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Ghostfacelooker
Level 17
XP 5.956
Eintrag: 17.10.2019

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Michael - (K)ein harter Vampirfilm

Herstellungsland:Deutschland (2017)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Fantasy, Komödie, Trash

Bewertung unserer Besucher:
Note: - (0 Stimmen) Details
inhalt:
Das männliche Genital ist ein Muskel, welcher mit Blut gefüllt werden will um seinen angedachten Sinn in voller Pracht ausüben zu können. Dumm nur, daß Michael genau diese Kleinigkeit fehlt. Noch dümmer, daß er dies nach einem angeblichen Orne-Night-Stand feststellt und noch munter im Sonnenlicht umher spaziert. Auf der Suche nach der eigenen Potenz und der Antwort auf die Frage, welche Vampirtusse ihn ausgesaugt haben könnte und warum, kann man Michael nun in diesem Film von Trashfilm-Regisseur José Hidalgo begleiten, der hier seinen Kurzfilm Fang mit gleichem Hauptdarsteller in selber Rolle in dem ihm eigenen Stil weiterführt.
eine kritik von ghostfacelooker:

Von der ersten Sekunde an, hat man das Gefühl, einem frühen Olaf Ittenbach Film beizuwohnen, was man aber durch verspielte Kamerawinkel zu kaschieren sucht und womit ich Herrn Ittenbach  ziemlich Unrecht täte.

Sina (Jerina Bequiri) der lüstern, alberne Vampir, der an dem Roy Black Gedächtnis Song angelehnt mit einer selbst gehäkelten, slawischen Tischdecke, seiner eher Gattung untypisch, ganz in Weiß gekleidet ist, setzt den ersten fünf Minuten dieses Werks dann noch mit anzüglichem Wortwitz die Krone auf.

Aber auch der phrasenschleudernde Pfarrer, (Klaus Thiel Klenner) ist nicht von schlechten Eltern, denn seine Darstellung würde auch gut in eine Switch Reloaded Folge passen oder in eine RTL Samstag Nacht-Folge, die einen Witz über den richtigen Umgang mit dem Essen macht.

Ein Intro, welches über weite Strecken noch das lustigste in diesem Machwerk darstellen soll, aber keine Angst, wir sind nicht im untersten Humor-Niveau Deutschlands angelangt.

Diese Ehre gebührt noch immer Dieter Bohlen und seinem Haussender, sondern in dessen Mausoleum und „erleben“ einen Film von José Hidalgo, welcher wiederum auf dessen Kurzfilm Fang von 2012 basiert, in dem ebenfalls Jörn Guido als titelgebender Michael, der Regisseur und Drehbuchautor Hidalgo selbst, aber in einer andern Rolle, sowie Kirsten Rusche, die in beiden Filmen als Diana spielt, mitwirken.

Da der Regisseur , viele seiner „Stammprotagonisten“ für seine Werke auch hierbei gecastet hat, verzichte ich auf die einzelnen Verweise.

Kurz und lobend an alle User dieser Seite sei gesagt, daß selbst wenn wir die glorreichesten, witzigsten, ja sogar abgedrehtesten Kommentare unserer allseits geliebten Seite SB.com hier verwenden würden, hätten wir noch weit hochwertigere Dialoge als sie in diesem Film vorkommen wollen.

Warum ICH mir diesen „Film“ angetan habe, ist wiederum simpel und meinem eigenen Irrglauben geschuldet, durch den ich (wahrscheinlich kurzzeitig umnachtet),dachte ich hätte die Jungs von Boss Hoss im Trailer (als sie "bewaffnet aus der Kirche kommen) gesehen und mir gedacht, es könne sich um eine abgefahrene Persiflage handeln, welche zumindest das Humor-Level des Fernsehfilms Biß zur großen Pause vorweisen würde, welcher ein Beitrag der teilweise gelungenen Funny Movie Reihe von Pro7 von 2011 war.

Schlussendlich, hätte ich zusätzlich durch den Titel und der Inhaltsangabe noch ermutigt, die unterschwellige Hoffnung, daß wenn er schon nicht lustig wäre, man wenigstens Blut und nackte Haut zu sehen bekommen würde. Doch weit gefehlt.

Schlechte Wortwitze, die zudem noch vom Regisseur in seiner Rolle als Mumu und Bruder von Michael stammen, wechseln sich mit fadenscheinigen Dialogversuchen auf dem Niveau einer Daily Soap oder eines unterirdischen Frauentausch vs Bauer sucht...Formates ab, sodaß mir selbst wenigstens beim Zusehen noch die Hoffnung blieb, ein gelungen mahnendes Review über diesen Fehlgriff zu schreiben, welcher noch als quasi Entschuldigung, derzeit im Streamingangebot von Amazon zu sehen ist.

