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Chroniken der Finsternis – Blutige Rache

Originaltitel: Gogol. Strashnaya mest

Herstellungsland:Russland (2018)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Thriller, Mystery
Alternativtitel:Gogol. A Terrible Vengeance
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (3 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Du kannst dem schwarzen Reiter nicht entkommen! Nach seinem erbitterten Kampf gegen den mächtigen Dämon Viy wird Gogol regungslos aufgefunden und für tot erklärt. Doch kurz nach der Beisetzung erwacht der Ermittler aus seiner Ohnmacht und befreit sich aus seinem Grab. Die örtliche Polizei bezichtigt den gerade wieder zu Kräften Gekommenenen, ein Verbündeter des schwarzen Reiters zu sein und nimmt ihn in Gewahrsam. Auch die aufgebrachten Dorfbewohner glauben an Gogols Schuld und fordern Vergeltung für den Tod der unschuldigen Frauen. Mithilfe einer jungen Hexe und eines alten Freundes kann Gogol dem Scheiterhaufen entkommen. Gemeinsam folgen sie nun den Hinweisen, die sie zum Versteck des schwarzen Reiters führen. (Capelight Pictures)

eine kritik von ghostfacelooker:

Lassen wir einfach das „Handlungsgeplänkel“ des zweiten, schwächsten Teils der Trilogie weg und fangen damit an, daß der vielversprechende Cliffhanger des ersten Teils, fast nahtlos aufgegriffen wird und man nun die Geschichte zu einem überraschenden Ende führt.

Überraschend führt die Handlung uns in den dritten Teil auch sofort nach einer kurzen Rückblende, die uns das Ende des Vorgängers in Erinnerung führt, auf einen Friedhof, denn schon wieder ist uns eine sympathische Figur entrissen.

Doch nichts bleibt in diesem Film so wie man glaubt, denn nicht nur das Tote nicht tot bleiben, nein in diesem Teil sind die tot geglaubten meist auch jene die gar nicht wirklich tot sind.

Es ist, sieht man von den russischen Eigenheiten in Dialogen und Verhalten ab, eine in sich so intelligent konstruierte Geschichte, daß man sich wünschen würde, die Wächter Bücher, mit samt ihren beiden Verfilmungen würden, nochmals von diesem Dreigespann dieser Trilogie ( Drehbuch:Natalja Merkulowa und Alexei Tschupow sowie Regie: Jegor Baranow) neu aufgelegt werden.

So schwach der zweite Teil in dieser Hinsicht auch gewesen ist, so überzeugend sind alle Puzzlestücke hier ineinander verwoben und werden nicht nur zu einem, sondern zu einem Bild im Bild, quasi einer Geschichte, in der Geschichte der Geschichte , die um die Geschichte eine Geschichte erzählt.

Verwirrt?

Gut, denn ich möchte diesen Teil und besonders seinen Anfang als das mystische Element behandeln und Euch, die ihr den Film vielleicht noch nicht gesehen habt über einiges im Unklaren lassen und nur Elemente andeuten, denn dieser Film ist das, was uns mit den Beginn versprochen wurde; ein innovativer Genre-Mix mit russischen Märchenelementen, die aber durchaus in ihrer Grundform mit modernen Fantasy-Verfilmungen mithalten können.

In diesem Abschluß, wenn es denn wirklich einer bleibt, ist nichts womit wir wirklich gerechnet haben und besonders werden Charaktere anders oder ändern sich, als wir sie kennengelernt haben und zeigen nicht nur einmal ihre wahre Natur, und ihre wahre Hintergrundgeschichte.

Eigentlich muß man, wenn man den Teil noch nicht gesehen hat, mit allem möglichen rechnen, denn es gibt erneut Hexen und Magie die es Gogol erschweren, den wahren Mörder in und um Dinkanka stellen zu können, denn selbst die auf die er sich verlassen zu haben schien, sind möglicherweise doch keine treuen Mitstreitenden oder entpuppen sich als Helfer in größter Not.

