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Eintrag: 19.11.2019

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Backtrace

Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Krimi

Bewertung unserer Besucher:
Note: 3,00 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Nach einem Raub mit einer Beute von 20 Millionen Dollar geraten MacDonald (Matthew Modine) und seine Komplizen in eine Schießerei. Einzig MacDonald gelingt es zu überleben. Allerdings zu einem hohen Preis: Der Dieb ist nun gefangen in einem Hochsicherheitsgefängnis und leidet an Amnesie. Er hat keinerlei Erinnerung daran, wo er das Geld vor der Schießerei versteckt hat – bis ihn an einem Tag drei Unbekannte aus dem Gefängnis entführen. Mittels experimenteller Medikamente versuchen sie, sein Gedächtnis wiederherzustellen, um das Versteck zu finden. Die Unbekannten begeben sich zusammen mit MacDonald auf Spurensuche durch Orte seiner Vergangenheit, während der Cop Sykes (Sylvester Stallone) und das FBI ihnen immer dichter auf die Fersen rücken.
eine kritik von themoviestar:

Ganz ehrlich, die Zeiten, in denen sich die großen Studios um Sylvester Stallone rissen, sind leider längst vorbei. Nach dem Totalflop Driven 2001 (Verlust von ca. 50 Millionen $) schien seine Kinokarriere am Ende zu sein, nur durch die Reaktivierung der einstigen Hitgaranten Rocky Balboa (2006) und John Rambo (2008) sowie durch die Nutzung der Starpower des Expendable Franchises (2010-2014) fand er den Weg zurück in die globalen Lichtspielhäuser. Versuche, ihn alleinig (Shootout 2012) oder mit Co-Star (Schwarzenegger - Escape Plan 2013; De Niro - Grudge Match 2013) einen rentablen Kinofilm stämmen zu lassen, scheiterten, deshalb griff Stallone wieder auf die Paraderollen Rocky (Creed I + II 2015 / 2018) und Rambo 5 (2019) zurück. Nebenbei gründete er sein Label Balboa productions und entdeckte eine weitere, profitable Einnahmequelle: Das Mitwirken in Billigproduktionen mit wenig Screentime ist schnelles Geld, Escape Plan 2 + 3 sowie auch Backtrace schlagen eindeutig in diese Kerbe.

Der "Genuss" dieses Actionkrimis mit akutem Actionmangel und ausgelutschtem Standard Plot ist mindestens genauso ermunternd wie Baldriankonsum zur Abendstunde oder so unterhaltend wie eine Sternzeichendeutung auf Astro TV. Bankräuber MCDonald (Matthew Modine) versteckt die 20 Millionen teure Beute und kann sich nach Schießerei und dem daraus resultierenden obligatorischen 7 jährigen Koma nicht mehr erinnern, wo den das Versteck wohl war. Damit er sich besser entsinnen kann, welch geistreiche Idee, bekommt er eine neuartige Droge verabreicht während er bei der Suche nach dem Geld und nach seiner eigenen Erinnerung zwischen die Fronten von anderen Kriminellen, korrupten FBI Agenten und der Polizei, sprich Sergeant Spikes alias Sylvester Stallone gerät. 

Dabei würde man es Regisseur Brain A. Miller zu einfach machen, die 08/15 Geschichte und seine hirnrissigen Wendungen sowie das begrenzte Budget als Entschuldigung für die mangelhafte Inszenierung zu akzeptieren, ich behaupte, dass es durchaus auch geschicktere Fädenzieher gibt, die aus überschaubaren Mitteln ein schmackhaftes Filmerlebnis kreieren können, zumindest eines, an dem sich das Publikum nicht verschluckt. Die eintönige, unspektakuläre Action ist technisch hundsmisserabel umgesetzt, sie wirkt dank dem Einsatz von nervöser Wackelkamera mit unpassendem Zoomfaktor extrem unübersichtlich und ist bis auf den anfänglichen Shootout Bankräuber versus Komplizen sowie dem etwas längeren Finale mit Schusswechseln in der Fabrik so gut wie gar nicht vorhanden. Dass das nicht gerade zur Spannungserzeugung beiträgt, ist selbsterklärend, dass Handlungsgerüst und auch die Schauspieler mit deren amateurhafter Dialogführung sowie Ihrem größtenteils lustlosen Acting schaffen es hier jedenfalls nicht, den Zuschauer in der großen "Actionpause" wenigstens einigermaßen bei Laune zu halten.