Die Worte Klatu Verata Nektu und die Tatsache auf einem indianischen Friedhof begraben zu sein, sind zwar Analogien zu tollen Horrorfilmen, aber wenn man als Regisseur nicht mitbekommt, daß man sein Notebook nicht filmen soll, da man eventuell nur, wie im Film sichtbar, bei der angeblichen Recherche hierzu ein Flimmern auf dem Screen sieht, sollte man sich nicht wundern, daß der wahre Horror der eigene Film ist.

Bis zu diesem Film war mir die wahrhafte Bedeutung der Worte Lebenszeitverschwendung und Fremdschämen nie so bewusst wie in diesen neunzig Minuten meines Lebens, in denen ich fast schon darauf und dran war, mir selbst das Trommelfell zu penetrieren nur um diesen Vollkrasschecker nicht mehr bei ihrem verbalen Ausfluß zuhören zu müssen.

Das Land der Dichter und Denker, verwandelte sich schlagartig in dichter erdachte Ödnis audiovisueller Diarrhö, welche sich mir in gut gelaunter Form durch diese Schauspieler und deren scheinbarer Handlung präsentierte.

Der hilflose Versuch aus einer Düsseldorfer Disco eine deutsche Variante von Saturday Night Fever generieren zu wollen, wird nur noch von den absolut dämlich gewollten Prollsprüchen getoppt, welche die Protagonisten ständig von sich geben.

Die Pseudo-Showgirlseinlage, welche mit dem schaurigen Titelsong Never got this Fever unterlegt wurde, läßt selbst jede Schwangerschaftsgymnastik zu einem ästhetischen Reigen anmutiger Frauen werden.

Selbst die wahrscheinlich an Carpenter´s Vampire erinnernde Sequenz in der man zum ersten Mal, nach einer Stunde kurz vor einer blutigen Actionszene stehen könnte, entpuppt sich im Nachhinein doch als tollpatschiger Tanz der Vampire Abklatsch mit ostdeutschem Akzent. Nein! Doch-Oh.

Nebenbei kann ja, wer sich dieses Misere antun will, selbst mal mitzählen, denn der Film soll angeblich neben Blut und hölzerner Darstellung, nur so von Querverweisen zu Filmen des Genres übersprudeln, was ich bezweifeln möchte, obwohl es hundert Verweise zur Filmwelt sein sollen und am Ende einige den Schwanz..ähm Arsch versohlt bekommen.

Die schlussendlich, auflösende Erlösung, dieses (Ab)Falles, zeugt nur von der Verblendung des Regisseurs wirklich glauben zu wollen er habe Humor, wobei letzteres habe sogar ich während des Zusehens verloren und so bleibt die Frage neben der Frage des Sinn und Zwecks noch jene, ob diese paar blutigen Minuten am Ende wirklich eine FSK 18 Freigabe erfordern.

Wobei hier verstehe ich auch zum ersten Mal wirklich die Bedeutung des Jugendschutzes, denn man muß unschuldige Jugendliche und ihre unverdorbene Seele mit hundertprozentiger Sicherheit vor diesem Werk schützen, denn nur mit einem gewissen Alter, kann man der ins Gehirn kriechen wollenden Dummheit dieses Werkes mit der eigenen mentalen Gesundheit widerstehen ohne diese nachträglich zu schädigen.

Oh deutscher (Trash)-Film, wie schändlich gräßlich, häßlich ist doch dein wahrhaft abstossendes Antlitz.

 

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Kommentare

18.10.2019 20:41 Uhr - Kable Tillman
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Es gibt so viele müllige deutsche Filme, dass man es fast nicht glauben kann. Ich glaube kaum ein anderes Land hat eine derart hohe Schrottdichte was Filmproduktionen betrifft. Den von dir hier meisterhaft verrissenen Schund spare ich mir selbstverständlich. Es kriecht einem ja schon die von dir angesprochene Dummheit in die Ohren, wenn man nur den Fernseher anmacht und versehentlich auf RTL landet.

19.10.2019 00:25 Uhr - Ghostfacelooker
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18.10.2019 20:41 Uhr schrieb Kable TillmanEs gibt so viele müllige deutsche Filme, dass man es fast nicht glauben kann. Ich glaube kaum ein anderes Land hat eine derart hohe Schrottdichte was Filmproduktionen betrifft. Den von dir hier meisterhaft verrissenen Schund spare ich mir selbstverständlich. Es kriecht einem ja schon die von dir angesprochene Dummheit in die Ohren, wenn man nur den Fernseher anmacht und versehentlich auf RTL landet.


Hierbei wären wir dann noch eine ganze Hochhausetage tiefer^^^^^^

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