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Metro: Last Light

Alternativtitel:Metro 2034
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,83 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Wir haben das Jahr 2034. In den U-Bahn-Schächten unter den Ruinen des apokalyptischen Moskaus müssen sich die letzten Überlebenden der Menschheit gegen tödliche Bedrohungen von außen und innen erwehren.Auf der Jagd durchstreifen Mutanten die Katakomben unter der trostlosen Oberfläche und dem vergifteten Himmel darüber. Doch anstatt sich zu vereinen, befinden sich die Stationsstädte der Metro im Kampf um die ultimative Macht: ein Weltuntergangsgerät aus den Armeekammern von D6. Ein Bürgerkrieg brodelt, der die Menschheit für immer vom Antlitz der Erde tilgen könnte. Als Artyom, von Schuld gezeichnet und Hoffnung angetrieben, halten Sie den Schlüssel für unser Überleben in Ihren Händen - das letzte Licht in unserer dunkelsten Stunde ...
eine kritik von the hitman:
Die Metro ruft wieder! Zeit also für Artyom -dem Anti-Helden aus dem Vorgängerspiel Metro 2033 und der gleichnamigen Buchreihe- erneut die Gasmaske über zu ziehen. Dabei war ein erneuter Einsatz seinerseits ein wenig steinig, hat Publisher THQ im letzten Jahr Insolvenz anmelden müssen. Fans der Metro durften also kurzzeitig bibbern. Doch die Rettung war nicht fern. Deep Silver (ein Tochterunternehmen der Koch Media GmbH) erwarb die Lizenz in einer Auktion für rund 6 Millionen Dollar. Damit war das Überleben des neuen Metro: Last Light-Titels gesichert. Lediglich der Erscheinungstermin wurde vom März auf den Mai verschoben, um dem Spiel noch in aller Ruhe den letzten Feinschliff zu verpassen.
Und es hat sich gelohnt!

Zur Story:
Last Light schließt direkt an den Vorgänger an und spielt 1 Jahr nach dessen Ereignissen (weshalb der Titel ursprünglich Metro 2034 lauten sollte), ignoriert dieses Mal aber die Handlung aus der Buchreihe und erzählt eine eigene Geschichte. Artyom wurde nach seinem "Sieg" über die Dark Ones zum Ranger in der Untergrundgruppe "The Order" befördert, dessen Captain Miller allerdings die Meldung erhielt, dass erneut ein solches Wesen an der gefährlichen Oberfläche des verstrahlten Russlands gesichtet worden sein soll. Sogleich erhält man den Tötungsbefehl für das Überbleibsel und wird auf der Suche nach dem Dark One prompt in Gefangenschaft genommen. Von hier aus gerät Artyom in eine Geschichte aus Freundschaft, Korruption, Verrat, Schuld, Loyalität und menschlichen Abgründen, die dermaßen dicht und packend erzählt wurde, das der Ausgang eines einzelnen Schicksals, niemals langweilig oder uninterssant wird. Die Qualität bleibt dabei bis zum Ende auf sehr hohem Niveau.
Wer den Vorgänger gespielt hat, wird sich gleich heimisch fühlen, in dem er mit bekannten Gesichtern überrascht wird oder die einzelnen Fraktionen wieder erkennt. Neueinsteiger müssen sich aber nicht vor den Wissenslücken fürchten, wenn sie Begriffe wie The Order oder Dark Ones (noch) nicht zuordnen können. Tagebücher, Unterhaltungen usw. geben schnell Aufschluss, wie der Hase in der Metro läuft.

