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Onkel Lung
Level 1
XP 7
Eintrag: 11.11.2019

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The Prisoner

(Originaltitel: Huo Shao Dao)
Herstellungsland:Taiwan (1990)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Krimi
Alternativtitel:The Burning Island
Island of Fire
Island on Fire
Jackie Chan Is: The Prisoner
When Dragons Meet

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,08 (13 Stimmen) Details
inhalt:
Steve Hammer (Jackie Chan) versucht in einer Spielhölle das Geld für die medizinische Behandlung seiner Freundin aufzutreiben, fällt aber auf einen skrupellosen Betrüger herein. In seiner Wut tötet er den Gangster unabsichtlich. Unter Mordverdacht landet er im Gefängnis. Hier erwartet ihn die Hölle. Boss Lee, der Partner des Trickbetrügers und seine Kumpane wollen blutige Rache. Mit aller Kraft setzt sich Hammer gegen seine Feinde zur Wehr. Um der korrupten und brutalen Welt hinter Gittern zu entfliehen, hat er nur eine Chance - das Todeskommando. Der Kampf ums nackte Überleben beginnt ...
eine kritik von onkel lung:

Aus vielen Quellen geht hervor, dass Hong Kong's Aushängeschild und Megastar  Jackie Chan an diesem Projekt deswegen beteiligt war, weil er seinem Freund und Mentor Wang Yu einen Gefallen schuldete. Auch bei der restlichen Riege an bedeutsamer Stars war es nicht anders, wogegen Chan nicht einmal die Hauptrolle spielt. Die Besetzung, unter denen sich Tony Leung Ka-Fai, Sammo Hung, Andy Lau und auch Wang Yu befinden, kann sich durchaus sehen lassen, aber der Film kommt über die übliche Anhäufung sämtlicher Knastklischees nicht hinweg. Zu verdanken haben wir diesen Umstand dem etwas untalentierten und 08/15- Regisseur Kevin chu yen ping, der schon die total beknackte Trashgranate "Mission Force" und den unterirdisch schlechten "Hunting List" verbrochen hat. Pings Talent besteht darin, kein Talent zu besitzen und endlos aus amerikanischen Klassikern zu klauen, um dann sein eigenes Möchtegern-Meisterwerk zusammenzubasteln. So einfach könnte man die internationale Version von "The Prisoner" betrachten und als billige Actiongülle aus Hong Kong abtun. Dem ist aber nicht so. Auf Ofdb hatte ich mit etwas mehr Spoiler eine ähnliche Review zu diesem Film verfasst, aber dabei ging es um die 90 Min. Version. Diese aktuellere Review bezieht sich auf die längere Taiwan- Fassung.

 

 

Hier wird noch etwas intensiver auf die Schicksalsschläge der einzelnen Protagonisten eingegangen, womit man mit der bitteren Ausweglosigkeit einiger verlorenen Seelen konfrontiert wird. Und diese innere Zerrissenenheit einiger Figuren ruft Erinnerungen an so manche John Woo Filme wach, wenn auch Kevin Chu Yen Ping seine Meisterwerke nicht im geringsten erreichen wird. Trotz der vielen Logiklöcher schaffen es die Hong Kong Stars, allen voran Sammo Hung, durch ihre überzeugende Darstellung den Film nicht in der Mittelmäßigkeit untergehen zu lassen. Natürlich darf man hier jetzt keine oscarreife Perfomanz erwarten. Leider ist das Drehbuch, falls es eins wirklich existiert hat, nicht gerade einfallsreich und die wenigen Wendungen von berühmten Klassikern wie z.B. "Bad Boys" mit Sean Penn und "Lock up" mit Stallone geklaut. Ganz frei nach dem Motto: Beim sterben ist jeder der Erste, geht Regisseuer Ping nicht gerade zimperlich mit seinen Figuren um. Gerade wegen dieses pessimistischen Grundtons in der längeren Fassung, ließ Chan den Film um eine halbe Stunde kürzen und verhinderte eine größere Kinoauswertung in Asien. Wer jetzt denkt, Jackie hat im Taiwan-Cut mehr Screentime, der irrt sich. Trotzdem wird er in der regulären Hong-Kong-Fassung als der Star des Films aufgeführt. 

