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Tal der Skorpione

Herstellungsland:Deutschland (2019)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Abenteuer, Action, Thriller, Trash
Alternativtitel:Breakdown Forest
Breakdown Forest - Reise in den Abgrund
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,29 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Tal der Skorpione erzählt von einem gnadenlosen Spiel in der Wildnis, wo kriminelle Psychopathen gegeneinander ums Überleben kämpfen müssen. Urheber dieses Gladiatorenkampfes sind die größenwahnsinnigen Wissenschaftler Gebrüder Ribbeck, die aus den Genen des Siegers einen Übermenschen klonen wollen. Mittendrin findet sich der Polizist Kamarowski wieder - und steht nun bis an die Zähne bewaffneten Schwerverbrechern gegenüber.
eine kritik von (sic)ness_666:

Das ist er also. Der seit langem erste deutsche Beitrag, dem ich mal wieder etwas entgegengefiebert habe. Und erst einmal liefert er auch das, was er versprochen hat – nämlich handgemachte Balleraction. Da kann man schon einmal einen grünen Haken setzen. An Action gibt’s viel und die Effekte haben keinen virtuellen Ursprung. Doch der Film versprach ja noch mehr. Allen voran, dass die gefühlte halbe Besetzung von Das Boot, neben B-Promis und Altserienstars die sich in Gastrollen umherwälzen, mitmischt .Naja… Machen wir dahinter einen gelben Haken. Es sind zwar Richter, Semmelrogge und Rudolph von der Partie, doch deren Screentime ist gering. Semmelrogge läuft sogar Gefahr, dass man ihn übersehen könnte wenn man sich gerade Biernachschub holt. Auch Richter hat äußerst wenig Screentime. Gerade wenn man bedenkt, dass Tal der Skorpione 130 Minuten lang ist und er auf dem Plakat wie der Protagonist prangert. Lediglich Claude-Oliver Rudolph hat, als mehr oder minder Antagonist, mehr vor der Kamera zu tun. Die Rolle als unmenschlicher, ekelhafter Batzen, setzt er auch erwartungsgemäß ordentlich in Szene.

Aber worum geht’s denn nun eigentlich?

Ja, das ist eine gute Frage. Wir wissen nach dem Film zwar, dass irgendwelche reichen Schnösel, sich Leute, mit einer nicht ganz so weißen Weste, gekrallt haben und sie in ein Battle Royale im Wald stecken. Und mittendrin ist der junge Polizist Leon, der sich nach einem missglückten Einsatz im Getümmel wiederfindet. Soweit so gut. Das erfährt man ja auch über den Covertext der DVD/Blu-Ray. Vielmehr erfahren wir dann aber auch nicht. Wenn man bei dem Ballerfest, was über 2 Stunden Dauer hat, von ausgeht eine runde abgeschlossene Handlung zu bekommen, hat man sich geschnitten. Denn Tal der Skorpione ist definitiv als Mehrteiler konzipiert. Soll heißen, wir werden zwar mit Charakteren regelrecht zugeschüttet, aber über deren Rolle bzw. deren Hintergrund erfahren wir so gut wie nie etwas (abgesehen von Ralf Richters äußerst spaßigen Rückblende). Das Motiv, welches sich hinter dem ganzen Spektakel verbirgt, wird zwar auch grob beleuchtet, aber ins Detail geht man auch da nicht. - von den Hintermännern ganz zu schweigen. Und so endet der Film offen wie ein Scheunentor und verteilt Fragezeichen als gäbe es 20% auf Alles (außer Tiernahrung). Es ist, als würde man gerade Kapitel 1 eines Buches fertig gelesen haben und dann aufhören.

Lieben oder hassen? Oder!

So springt nun Tal der Skorpione seine Spielzeit über zwischen den verschiedenen Charakteren hin und her und kratzt überall etwas Handlung an, ohne  auch nur eine davon wirklich zu einem Punkt zu bringen. Trotz allem muss man den Enthusiasmus der Darsteller echt loben. Hier haben wohl wirklich alle mächtig Spaß gehabt, egal wie klein auch ihre Rolle ist. Semmelrogge beispielsweise stiehlt mit seinen Minimalauftritten ja fast allen die Show. Auch das Effekteteam konnte hier schön zulangen und sich austoben. Die Schwäche? liegt am Skript. Und ich schreibe bewusst „Schwäche“ mit einem Fragezeichen. Denn wenn nun ein zweiter Teil kommt, könnte das Konzept als Mehrteiler aufgehen und ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Doch allein für sich betrachtet, ist Tal der Skorpione jetzt weder Fisch noch Fleisch. Ich will nicht sagen und auch nicht behaupten, dass der Film schlecht ist. Doch wirklich lohnen tut er sich in der Form einfach (noch) nicht wirklich. Daher ist es schwer für mich hier eine klare Wertung abzugeben. Denn so pendelt er für mich zwischen 4/10 bis vielleicht sogar 10/10 Punkten. Je nachdem ob / bzw. was da noch kommt. Formell entscheide ich mich daher ihn hier mit 6/10 einzutragen, unter der Prämisse dies gegebenenfalls in der Zukunft abzuändern.