Man kann also die Handlung selbst, die mit dem Erscheinen einer verschwundenen geglaubten Person,- welche wir eventuell sogar emotional vermisst haben -, besonders aber mit durch Enthüllung, einer Figur, die viele vielleicht, und ich selbst definitiv anders eingeschätzt habe, zweifellos spannend nennen, da sie angefüllt mit unerwarteten Wendungen, weiteren Enthüllungen und Storytwits der Bewohner aufwartet.

Angefangen mit Inspektor Binkh (Jewgenij Stytschkin), welchen ich über weite Teile als arroganten Besserwisser, ja fast einem intriganten Arschloch gleichkommend hätte bezeichnen wollen, entpuppt sich im Laufe dieses Teils als Mann mit Mut, Einsicht und Courage.

Couragiert bleibt auch der liebe Gogol (Alexander Petrov), wenn auch immer noch blässlich, so wird er aber um die von mir so schmerzlich im Vorgänger vermisste und angemahnte Hintergrundgeschichte bereichert, die einer der vielen wichtigen, losen roten Fäden ist, die im Verlauf nahtlos zusammengeschnürt und aufgegriffen werden.

Aber so überraschend es für mich mit Binkh im Film ist, so unerwartet traf mich auch die eigene Einschätzung einer Figur, die ich mit diesem Teil überdenken musste. Nein eigentlich traf mich diese spannende Erkenntnis bei insgesamt fünf Figuren, welche ich außer Vasilina, dem Spoiler wegen, namentlich nicht näher anführen will.

Vasilina, die kleine eigentlich unscheinbar wirkende Tochter des Schmieds, ist somit mehr als nur ein niedlich, kleines kluges Mädchen, welches gern mit ihrer selbstgemachten Puppe spielt. Sie wird zu einem wichtigen Schlüsselelement der Handlung.

Enttäuschend, wenn man diesen Begriff wirklich für diesen Teil verwenden sollte, ist nur der Schmied, wobei ich in Sergej Badjuk, vielleicht persönlich aufgrund seines MMA-Hintergrundes mehr in seine Figur hineininterpretieren wollte, als es sein sollte, was somit weniger als filmische Schwäche zu werten wäre, sondern als eigene.

Der schwarze Reiter, welcher im zweiten Teil mehr oder minder schnödes Beiwerk war, zeigt nun sein ganzes Potential und auch dessen Ursprung wird gänzlich aufgeschlüsselt, nicht jedoch ohne nicht mehr als einmal dabei in Erstaunen darüber zu geraten.

Wem dies alles noch nicht genügt der sollte gewarnt sein, daß sich der Film mit seinem fulminanten Ende und der Erzählform noch einmal selbst übertrifft und jenen, denen dies nicht Grund genug wäre allen Teilen, auch dem zweiten, eine Chance geben zu wollen gesehen zu werden, ist meiner Meinung nicht zu helfen, denn sie berauben sich selbst einem tollen, phantasievollem Filmereignis.

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Kommentare

28.10.2019 16:33 Uhr - g-hot77
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Tolles Review zu einem guten Abschluss dieser sehenswerten Dark-Fantasy-Trilogie. Bin in jeder Hinsicht bei dir, da kann man meiner Meinung nach auch den etwas schwächeren Mittelteil entschuldigen, den ich im Rahmen des Gesamtwerkes gar nicht so schlecht wie du empfunden habe! ;-)

28.10.2019 16:38 Uhr - Ghostfacelooker
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28.10.2019 16:33 Uhr schrieb g-hot77Tolles Review zu einem guten Abschluss dieser sehenswerten Dark-Fantasy-Trilogie. Bin in jeder Hinsicht bei dir, da kann man meiner Meinung nach auch den etwas schwächeren Mittelteil entschuldigen, den ich im Rahmen des Gesamtwerkes gar nicht so schlecht wie du empfunden habe! ;-)


Danke der zweite Teil ist wie ein Intermezzo, das nicht unbedingt notwendig zu kennen wäre, um der Geschichte insgesamt zu folgen

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