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Total Recall - Die totale Erinnerung

Originaltitel: Total Recall

Herstellungsland:USA (1990)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Action, Science-Fiction,
Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,20 (196 Stimmen) Details
inhalt:
2084. Bauarbeiter Doug Quaid wird von Träumen gequält, in denen er ein Leben auf dem Mars führt. Um sich ein Bild von dem roten Planeten zu machen, bucht er eine virtuelle Urlaubsreise bei der Firma Recall Inc. Dabei wird eine künstliche Erinnerung an den Trip direkt ins Gehirn implantiert. Doch etwas geht schief und Quaid findet sich plötzlich in einer völlig neuen Identität wieder. Brutale Killer heften sich an seine Fersen und seine Frau eröffnet ihm, sie wäre Agentin für den Mars-Diktator Cohaagen. Quaids wahres Bewusstsein wurde manipuliert. Um seiner realen Identität auf die Spur zu kommen, bleibt ihm nur eine Chance: Er muss selbst zum Mars reisen und den Auftrag zu Ende führen, den sein reales Ich begonnen hat...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Vorab:
Ich kenne Philip Dicks Kurzgeschichte Erinnerungen en gros (1966 - OT: We Can Remember it for You Wholesale) die als Vorlage des Film gilt, leider nicht und gehe weder auf diese, noch auf die Neuverfilmung Total Recall (2012) ein.

 

Arnold Schwarzenegger, die steirische Eiche, Bodybuilder, Ex-Gouverneur, Schauspieler und einer der Kultfiguren des 80er- sowie 90er-Jahre-Actionkinos hat von Pumping Iron (1977) über die Terminator-Reihe (seit 1984) bis hin zu Last Action Hero (1993) diverse, absolut gelungene (Action-)Filme im letzten Jahrtausend abgeliefert. Mal kamen mehr, mal weniger komödiantische Anteile vor, mal als knallharter Actionfilm, mal (mit) im SciFi-Bereich, aber immer mit ihm als Hauptakteur. Einer seiner besten SciFi-Actionfilme (neben Predator (1987)) - angesiedelt im Jahr 2084, mit besiedeltem Mars, von dem Ressourcen abgeschöpft werden und eine Widerstandsbewegung um den Mutanten Kuato zu schaffen macht - ist und bleibt für mich

Die totale Erinnerung

(1990) von Regisseur Paul Verhoeven, der mit Starship Troopers (1997) einige Jahre später immerhin einen meiner Lieblingsfilme abgeliefert hat. Der 65 Millionen teure Actionfilm (Einspielergebnis: 262 Millionen Dollar), also Die totale Erinnerung, musste zwar leider fürs R-Rating gekürzt werden und hinterlässt uns Freunden des ungeschnittenen Films daher immer einen faden Beigeschmack, kann trotzdem aber mit diversen, brutalen Szenen aufwarten - von expliziten Kopfschüssen, 77 toten Menschen, 1 toten Ratte und 8 toten Goldfischen. Lustige Anekdote: Die totale Erinnerung ist in der Türkei meine ich ab 7 Jahren freigegen! Bei uns stand Die totale Erinnerung hingegen von 1991 bis 2011 auf dem Index und ist seither ungeschnitten ab 16 freigegeben - nur das 18er-Bonusmaterial mitunter beachten.

„Wenn die Dinge falsch gelaufen sind, spreche ich jetzt mit mir selbst
und Du hast ein nasses Handtuch um Deinen Kopf gewickelt“

Paul Verhoeven geizte keineswegs mit Verweisen und Anspielungen auf andere Filme. Der rote, blinkende Chip erinnert schon ans operierte Auge des Terminators (1984), der erste Mutant auf dem Mars sieht Dr. Evazan genauso ähnelt, wie die Mars-Soldaten der Besatzung des Todessterns in Krieg der Sterne (1977) und mit dem Handabdruck am Ende assoziiere ich irgendwie Mr. Spock, auch wenn hierzu glaube ich etwas Fantasie nötig ist. Dass der Chef von ReKall (Ray Baker) ausgerechnet McClaine und der Gästename im Hilton auf dem Mars Brubaker lautet, wird aber wohl kein Zufall sein. Das Hologrammding ist quasi schon 007-mäßig und ob oder warum Cohaagen (Ronny Cox) eine Anspielung an Kopenhagen sein soll, ist mir nicht bekannt, wäre aber generell möglich. Irgendwo kam meine ich auch die Elm Street in diesem Film vor...