 

Sogar der Vorspann fängt im Gegensatz zur kürzeren Version explitziter an. Bevor die eigentliche Hauptfigur, hier gespielt von Tony Leung Ka-Fai, ins Handlungsgeschehen eintritt, wird nach dem einblenden bekannter Firmenlogos ein Gefangener einfach so hingerichetet. Tony Leung spielt hier einen verdeckten Ermittler, der sich ins Gefängnis einschleust, nachdem ein angeblich hingericheteter Todeskandiat einen Anschlag auf seinen Mentor verübt hat. Die meisten Szenen, die danach folgen, sind erweitert und machen deshalb mehr Sinn, als in der bruchstückhaften Fassung. Sammo Hung bricht immer aus, um seinen im Internat lebenden Sohn zu besuchen. Jackie legt sich nach einem gewonnen Billiardturnier mit Gangstern an, die ihm vorher den Ratschlag gegeben haben das Spiel zu verlieren. In einem kurzen Kampf wird Jackie's Freundin schwerverletzt und muß ins Krankenhaus gebracht werrden, doch der zuständige Arzt verlangt für die Operation eine bestimme Summe, die Jackie nicht aufbringen kann. Als Jackie in einem Pokerspiel viel Geld gewinnt, aber nicht weiterspielen will, kommt es wieder zum Kampf und er bringt ausversehen den Bruder eines Gangsterbosses um. Jackie landet im Kittchen und der Boss, hier gespielt von Andy Lau, läßt sich durch Beziehungen zu einem korrupten Inspektor ins Gefängnis unterbringen, wo er es ein für alle mal mit Jackie aufnehmen will. Inzwischen hat sich Tony Leung  mit seinem Zellengenossen Charlie angefreundet. Der hat leider Pech und wird vom Gefängniswärter drangsaliert, damit der Schutzgeld kassieren kann. Hier wurden am häufigsten die Subplots um Tony Leung und seinen Kumpel Charlie entfernt. Während Tony in der Einzelzelle mehr leiden darf, fällt Charlie in ein seelisch tiefes Loch. 

 

 

Ich möchte jetzt nicht weiter auf die Story eingehen, da jeder sich selbst ein Bild davon machen sollte, der den Film noch nicht gesehen hat. Erwähnungswert ist nur, dass sich der Status der Gefangenen draussen steigert, wenn sie einen Auftrag für die Regierung erfolgreich erfüllen. Und da sehen wir schon ein weiteres Problem in Chu Yen Pings Umsetzungsvermögen. Man versucht hier Jackie Chan und Sammo Hung in die Heroic-Bloodshed-Schablone reinzupressen. Im Finale tragen einige der Ex-Gefangene schwarze Sackos und da sind Paralelle zu den "A Better  Tomorrow 2"- Gangstern unschwer erkennbar. Die Shoot outs und Explosionen gegen eine Überzahl von Soldaten sind nicht gerade mit viel Liebe zum Detail, wie man sie Von John Woo kennt, sondern eher stümperhaft inszeniert. Selbst wenn Jackie im Spielcasino aufmischt und alles zu Bruch geht, hat man das woanders viel bessser gesehen. Tony Leung machte im drei Jahre zuvor gedrehten "Prison on Frie" an der Seite von Chow Yun-Fat einen glaubwürdigeren Eindruck. Andy Lau gehört zwar heutzutage zu den ganz großen des Hong Kong Kinos, aber beweist hier einmal mehr, wie austauschbar seine Rolle doch wirklich ist. Wer sich jetzt nicht unbedingt mit einem langatmigen Chinakracher abgeben möchte, der kann ja die normale Fassung bervorzugen. Aber hinterher sei noch gesagt, dass der TaiwanCut eindringlicher und bedrückender ausfällt. Leider ist die deutsche Synchro, wie die meisten Hong-Kong-Filme aus den 90ern, fürn Arsch, da sie in der Ära der SPLENDID-Videokassetten erstellt worden ist. Aber die US-DVD soll ja noch schlimmer sein.

 

 

Weil sich "Island on Fire" im Directors Cut von der normalen Fassung erheblich unterscheidet und in Sachen Tragik und Eindringlichkeit einen Schritt weiter geht, einige ich mich auf 8 Punkte. Denn hier präsentiert sich der Hong-Kong- Film noch in seiner Schaffensphase.

8/10
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Kommentare

12.11.2019 07:37 Uhr - TheMovieStar
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Dein Review hat ein paar nette Formulierungen, von daher hat es mir gefallen es zu lesen.
Diese hier zum Beispiel, mit herrlicher Ironie:

Pings Talent besteht darin, kein Talent zu besitzen und endlos aus amerikanischen Klassikern zu klauen, um dann sein eigenes Möchtegern-Meisterwerk zusammenzubasteln

Was meiner Meinung nach nicht passt ist der Kontext zwischen Textaussage und Bewertung. Der gesamte Reviewtext liest sich deutlich negativer als eine 8/10 wenn ich z.B. nur den Text lesen würde und raten müsste welche Bewertung der Autor gegeben hat dann würde ich auf eine 5-6 kommen.

Wenn du den mit einer 8 bewerten möchtest (was du ja auch darfst ist ja deine Meinung) dann solltest du an den Formulierungen ein bisschen arbeiten, dass der Text das auch hergibt...



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