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Kable Tillman
Level 12
XP 2.176
Eintrag: 21.10.2019

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Sniper: Special Ops

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Krieg

Bewertung unserer Besucher:
Note: 3,00 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Ein Abgeordneter des US-Kongresses wird in Afghanistan entführt. Eine Elite-Einheit der Marines unter Sergeant Vic Mosby (Tim Abell) soll ihn aus den Händen der Terroristen befreien. Als Vorauskommando, um die Lage zu sondieren, werden der Sniper Jake Chandler (Steven Seagal) und sein Spotter Rich (Daniel Booko) in das Dorf geschickt. Die Soldaten rücken vor und finden den Abgeordneten. Doch es war eine Falle. Beim Rückzug nehmen die Taliban die Marines unter Beschuss. Jake und Rich werden dadurch von ihren Männern getrennt und müssen im Dorf zurückbleiben. Nachdem Vic den Politiker ins sichere Lager gebracht hat, will er sich, gemeinsam mit seinem Kameraden Vasquez (Rob Van Dam), auf den Weg machen, um Jake zu helfen. Vorher hat Colonel Jackson (Dale Dye) aber noch andere Befehle: Ein Truck mit Munition ist steckengeblieben und muss ins Lager gebracht werden. Nur widerwillig machen sich die beiden auf den Weg. Im Truck finden sie ein Geschenk des Himmels: Die von den Taliban misshandelte Schwiegertochter des führenden, lang gesuchten Terroristen Abdul (Shary Nassimi). Der will seine Schwiegertochter und vor allem seinen Enkel, den sie bei sich hat, unbedingt zurückhaben und ist bereit, sie gegen Jake und Rich auszutauschen. Sie ist für die Soldaten das Ticket zurück ins Dorf, um Jake und Rich zu befreien.
eine kritik von kable tillman:

Sniper: Special Ops… Blutlose Mogelpackung

Seagal – Van Dam – Wow! Diese zwei Actionikonen in einem Film? Und dann auch noch in einem Nahost-Reißer, in dem es irgendwie um Scharfschützen geht? Der Hammer, wieso gibt es nicht mehr Wirbel um den Streifen? Ach ja, genau, es ist gar nicht Jean-Claude Van Damme, unser aller Kickboxer und Blutsportler, sondern Rob Van Dam, der (semi-)bekannte Wrestler. Und ein Scharfschützengewehr sieht man auch nur ganz am Anfang des Films in blutarmer Action. Aber Steven Seagal darf doch Austeilen wie in guter alter „Zum Töten Freigegeben“-Manier, oder? Nein, auch das nicht, denn in Fred Olen Rays „Sniper: Special Ops“ spielt die ehrenwerte Aikido-Legende nur eine untergeordnete Rolle und ist kaum öfter zu sehen, als das titelgebende Scharfschützengewehr. Wieso sollte man sich also diese dreiste Mogelpackung überhaupt anschauen?

Dafür kann ich euch, liebe Leser, ehrlicherweise keine Gründe geben. Die Story ist der typische 08/15 „Wir lassen keinen zurück“-Plot, welchen man so schon in zig anderen Militär-Heulern über die Jahrzehnte gesehen und gehört hat. Eine US-Elite-Einheit, angeführt von Sergeant Vic Mosley (Tim Abell), befreit einen entführten Abgeordneten des US-Kongresses aus einem afghanischen Dorf. Der Einsatz entpuppt sich jedoch als Hinterhalt der Taliban. Vic Mosley und seine Männer (u.a. Rob Van Dam) werden aufgerieben und müssen abrupt den Rückzug antreten. Zurückgelassen werden gezwungenermaßen Sniper Jake Chandler und sein Spotter Rich (Daniel Booko). Anstatt seinen alten Scharfschützen-Freund aus dem gefährlichen Taliban-Nest befreien zu dürfen, wird Sergeant Vic jedoch auf eine andere Mission geschickt. Als blinder Passagier mit an Bord: Die nervige Kriegsfotografin und von allen als „Pechvogel“ bezeichnete Janet (Charlene Amoia). Gelingt es Vic dennoch seine zurückgelassenen Männer zu befreien und den Tag zu retten?

Steven Seagal spielt mit versteinerter Miene den „zurückgelassenen“, um nicht zu sagen vom Drehbuch vergessenen, Sniper Sergeant Jake Chandler, sitzt oder liegt die meiste Zeit im Film, wirkt wie ein Fremdkörper sporadisch in die Chose hineingeschnitten und gibt Dialoge von sich wie „Wir müssen die Sache wohl irgendwie aussitzen“. Ach was du nicht sagst, anders sieht man dich in den nur 10 Minuten, die du in diesem Billig-Streifen an Präsenz bekommen hast, doch sowieso nicht. Ab und an, z.B. im Finale, erhebt sich der über die Jahre füllig gewordene Aikido-Opa aus seinem hölzernen Thron und knallt vermummte Taliban-Bösewichte ab. Von denen beißen über die knapp 90 Minuten Laufzeit zwar reichlich ins Wüstengras, aber nur über drei Actionszenen hinweg verteilt und das auch ausgesprochen unblutig. Keine saftigen Blood Squibs, nicht mal billiges CGI-Blut. Gar nichts. Das Geballer ist so gruselig steril und unspektakulär, dass einem gar nicht auffällt, wie austauschbar die Inszenierung Fred Olen Rays dabei ausgefallen ist. Schnitt auf Good Guy der ballert, Schnitt auf ballernden Bösewicht, Schnitt auf anderen Good Guy der ballert, Schnitt auf Bösewicht, der getroffen zu Boden geht usw. etc. pp. in Endlosschleife. Keine interessanten Kamerafahrten, keine nennenswerten Highlights, kein Funken Liebe für das Medium Film in den Actionszenen.

