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Ghostfacelooker
Level 18
XP 6.058
Eintrag: 13.11.2019

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Paradise Beach

Herstellungsland:Frankreich (2019)
Genre:Action, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: - (0 Stimmen) Details
inhalt:
Eine Verbrecherbande hat sich nach Südthailand abgesetzt. Als Händler gehen sie dort nach einem erfolgreichen Coup am Strand einem paradiesischen Leben nach. Damit ist jedoch Schluss als ein ehemaliges Gangmitglied auftaucht, das nun seinen Teil vom Kuchen verlangt: Mehdi (Sami Bouajila) wurde damals beim Raubüberfall gefasst und saß 15 Jahre im Gefängnis. Für ihn gilt es nun, offene Rechnungen zu begleichen…
eine kritik von ghostfacelooker:

Regisseur und Autor Xavier Durringer, scheint Thailand schon immer im filmischen Aspekt zu faszinieren, denn mit Chok Dee einem halb autobiographischen Werk um den Muay Thai Kämpfer Dida Difat und seinen beiden Filmen Lady Bar und der Fortsetzung, begibt er sich mit diesem Film hier erneut in das Land des lächelnden Buddha, der käuflichen Liebe und der Thaiboxer.

Mit all dem, hat Paradise Beach nur am Rande zu tun, denn es geht im Großen und Ganzen um eine Gruppe von sechs Freunden aus Frankreich, die sich alle nach ihrem kriminellen Hintergrund dort nieder gelassen haben. Bis auf Mehdi, den man im Intro bei einer obligatorischen Schießerei verhaftet.

Doch die Figuren bleiben nicht nur über weite Strecken flach, auch wenn die Jungs optisch den Eindruck krasser Gangster machen, nein sie sind es. Gangster ist vor allem das Stichwort der visuellen Intension, denn Durringer scheint dem sich hierher verirrten und einer falschen Hoffnung unterlegenem Zuschauer, mit seiner Inszenierung eine Mischung aus thailändischen Panoramabildern und drittklassigem Musikvideo eines Möchtegern-Gangsta-Rappers bieten zu wollen, was alles zusammengenommen unausgegoren wirkt und auch durch den Sound im Hintergrund einiger Szenen unterstrichen wird.

Nehmen wir zum Beispiel Sonia Couling, die seit ihrem dreizehnten Lebensjahr modelt und in England Werbespots für L'Oreal drehte. Anstatt ihr eine tragendere Rolle zu geben, läßt man sie Aom, die Schwägerin von Mehdi, mit ausgesprochen ausgeprägtem Verständnis für fragwürdige Familienbande spielen.

Bei einem thailändischen Vater und besonders einer deutschen Mutter, dürfte man eigentlich von einer europäisch eingestellten Frau, davon ausgehen, daß sie ein wenig nervigere Fragen stellen würde, wenn sich herausstellt, ihr Schwager sei Typ ist, den der eigene Ehemann nie erwähnt hat und ihn nur mit den Worten beschreibt, daß er ein paar Krumme Dinger gedreht hat.

Gut es mag daran liegen, daß ihr Halbbruder der Polizeichef von Phuket ist und ihr Vater auch nicht gerade zimperlich, wenn es um „schwierige Angelegenheiten geht“, aber man könnte sich durchaus vorstellen, daß es im „richtigen Leben“ nicht damit abgetan ist, seiner Frau den eigenen Bruder fünfzehn Jahre zu verschweigen und dies dann damit zu rechtfertigen, daß man nicht darüber reden will, besonders wenn man ihm zuvor noch das eigene Heim als neues Zuhause angeboten hat

Oder aber Seth Gueko, dessen Künstlername von den um sich schießenden Brüdern des berühmten Blutsauermovies eines ehemaligen Videothekenangestellten stammt, und der seines Zeichens ein französischer Rapper ist, im Film so aussieht als sollte man sich besser nicht mit ihm anlegen aber es selbst fünf Jahre nicht hinbekommt seine beiden Nachtclubs von Halbstarken zu befreien, sondern alles Mehdi regeln läßt.

Dieser visuelle Subtext schließt immer wieder den Kreis zu meiner Vermutung, der Intension Durringer´s, oder aber dessen unfreiwilliiges Armutszeugnis mit diesem Werk selbst nicht gewusst zu haben, was er eigentlich inszenieren wollte, denn wenn er Mehdi (Sami Bouajila) indessen nicht gerade seltsame Dialoge abhälten oder die thailändisch, traumhaften Kulissen mit seiner Geliebten Julia (Mélanie Douty) unsicher machen und zur Waffe greifen läßt, dann sind dies kurze ebenso kaum actionlastig, oder nennenswerte Sequenzen.

Überhaupt kommt die Geschichte sehr schwermütig ins Rollen und man versucht noch halbgare Erinnerungen an den vom Kontext der befreundeten Gangster, her ähnlich, aber meisterhaft inszenierten Heat aufkeimen zu lassen, welche aber durch die teilweise auch peinlich anmutenden Dialoge und der noch billigeren Paris Hilton Imitation von Flore Bonaventura, als Tatiana unterstrichen wird, bei der man ja unbedingt die scheinbaren Macho-Allüren arabischer Männer inszenieren muß, um noch mehr Klischees im Film zu bedienen.

Dazwischen streut man wieder die ein oder andere kurze Schießerei, als Vorwand ein Actionfilm sein zu wollen, und wenn man keine einheimischen Feinde hat, die man sich aufgrund des eigenen Verhaltens zum Feind gemacht hat, geht man sich gegenseitig verbal an die Gurgel.

Interessanter mutet die letzte halbe Stunde, in der man sich aber zusammenfassend ebenso überwiegend im tümpligen Morast des vorherrschenden Dramas der Handlung befindet indem man das angestammte Waffengebrauchsrechts eines Films im Action-Genre, auf Kosten der Dialoge und des wiederkehrend flachen Wortgefechts der Protagonisten reduziert, obwohl man einige überraschende Akzente mit Aoms Figur und unerwarteten Wendungen zu setzen sucht, sodaß der Schluß vorhersehbarer kaum sein kann, sodaß man als Zuschauer eine filmische Enttäuschung mehr auf der Haben-, und einen erwartenden Actionfilm weniger auf der Sollseite seines Netflixkontos verbuchen kann.

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Kommentare

13.11.2019 16:09 Uhr - g-hot77
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Das kling ja nicht so dolle, laut Kurzbeschreibung hatte der mein Interesse geweckt. Vielen Dank für die Warnung bzw. diese ansprechende Rezension!

13.11.2019 16:16 Uhr - Ghostfacelooker
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13.11.2019 16:09 Uhr schrieb g-hot77Das kling ja nicht so dolle, laut Kurzbeschreibung hatte der mein Interesse geweckt. Vielen Dank für die Warnung bzw. diese ansprechende Rezension!


Kenne deinen Geschmack nur oberflächlich, und wenn man mehr auf Drama a la M73 oder diesen französischen Filmen steht in denen es um Cops oder Randgruppen geht und weniger geschossen wird, dann könnte der einem vielleicht gefallen, aber ansonsten....^^^^^^^^^
Danke dir

13.11.2019 21:10 Uhr - TheMovieStar
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Gut formuliertes Review, dass einen prima Eindruck vom Film vermittelt. Danke für die Arbeit und fürs Vorstellen.

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