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dicker Hund
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Eintrag: 19.12.2019

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Gesichter des Todes IV

(Originaltitel: Faces of Death 4)
Herstellungsland:USA (1990)
Genre:Dokumentation
Alternativtitel:Gesichter des Todes 4

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,76 (21 Stimmen) Details
inhalt:
So plastisch und brutal, so schockierend realistisch - dem Tod ins nackte Gesicht geschaut wie Gesichter des Todes IV, hat noch kein anderer Film. Bisher noch nie gezeigtes, aktuelles Filmmaterial über den Tod, in seiner vollen Grausamkeit. Nichts kann so schockierend sein, so bestialisch und blutrünstig wie die knallharte Realität. Ein Mensch wird gegrillt (Feuerbestattung); Besuch in der Todeszelle - Hinrichtung einer Massenmörderin auf dem "Elektrischen Stuhl"; Tiger reißt seinem Trainer den Arm ab; ein Tag im Schlachthaus; ein Terrorist wird in kleine Stücke "zerblasen"; Massaker auf einer kolumbianischen Hochzeitsfeier; Mafia in Action; Passant entführt und gevierteilt; plastisch aufgezeichnete Flugzeugunfälle usw. usw.
eine kritik von dicker hund:

"Gesichter des Todes IV" war zwar längst nicht der letzte Death Mondo und beileibe nicht der letzte Auswurf des Franchises, doch fünf Jahre nach Teil 3 immerhin der letzte Vollbeitrag unter der Regie von John Alan Schwartz zu diesem Subgenre. Durch die Weiterverwendung der Marke wurden in der Folge diverse Fortsetzungen suggeriert, bei denen entweder Herstellungsland und Regie abwichen ("Gesichter des Todes V" und der folgende), oder einfach - wie in Ansätzen schon beim Vorgänger geschehen - ausgewähltes Material aus den bereits vorhandenen Schockdokumentationen neu zusammengeschnitten wurde ("Faces of Death 5", diverse "Best of"-Veröffentlichungen).

Fans der bisherigen Ungeheuerlichkeiten können im dritten und letzten "echten" Sequel von Dr. Gröss auf angemessen "pietätvolle" Art und Weise Abschied nehmen und sich mit seinem Nachfolger Dr. Louis Flellis anfreunden. Diesen angeblichen Chirurgen spielt James B. Schwartz, indem er einen stierenden, scheelen Psychoblick zelebriert, um mit unausgesprochenem Nachdruck zu versichern, dass man sich um die Vitalität der unfreiwilligen Komik keine Sorgen zu machen braucht (Humor 3/10).

"Um das Leben zu schätzen, muss man erst den Tod studieren."

So taucht der Zuschauer wieder ein in abwechslungreiche Kurzbeiträge und Filmschnipsel, die entgegen den Behauptungen der Präsentation in Archivmaterial echter Vorfälle und Fakes aufgeteilt sind. Letztere können aufgrund der überlegenen Bildqualität und der ungehinderten Kameraarbeit trotz der respektablen Goreeffekte gleich als solche identifiziert werden. So offensichtlich gestellt die splatterigen Ableben in den gespielten Szenen sind, so drastisch ist die Härte des dort Gezeigten umgesetzt (Gewalt 7/10). Als äußerst explizit mögen etwa die Opferrituale von Eingeborenen und einer satanistischen Sekte sowie eine Vierteilung im stalinistischen Russland beschrieben werden, auch wenn man so etwas in "Cannibal Holocaust" oder "Shogun's Sadism" bereits besser gesehen hat, ohne dass dafür gleich völlig auf einen Plot verzichtet werden musste.

"Ich finde es überraschend, dass ich während dieses Films Hunger habe, besonders auf Fleisch."

Dessen reichlicher Konsum wird von den übelst reaktionären Thesen des neuen Sprechers ohne jedes Problembewusstsein als vorgeblicher Männlichkeitsbeweis glorifiziert. Aber wenn jemand vorbehaltlos den freien Verkauf von Waffen befürwortet und für Mordfälle von Mafiaangehörigen oder einem Geisteskranken mal eben die angeblich "inkompetenten" Polizeibeamten verantwortlich macht, sieht er sich ohnehin nicht mehr in der Tradition der zumindest in verbaler Hinsicht noch halbwegs seriösen Formeln des Originals. Die deutsche Tonspur beginnt dabei wahllos vor oder nach ihrer unangetasteten englischen Schwester, wodurch eine bisweilen nervtödende Kakophonie entsteht, für welche der vielseitige Score von Berington Van Campen nur bedingt entschädigen kann. Bemerkenswert ist dagegen der fast schon klinische Zynismus einiger Kommentare:

"Vielleicht war es seine politische Überzeugung, die noch sein Herz schlagen ließ."

