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kokoloko
Level 10
XP 1.486
Eintrag: 17.11.2019

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Santa's Knocking - Pray You're on the Good List

(Originaltitel: All Through the House)
Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,33 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Die 22-jährige Rachel, die zu Weihnachten in ihrer Heimatstadt zurückgekehrt ist, befindet sich inmitten eines gnadenlosen, nicht enden wollenden Albtraums...
Wer ist der wahnsinnige, gesichtslose Killer, im Weihnachtsmann Kostüm, der bluttriefend und mordlüsternd von Haus zu Haus schleicht und die abgeschlachteten Mädchen und kastrierten Jungs vor den Stufen des alten Garrett Hauses verteilt, in dem vor 15 Jahren die kleine Jamie Garrett spurlos verschwand?
Als Rachel die Wahrheit und den Wahnsinn hinter der Maske des Killers herausfindet, versetzt sie diese Offenbarung in einen Schockzustand.
Denn es gibt eine eigene, kranke Verbindung, die Rachel eng mit dem Garrett Erbe in Verbindung bringt...
eine kritik von kokoloko:

Die Adventszeit klopft bald schon an die Tür, los geht die seelige Einstimmung in die beste Zeit des Jahres.

All through the house

Handgemalte Posterdesigns, gottverdammt, was eine Krux!
Denn einerseits ist mir natürlich bewusst dass die Poster im Normalfall nicht vom Regisseur selber erstellt, sondern in Auftrag gegeben werden und dass man, wenn dem doch so wäre, allenfalls eine Aussage über dessen kreatives Talent im Zeichen/Malen und nach wie vor nicht wirklich über die Qualität des Films erschließen könnte. Ich beurteile Filme ja schließlich auch sonst nicht nach Covern, die irgendwelche Schrottlabel-Praktikanten verbockt und in Boxen gebockt haben, aber gleichzeitig werde ich von einer schicken VÖ trotzdem mehr angesprochen, liebe handgemachte Cover wie von z.B. von "Dude Designs" und egal wie quälend scheiße die Filme teils auch sind oder zu sein scheinen, ich wäre immer noch prinzipiell interessiert, einfach weil wir keine billigen, lieblosen Designs haben, einen Regisseur mit gutem Geschmack in der Richtung und weil es auch irgendwie an die alten Zeiten erinnert, die ich nie erlebt habe aber gerne erlebt hätte und fremdnostalgiere... Diese alte Erfahrung aber halt auch, wenn das Cover das beste am Film war: Romantisiert das dann etwa den Inhalt? Vielleicht. Hat man beim Filmkonsum selber dann aber mehr Spaß an der Chose, GERADE mit hohen Erwartungen? Schwerlich.

Und somit wären wir auch schon bei "All through the house", einem amerikanischen "80s-style slasher film featuring a deranged Santa Slayer who rips through the town of Napa, California for some yuletide-terror", der ein imo großartig gruseliges, festliches Poster hat und dadurch, sowie durch die Prämisse und euphorisierte imdb-Wertungen, extrem einladend aussah, micht gehypt hat, für den ich vermutlich um die 20€ ausgegeben hätte. Zum Glück ist dem jedoch nicht so gekommen weil es den Film glücklicherweise uncut im O-Ton auf Amazon Prime gibt, sogar mit Subs, und er sich dort dann als leider Gottes reichlich uninspiriertes Billigslashervehikel in oftmals zu billiger Optik darstellt - Die Filmcheckerreview wirkte allzu niedermachend und fernab der anderen Kritiken, doch ich hätte besser hören sollen: "All through the house" macht nur eine Sache ziemlich richtig: Die Kills.

Denn die Kills in diesem Film sind, auch wenn die Anfangsszene da fast schon das Highlight darstellt was Effektarbeit angeht, äußerst gut getrickst, erbarmungslos, blutig, brutal und zweckdienlich - übertriebene Originalität sollte man nicht erwarten, meistens geht es mit Heckenschere oder ähnlich spitzem Objekt sehr schnell an Brust, Kragen, Bauch oder sonstwo hin, die Kamera hält schwankend hart drauf, insgesamt aber doch sehr fies, ziemlich humorlos und wär der Rest besser, hier hätte ein schön dreckiger, mieser Weihnachtsfilm entstehen können. Allerdings ist dem nicht so, da viele Erwartungen runtergeschraubt werden müssen: Die Maske des Killers sieht in echt nicht halb so cool, bedrohlich oder "professionell" aus wie auf dem Plakat, die Charaktere sind alle ziemlich dummes, unsympathisch bitchiges, sexhungriges und immerhin teils recht heißes Teeniefutter ohne viel Backstory oder Überraschungen. Logisches Verhalten, einen schnellen Pace oder audiovisuelle Schmankerl kann man auch so ziemlich streichen, da die Schnitte, das Sounddesign und die Optik immer wieder negativ auffallen oder halt "Low-Budget-Standard" sind, das teils grottige Schauspiel und die szenenweise Leere bzw. ewige Vorhersehbarkeit des Ganzen sorgt dann endgültig für unmotivierte Langeweile zwischen den Bluttaten.

Aber aber, ein paar Punkte zum Gegenhalten hat der Film dann ja doch noch: Einerseits gibt es eine reichlich gestörte, hier und da ganz gut etablierte und erzählte Backstory, demnach ein anderes Finale als man erwarten würde, einen Killer mit spezieller Körperteilpräferenz und Nacktheit gibt es hier und da natürlich auch noch, was den Film zur zynischen, billig gemachten und recht amateurhaften Fleischbeschau und -schlachtung vor Weihnachtssetting macht. Eben jene ist dafür in den "guilty pleasure"-Kategorien halt auch recht gelungen, wirkliche 80s-Atmosphäre, oder auch nur einen bemerkenswert sleazigen Grundton gibt es aber nicht zu bemerken, von dem starken ersten Kill mal abgesehen.

Als letzten Punkt angesprochen werden muss noch das Finale bzw. die Story, da hier tatsächlich halbwegs kreativ versucht wurde, etwas unerwarteten Konflikt und Backstory zu geben und das schauspielerisch hier und da immer wieder etwas vereinzeltes Talent durchschimmern lässt, bzw. zumindest Ambition mehr zu sein, als nur ein tumber Weihnachtsslasher ohne alles - geklappt hats nur halt trotzdem nicht. Im Endeffekt tu ich mich also sehr schwer mit "All through the house", weil der Film als sleaziger Exploiter oder spannender Weihnachtsslasher mit komplett neuem Cast und mehr Betonung auf Atmosphäre - der Soundtrack verbreitet weder Weihnachts-, noch Horrorstimmung und bleibt oft zu beliebig/charakterlos - bestens hätte klappen können, oder aber als Halbstünder genug Gore, Nacktheit, Dummheiten und Weihnachtsdeko gehabt hätte, um dauerhaft zu unterhalten. So aber sitzt der Film zwischen den Subgenrestühlen und kann als Slasher- oder Weihnachtsfilmallesgucker zwar noch goutiert werden, ein paar spaßige Szenen zum Lästern oder "Oh fuck, der macht ja echt ernst!" gibts allemal, der Weihnachtsfreund wird zumindest settechnisch schön eingestimmt und alles in allem bin ich zwar massiv enttäuscht, aber immerhin froh, keinen Cent für diesen allzu unoriginellen Standardmumpitz ausgegeben zu haben - 5/10 und 3/5 Weihnachtsstangen

5/10
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