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Resident Evil 5

Originaltitel: Biohazard 5

Herstellungsland:Japan (2009)
Standard-Freigabe:USK Keine Jugendfreigabe
Alternativtitel:Resident Evil 5: Gold Edition
Biohazard 5: Alternate Edition
Biohazard 5: Gold Edition
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,09 (35 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Aus der Asche alter Konflikte steigen neue Schrecken auf. Die Umbrella Corporation und ihre tödlichen Viren wurden zerstört. Doch aus den Trümmern kommt eine neue und noch gefährlichere Bedrohung zum Vorschein. In den Jahren nach den Ereignissen in Raccoon City hat Chris Redfield die Geißel bio-organischer Waffen an allen Orten der Welt bekämpft. Mittlerweile ist er Mitglied der „Bio-terrorism Security Assessment Alliance“ (BSAA), die ihn nach Afrika schickt, um einen biologischen Wirkstoff zu untersuchen, der die Bevölkerung in aggressive Bestien verwandelt hat. Zusammen mit seiner BSAA-Kollegin Sheva Alomar muss er die Wahrheit ans Licht bringen, die hinter den beunruhigenden Ereignissen steckt. (Capcom)

eine kritik von s.k.:
Es gab mal eine Zeit, da ging für den Gamer mit Vorliebe fürs Horror-Genre kein Weg an "Resident Evil" (RE) vorbei, denn Ende der 90er war das Zombiegeschnetzel schlichtweg genre-dominierend. Allein gegen unzählige Untote und andere Monströsitäten unter Munitionsknappheit zu bestehen war ein Survival-Erlebnis für sich, denn angesichts seines Gore- und Schockgehalts gab`s nichts Vergleichbares. Schon mit Teil 2 schuf Capcom den (laut Fan-Stimmen) wohl bis dato besten Teil der gesamten Reihe, welcher das gewohnte Gameplay bot, mit nochmals gesteigertem Horror ängstigte und erstmals mit vorgerenderten Zwischensequenzen (anstelle trashiger B-Movie-Schnipsel aus RE1) in ungeahnter Güte verblüffte. An diese Zeiten erinnere ich mich gerne zurück.
Mit RE4 hat die Reihe mit seinen eigenen Prinzipien gebrochen und ist nunmehr zum knallig-lauten Actioner ohne echten Horror mutiert. Für beinharte Anhänger der Marke eine schwer zu schluckende Pille, wich das Spiel- und Bedienungskonzept jenen aus alten Tagen doch extrem ab, ein nicht unerheblicher Teil des ursprünglichen Flairs ging damit verloren. RE5 macht in diesem Punkt gar noch weniger Freude. Noch stärker auf Action ausgelegt, hat dieser Titel kaum noch charakteristische Spielelemente aus Anfangszeiten, während der Schauder-Aspekt im dauernden Schein der Afrikasonne gänzlich auf der Strecke bleibt.

Zur Story nur soviel:
Die Verbindung zum Ur-Plot (T-Virus und Umbrella Corporation) sind wie schon im Vorgänger eher gering. Ganz wenige bekannte Gesichter sind vertreten und diese (wie auch Neu-Charaktere) zu allem Übel sehr holzschnittartig vorgestellt. War die Handlung früher noch einigermaßen brauchbar, kann man diese hier vollends vergessen und sein Augenmerk aufs Niederstrecken gigantischer Zombiemassen richten.

Und so kommen wir zum eigentlichen Problem von RE5:
Mit dem pausenlosem Niederballern nicht enden wollender Gegnermassen hat RE seine ursprünglichen Werte verraten und verkauft. Vielleicht könnten Neulinge die Daueraction als befriedigend empfinden, für Kenner der Reihe gleicht es mehr einem kräftigen Tritt in die Kronjuwelen. Nur zum Vergleich:
Nach 5 Minuten "Dead Space" hatte ich mehr Angstschweiss und Panikattacken als in einer Spielstunde RE5. In Letzterem kann man sicherlich auch mal ins Schwitzen geraten, das hängt aber weniger mit tatsächlicher Furcht, sondern eher mit der Hektik im Kampfgetümmel zusammen, denn das "Schießen, aber nicht bewegen"-Steuerungsprinzip ist zu statisch und erlaubt kein flüssiges Gameplay. Der Schwierigkeitsgrad allgemein macht dagegen trotz dutzendweise, gleichzeitig auf den Spieler stürzende Afro-Zombies (mit Niedrigst-KI) weitaus weniger Sorgen, und das aus einem einfachen Grunde: Es ist überhaupt nicht so, dass man in eine ernsthaft prikäre Lage wegen knapper Munition oder Waffenauswahl geraten kann, weil es davon mehr gibt als unser Alter Ego Chris Redfield tatsächlich zum Tragen imstande ist. Dadurch und wegen der tatkräftigen Unterstützung durch Kollegin Sheva Alomar geht der Survival-Aspekt völlig vor die Hunde. DAS ist nicht RESIDENT EVIL !!!
Schon dafür müsste ich dieses Spiel mit der niedrigsten Bewertung bestrafen, denn während es "Dead Space" in kürzester Zeit schafft jeden noch so vor Selbstbewusstsein strotzenden Gamer in einen kleinen Schisshasen zu verwandeln, kriegt RE5 nichtmal ein Jucken zustande.

Einen Gnadenstern bekommt es dennoch, weil Capcom - zu meiner großen Überraschung - plötzlich mit einer Vorzeige-Optik daherkommt, die selbst für PC-Verhältnisse beeindruckt. Mit Grauen erinnere ich mich an das Portierungsdebakel welches RE4 widerfuhr, bei dem die Verantwortlichen es nicht geschafft hatten, für scharfe Texturen und Beleuchtungseffekte gemäß der Gamecube-Vorlage zu sorgen. Hier dagegen zeigen die Japaner, dass sie eine sehr effektreiche, wuchtige Grafik mit allem technischen Pipapo (sogar DX10-Unterstützung !) für die PC-Version aufsetzen können, wenn sie es nur wollen.
Damit wird das Spiel selbstverständlich nicht besser, trotzdem wollte ich es kurz erwähnt haben.

Fazit:
Wer schon mit RE4 keinen Spaß hatte, wird auch mit RE5 nicht glücklicher (und mit dem jüngsten RE6 erst recht nicht). Als reiner Third-Person-Shooter wäre es u.U. noch brauchbar, die Technik dahinter kann sich sehen lassen, doch zu seinem eigenen Nachteil hört das Spiel ja leider auf den Namen "Resident Evil", und genau das ist auch schon der Knackpunkt: Es hat nix mehr vom Survival-Horror, den die Reihe früher ausmachte.
Die Botschaft an Capcom: BACK TO THE ROOTS ! Ansonsten gebe ich weiterhin "Dead Space" den Vorzug.
3/10
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