Derart herzlose Nachrufe an im Sterben liegende Menschen verstärken zugleich den aufdringlichen Horror (7/10) der echten Bilder, zu denen zum Beispiel der Flugunfall von Ramstein gehört. Ein Schweineschlachthaus dient ebenso als Quelle widerlicher Eindrücke wie die Einblicke in Krematorien, die einen stabilen Magen abverlangen. Trotzdem bleiben diverse Längen nicht aus, denen die Spur von "oben ohne" bei einer Strandparty mit unschönem Ausgang kaum hilft (Sex 2/10). Besonders die Aufnahmen des Ausstopfens von Jagdtrophäen sowie der Sammlung von Knochen diverser Meeressäuger verlangen in dieser zusammenhanglosen Aneinanderreihung eben nicht ausschließlich spektakulärer Fragmente Geduld ab.

Nach alledem erweist sich "Gesichter des Todes IV" als "würdiger" Abschluss der ursprünglichen Reihe, indem aufgrund einer gewissen Schaulustbefriedigung durch gelungen nachgestelltes Gekröse, eine akzeptable Vertonung, rasche Abfolgen der einzelnen Segmente und die amüsante Lächerlichkeit mancher Aspekte ein solider Unterhaltungswert erzeugt wird - zumindest für diejenigen, die überhaupt an solchem Stoff Interesse haben (5/10 Punkten). Über die zahlreichen Mängel, welche die obigen Absätze erst füllen, sollte bei der Gelegenheit natürlich nicht geschwiegen werden. Warum allerdings ausgerechnet "Faces of Death IV", wie er im Herkunftsland heißt, mit einer Beschlagnahme überzogen wurde, erschließt sich nicht recht. 

 

5/10
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Kommentare

19.12.2019 08:57 Uhr - JasonXtreme
2x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.531
Und da isser ja, der neue Beitrag aus Hundis vorweihnachtlichem Besinnlichkeitsprogramm :D auch hier wieder vorzüglich besprochen, und die Erinnerung an einzelne Szenen setzte wieder ein

19.12.2019 12:16 Uhr - dicker Hund
2x
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"Faces of Death, Faces of Death..."
Der Abspannsong aus Teil 4 sorgt sicher für die passende, beschauliche Stimmung.

In diesem Sinne: Schöne Weihnachten!

19.12.2019 14:10 Uhr - Thodde
1x
Der Film ist an Lächerlichkeit echt kaum zu überbieten. Das Teil ist fast schon eine Parodie der drei Vorgänger, so bescheuert sind die Darstellung und die Kommentare von "Dr. Flellis" und so offensichtlich sind die zum Großteil gefakten Todesszenarien.

19.12.2019 18:57 Uhr - Cobretti
1x
Der gestellte Höhepunkt der Reihe! Ob felge, Tiger, bunjee, vierteilung oder Zauberer... Amüsantester trash! Die zusammenfassung "best of 1-3", und die Teile 4-6 sind hierzulande 131er! Klasse Review, zwei gehen noch ;)

20.12.2019 14:16 Uhr - TheMovieStar
2x
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Tolle Kritiken Hund zu den Gesichtern des Todes!. Kannst du mir zufälliger Weise beantworten, aus welchem der vielen Teile die Szene mit dem Affen im Restaurant gewesen ist? An die kann ich mich noch erinnern und das fand ich grenzwertig und abstoßend.

20.12.2019 22:50 Uhr - dicker Hund
1x
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Lieber Sternenmann, das war Teil 1. Übrigens ein Fake.

Und Herr Stallone: Das war es von mir zu den Gesichtern, wie schon im Kommentar unter dem Erstling angekündigt, und begründet...

21.12.2019 10:29 Uhr - TheMovieStar
2x
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@ Hund: Danke dir. Da bin ich ja froh wenn das ein Fake war alles andere wäre nicht zu tollerieren. 😊

21.12.2019 15:55 Uhr - Cobretti
1x
@ Hund
Natürlich, ab dem vierten ist es kein original faces mehr, das sind irgendwelche zusammenschnitte der traces of... Es wird zwar heftiger, aber original ist original!
Das Leben ist viel zu schön, da muss man sich nicht mit solchem dünnpfiff runterziehen lassen. Im Internet Zeitalter sind diese "mondos" eh hoffnungslos überholt, sind geradezu putzig im Gegensatz dazu was es so online für bestialitäten zu sehen gibt, wenn man will... Gott bewahre!
Frohe Festtage euch allen :-*

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