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Punisher77
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Eintrag: 01.12.2019

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Der New York Ripper

(Originaltitel: Lo squartatore di New York)
Herstellungsland:Italien (1982)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror, Krimi, Splatter, Thriller,
Mystery
Alternativtitel:Lucio Fulci's New York Ripper
Der Schlitzer von New York
New York Ripper
The New York Ripper
Manhattan Ripper
Psycho Ripper
The Ripper

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,71 (86 Stimmen) Details
inhalt:
New York wird von einem äußerst brutalen Serienmörder terrorisiert, der es nur auf Frauen abgesehen hat. Sein markantestes Merkmal ist die absurde Stimme, die an eine Ente erinnert. Da er seine Opfer scheinbar wahllos auswählt, fehlt dem ermittelnden Kommissar Lt. Fred Williams (Jack Hedley) bisher jede Spur und so wendet er sich an den Psychologen Dr. Davis, der ein Profil des Killers erstellen soll. Zwischenzeitlich begeht der Mörder seinen ersten Fehler und hinterlässt eine schwer verletzte Zeugin, deren Beschreibung die Polizei nach einem Mann mit zwei fehlenden Fingern fahnden lässt. Doch auch hier wird man bald feststellen, dem Falschen nachgejagt zu haben, während der eigentliche Täter weiter sein perfides Spiel spielt...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                                    DER NEW YORK RIPPER

Von 1979 bis 1982 drehte der italienische Regisseur und Drehbuchautor Lucio Fulci die Filme, wegen denen er wohl den meisten Horror/Splatterfilm-Fans auch lange nach seinem Tod immer noch ein Begriff ist. Filme wie Woodoo – Schreckensinsel Der Zombies (1979), Über Dem Jenseits (1981) und natürlich der berühmt-berüchtigte Ein Zombie Hing Am Glockenseil (1980) verhalfen Fulci zu einem zweiten Karrierefrühling, brachten aber auch zahlreiche Jugendschützer auf die Barrikaden, so dass zahlreiche seiner Werke von Schnittauflagen, Indizierungen und Beschlagnahmungen betroffen waren. Aus dieser Zeit stammt auch Der New York Ripper, Fulcis wahrscheinlich umstrittenster Film überhaupt. In Deutschland ist der Film nach wie vor beschlagnahmt und in Großbritannien darf das Label Shameless Films den Streifen, der in New York und Rom gedreht wurde – trotz einer Freigabe ab 18 Jahren – lediglich in einer gekürzten Fassung vertreiben.

Ein sadistischer Frauenmörder versetzt New York in Angst und Schrecken. Lieutenant Fred Williams (Jack Hedley – James Bond 007 – In Tödlicher Mission, 1981), der ermittelnde Polizist, tappt im Dunkeln … das einzige ihm bekannte Erkennungsmerkmal des Killers ist seine Donald Duck-artige Stimme. Da er allein nicht weiterkommt, sucht Williams Hilfe bei dem Psychologen Professor Paul Davis (Paolo Malco – Das Haus An Der Friedhofsmauer, 1980), der ihm helfen soll, ein Profil des Serientäters zu erstellen. Diesem bleiben Williams´ Nachforschungen natürlich nicht verborgen, so dass er bald dessen Bettgenossin, die Prostituierte Kitty (Daniela Doria – Das Haus An Der Friedhofsmauer, 1980), ins Visier nimmt …

Es gibt Filme, die wollen bei der ersten Sichtung nicht zünden. Aber man schaut sie sich - auch wenn das für viele wahrscheinlich völlig unverständlich ist, da unsere Zeit auf Erden begrenzt ist – im Abstand von ein paar Jahre dann doch noch ein zweites oder drittes Mal an, in der Hoffnung, dass man den Film doch noch „versteht“ oder ihn doch noch gut findet. Manchmal klappt´s manchmal nicht. Clint Eastwoods Meisterwerk Erbarmungslos (1992) habe ich mir, als er in die Videothek kam, ausgeliehen und nach einer knappen halben Stunde ausgemacht … als Sechzehnjähriger fand ich den Film, da ich aufgrund der Inhaltsangabe auf dem Backcover einen actionreichen Rachewestern erwartet hatte, stinklangweilig. Seit einer zweiten Sichtung im jungen Erwachsenenalter vergöttere ich den Film. Manchmal klappt´s aber auch nicht – obwohl ich ein großer Charles Bronson-Fan bin, hat mich auch eine dritte Sichtung von Ein Mann Wie Dynamit (1982) keines Besseren belehren können. Der Film ist und bleibt für mich einer der schwächsten Bronson-Streifen. Was das alles mit dem New York Ripper zu tun hat? Als ich den Film zum ersten Mal im Rahmen der „Schwarzen Serie“ von Astro gesehen habe, blieben nur die Splatterszenen dauerhaft im Gedächtnis, den Rest fand ich – der ich zu dieser Zeit im US-Slashermovie-Rausch war und so gut wie keine Erfahrung mit italienischen Genrefilmen hatte – eher mäßig bis öde. Das änderte sich mit der zweiten Sichtung nur bedingt. Doch heute ist es tatsächlich so, dass ich dem New York Ripper – auch wenn er meiner Meinung nach nicht zu Fulcis besten Filmen zählt – durchaus etwas abgewinnen kann.

