmechanismus des Opfers schildert und die Gewalt die es verspürt erst durch die erneute Begegnung mit dessen Peiniger hervorgerufen wird.

Auch die Dialoge zwischen Malcolm respektive Malky und dem zu Gott gefundenem Knastpriester (Michael Chapman) oder zwischen ihm und Emma (Janet Montgomery), die verzweifelt versucht in seine Welt einzudringen und ihm das Gefühl von Normalität zu vermitteln sucht, welches er vehement von sich weist, um nicht von ihr durchschaut werden zu können, obwohl er eigentlich genau ihre Hilfe brauchen könnte um seine eigene Scham zu überwinden, sind intelligent und klug aufbereitet.

Was mich jedoch persönlich an diesem Film stört, ist die eigentlich immer kurz vor dem Ausbruch stehende, vielleicht sogar reinigende, ja sich selbst erlösende Gewalt, die sich die Figur immer mal wieder zu Recht hingeben wollen würde, nur um diese dann doch nicht auszuführen, was zur weiteren, emotionalen Selbstkasteiung führt.

Die schlußendliche Moral der Geschichte mit dem visuell beeindruckenden Schluß, verpufft somit im Hinblick auf die reale Existenz solcher Monster und wird der Tat nicht im mindesten gerecht, auch wenn es eine Genugtuung verspricht.

Wer jedoch Dramen mit stummen Schrei bevorzugt und die zwischen den Zeilen platzierte Anklagen an gesellschaftliche Gepflogenheiten zu lesen versteht, die durch kurze Dialoge besonders der Mutter und ihrer Sicht auf die Gesellschaft anklingen, dem könnte dieser Film eventuell zu mehr zusagen, gerade weil er auf die in diesem Thema nachvollziehbar, aber fehlend blutige Auswirkung von Aktion und Reaktion in der Geschichte verzichtet.

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Kommentare

15.10.2019 18:31 Uhr - Kable Tillman
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Na sowas, noch kein Kommentar? Dann mache ich mal den Anfang. Gute Review, wie immer eigentlich. Der Film sagt mir gar nichts, aber Orlando Bloom ist ein guter Schauspieler und die Thematik leider immer noch brisant.

15.10.2019 18:59 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 17
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15.10.2019 18:31 Uhr schrieb Kable TillmanNa sowas, noch kein Kommentar? Dann mache ich mal den Anfang. Gute Review, wie immer eigentlich. Der Film sagt mir gar nichts, aber Orlando Bloom ist ein guter Schauspieler und die Thematik leider immer noch brisant.


Wäre nicht das erste meiner Reviews und wird nicht das letzte derer ohne Kommentar bleiben, ausser du liest und kommentierst sie alle^^^^^^danke dir.

Grade wegen dieser traurigen Realität, habe ich mir mehr von diesem Film erwartet, aber er geht eben moralische unorthodoxe Wege

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