Zum Game(play):
Metro: Last Light spielt -wie sein Vorgänger- aus der Ego-Perspektive. Artyom kann 3 Waffen gleichzeitig mit sich tragen, sowie einen Haufen an Kleinkram darunter Wurfmesser, Granaten, Minen, aufladbare Taschenlampe und Nachtsichtgerät, Feuerzeug usw. Seine Armbanduhr zeigt auch dieses Mal wieder die Uhrzeit in Echtzeit (dieses Mal digital) an, sowie -wenn sie aufgesetzt wurde- den verbleibenden Luftfilter für die Gasmaske in den verstrahlten Außengebieten. Für Schleicheinsätze und Meuchelmorde wichtig: Das Sichtbarkeits-LED. Apropos Schleichen: Das wurde im Gegensatz zum Vorgänger in jedem Fall verbessert. Die Levels sind nun von Anfang an auch auf den Schleichweg ausgelegt, der entweder per Leiter nach oben über Rohre und Kränen führt oder nach unten in nasse, stinkende Kanäle. Mit vergleichbaren Schleichspielen wie Thief oder Deus Ex etwa kann die Metro in dieser Disziplin zwar noch nicht mithalten, lässt sich aber in einem etwaigen Nachfolger aber gewiss noch weiter ausbauen. In der aktuellen Version stören sich die Gegner bei Dunkelheit selten auf Tuchfühlung mit Artyom, ein möglicher Patch könnte unter Umständen Abhilfe schaffen.
Die Bastelmöglichkeiten bei den Waffen erleben auch ein Wiedersehen. Gegen Vorkriegsmunition (die Währung im Spiel), kann man seinen Colt beispielsweise mit einem Schalldämpfer versehen, während das Maschinengewehr mit einem speziellen Lauf gegen Überhitzung ausrüsten kann. Man muss schließlich für jede Situation sein entsprechendes Werkzeug mitbringen. Wird in so manchem Gefecht die Muntion knapp bzw. Geht aus, lässt sich durchaus auch die Währung in die Waffen laden, somit erhält man die sogenannte "Hochgeschwinidgkeitsmunition", die erhöhten Schaden anrichtet. Selbstverständlich lässt sich altes Schießgerät auch wieder gegen hartes Blei eintauschen. Ein Waffenparadies a la Borderlands ist allerdings nicht zu erwarten, maximal lassen sich bis zu 3 Modifizierungen gleichzeitig an den Knarren vornehmen.
Wie bereits erwähnt benötigt man für Außeneinsätze Filter für Artyoms Gasmaske. Doch damit nicht genug, in heftigen Gefechten kann die Maske auch mal Sprünge oder Löcher abbekommen, dann gilt es schnellstmöglich Ersatz zu finden. Blutspritzer, Fliegen, Schlamm oder Wasser muss man sich -um den Überblick zu behalten- übrigens ab sofort auch vom Visier wischen. Gerade bei späteren Kämpfen mit den Mutanten hat man sonst null Durchblick mehr, da es von wirklich allen Seiten auf den Bildschirm sprudelt.
Da es in der Metro und auch an deren Oberfläche gewaltig strahlt, gibt's wieder allerhand mutiertes Futter für die Flinte. Neben einigen bekannten aus dem Vorgänger haben sich zum Beispiel mutierte Riesenspinnen dem Repertoire hinzugefügt, die sich mit Munition kaum verletzen lassen, hier hilft nur ein Strahl mit der Taschenlampe. Daher sollte man stets mit vollem Akku in einen mit Spinnweben verhangenen Gang eintreten. Menschliche Kontrahenten aus feindlichen Fraktionen gilt es selbstredend auch zu beseitigen oder zu umgehen, ganz wie es einem beliebt. Während bei den Mutanten meist nur "Draufhalten" angesagt ist, lassen sich die Militärbrüder auf Wunsch subtil aus dem Weg räumen. Mit dem bisherigen Schleichsystem (siehe weiter oben) ist das an sich auch überhaupt kein Problem. Den ein oder anderen Bossgegner darf man auch wegputzen, diese Auseinandersetzungen halten sich allerdings in Grenzen.
Für etwas Abwechslung sorgen die Abschnitte mit dem Schienenwagen oder dem Fischerboot, die das Spiel sprichwörtlich kurzzeitig in einen "Rail-Shooter" (wie etwa House of the Dead) verwandeln. Hier prasselt das mutierte Vieh von allen Seiten ran. Was dabei zu tun ist, liegt auf der Hand.

