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g-hot77
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XP 2.469
Eintrag: 25.10.2019

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Doom: Annihilation

Herstellungsland:USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Horror, Science-Fiction
Alternativtitel:Doom: Die Vernichtung

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,57 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Auf dem dunkelsten Mond des Planeten Mars haben Wissenschaftler ein uraltes Portal gefunden, das das Reisen durchs Universum ermöglicht. Es gilt als die größte Entdeckung der Menschheit, stellt sich jedoch bald als Tor zur Hölle heraus, das ein Heer von Dämonen freisetzt, die die Seele von jedem stehlen, der sich ihnen in den Weg stellt.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von g-hot77:

1993 war ich sechzehn und zockte wie ein Irrer das grade erschienende "Doom", welches nach "Wolfenstein 3D" wohl mit einer der größten Meilensteine in der ganz frühen Ego-Shooter-Szene war und meinen in die Jahre gekommenen 386er (oder war es schon ein 486er?) an die Grenzen der Leistungsfähigkeit trieb. Etwas mehr als ein Jahrzehnt und zwei nachfolgende Teile später, Doom 1 und 2 wurden übrigens von der damals noch "Bundes Prüfstelle für jugendgefährdete Schriften (BPjS)" genannten Institution indiziert, wurde das Franchise dann um eine LifeAction-Adaption im Jahre 2005 mit Dwayne "The Rock" Johnson, erweitert. Von den Kritikern zerrissen, floppte der vor allem auch wirtschaftlich, spielte er doch weltweit weniger ein, als seine Produktion kostete.

Genug der Retro-Tränchen, 2018 beauftragte "Universal 1440 Entertainment" Tony Giglio damit, ein Drehbuch für ein Reboot von Doom für eine DirectToVideo-Produktion zu schreiben und für die Verfilmung dessen auch auf dem Regie-Stuhl Platz zu nehmen. In gleicher Weise fungierte er auch schon für Filme wie z.B. Chaos, Extraction und mehrere „Death Race“-Teile. Gecastet wurden größtenteils TV- bzw. Seriendarsteller, die bekannteste davon wahrscheinlich Amy Manson, die Darstellerin der Protagonistin Lt.Joan Dark, unter anderem gesehen in Torchwood und Once upon a Time.

Das Drehbuch orientiert sich wieder etwas mehr am Original-Spiel, als die 2005er-Variante. Bei den Teleportations-Experimenten mit den entdeckten 7500 Jahre alten Portalen, wird hier wieder ein Tor zur Hölle geöffnet und seelenfressende Dämonen gelangen in unsere Welt und verwandeln Menschen nach deren Aussaugung in megaschnelle und mordende Monster-Wesen mit schwarzem Blut.

Bis auf ein paar Retro-Gefühle aus den guten alten Zeiten meiner Jugend habe ich bei dieser Produktzion absolut nichts erwartet, sollte man definitiv auch nicht, denn herausgekommen ist in allen Belangen relativ langweiliger Durchschnitt:

Darsteller machen im Rahmen des Möglichen einen erträglichen Job, das Drehbuch lässt hier auch nicht viel Raum zu, wird bis auf eine kleine Rückblende die Hauptdarstellerin betreffend, gar keine Zeit damit verschwendet, auch nur ansatzweise eine Bindung oder Identifikation mit einem der Charaktere zuzulassen. Alle Charaktere sind restlos unkreative Stereotype wie wir sie schon in zig Filmen gesehen haben. Kamera, Schnitt und Ton fallen weder gut noch schlecht auf.