Dass Der New York Ripper Lucio Fulcis wohl umstrittenster Film ist, kommt nicht von ungefähr – er ist düster, dreckig, über alle Maßen brutal und – laut der Meinung so mancher Kritiker – ein Beleg dafür, dass Fulci ein ausgewiesener Frauenfeind gewesen sein muss. Und auch, wenn es – gerade was den letzten Punkt angeht, den es aber noch zu diskutieren gilt – merkwürdig klingt: daran liegt der große Reiz des Schlitzerfilms, der geradezu wie ein Gegenpol zu den amerikanischen Slashermovies bildet, die Anfang der Achtzigerjahre in Mode waren.

Die Thrillerhandlung des Films, also die Jagd auf den Täter, ist dabei noch nicht einmal besonders spannend geraten. Natürlich gibt es – schon aufgrund der grausamen Morde – eine Reihe von Momenten, die (nicht nur) beim zartbesaiteten Zuschauer für mächtig Puls sorgen dürften, und Fulci zeigt in etlichen Szenen, dass er weiß, wie man Spannung aufbaut, aber die Ermittlung der Identität des Mörders hat man in vielen ähnlichen Genrestreifen deutlich packender gesehen. Auch die Auflösung des Films mag vielen Zuschauern etwas zu holprig sein. Nun könnte man meinen, dass sich viele Fulci-Filme, die Fans und Kritiker heutzutage als Meilensteine des (europäischen) Horror – bzw. Splatterfilms bezeichnen, nicht gerade durch ihre brillanten Plots auszeichnen. Das mag zutreffen, aber bei Filmen wie Ein Zombie Hing Am Glockenseil (1980) oder Über Dem Jenseits (1981) konnte man erzählerische Defizite mit ihrer phantastischen, traumartigen Atmosphäre entschuldigen. Dieses Argument gilt bei Der New York Ripper allerdings nicht, da der Streifen innerhalb eines realistischen Rahmens stattfindet.

Auch hinsichtlich seiner Besetzung gibt es Licht und Schatten. So hat man z.B. toughere und entschlossenere Ermittler als Jack Hedley gesehen, und auch Paolo Malco agiert relativ farblos im Vergleich zu seiner Leistung in Das Haus An Der Friedhofsmauer (1981). Dafür bietet Der New York Ripper mit Howard Ross (Ein Mann Gegen Die Mafia, 1977) einen einprägsamen Widerling und mit Alexandra Delli Colli (Zombies Unter Kannibalen, 1980) als triebgesteuerte Jane Forrester Lodge eine Frauenfigur, die man ebenso wenig vergisst wie Ross´Charakter. Aber trotz dieser beiden solide agierenden Cast-Mitglieder liegen die Stärken des New York Ripper woanders.

Womit Der New York Ripper aber wirklich punkten kann, ist, dass er ein in einen Splatter – bzw. Serienkillerfilm eingebettetes Sittenporträt der Stadt New York ist. Als Fulcis Schlitzereskapade entstand, war der Big Apple noch nicht die Touristenmetropole, die er heute ist – Filme wie Die Warriors (1978), Maniac (1980) oder Death Wish III – Der Rächer Von New York (1985) zeigten New York als von Dunkelheit, Schmutz und Verfall gezeichnete Großstadt – und auch Der New York Ripper zeichnet ein ähnliches, wenig schmeichelhaftes Bild der Metropole. Fulcis Film spielt oft bei Nacht, zeigt nächtens die – im wahrsten Sinne des Wortes – dunklen Seiten der Stadt mit ihren verrufenen Bars, schmierigen Spelunken und fragwürdigen Peep-Shows. Und in dieser zwielichten Umgebung bewegen sich die Figuren des New York Ripper, was den Film nicht nur interessant macht, sondern auch den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit ad absurdum führt. Sicherlich kann man dem New York Ripper vorwerfen, dass die Botschaft des Films darin liegt, dass eine Frau – sowohl äußerlich als auch innerlich – nicht zu freizügig sein sollten, um nicht getötet zu werden. Denn bereits das erste Mordopfer, dargestellt von Cinzia De Ponti (Manhattan Baby, 1982), präsentiert sich recht freizügig, was durch einige entlarvende Kameraeinstellungen (Luigi Kuveiller – Andy Warhol´s Frankenstein, 1973) entsprechend eingefangen wird. Und auch die von Alexanda Delli Colli verkörperte Jane Forrester Lodge wird dafür abgeschlachtet, dass sie ein sexueller Freigeist ist. Von daher wird der Eindruck erweckt, dass Der New York Ripper ein Frauen verachtendes Machwerk ist.

