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sonyericssohn
Level 18
XP 6.949
Eintrag: 16.10.2019

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Nomis - Die Nacht der Jäger

(Originaltitel: Nomis)
Herstellungsland:Kanada, USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Night Hunter

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,33 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Seit Jahren macht ein Serienkiller über das Internet Jagd auf junge Frauen. Bis es Cop Marshall (Henry Cavill) mit Unterstützung des undurchsichtigen Cooper (Ben Kingsley) gelingt, den offenbar schwer gestörten Simon (Brendan Fletcher) als Täter zu identifizieren. Doch die Spirale der Gewalt dreht sich trotz seiner Verhaftung unerbittlich weiter. Unbekannte Komplizen nehmen plötzlich die Ermittler selbst ins Visier und zwingen sie in einen tödlichen Wettlauf mit der Zeit...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Im Moment läuft's gar nicht rund bei Detective Marshall. Seine Frau hat sich von ihm getrennt und seine Tochter sieht er nur ab und zu. Nicht einfach. Jetzt kommt ihm die Entführung einer jungen Frau in die Quere die wohl einem Serientäter in die Hände fiel. Diese Frau scheint wohl mit dem pensionierten Richter Cooper den Kampf gegen pädophile Männer aufgenommen zu haben, was jetzt schief gelaufen ist. Bei der Befreiung des Mädchens finden sie noch weitere gefangene Frauen die von dem geistig behinderten Simon verschleppt und eingesperrt wurden. Dieser berichtet von noch viel mehr Frauen die irgendwo gefangen gehalten werden verschweigt aber den Ort. Bei den weiteren Ermittlungen wird klar daß Simon noch Komplizen da draussen haben muss und geraten nun selbst in die Schusslinie…

NOMIS

(Night Hunter)

Schwierige Thematik mit der sich Regisseur David Raymond hier beschäftigt. Misshandlung von Kindern oder Minderjährigen ist etwas daß man nicht einfach mal so verfilmt ohne die nötige Distanz zu wahren. In diesem Fall funktioniert das aber überraschend gut, auch wenn dieses ungute Gefühl stets vorhanden ist.

Supermann- Darsteller Henry Cavill gibt den Polizisten Marshall dessen Leben im Moment komplett aus den Fugen gerät. Seine Frau kommt mit dem Job ihres Gatten nicht mehr zurecht, würde ihm am liebsten seine Tochter vorenthalten. Man lebt nebeneinander her… Doch in seiner Arbeit geht er auf und legt sein Leben nun danach aus. Dieser Fall allerdings zerrt gewaltig an seinen Nerven ! 

Hilfe erhält er von seiner Kollegin, der Profilerin Rachel, die von Alexandra Daddario dargestellt wird. Die Dame zeigt hier daß sie außer gut auszusehen auch gut spielen kann ! Kein geschminktes Modepüppchen daß kaum ihre Kurven unter Kontrolle bringen kann, sondern eine karriereorientierte junge Frau die ihren Job verdammt ernst nimmt. Hier jedoch beißt sie sich die Zähne aus…

...wäre da nicht der ehemalige Richter Cooper (genial Ben Kingsley) der seine ganz eigene Art hat Fälle aufzuklären und an die Täter zu kommen. Cooper ist jemand der von Gesetzen und Gerichten die Nase voll hat und die Strafen für zu gering hält. Doch hier stößt er an seine Grenzen. 

Denn mit dem Gefangenen Simon (stark Brendan Fletcher) hat wohl niemand gerechnet. Ein Mann mit einem extrem kindlichen Gemüt und einem ebenso kindlichen Geisteszustand. Aber es erweckt den Eindruck daß der Typ mehr drauf hat als man zuerst denken mag...

"Wenn ein Löwe einen anderen frisst, du ihn wegsperrst und sagst -mach das nie wieder-, zehn Jahre später lässt du ihn wieder raus...was wird passieren ?"

Was positiv auffällt ist die Tatsache daß man so sensibel wie gerade noch möglich mit der heiklen Thematik umgeht. Vielleicht wählte man deswegen einen eher ruhige Gangart und rückte den Actionanteil mehr in den Hintergrund. Hauptaugenmerk liegt in diesem Fall (HAH) auf der Aufklärung der Sache. Dabei wechselt der Film viel mehr in ein knallhartes Psychospielchen zwischen der Polizei und den verrückten Simon. Hier muss Fletchers Darbietung gelobt werden ! Ich wusste nicht daß der Typ so gut ist. Aber auch Daddario zeigt hier daß sie die gröberen Rollen perfekt drauf hat. Vor allem dann wenn sie von der vorsichtigen Beamtin zur rasenden Wildsau mutiert ! Diese intensiven Szenen während der Befragungen sind fast zum schneiden dicht. Coopers Alleingänge fungieren als das Sahnehäubchen und verleihen dem ganzen einen gewissen Pfiff...einen bösartigen Pfiff ! So ganz von ungefähr kommt die Freigabe ab 16 nicht.