Die Effekte sind ein Mix aus 08/15-CGI beispielweise bei Kugeltreffern mit diesem typisch staubenden Looks des schwarzen Blutes der befallenen Menschen und handgemachten Latex- und Filmblut-Effekten. Ein paar härtere Gore-Effekte wie zum Beispiel das Rausreißen eines Kehlkopfes kommen selten vor, sind aber dafür ganz ordentlich gemacht. Die erste Zeit des Action-Teils über sieht man nur befallene Menschen, bei denen die Masken relativ gut gemacht sind, auch wenn auf Grund der Geschwindigkeit und des Schnitts der Szenen nicht sonderlich viel davon mitbekommt. Bei diesem Reboot wurde auf die hauptsächlich benutzte  EgoShooter-Perspektive wie im Vorgänger verzichtet. Durch Perspektiven und Schnitte wird hier allerdings ein relativ hohes Tempo-Empfinden bei den Angriffen der Gegner in den Fluren und Gängen erzeugt. Die Settings sind für die finanziellen Verhältnisse einer solchen Produktion einigermaßen liebevoll gestaltet. Positiv erwähnt sei hier der leichte und vorbildliche Realismus, dass Waffen hier sogar leer werden und man mit Messern und einer Kettensäge weiter kämpfen muss. Später kommen dann die „Monster“ aus der Hölle dazu, welche auch größtenteils Menschen in Latex-Kostümen sind, welche dann wieder mit CGI-Effekten aufgewertet werden. Erst so ganz zum Schluss, wenn es für den Zuschauer zwecks Showdown auf die andere Seite der Tore geht und wir den Anführer der Dämonen treffen, werden hier wirklich mal ansatzweise Spezial-Effekte geboten, welche dann auch hauptsächlich aus dem Rechner kommen und nicht wirklich schlecht sind aber halt auch keinen aus dem Sessel reißen.

Ich hätte mir definitiv etwas mehr Kreativität in der gebotenen Monster-Palette gewünscht. Stand der Technik heute und auch als DirectToVideo-Produktion, vor Allem vor dem Hintergrund eines Tores zur Hölle, hätte man da doch viel mehr aus dem Spiel herausholen können. Die ausgesaugten Menschen, die Seelensauger und der Oberdämon in der Hölle, das ist doch wirklich sehr schwach.

Fazit: Durchschnittliche DirectToVideo-Produktion eines EgoShooters der ganz frühen Stunde. Wer Lust auf etwas Retro-Feeling hat und seine Ansprüche ziemlich weit nach unten schraubt, kann hier ruhig mal zugreifen. Alle anderen seien hiermit gewarnt!

Mit viel gutem Willen und der alten Zeiten wegen 4,5 Punkte aufgerundet!

5/10
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Kommentare

25.10.2019 19:40 Uhr - sonyericssohn
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Tja, so was in dieser Art hab ich fast befürchtet. Der Bogen den ich um diesen Film mache wird immer größer ;-)

Merci fürs warnen.

25.10.2019 22:30 Uhr - dicker Hund
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Die erste Verfilmung von "Doom" habe ich als Jump 'n Run empfunden: zum Davonlaufen. Aus meinen Vorurteilen gegen den hier mache ich daher keinen Hehl. Da dieses pointierte Review meine cineastischen Ressentiments noch bestärkt, werde ich wohl nicht in die Position aufrücken, aus eigener Wahrnehmung über Annihilation berichten zu können...

25.10.2019 23:07 Uhr - FordFairlane
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Lesenswerte Kritik, schade das von dir als Fan nicht zu den Monstern genau steht. Zum Beispiel, welche Doom Wesen kommen vor. Sonst Top Kritik. Habe ich auch gesehen und stimme überein mit dir.

26.10.2019 13:20 Uhr - g-hot77
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Danke fürs lesen und die Rückmeldungen
25.10.2019 19:40 Uhr schrieb sonyericssohn
Merci fürs warnen.

GERNE!
25.10.2019 22:30 Uhr schrieb dicker Hund
werde ich wohl nicht in die Position aufrücken, aus eigener Wahrnehmung über Annihilation berichten zu können...

AUS DEM FILM KANN MAN GLAUB ICH NICHT VIEL MEHR RAUSHOLEN.
25.10.2019 23:07 Uhr schrieb FordFairlane
Lesenswerte Kritik, schade das von dir als Fan nicht zu den Monstern genau steht. Zum Beispiel, welche Doom Wesen kommen vor. Sonst Top Kritik. Habe ich auch gesehen und stimme überein mit dir.

Ich habe noch einen kleinen Monster-Absatz dran gehangen. Als Fan würde ich mich aber nicht bezeichnen! Lang Lang ist's her. ;-)

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