Zur Atmosphäre:
...denn die macht einen gehörigen Teil des Spiels aus! Wie in der Einleitung schon erläutert, ist die Geschichte schon äußerst dicht erzählt, die meist sehr beklemmende Atmosphäre leistet ihr übriges.
Erneut wird man für gewisse Entscheidungen und Abläufe im Spiel unterschiedliche Enden sehen, die von einem versteckten "Moral System" entsprechend bewertet werden. Die Entwickler machen diesbezüglich auch fast vor nichts halt und zeigen die Menschen in so manchen Situationen von ihrer absolut dunkelsten Seite, die der Spieler zum Teil beeinflussen darf und beschließt zu helfen oder auch nicht.
Doch nicht alles in der Metro ist von Angst und Schrecken durchzogen. Die Theateraufführung stellt beispielsweise eindrucksvoll dar, das auch, wenn die Menschen fast alles verloren haben, es noch Lichtblicke und Spaß geben kann. Sowohl das Eine wie auch das Andere ist dem Team von 4A Games hervorragend gelungen.
Trotz dieser kleinen Hoffnungsschimmer wird von den Machern wieder die Unfähigkeit der Menschen, die selbst in Extremsituationen nicht in der Lage sind ein geordnetes und friedvolles Miteinander aufzubauen angekreidet und imposant dargestellt.
Weitere Highlights: Die Flashbacks, die Artyom in manchen Momenten vor dem atomaren Super-Gau erlebt, gehen unter die Haut und lassen einen mit offenem Mund zurück, von der anschließenden Gänsehaut ganz zu Schweigen. Erwähnenswert ist in jedem Fall auch die Stimmung der Außenlevels, Geisterstädten gleichen: Die zerstörten Häuser, das Geröll und der Schutt überall, mittendrin die furchtbaren Mutationen, ein ungemütliches Kinderlachen, skelletietre Menschen und tanzende Silhouetten, die noch nicht zur Ruhe gekommen sind. Man könnte schier endlos jede mögliche Kleinigkeit aufzählen, die einfach dermaßen perfekt in Szene gesetzt wäre, aber das MUSS einfach jeder, der bedrückendes zu schätzen weiß, selbst erleben!

Zur Technik:
Die Grafik kann sich in jeder Hinsicht sehen lassen. Metro: Last Light braucht sich vor aktuellen Konkurrenten wie Far Cry 3, Crysis 3 oder Battlefield 3 nicht zu verstecken. Die hausgemachte und überarbeitete 4A Engine kann auf HD-Auflösung und mit aktivierten Zusatzoptionen voll und ganz glänzen. Besitzer entsprechender Hardware können sich auf dem PC alternativ NVIDIAs 3D Vision auf die Netzhaut brennen und regelrecht in die Welt der Metro eintauchen. Im Detail können die Charakter- und Gesichtsanimationen nicht vollends mit den Modellen aus Far Cry 3 mithalten, wird aber durch das ansonsten stimmige Gesamtbild mehr als ausgeglichen und kaum getrübt. Fest steht: Wer die Wahl und die nötigen Gerätschaften hat, sollte sich den Edel-Shooter auf dem PC mit DirectX 11-, Advanced PhsyX- und Tesselationseffekten zu Gemüte führen.
Die Soundeffekte und Musik sind auch nicht von schlechten Eltern. Waffen geben einen kräftigen Rumms ab, die Musik unterstreicht die entsprechende Szenen entweder mit ruhigen, düsteren Gittarenklängen oder treibenden Elektro-Einlagen in Kämpfen oder Schleichpassagen und die Sprecher sind professionell und passend zu ihrem Charakter gewählt (z. B. Lance Henriksen oder Nolan North).

Zum Blood & Gore:
Gorehounds kommen hier nicht auf ihre Kosten. Das Spiel bietet nicht mehr als Bluteffekte beim Beschuss oder das Durchschneiden von Kehlen bei etwaigen Schleichangriffen. Blutige Einschusslöcher an den Körpern sind sichtbar. Splattereffekte wie abtrennbare Körperteile oder Blutfontänen gibt es nicht zu sehen. Das höchste der Gefühle stellen die gelegentlich verstümmelten Leichen dar. Die Stärke des Spiels liegt hier eindeutig in seiner Atmosphäre und Geschichte, die sich sowohl als auch an Erwachsene Zocker richten.
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