Darüber hinaus bestechen die Filmschauplätze wie z.B. eine alte Straße oder die herunter gekommene Lagerhalle für den Showdown sowie sämtliche verwendete Kulissen durch ihre qualitätsfremde Optik und tragen Ihren Teil dazu bei, dass genügend Geld vom Budget auf Stallones Konto fließen konnte, ob er diesen Lohn für seine "Mühen" nun verdient hat, steht auf einem anderen Blatt, ein Bein dürfte er sich offen gesagt nicht ausgerissen haben. Sichtlich "Angestrengter" dagegen sieht die Performance von Matthew Modine aus, der vielen noch aus Full Metal Jacket (1987) ein Begriff sein dürfte, er versucht zumindest seiner Rolle so etwas wie Charisma zu verleihen, was ihm phasenweise sogar gelingt, neben seiner Darbietung hat mir noch der Vollständigkeit halber der verwendete Filmscore zugesagt, er hat mich einige Male vor dem einschlafen retten können, nicht dass es noch heißt ich wolle den Film nur verreißen.

Bleibt zu hoffen, dass Backtrace Stallones letzter Ausflug in dunkle C-Movie Gefilde ist, welcher meiner Meinung nach den traurigen Höhepunkt einer unschönen Entwicklung darstellt. Im Prinzip ist ja nichts dagegen einzuwenden, solange wenigstens ein bisschen auf die Qualität geachtet wird, Escape Plan 3 war da noch der ansehbarste Vertreter seiner letzten 3 Low-Budget Streifen, die anderen beiden Unterhaltungswunder sind zum in die Tonne kloppen. Für die Endwertung Positives zu finden, ist wie die berühmte Nadel im Heuhaufen suchen, zu langweilig und qualitativ minderbemittelt ist das Endprodukt ausgefallen. Einen Punkt verdient sich der bemühte Matthew Modine, einen komulierten Punkt vergebe ich für den annehmbaren Filmscore und dafür, dass es überhaupt Action gibt, auch wenn diese mehr schlecht als recht ausgefallen ist, 2/10 Punkte.

2/10
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Kommentare

20.11.2019 00:01 Uhr - Ghostfacelooker
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Stallone braucht keine Studios, sie brauchen ihn^^^^^^^.
Nein aber ehrlich gesagt dreht der gute Mann trotz des ein oder anderen "Flops" unbeirrt weiter und das finde ich gut, denn eines Tages wird er so oder so am Filmhimmel fehlen, aber bis dahin soll er ruhig noch strahlen, wenn auch hin und wieder mal weniger leuchtend

20.11.2019 08:05 Uhr - TheMovieStar
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@Ghost: Danke Dir für deine Rückmeldung. Den Einleitungsabsatz habe ich bis auf die Formulierung "leider" in der ersten Zeile bewusst ohne Emotionen gehalten und rein mit Fakten versehen, die sich ausschließlich auf das finanzielle Abschneiden seiner Spätwerke beziehen, es ist eine Art Ursachenforschung warum er so Filme wie Backtrace oder Escape Plan 2 nötig hat. Ich persönlich liebe Shootout (Wertung bei mir zwischen 9 und 10, ich war damals mehrmals im Kino), ein geiler Film oder auch der erste Escape Plan hat mir sehr gut gefallen aber aus rein wirtschaftlicher Sicht blieben sie halt nun mal hinter den Erwartungen zurück und das entscheidet mit darüber, welche weiteren Angebote er bekommt.

