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Ghostfacelooker
Level 18
XP 6.128
Eintrag: 10.11.2019

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Greta

Herstellungsland:USA, Irland (2018)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Thriller
Alternativtitel:The Widow

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,60 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Frances (Chloe Grace Moretz) , eine niedliche, naive junge Frau, die in New York ihr Glück versuchen möchte, findet in der U-Bahn eine Handtasche. Ohne zu zögern macht sie sich auf die Suche nach der rechtmässigen Besitzerin. Diese entpuppt sich als Greta (Isabelle Huppert), eine etwas seltsame Pianistin mit einer Vorliebe für romantische Musik und einem verzweifelten Bedürfnis nach Gesellschaft. Frances hat kürzlich ihre Mutter verloren und fühlt sich von ihrem Vater entfremdet; Greta hat ihren Ehemann verloren und ihre Tochter lebt weit entfernt. Die beiden werden schnell Freunde - aber diese Freundschaft offenbart bald dunklere Seiten, als Gretas Fixierung auf Frances eskaliert.
eine kritik von ghostfacelooker:

Neil Jordan, der für meinen Geschmack visuelle Gemälde in mit poetischen Dialogen beschaffener Figuren zu erschaffen im Stande ist,- betrachtet man nur Interview mit einem Vampir oder Byzantium-, versucht hier eine mit rein weiblicher Figuren, und somit aus rein femininer Perspektive, spielende Obsession zu zeichnen, die eine ausweglose Abwärtsspirale andeuten soll welche er in andere Thematik auch in genannten Byzantium, meines Erachtens nach, besser zu erzählen im Stande war.

Dabei fängt alles ziemlich harmlos an, denn man kann beide Seiten, sowohl Greta, als auch ihre naive neue Freundin Frances verstehen kann, welche einfach aus reiner Gutmütigkeit die verlorene Handtasche zurückbringt und dabei feststellt, das sie Greta ein wenig an ihre kürzlich verstorbene Mutter erinnert.

Geht man von der Performance von Isabelle Huppert aus, so hat sie die Intensität und Energie, welche mir in Elle gänzlich in der Figur fehlte und die hier fast schon an Misery zu erinnern vermag.Sie verbeißt sich mit ähnlich anmutender „Leidenschaft“ in ihr für ihr psychisches Wohl auserkorene Person und nimmt natürlich für uns als Zuschauer deutlich wahrnehmbar psychotische Züge an, welche sich im Lauf der Handlung zu steigern verstehen.

Sie mimt die anfänglich leicht dekadent avantgardistische Person, welche vorgibt in Kunst und Musik bewandert zu sein, obwohl ihre Räumlichkeiten einen verfallenen Eindruck erwecken, den sie mit allerlei Schicksalsschläge die sie erlitten habe vor Frances eloquent vorbringt, sodaß sie und man als Zuschauer selbst ihre Argumente, anfangs als Geschichte und weniger als Ausreden, Vorwände oder Schlimmeres akzeptieren kann.

Chloë Grace Moretz, als Frances gibt dabei den Prototyp der Unschuld vom Lande, die völlig unvoreingenommen und teilweise sogar naiv, zuerst an das Gute im Menschen zu glauben scheint. Frances stellt die Unberührte, und Reinheit dar, welche fast schon jungfräulichen Glanz verströmen soll und das nicht nur in sexuellem Aspekt.

Ganz im Gegensatz zu ihrer Mitbewohnerin und besten Freundin Erica, welche sowohl emotional als auch mental das genaue Gegenteil von ihr, und somit das obligatorische „Miststück“ jener Frauengruppe verkörpert, die man als Gegenpol zu Frances visualisiert.

Die anfängliche und harmlos scheinende Zuneigung von Frances zu Greta und deren unterschwelliges „Klammern“ wandelt sich abrupt und steigert sich von dem Moment von Unruhe, zu blanker Angst, indem Jordan Greta zur manisch, obsessiven Stalkerin werden läßt.

Zwar wird von diesem Moment die Spannung ebenso gesteigert, stolpert aber im Verlauf der Handlung durch die eigene Erzählstruktur genau über diese, denn Greta wirkt nicht wie der sonst so in Psychothrillern gewohnte Stalker, der unvermutet und meist im Verborgenen agiert und sein Opfer somit langsam in den Wahnsinn zu treiben droht, sondern zeigt ihre Frustration über die Ablehnung offenkundig.

Ob dies nun ein Vorteil in der Erzählstruktur sein soll, erschließt sich mir nicht, denn gerade durch diese offenkundige Zurschaustellung ihrer Obsession, wirkt sie für mich mehr lächerlich als bedrohlich und wäre Frances nicht wirklich dieses naive Püppchen, würde man vielleicht andere Handlungen erwarten als nur diese weinerliche Hysterie, die man ihr zutraut und sogar noch in ihr berufliches Umfeld streut, was noch unglaubwürdiger wirkt.

Der Schlußteil würde diese eigentlich benötigte Bedrohlichkeit der Figur und ihrer tatsächlichen Absichten offenlegen, die der Film aber über weite Strecken vermissen läßt. Jedoch, für jene die mal eine neue Art der psychologisch intelligent, abgedrehten Version einer Person sehen wollen, die ihre Obsession auf andere überträgt, der kann sich diesem Film beherzt nähern, in dem zwar nicht alles stimmig ist, der aber für eine einmalige Sichtung eine stimmungsvolle Abwechslung bieten könnte, wenn man keine Perfektion durch den sonst so versierten Regisseur in allen Belangen voraussetzt.

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Kommentare

10.11.2019 14:30 Uhr - Kaiser Soze
DB-Co-Admin
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Hatte dazu den Trailer im Kino gesehen. War eigl sehr ansprechend, vor allem wg. Chloë Grace Moretz, die ich recht gerne sehe. Iwie ist der in Vergessenheit geraten. Danke für die Erinnerung durch dieses gute Review, das Lust auf mehr macht!

10.11.2019 14:33 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 18
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 6.128
10.11.2019 14:30 Uhr schrieb Kaiser SozeHatte dazu den Trailer im Kino gesehen. War eigl sehr ansprechend, vor allem wg. Chloë Grace Moretz, die ich recht gerne sehe. Iwie ist der in Vergessenheit geraten. Danke für die Erinnerung durch dieses gute Review, das Lust auf mehr macht!


Aber gern du alter Punktefanatiker^^^^

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