Aber trotzdem: Der New York Ripper ist tatsächlich nicht ganz so so frauenfeindlich, wie oft angenommen wird. Vielmehr entwirft Fulci, der hier auch am Drehbuch beteiligt war, nicht nur ein Porträt der Stadt, sondern auch seiner Bewohner, was natürlich auch die Männer mit einschließt. Und wer bemängelt, dass die Frauen in Der New York Ripper – z.B. aufgrund ihrer Triebhaftigkeit – nachteilig dargestellt werden, der sollte einen genaueren Blick auf die männlichen Figuren werfen, die alles andere als vorteilhaft gezeigt werden. So führt der von Jack Hedley dargestellte Fred Williams, der als Polizist ein Vorbild sein sollte, ein lasterhaftes Leben mit einer Prostituierten und der Psychologe Paul Davies kann seine Sexualität nicht offen ausleben, da er sein bevorzugtes Homosexuellen-Magazin schamhaft in einer Zeitung verstecken muss. Diese beiden vermeintlichen Vorbilder werden quasi als Heuchler dargestellt, wodurch sie nicht gerade sympathisch erscheinen, weshalb man dem New York Ripper keine einseitige Frauenfeindlichkeit vorwerfen kann – im Grunde kommt keine Figur im Film sonderlich gut weg, weshalb man den Film – abgesehen von seinem Serienkiller-Kontext – vor allem als düsteres, deprimierendes Großstadtgemälde sehen sollte, das verdorbene Exemplare beider Geschlechter beherbergt. „Gekrönt“ wird diese ohnehin von wenig Optimismus geprägte Darstellung einer US-Metropole von einer der dunkelsten Schlussszenen, die man je in einem Fulci-Film gesehen hat.

Kommen wir aber nun zu dem, was den New York Ripper besonders kontrovers macht, und das sind vor allem seine bluttriefenden Gewaltszenen. Schon vor seinem Serienkillerstreifen hat Fulci in puncto Leinwandbrutalität kein Blatt vor die Kamera genommen, aber während man sich bei den Blutorgien in Filmen wie Ein Zombie Hing Am Glockenseil (1980) noch damit „beruhigen“ konnte, dass sie in einem phantastischen, nicht realen Kontext stattfinden, zählt diese „Entschuldigung“ bei Der New York Ripper nicht. Die Morde finden in einer realistischen Gegenwart statt und sind äußerst explizit ausgefallen: Die Kamera hält genau drauf, wenn Messer und abgebrochene Flaschenhälse in weibliche Körper eindringen und das Blut in Strömen fließt. Der makabere Höhepunkt des Films ist die Ermordung der Prostituierten, bei der eine Rasierklinge deutlich sichtbar eine Brustwarze und ein Auge durchdringt. Der New York Ripper ist in Deutschland immer noch wegen Gewaltverherrlichung bundesweit beschlagnahmt, aber wenn man die Morde in Fulcis 1982er Horrorfilm betrachtet, trifft dies nicht ganz zu. Sicherlich sind die Morde grausam und auch (für bestimmt viele Zuschauer) aus voyeuristischer Perspektive gefilmt, allerdings werden die Morde nicht von einer Figur begangen, mit der sich der Zuschauer identifizieren könnte – der Täter ist bis kurz vor Ende des Films völlig unbekannt – im Gegensatz zu Figuren wie Freddy Krueger oder Jason Voorhees. Außerdem sind die Schmerzensschreie der Opfer zu entsetzlich, um eine Identifikation zuzulassen. Das macht den New York Ripper weder kinderzimmertauglich, noch zu einem Appell gegen Gewalt, aber der Vorwurf der Gewaltverherrlichung greift hier nur bedingt, wenn überhaupt.

Der New York Ripper hat deutlich erkennbare Schwächen und gehört meiner (völlig unmaßgeblichen) Meinung nach nicht zu Lucio Fulcis besten Filmen, da er als Serienkiller-Thriller nicht packend genug ist und es auch eine Reihe von schauspielerischen Defiziten zu verzeichnen gibt. Trotzdem bietet Der New York Ripper ein in einen Serienkillerfilm eingebettetes, düsteres und blutrünstiges Porträt einer amerikanischen Metropole, die so, wie sie hier gezeigt wird, nicht mehr existiert...und das macht den Film durchaus interessant.