Ich behaupte, wenn der Shootout, der nach den beiden ersten kommerziell sehr erfolgreichen EX Filmen (die ich auch Spitze fand) rauskam und der erste Sly Kino Film mit ihm als alleinigen Hauptstar außerhalb der Rocky bzw. Rambo Serie seit Driven war , nicht so an den Kinokassen abgesoffen wäre, hätte es danach bestimmt auch noch weitere bessere Angebote für Sly gegeben, dass war für mich der jüngere Knackpunkt, warum die größeren Studios weiterhin einen Bogen um ihn machten und er sich halt dann doch wieder Rocky (Creed Filme) bzw. Rambo widmete, wo mir persönlich auch sehr gut gefallen haben.

Das der Backtrace ein Rohrkrepierer ist, hat sich für mich bei der Sichtung leider auch als Fakt herausgestellt und dass muss dann selbst ein eingefleischter Slyfan wie ich es einer bin, erkennen. Ich habe prinzipiell nichts gegen B-Movies, nein ich bin sogar ein Fan davon, mir hat selbst der dritte Escape Plan gefallen, den viele durch den Kakao gezogen haben. Aber eine gewisse Qualität kann man auch im B Bereich liefern, so lange er das irgendwo tut, habe ich nichts dagegen, dass noch viele weitere Filme kommen, Werke wie Backtrace braucht es jedoch nicht mehr unbedingt.

20.11.2019 09:16 Uhr - Kable Tillman
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Ein feiner Verriss, gefällt mir. Habe "Backtrace" noch nie gesehen und das wird sich nach deiner Kritik auch nicht ändern. Die einzigen, von denen ich mir so gut wie jede Gurke antue, sind meine Jugendhelden Seagal und Van Damme.

20.11.2019 11:40 Uhr - TheMovieStar
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@Kable: danke für deine Rückmeldung und dein Lob. Mit Backtrace hast du wirklich nichts verpasst deswegen würde ich dir empfehlen eine Sichtung in diesem Fall auszulassen.

Was für dich Seagal und van Damme zu sein scheint ist für mich Sylvester Stallone, von dem ich so ziemlich alles anschaue und bei meinen Bewertungen auch oft eine gewisse Fan Brille auf habe, doch selbst diese hilft bei Backtrace herzlich wenig 😉

20.11.2019 16:00 Uhr - sonyericssohn
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Klingt wie der berühmte Griff ins Klo.
Danke für die angenehm verfasste Warnung ;-)

20.11.2019 19:23 Uhr - McGuinness
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Erneut eine tolle Vorstellung von dir 😉👍🏻

Werde um diese Produktion einen weiten Bogen machen und lieber nochmal " Cliffhanger ", " Rocky " oder " Rambo " in den Player werfen 😁

20.11.2019 20:23 Uhr - TheMovieStar
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@ Sony: Danke für deine Rückmeldung und dein Lob. Kein Problem gern geschehen :-)

@MC Guinness: Auch dir danke für deine Rückmeldung und den Lob. Das ist eine gute Idee von dir, lieber Cliffhanger, Rocky oder Rambo nochmal gucken :-)

20.11.2019 23:09 Uhr - FordFairlane
1x
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Bei der Kritik bin ich ganz bei dir, obwohl ich finde das die 2 von 10 Sterne etwas zu hoch sind. ; , D haha
Backtrace ist eine echte Kundenverasche und selbst für Direct-to-Video Fans unter aller Kanone.
Ein vollkommen belangloser Cop-Film. Am schlimmsten war die Synchron von Sly, einen noch schlechteren Sprecher hätte man nicht auswählen können.

21.11.2019 11:53 Uhr - TheMovieStar
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@ Ford: Danke für deine Rückmeldung und dein Lob. Ja hier haben wir die gleiche Meinung zum Film, der taugt wirklich nichts.

