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sonyericssohn
Level 19
XP 7.336
Eintrag: 24.10.2019

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Perfect Skin - Ihr Körper ist seine Leinwand

(Originaltitel: Perfect Skin)
Herstellungsland:Großbritannien (2018)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Die Osteuropäerin Katia (Natalia Kostrzewa) hat den Pfad der Tugend vor einiger Zeit bereits verlassen: Statt sich ihrer Karriere als Au-Pair in London zu widmen, investiert sie erbetteltes Geld lieber in Saufgelage und Partys. In einem Pub trifft sie den Tattoo-Künstler Bob (Richard Brake). Nach einer Nacht voller Alkohol nimmt Katia Bobs Angebot an, sie nach Hause zu fahren. Als sie nach einem Filmriss Stunden später aufwacht, liegt sie gefesselt in einem Käfig in seinem Kellerverließ. Von da an beginnt ein schreckliches Martyrium für Katia, denn ihr Körper soll die Leinwand sein, auf der Bobs beeindruckendstes Werk entstehen soll. Hart, angsteinflößend, verstörend – "Perfect Skin" geht sprichwörtlich "unter die Haut"!
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Nachdem die junge polnische Au-Pair Katja bei ihrer ebenfalls polnischen Gastfamilie rausgeflogen ist, kommt sie bei der flippigen Lucy unter. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und ziehen ausgelassen durch die Bars Londons. Nach einer feucht fröhlichen Tour macht Lucy Katja mit dem charismatischen Tätowierer Bob bekannt. Dieser hat Lucy schon einige Werke in die Haut eingebracht und auch Piercings verabreicht. Auch Katja ist fasziniert von seiner Arbeit aber noch sehr scheu sich selbst ebenfalls ein Tattoo stechen zu lassen. Als Lucy wegen einer Familiensache nach Australien reisen muss, macht Katja alleine die Bars unsicher und trifft in einem angesagten Lokal auf Bob. Da die junge Frau schon ziemlich angetrunken ist und sich sehr daneben benimmt erklärt sich der Tätowierer bereit sie nach Hause zu bringen. Aber der Herr hat ganz andere Dinge mit dem Mädel vor. Er betäubt sie und beginnt mit der Nadel ihre Haut mit Bildern zu übersäen... 

PERFECT SKIN

Filme in denen Menschen ihre Perversionen in Form von Körperkult ausleben gibt's relativ wenig. Für mich einer der besseren Vertreter dieser Horrorsparte ist wohl Dee Sniders STRANGELAND, bei dem das Extrempiercing im Vordergrund steht. Ebenso strange wollte es nun auch Regisseur Kevin Chicken mit seinem Werk halten...wollte…

In der Rolle der bemitleidenswerten Katja ist Natalia Kostrzewa zu sehen. Eine lebenslustige junge Frau die ihre Grenzen austestet und das Leben so liebt wie es kommt. Auch ist sie sich ihrer Wirkung auf Männer bewusst und genießt dies sichtlich. Doch bei Tattoos wird sie plötzlich ganz ruhig und fast ängstlich obwohl sie so einem kleinen Bildchen eigentlich nicht abgeneigt ist…

...wenn sie sich die Werke auf Lucys (nicht ganz pflegeleicht Jo Woodrock) Haut betrachtet. Sie verbindet die Tätowierungen mit Ereignissen und ist mit der Wahl der Örtlichkeiten auf ihrem Körper wenig zimperlich. Doch sie ist einfach eine mehr als gute Freundin Katjas. Man könnte denken sie seien Schwestern.

Tattookünstler Bob (Robert Brake; Mandy, 31) hat schon des öfteren Hand an Lucy gelegt. Er genießt ihr Vertrauen und möchte ihr gerne noch mehr Bildchen verabreichen. Als er dann das erste Mal Katja trifft ist er sofort hin und weg. Ihre Haut...so makellos…so rein… Man möchte kaum vermuten was hinter der so netten Fassade schlummert.

"Du wirst es lieben !"

Okay, um es gleich vorweg zu nehmen. Ich hasse Nadeln !!! Egal ob beim Blut abnehmen, bei Spritzen...da wird's mir anders. Tätowierungen sind noch einer Ebene höher. Ne, nix für mich. Trotzdem hat mich dieser Film hier interessiert. Weil...derb geht immer. 