7/10
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Kommentare

01.12.2019 21:18 Uhr - TheMovieStar
3x
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Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich den Film bis jetzt noch nicht kannte. Dein Review ist wie immer Spitze und vermittelt mir einen guten Eindruck vom Film. Danke fürs Vorstellen.

01.12.2019 21:30 Uhr - Punisher77
1x
DB-Helfer
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Nichts zu danken :-)...und vielleicht landet er ja mal in Deinem Player.

01.12.2019 23:27 Uhr - dicker Hund
2x
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Lesenswerte Kritik. Ich fand diese quäkige Donald-Stimme furchtbar. Für mich lebt der Streifen einfach von Gore und Sleaze. Aber davon kann ein Genrefilm ja auch leben. Wird bis zu einem Rewatch jedenfalls noch eine Weile dauern.

02.12.2019 00:38 Uhr - Intofilms
2x
👍 für Fulci um 1980 & Puni. Perfekte Kombination. Ich bin begeistert!

02.12.2019 08:43 Uhr - CHOLLO
4x
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Top Kritik zu diesem Durchschnittswerk. Die Auflösung war gut und auch die schmutzige Optik von New York geht mehr als klar. Aber Fulci bringt die Geschichte meiner Meinung nach nicht spannend genug rüber und hält sich mit zu viel sleaziger Erotik auf. Die Splattereinlagen kompensieren das nur bedingt. Schön geschrieben Punisher!

02.12.2019 18:53 Uhr - sonyericssohn
1x
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Bin ja nicht wirklich ein Freund von Fulcis (Mach)Werken. Lediglich Über dem Jenseits fand und find ich okay...mit knappen 7 Punkten.
Den hier hab ich unter "Muss nicht" abgespeichert ;-)

Dennoch feine Arbeit Puni !

02.12.2019 22:17 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank für Eure zahlreichen Kommentare und die positive Resonanz :-)!

@dicker Hund:
Die Donald Duck-Stimme ging mir auch auf den Zeiger. Hätte ich in meinem Review auch erwähnen sollen.

@Chollo:
Dass die Ermittlungen, bzw. der Plot nicht spannend genug sind, empfinde ich auch als großen Makel.

03.12.2019 22:02 Uhr - McGuinness
1x
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Du meine Güte... Eine wirklich ganz hervorragende und überaus aufschlussreiche Rezension habe ich hier zu lesen bekommen, insbesondere der Absatz bezüglich des deprimierenden Großstadtgemäldes und dessen Beherbergung der verdorbenen Exemplare, hat mir außerordentlich gut gefallen.

Ich habe mir den Film vor geraumer Zeit mal in einer Steelbook - Edition gekauft, da ich zuvor zwar schon viel über Fulci gehört habe, mir außer dem " Syndikat des Grauens " jedoch kein Werk dieser italienischen Horrorikone geläufig gewesen ist.
Von der expliziten Gewaltdarstellung und der nackten Tatsachen bin ich durchaus angetan gewesen, jedoch machte der nicht wirklich in Fahrt kommende Spannungsaufbau meinen anfänglich guten Eindruck leider zunichte.
Vielleicht sehe ich mir den Film irgendwann einmal doch wieder an, aber aus meiner letzten Erinnerung her, bin ich leider nur mit 5 Punkten dabei.
Deine Kritik jedoch, ist ein ganz klarer 10 Punkte - Kandidat 😉👍🏻

06.12.2019 20:59 Uhr - Nubret
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Erfahrungspunkte von Nubret 1.077
Top Kritik, Kollege, auch wenn ich es etwas anders sehe als viele andere hier. Der "New York Ripper" funktioniert als Milieustudie ebenso gut wie als Großstadt-Portrait. Und angesichts dessen, dass er den Big Apple von einer Seite zeigt, wie man sie heute nicht mehr kennt, kann er sogar als gelungenes Zeitdokument betrachtet werden. Dabei hat sich Fulci stets hart an der Realität orientiert. Jack Hedley als Ermittler empfinde ich als alles andere als farblos und auch die Idee, den irren Schlitzer als braven Biedermann zu entlarven (Andrea Occhipinti/"A blade in the dark") hebt den "Ripper" in meinen Augen deutlich vom US-Schlitzer-Einheitsbrei dieser Dekade ab. Zudem ist der Streifen wirklich toll fotografiert (Luigi Kuveiller), und auch der bewußt monotone, aber äußerst eindringliche Soundtrack fräßt sich gnadenlos ins Ohr des Zuschauers. Die beinharten Gore-Effekte sind auch heute noch ultra-heftig, teils sogar innovativ (man denke an den Kehlenschnitt, nach dem der Zuschauer aus dem inneren des Halses nach draußen schaut). Hinzu kommen äußerst attraktive Darstellerinnen und etliche Anleihen beim frühen Giallo, die Fulcis Film zu einem runden Ganzen werden lassen. Für mich 8-9 Punkte.

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