Da verkommt die Ermittlung Marshalls beinahe zum Nebenschauplatz. Diese sind mit kurzen aber knackigen Actionsequenzen gespickt und lockern das ganze angenehm auf. Vor allem darf dann hier Cavill dann mal die Bleipuste auspacken oder kurz mal ausrasten. Auf jedem Fall halten sich Action und Thrill knapp die Waage...wenn auch der Thillerpart überwiegt. Zwischendurch bekommt der Zuschauer kleine Einblicke in das Privatleben Marshalls und dem guten, aber ängstlichen Verhältnis zu seiner kleinen Tochter. Nicht ohne Grund hat er so einen Groll auf jene Art Täter. 

Um die eisige Stimmung dieses Films auch noch optisch rüberzubringen, wählte man eine Stadt im verschneiten Kanada als Schauplatz. Das klappt und unterstützt den düsteren Grundton der Story.

"Ich möchte mit dem anderen Simon reden."

Mit der Zeit wird klar warum der Titel so komisch klingt. Gespaltene Persönlichkeit triffts ganz gut...oder doch nicht ? Auch wenn man mit einer Wende der Story schon lange gerechnet hat, überfährt einen die Auflösung dann doch ein wenig. Vor allem wenn's dann im Showdown ans Eingemachte geht. 

Nachteilig leider ist die leichte Schwatzhaftigkeit im Film bei der die Story manchmal in die Knie geht. Überhaupt wenn die Story dann vergessen wird ! Seltsamerweise erinnert manches sogar an -Das schweigen der Lämmer- und man fragt sich in welchem Film man sich denn jetzt befindet. Ist zum Glück nur selten der Fall...irritiert nur ab und an. 

Am Ende bleibt ein feiner Psychothriller mit tollen Darstellern (gute Nebencharaktere wie Nathan Fillion; Castle und Stanley Tucci), fieser Story und kühler Optik. Doch nach einem Mal ansehen ist die Luft raus. 

8,5 Points

 

ses

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Kommentare

16.10.2019 14:05 Uhr - Chímaira
1x
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Tolle Kritik! Bei Alexandra Daddario musste ich sofort an True Detective denken und da bekam sie nicht die angenehmste Rolle, aber dass sie jetzt selbst auch mal ermitteln darf, finde ich schon mal interessant. Aber nicht, dass das Ende dem von Identity (2003) ähnelt ;)

16.10.2019 14:55 Uhr - TheMovieStar
1x
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Schönes Review das einen guten Eindruck vom Film vermittelt. Saubere Arbeit!

16.10.2019 18:03 Uhr - Ghostfacelooker
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Liest sich fast so wie Romans, also nehm ich mal eine ähnlich subtile Gangart im Umgang mit dieser "Thematik" an?!?

16.10.2019 18:16 Uhr - sonyericssohn
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16.10.2019 18:03 Uhr schrieb Ghostfacelooker
Liest sich fast so wie Romans, also nehm ich mal eine ähnlich subtile Gangart im Umgang mit dieser "Thematik" an?!?


Subtil eher nicht... ;-)

16.10.2019 22:05 Uhr - Ghostfacelooker
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16.10.2019 18:16 Uhr schrieb sonyericssohn
16.10.2019 18:03 Uhr schrieb Ghostfacelooker
Liest sich fast so wie Romans, also nehm ich mal eine ähnlich subtile Gangart im Umgang mit dieser "Thematik" an?!?


Subtil eher nicht... ;-)


Dann könnte er was für mich sein, da Romans mir für derlei Verbrechen bar jedem Verständnisses, im Umgang mit dem Täter zu zahm wirkte^^^^^^^^

16.10.2019 22:12 Uhr - sonyericssohn
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Ich würde den Film eher als...radikal bezeichnen...

17.10.2019 10:28 Uhr - JasonXtreme
1x
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Cool, danke für die Rezi - auf den freu ich mich jetzt!

17.10.2019 20:48 Uhr - sonyericssohn
1x
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Merci fürs lesen werte Kollegen !

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