Was auffällt ist der Stil und die Bildsprache die sich durch den gesamten Film zieht. Man wählte hier ein ziemlich gemäßigtes Tempo was dem Streifen eine gewisse Zähigkeit verleiht. Zäh nicht im Sinne von langsam (obwohl er das dennoch ist) sondern weil sich die Optik ähnlich wie Lava nach und nach aufbaut. Was das für mich bedeuten soll ist ein wenig schwer zu erklären. Gemächlich, in einen Glasbehälter voller Wasser, fallende Farbtropfen die sich dann in eine wilde Wolke verwandeln. Nur um im nächsten Moment von vibrierenden Nadeln unter die Haut getrieben zu werden...in Großaufnahme. Spritzende Farbtropfen die von der Nadel zu flüchten scheinen während die Augen des Tätowierers voller Konzentration auf das Motiv gerichtet sind. Ähnlich steril wie das Handwerkszeug ist der gesamte Film der hauptsächlich in einem Keller stattfindet. Nur ab und zu wechselt man in Lucys Wohnung oder Bobs Laden. Dagegen ist ja nix zu sagen. Das größte Problem des Films ist leider daß man einfach zu schnell alles freilegt. Es wird in den ersten Minuten klar wer der böse Bube und wer das Opfer sein wird. Somit folgt die Erklärung gleich zu Beginn und Überraschungen fallen eher aus. Eigentlich könnte man sich darauf einlassen, doch nun wiederholt man alles immer und immer wieder ! Alle paar Minuten muss man dem Tattookünstler aufs neue zuschauen wie er sein Werk der Vollendung zuführt. Dumm nur daß mir das Opfer zu keiner Zeit leid tat. Mit einer Wurschtigkeit wohnt man der Tortur bei und es regt sich keine einzige Wimper. Es gibt einfach keinen Raum für jegliche Art von Sympathie. Sogar dann wenn man den Menschen von zuvor kaum noch erkennt...Mitleid ist aus. Auch Bob geht einem mit seinem möchtegernpsyochlogischem Geschwafel mit der Zeit extrem auf den Senkel ! 

Einzig bei den Nahaufnahmen beim stechen entwickelt sich eine halbgare Gänsehaut, mehr auch nicht. Die Szene mit Lucy ist dann leider an Dämlichkeit kaum zu toppen. 

So holpert sich der Streifen gute 100 Minuten von einer Bildwiederholung zur nächsten, Spannung ist mit der Lupe zu suchen und kaum auffindbar. Dafür fehlt einfach die Möglichkeit sich mit irgendjemanden zu identifizieren. Stichwort Stockholm- Syndrom. 

"Wer sind sie ? Wie ist ihr Name ?"

Aus diesem Grunde verkommt auch das Ende zu einem lauen Lüftchen welches so abrupt auf den gelangweilten Zuschauer hereinbricht, daß man sich fragt ob man was übersehen hat. 

Mit Regisseur Chicken sollte man ein selbiges rupfen. Er hat zwar nicht alles falsch gemacht, aber auch nix so wirklich richtig. Es reicht nunmal nicht nur zu zeigen wie ne Nadel in die Haut eindringt. Es reicht auch nicht den bösen Buben als Menschen darzustellen der es nicht leicht hat im Leben. Und es reicht ebenfalls nicht den Täter als Opfer hinzustellen. 

Sicherlich wird dieser Film bei anderen Filmfreunden Gehör finden. Bei mir stieß er auf tauben Ohren. 

 

ses

 

4/10
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Kommentare

24.10.2019 13:56 Uhr - TheMovieStar
1x
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Lesenswertes Review, der Leser bekommt einen guten Eindruck vom Film. Saubere Arbeit!

24.10.2019 18:17 Uhr - Lukas
1x
Ich hasse Nadeln auch! ;-) Danke fürs Durchquälen und die Warnung vor diesem wohl bestenfalls mediokren Machwerk!

24.10.2019 19:53 Uhr - dicker Hund
1x
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Das klingt aber schon ziemlich übel. Die Beschreibung, versteht sich, nicht die Schreibe.

😉

24.10.2019 20:51 Uhr - Punisher77
1x
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Wirklich gut geschriebene Kritik zu einem Film, den ich wohl nicht sehen muss. Deine Aversion gegen Nadeln teile ich übrigens.

24.10.2019 22:11 Uhr - sonyericssohn
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Okay dann sind wir uns anscheinend einig. Lieber Nudeln beim Italiener, als Nadeln beim Doc :-D

Danke euch !

24.10.2019 22:58 Uhr - Kable Tillman
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Schade, dass aus der interessanten Prämisse augenscheinlich nichts vernünftiges entstanden ist. Klasse Kritik, wie immer.

26.10.2019 16:00 Uhr - kokoloko
1x
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Gute Review zu einem Film, auf den ich im Endeffekt nur durch Pierrot le Fou als Label sowie den Cast des Tättowierers aufmerksam geworden bin, da ich den Darsteller liebe. Sehr schade also, dass das Cover imo hässlich ausgefallen ist und der Film wohl recht monoton.

26.10.2019 20:46 Uhr - sonyericssohn
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Thanks for reading ! ;-)

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