22.11.2019 01:43 Uhr - Punisher77
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Im Gegensatz zu Deiner Kritik, die ich mit Genuss bis zum Ende gelesen habe, habe ich mir den Trailer zum Film nicht einmal bis zum Ende angeschaut, da mir das alles zu billig und zu schlecht aussah - und Dein Review bestätigt mich in dieser Entscheidung, und obwohl ich wahrlich ein Stallone-Fan bin, wird dieser Streifen wohl nie in meiner Sammlung/in meinem Player landen.

Zu Beginn Deiner Kritik schreibst Du völlig richtig, dass Stallone sein Comeback vor allem der Reaktivierung seiner ikonischen "Rocky Balboa"/"John Rambo"-Rollen verdankt. Das war im Grunde aber schon immer so. Wenn man sich z.B. die ach so glorreichen Achtzigerjahre ansieht, hat Stallone im Grunde nur mit "Rocky 3 &4" sowie "Rambo & Rambo 2" echte Erfolge gehabt. Filme, die von diesen Rollen abwichen ("Flucht Oder Sieg", "Die Senkrechtstarter") blieben ebenso hinter den finanziellen Erwartungen zurück wie Varianten seiner Stammrollen ("Die City-Cobra" / "Over The Top"). Am Ende schaffte er es nicht mal mehr mit "Rambo 3", bzw. "Rocky 5" echte Hits zu landen. Auch in den Neunzigern sah es nach "Cliffhanger" nicht viel besser aus, da sich Filme wie "The Specialist" oder "Assassins" nur durch die Einspielergebnisse außerhalb der USA über die Runden retten konnten. Und das bisherige Einspielergebnis des fünften "Rambo"-Films zeigt, dass die Zeit (zumindest einer) seiner ikonischen Rollen abgelaufen ist.

Vielleicht wäre es gut für Sly, permanent auf den Regieposten zu wechseln, wie es auch Clint Eastwood getan hat...den Regie führen - so finde ich - kann er. Angeblich bereitet Stallone derzeit einen Film über das Leben des Boxers Jack "Galveston Giant" Johnson vor ... das ist doch etwas, worauf man sich freuen kann.

22.11.2019 12:36 Uhr - TheMovieStar
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@ Punisher: Vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung und dein Lob. Wir haben in vielerlei Hinsicht hier die gleiche Meinung, nur in den 80ern sehe ich das noch ein kleines bisschen anders und differenzierter. Flucht oder Sieg, Senkrechtstarter, Over The Top und Lock Up waren wirtschaftliche Totalflops. City Cobra hat bei einem Budget von 25 Millionen 50 in den Staaten eingespielt und um die 160 Mille weltweit, hier kann man definitiv von keinem Flop sprechen, ebenso waren die Zahlen von Tango & Cash auch in Ordnung mit ca. 60 Millionen in den USA. Rambo 3 und Rocky 5 sollte man auch differenzieren, die knapp 190 Millionen weltweit von Rambo 3 ließen nochmal die Kassen klingen, obgleich natürlich das nur noch 53 Millionen Dollar US Einspiel gegenüber 150 Millionen vom Vorgänger schon eine Enttäuschung war. Bei Rocky 5 stimme ich dir zu. In den 90ern hatten neben Cliffhanger Demolition Man und The Specialist gute Ergebnisse in den Staaten (jeweils ca. 60 Millionen) und weltweit war der Umsatz auch ok. Die Flops der 90er waren: Stopp, Oscar, Assassins, Daylight und Judge Dredd. Cop Land hingegen war wirtschaftlich ein Erfolg da hier das Budget nur 15 Millionen Betrug der Film alleine in den Staaten aber 45 Mille einspielte.

Ich habe kein Problem damit, wenn er zukünftig auch in B Filmen mitspielt, wenn diese eine ordentliche Qualität haben und nicht so schlecht runtergekurbelt sind wie Backtrace. Regie führen ist natürlich auch nicht verkehrt.

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