„Betrachte das hier als Scheidung.“
„Das war also deine Frau? Was für ein Miststück!“

Der bunte Mix aus SciFi mit Effekten (Nahaufnahmen), die immer nicht gut sind bzw. (Landschaften usw.), deren Alter man etwas ansieht, aber nunja, Arnie sieht heute auch anders aus, also alles ok! Die Action und die damit einhergehende Gewalt ist wirklich gut umgesetzt. Dabei steht der Fokus natürlich auf Arnold Schwarzenegger, aber auch seine Filmehefrau Lori (Sharon Stone) sowie Richter (Michael Ironside), der Quaid jagt, erhalten gunug Spielzeit und können überzeugen. Satirische Einwürfe von Handlung, Umgang mit Menschen usw. bis Sprüche, wie „Kein Wunder, daß Du Alpträume hast, Du siehst Dir ständig die Nachrichten an.“ oder „Wer hat Ihnen befohlen zu denken?! Ich gebe Ihnen gar nicht genug Informationen, daß es sich lohnt zu denken. Sie werden nur das tun, was man Ihnen befiehlt!“ sind, wie gewohnt, über den Film verteilt eingestreut.

„Das verstehe ich. Mir wärs auch nicht Recht, wenn ein Kerl, wie Quaid, meine Alte vögelt.“
„Wollen Sie sagen, es hätte ihr gefallen?“
„Nein, ich bin sicher, sie hasste jede Minute davon.“

Für mich ist und bleibt Die totale Erinnerung gerade deshalb so gut, weil das Zusammenspiel der Darsteller, auch der 'Bösen', so herrlich funktioniert, Arnie zu Höchstform aufläuft, die Inszenierung mit allen Ideen / Effekten (Hologrammding, Frauenkostüm, aufquillen im Mars, Röntgengerät am Flughafen, die kultige Drei-busige-Frau usw.) sowie die beschriebenen Referenzen absolute Spitze sind und die Suche nach der Wahrheit bzw. der Vergangenheit mit allen Hürden und Änderungen den Film einfach nicht langweilig werden lässt. Kleine Anekdote am Ende: Der Mars-Soldat, der am Flughafen den Kopf fängt, der dann explodiert, ist derselbe, der verdutzt sein Gewehr anschaut, da das Hologramm nicht erschossen werden konnte.

10 von 10 Punkten

10/10
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Kommentare

18.11.2019 17:40 Uhr - McGuinness
1x
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Erfahrungspunkte von McGuinness 435
Eine durchweg runde Vorstellung, Herr Kaiser !

Habe den Film erst vor kurzem gesehen und muss sagen, dass ich ihn immer noch recht gut, allerdings nicht perfekt finde.
Ich weiß, dass es jetzt nicht ganz fair wirkt, wenn ich nun sage, dass man dem Film sein Alter anmerkt: Die Fahrt mit dem Zug über den Mars oder der Schauplatz in der Bar, sehen mir heutzutage zu stark nach Studioaufnahmen aus.
Beim " Terminator " merke ich dies weniger oder ich empfinde dies zumindest nicht so störend, obwohl dieser bereits 1984 gedreht wurde.

Vom Gewaltgrad her ist " Total Recall " immer noch recht ordentlich und Sharon Stone entlockt mir besonders am Anfang immer noch den ein - oder anderen sehnsüchtigen Seufzer.

Was mir aber immer noch gut gefällt, ist die Tatsache, dass man den Film aus zwei Perspektiven betrachten kann, nämlich einmal, dass Quaid tatsächlich Hauser ist und er wirklich auf dem Mars gewesen ist, bevor er zu " Recall " gegangen ist oder aber, er ist und bleibt Douglas Quaid und erlebt dieses phantastische Abenteuer tatsächlich während er bei " Recall " ist - tötet die Bösen, bekommt das Mädchen und rettet den Planeten - so wie er es bei seiner Feinabstimmung zuvor gewünscht hatte und wir sehen ebenhalt nur nicht, wie er am Ende wieder bei " Recall " erwacht.

" Total Recall " gehört definitiv zu Schwarzeneggers großen Erfolgen, doch nach meiner erst kürzlich letzten Sichtung, bin ich nur noch mit 8 / 10 Punkten dabei, da mir andere Werke mit " Big Arnie ", allen voran " Terminator ", " Phantom Kommando " und " True Lies " einfach mehr zusagen.

19.11.2019 09:47 Uhr - Mucki1979
1x
User-Level von Mucki1979 6
Erfahrungspunkte von Mucki1979 560
Genau wie das Review, finde ich den Film auch heute noch angenehm unterhaltsam. Ich stimme auch zu, dass einige Effekte, im Gegensatz zu Verhoevens fulminanten Vorgänger "Robocop", dann doch schlecht gealtert sind. Aber ein Kulstreifen ist er schon, der eine hohe Bewertung rechtfertigt.

In diesem Sinne, "see you at the party Richter"! :-D

22.11.2019 07:38 Uhr - Kable Tillman
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Auch "RoboCop" ist schlecht gealtert. Solltest ihn dir vielleicht nochmal anschauen. Von diesen uralten Sci-Fi-Actionklassikern sind "Terminator 2" und "Aliens" noch am besten gealtert.

Das Review vom Kaiser ist natürlich super. Knackig und auf den Punkt gebracht. Über den Film lässt sich auch nicht diskutieren. Unbestritten ein All-Fime-Favorite in Arnies Filmografie, der niemals langweilig wird, ganz egal wie oft man ihn schon gesehen hat.

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