Ganz am Ende explodiert dann wenigstens endlich mal etwas, aber selbst das bisschen Tischfeuerwerk ist schmerzhaft unspektakulär eingefangen worden und lässt deutlich erkennbar nicht die Gebäude zu Staub zerfallen, an denen vorher der Sprengstoff angebracht wurde. Allgemein ziehen sich miese Anschlussfehler, belanglose Dialoge und unlogischer Nonsens durch das dilettantische Drehbuch von Fred Olen Ray, dessen beeindruckend schlechte Filmografie mittlerweile über 158 Titel umfasst. Darunter der ebenfalls von mir besprochene und deutlich schlimmere „Supershark“. Wofür die 8.000.000$ Budget verpulvert wurden, ist anhand des eindruckslosen Endproduktes auch nicht ersichtlich. In die Schauspieler vielleicht? Tim Abell („Mercenaries“), Jason-Shane Scott („The Sandman“), Daniel Booko („21 & Over“), Jeff Bosley („Take Point“), Dale Dye („Platoon“) und nicht zuletzt der auf dem Titelcover stehende Rob Van Dam („Wrong Side of Town“) spielen ihre Rollen als knallharte Marines allesamt unauffällig, aber nicht unbedingt furchtbar. Die beste schauspielerische Performance in „Sniper: Special Ops“ gibt die charmante Charlene Amoia als toughe Nervensäge Janet ab. Demnächst könnte sie auch einem größeren Publikum durch ihr Mitwirken in „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ und „The Conjuring 3“ bekannt werden. Zum Zeitpunkt von „Sniper: Special Ops“ war jedoch, bis auf Steven Seagal, keiner der involvierten Schauspieler bekannt und keine der gezeigten schauspielerischen Leistungen nennenswert.

Was bleibt also am Ende? Ein Actionfilm, mit Steven Seagal, ohne ihn entsprechend in Szene zu setzen, geschweige denn ihm überhaupt eine Rolle in die Handlung zu schreiben? 08/15-Militär-Pathos mit PG-13-Gewalt? Immerhin wurde auf eine kitschige, erzwungene Liebesgeschichte verzichtet und auch ansonsten kann der geneigte Zuschauer sich „Sniper: Special Ops“ in einem Rutsch anschauen, ohne dabei einzuschlafen. Viel mehr Positives kann ich über die von der Handlung, über die Action, bis hin zum Score und der Inszenierung durch und durch generischen B-Movie-Stangenware, die Regisseur Fred Olen Ray mit „Sniper: Special Ops“ abgeliefert hat, nicht berichten. Zwar gibt’s noch wesentlich schlimmere Machwerke, die Steven Seagal seinen hartgesottenen Fans über die Jahre zugemutet hat, aber „Sniper: Special Ops“ ist von den Highlights seiner Karriere so weit entfernt, wie die Blue Cloud Movie Ranch in den USA von Afghanistan.

Qualitätswertung: 3 von 10 Punkten
Unterhaltungswertung: 4 von 10 Punkten
Gesamtwertung: 3,5 von 10 Punkten

Und ich werde definitiv kein Sniper, denn dann juckt es sprichwörtlich keine Sau, ob man zurückgelassen wurde, oder nicht.

Bis zum nächsten Review!

Hochachtungsvoll euer Kable Tillman

3/10
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Kommentare

21.10.2019 10:35 Uhr - Gorno
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Och misst, dachte der würde unterhaltsamer werden. Naja danke für die super geschriebene Warnung ^^

21.10.2019 12:07 Uhr - TheMovieStar
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schönes Review kable dank dir weiß ich, dass es sich wohl nicht lohnt den film zu kaufen. :-)

21.10.2019 21:13 Uhr - sonyericssohn
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Grundgütiger, ich wusste nicht einmal daß es diesen Film überhaupt gibt :-D
Anscheinend hab ich auch nix verpasst...

Amüsante Kritik.

22.10.2019 22:55 Uhr - Kable Tillman
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Vielen Dank für euer Feedback! :)
Als nächsten Reviewkandidaten habe ich schon so einige im Kopf, aber es wird auf jeden Fall wieder eine olle Actiontröte, erwartet also keine Abhandlung zu "Citizen Kane" von mir.

23.10.2019 09:57 Uhr - sonyericssohn
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DOCH ! Genau das !!! :-D

24.10.2019 21:03 Uhr - Punisher77
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Tolle Kritik, Kable! Den Film finde ich selbst auch nicht gerade toll...ein ecdht schwacher Seagal-Streifen!

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