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kokoloko
Level 10
XP 1.486
Eintrag: 17.11.2019

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Holidays - Surviving Them is Hell

(Originaltitel: Holidays)
Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Komödie

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,69 (16 Stimmen) Details
inhalt:
Feiertage können höllisch sein. Sei es der zu erwartende Stress mit Familienangehörigen, der Druck dem Mann ausgesetzt ist die passenden Geschenke zu finden oder dem Nachwuchs die Geschichten erzählen zu müssen, warum es die Feiertage überhaupt gibt. Warum kommt der Osterhase? ist der Weihnachtsmann echt? Wer bekommt die Valentins Karte und was gibt es zu Thanksgiving auf den Tisch... All dies führt in die obskure Welt von monströsen Kurzgeschichten, die uns hier präsentiert werden.
eine kritik von kokoloko:

Holidays


Eigentlich wollte ich ja einen reinrassigen Weihnachtsfilm gucken der mich auch überzeugt nachdem "Silent Night, Zombie Night" ja eher ein Reinfall war, dann sind wir beim Scrollen auf Netflix, auf der Suche nach einem Horrorfilm zum gemeinsamen Lachen und Gruseln dann aber auf "Holidays" gestoßen, der inhaltlich mit einer Weihnachtsepisode passabel genug erschien, um zur Zeit zu passen und auch zu unterhalten. Denn auch wenn der Film viel gescholten wurde, so liebe ich das Konzept natürlich trotzdem und hatte immer Bock, das Teil endlich mal zu gucken - nach der Sichtung jetzt weiß ich jedenfalls: Fürn Zehner wird er auch Mal im Regal stehen, wenn sich die Möglichkeit ergibt!

Denn anfangen tut der Film direkt mit "Valentine's Day" von Kevin Kolsch und Dennis Widmyer, den Jungs von "Starry Eyes" - sehenswerter Film - und die Episode ist direkt eine wunderbar zynisch-garstige, schwarzhumorige und ziemlich brutal-verstörende Rachegeschichte, genial gefilmt in kühlen Bildern, mit einer Hauptdarstellerin die das ganze an "Excision" erinnern lässt und schnörkellosem, wenn auch behutsamen Pace - absolut gelungener Einstieg, bis hierhin wirkt Holidays bereits hochqualitativ, aber auch noch "normal" indie - 8/10.

Dann jedenfalls folgt aber "St. Patrick's Day" von Gary Shore, der tatsächlich Dracula Untold verbrochen hat und hier präsentiert der Film dann auf einmal seine Wildcard und zwar derartig trippy, genial editiert, herausstechend abgefuckt, eklig, diabolisch, witzig und an einen der trippigsten und beängstigendsten Kultfilme der 70er erinnernd, dass man ihn nur feiern kann.  Ja, trashig wie Sau irgendwo, höchst entrückt und nicht gerade überzeugend, dafür aber wunderbar einfallsreich, frisch und abgefuckt, herzlich willkommen bei "Holidays" also  - Erneut 8/10.

Wurde jetzt also festgelegt dass "Holidays" sich quasi ALLES trauen kann was der Film will, dass er wirklich "out there" gehen kann ohne Rücksicht auf Verluste und mit den absurdesten Konzepten, so reizt die legendäre "Easter"-Episode von Nicholas "The Pact" McCarthy dieses Konzept dann aber auch wirklich derartig aus, dass einem Luft und Spucke wegbleiben und man sich nur noch ungläubig mit offenem Mund Wtf-fragend im Raum sitzt, was zum Teufel man denn gerade sieht, was für eine Story, was für eine Kreatur und gottverdammt warum ist das dabei aber erneut so geil gefilmt, atmosphärisch und unironsich spannend?  Richtig abgefuckt übertriebene Episode jedenfalls erneut und extrem sehenswert allein dafür, heilige Scheiße was haben wir uns gewundert nach den beiden Parts 8,5/10

In deutlich defensivere, zurückhaltendere Gebiete geht es dann mit dem sehr sprirituell-sektenmäßigen "Mother's Day"-Segment von der mir unbekannten Sarah Adina Smith, die hier aber ihr Talent dafür beweist, eine sehr trippige, meditativ-tranceartige Stimmung aufzubauen durch Sounddesign, extrem viele heiße nackte Frauen in Bädern, durch verschwommene Aufnahmen und esoterische Messen, bevor das Ende dann leider arg unpointiert und erwartet ausfällt, auch unterinszeniert - eine sehr atmosphärische und trippige Fingerübung aber trotzdem, demnach durchaus gelungen. 7/10

Das wahre Kleinod dieser Anthologie liefert dann aber der mir ebenfalls unbekannte Anthony Scott Burns mit seinem "Father's Day"-Segment, dessen sehr coole Prämisse sich einfach perfekt für einen Kurzfilm eignet, der hier auch durch ein fantastisch gewähltes und gefilmtes Setting - ein riesiger, verlassener Trailerpark - eine Mischung aus Drama, Nostalgie und extremer Verlaufsspannung nahezu perfekt realisiert wurde. Die Folge ist sehr verhalten und überzeugend gespielt und vertont, hat geniale Farben und Bilder, eine spürbare emotionale Anspannung von Anfang bis Ende - und nur eben jenes, das leider zu vorhersehbare und auf Krampf eingeschobene Extraelement trübt dann nur leider das Gesamtbild ein Stück weit, schade. Atmosphärisch sowie audiovisuell aber schon in der Synchro fantastisch! 9/10