6/10
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Kommentare

04.11.2019 15:54 Uhr - Ghostfacelooker
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Ein Kandidat der für mich mindestens warten kann bis er gestreamt angeboten wird

04.11.2019 18:16 Uhr - Kable Tillman
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Ganz ehrlich: Der Trailer sah für mich wie eine 1/10 aus. Selten einen so beschissenen Trailer gesehen, welcher peinliches Schauspiel mit miesen Effekten und billigster Optik verschmolzen hat. Und die Dialoge erstmal. Als ich dann noch las, dass dieser Schund allen Ernstes 130 Minuten geht, also fast so lange wie bspw. die Kinofassung des kürzlich hier besprochenen Meisterwerks "Aliens" nur so zum Vergleich, da war bei mir der Ofen aus. Wenn schon dumm, dann wenigstens kurz und knackig. Hauptsache Semmelrogge, Richter und Co. hatten Spaß im brandenburgischen Wald blaue Bohnen zu verteilen und Sprüche zu klopfen. Und du Spaß beim Zuschauen. Ich passe. Aber danke für das aufschlussreiche, tadellos formulierte Review! Hier hat das mit dem kurz und knackig funktioniert.

05.11.2019 08:16 Uhr - sonyericssohn
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Der Trailer sah einfach furchtbar aus ! Wie n 40 Tonnen Laster der ständig Gas gibt aber die Handbremse nicht löst. Von den "Darstellern" ganz zu schweigen. Vielleicht mal ausleihen, aber die Erwartungen hocken vorerst im Keller.

Schöne Kritik aber ! ;-)

05.11.2019 09:14 Uhr - JasonXtreme
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Klingt trotz allem ganz schön scheiße :D aber danke für die Rezi

05.11.2019 13:30 Uhr - (sic)ness_666
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@JasonXtreme: Na einen Oscar wird der Film nicht holen. ;-)
Man muss da schon bisschen was übrig haben für diese Sorte Film. Ist für mich im ähnlichen Fahrwasser wie die Sharknado-Reihe. Sprich, viele verschiedenste (ausgediente) Altstars, B- und Z-Promis in einen zugespitzen Trashmovie gesteckt.

"Scheiße" war bzw. ist der Film aber nicht. Selbst alleinstehend würde ich den so hart keinesfalls beschreiben. Es war halt nur das besagte Konzept, was dafür verantwortlich ist, dass es nicht viel Sinn macht den Film alleinstehend zu schauen.
Die Runde in der wir den Film geschaut haben, vermerkte:
"Wir wurden unterhalten, aber nicht aufgeklärt." ;-)

06.11.2019 10:24 Uhr - JasonXtreme
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Ich wollts eben sagen - in ner bierseeligen Runde kann auch ich mir den vorstellen :D ... mit viel Schnaps!

06.11.2019 15:09 Uhr - sonyericssohn
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06.11.2019 10:24 Uhr schrieb JasonXtreme
Ich wollts eben sagen - in ner bierseeligen Runde kann auch ich mir den vorstellen :D ... mit viel Schnaps!


Intravenös :-D

06.02.2020 21:44 Uhr - Stoi
Gerade gesichtet. Selten so einen Bullshit gesehen.
Zusammenhanglose Handlung, schlechte Dialoge, unispiertes Schauspiel - klar, Semmelrogge lacht wie immer dreckig - ein Drehbuch ohne Inhalt und auch schlecht inszenierte Action.
Gerade die Ballerei am Anfang sah aus, als ob sich ein paar Debile aus dem Altenheim die Tarnhose angezogen haben und dann im Steinbruch Cowboys und Indianer spielen.
Eine Action-Dramaturgie ohne Sinn und Verstand, Hauptsache coole Ballerposings aus anderen Acionfilmen abgeschaut. Ob das Sinn macht, völlig egal.
Da agieren keine Ex-Soldaten oder Söldner sonder Trottel.
Der Rest sieht aus, als ob B- und C-Promis aus dem Dschungelcamp im Odenwald ausgebrochen wären und sich dann gegenseitig umlegen wollen.
Wer auf deutschen Action-Trash steht und beim Schauen 3 Promille im Blut hat, dürfte eventuell seinen Spaß haben.
Wieder so eine deutsche Gurke, die von Leuten gemacht wurde, die normalerweise nur Special Effects machen.

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