Und nachdem man gerade also mehrfach von Regisseuren/innen überrascht, verzückt und begeistert wurde, die einem spontan vermutlich nicht direkt was gesagt haben, so kommt dann also der große, sympathische Indieheld und Fan-favourite Kevin Smith daher, der ja ach-so-krank sein will und dann mit seiner "Halloween"-Folg einfach richtig hart reinkackt: Die Episode hat nur einen ganz entfernten Bezug zu Halloween und ist in der ersten Hälfte im O-Ton vermutlich fantastisch, weil Harley Morenstein, der bärtige Frontmann der "Epic Meal Time"-Gruppe hier als asozialer Pimp einfach minutenlang möglichst fluchlastig seine drei Bitches beleidigen darf - auf deutsch ist das aber leider weniger unterhaltsam, wenn auch immer noch nett geschrieben und gecastet, keine Frage. Nach diesen unterhaltsamen Momenten der Dialogkomik kommt dann allerdings die zweite Hälfte und die ist gelinde gesagt pervers, eklig, sadistisch, unnötig ausgewalzt und absolut unlustig auf Dauer, zumal es quasi keine Pointe gibt. Ein Mini Torture-porn mit kranker Grundidee, aber weder gruselig noch witzig noch sexy, somit auch reizlos sobald die erste Hälfte rum ist, die Idee revealt wird und der anfängliche Schock weg ist, urgh. 3/10

Diese absolute Enttäuschung verkraftet, kann man sich dann jedenfalls auf "Christmas Day" von Scott "Legion", "Priest", "Dark Days" Stewart gefasst machen und ist also endlich bei meinem Grund angekommen, den Film hier überhaupt erst zu posten und ja, doch, ich wurde eigentlich nicht enttäuscht: Zwar hatte "V/H/S 2" bereits quasi die selbe Prämisse und hat daraus ein effektiveres, gebündelteres Geister-Schockfest gemacht, das zudem auch wesentlich pointierter geendet ist, dafür aber gibt es hier eine Prise Weihnachtsflair, schön trippige/sexy/abgefuckte Visionen, gutes Schauspiel und dazu die gewohnte Grundqualität des ganzen Projekts, dazu später mehr. Recht gelungen, kurzweilig und spannend jedenfalls: 7,5/10 und knappe 3/5 Zuckerstangen.

Als Finale folgt dann jedenfalls "New Year's Eve" von Adam Egypt Mortimer freuen, der eine optisch hochwertige, superb geschnitte und schicke kleine schwarzhumorige Episode mit ordentlichem Gore präsentiert, die sich schön steigert, recht spannend ist und das obwohl das Konzept so oder so ähnlich schon oft gesehen wurde - aber hey, erst dieses Jahr bereits eine deutlich schlechtere, 90-minütige Ausschlachtung des Themas gesehen. Auch 8/10, sehr kompetent und schick, hat mich tatsächlich direkt an die erste Episode erinnert, womit der Zirkel geschlossen wäre.

So, was gibt es abschließend also noch zu "Holidays" zu sagen? Schade fand ich es, dass man sich die beiden abgefucktesten und wildesten Episoden direkt nach dem Anfang angesehen hat und später, mit der Erwartungshaltung an reine Überraschungen dann eher sehr solide aber ernste und ruhigere Filme kriegt, denn wäre die Osterepisode zum Beispiel der letzte bleibende Eindruck, der dem Zuschauer im Gedächtnis bliebe, der Eindruck wäre ein ganz anderer vom ganzen Film, das sag ich euch
Extrem bemerkenswert ist dafür aber wie die Episoden sich eigentlich ALLE auf einem extrem hohen technischen Niveau befinden für im Endeffekt recht kleine Indiefilme und damit meine ich Beleuchtung und Editing, Sounddesign und Bildkadierung, da sind tastsächliche einige Herausstellungsmerkmale pro Episode zu finden, zusätzlich zu dem rein audiovisuellen Genuß, "Father's day" vorallem. Im Endeffekt hat man hier eine wunderbar abwechslungsreiche und unterhaltsame Kurzfilmsammlung die vorallem mit einem Kumpel, uninformiert und mit ner Tüte zu einer schönen Achterbahnfahrt zum Lachen, Staunen, Bilder genießen und gespannt/verwirrt/verängstigt sein wird, für lau auf Netflix zu sehen und O-Ton empfehlenswert, Rewatch wird nicht allzu lange auf sich warten lassen^^ Es gibt einige kleine Flaws, Längen oder schwache Enden, "Mother's Day" war vermutlich nur high genießbar und Kevin Smith halt selbst in dem Zustand ordentlich genervt obwohl er selbst Stoner ist, aber im Vergleich mit anderen Horror-Kurzfilmanthologien räumt "Holidays" auf jeden Fall gut ab: Knappe 8/10 und 3/5 Zuckerstangen - und somit besser als die beiden ersten "V/H/S"-Filme imho.
8/10
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Kommentare

17.11.2019 10:56 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Co-Admin
User-Level von sonyericssohn 19
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 7.053
Dies Werk kenn ich noch nicht. Hast mir die Zunge aber ganz schön langgezogen ;-)
Wird vorgemerkt !

Starke Vorstellung Koko !

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