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Her

Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Drama, Komödie, Liebe/Romantik
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (13 Stimmen) Details
inhalt:
In einer nicht weit entfernten Zukunft ersteht der einsame Schreiberling Theordore (Joaquin Phoenix) ein neues Betriebssystem, das alle Bedürfnisse des Nutzers befriedigen soll. Zu Theordores Überraschung entwickelt sich allmählich eine Liebesbeziehung zwischen ihm und seinem Betriebssystem.
eine kritik von cabal666:

"Her" ist eine sehr berührende, richtig warmherzige und zugleich auch recht unkonventionelle Liebesgeschichte mit herausragenden Schauspielleistungen. Der wie immer großartige Joaquin Phoenix als sensibler Mann Ted, der sich in ein Computerprogramm namens Samantha verliebt und dabei alle Höhen und Tiefen einer Beziehung durchlebt, ist einfach die Idealbesetzung für die Rolle. Man kann ihn einfach nur gern haben und leidet mit ihm, wenn er schwere Zeiten durchmacht. Und wenn er unbedachte Bemerkungen macht und damit sein Gegenüber vor den Kopf stößt, wie es leider mehrmals im Film passiert, wünscht man sich, man könnte ihn davon abhalten.


Die restliche Besetzung ist auch toll. Scarlett Johansson als Stimme des Programms ist zwar eben nur akustisch im Film präsent, bringt aber richtig viel Emotionen rüber und man kann verstehen, warum er sich in ihre Stimme verliebt (wobei es mich aber auch interessiert hätte, den Film mit Samantha Mortons Stimme zu hören, die anfangs für die Rolle gecastet wurde, den Film auch mit produzierte und deren Vorname der Charakter, wohl als Anspielung auf sie, immer noch trägt ; die Tonspur mit ihr ist aber leider nicht veröffentlicht worden - naja, Regisseur Spike Jonze wird schon seine Gründe gehabt haben, warum er die Rolle umbesetzen ließ). Amy Adams als Phoenix' Nachbarin und Freundin, mit der er viel mehr gemeinsam hat, als es auf den ersten Blick scheint, spielt ebenfalls klasse, ebenso wie die wunderschöne Olivia Wilde als sein verpatztes Date, wobei ihr Auftritt im Film aber nur sehr kurz ausfällt. Dann sieht man noch den, ein Jahr vor "Guardians Of The Galaxy" noch nicht so bekannten Chris Pratt als Teds sympathischen Arbeitskollegen und die herausragende Rooney Mara als seine Exfrau, deren Part aber ebenfalls eher klein ist. Und eine recht kurze Rolle hat auch die süße Newcomerin Portia Doubleday (war im Remake von "Carrie" zu sehen). Allesamt bringen sie mindestens sehr gute Leistungen.


"Her" verwendet mit den ungewöhnlichen Liebespartnern ein Science-Fiction Element und die im Film gezeigte Welt ist tatsächlich science-fiction-mäßig - wenn auch nicht sehr stark. Unter dem Begriff versteht man ja moderne Entwicklungen weiter gedacht, und das hat man hier auch. Allerdings nicht sehr weit. Hologramm-Videospiele und ein Brief-Service (der Arbeitsplatz der Hauptfigur) sind die einzigen (noch) unwirklichen Elemente des Films, aber definitiv nicht weit hergeholt. Tatsächlich könnte unsere Welt in nur wenigen Jahren genau wie die hier gezeigte aussehen.


Diese Science-Fiction-Elemente dienen aber nicht nur als Beilage, sondern werden sinnvoll mit der Handlung verknüpft. Die Beziehung der beiden Hauptfiguren ist weitaus komplizierter als es eine zwischen zwei Menschen wäre, da die "geistigen" Fähigkeiten von Samantha die des menschlichen Verstandes bei weitem übersteigen und sie sich im Laufe der Handlung immer weiter entwickelt, was ihre Beziehung mehr als einmal auf eine harte Probe stellt.


In "Her" geht es dabei nicht zwangsläufig um die Gefahren von virtuellen Beziehungen und die zunehmende Entfremdung der Menschen in einer immer weiter technisierten Welt voneinander, obwohl man das durchaus in den Film interpretieren könnte. Das Thema ist eben schlicht die Liebe und wie sie uns Menschen beeinflusst.
Auch wenn ich selbst nicht unbedingt ein Freund von Liebesfilmen bin, so hat mich dieser doch sehr berührt. "Her" ist langsam und sensibel erzählt und darin liegt auch seine große Stärke. Gelegentlich wird das Ganze auch mit Humor aufgelockert.


Zur Wirkung des Films tragen auch die Kamera, welche oft warme Neonlichter einfängt (Pink und Rot, die Farben der Liebe, tauchen im Film am häufigsten auf) und die wunderschöne, melancholische Filmmusik, die von der Indie-Rockband Arcade Fire stammt, bei.
Zusammenfassend gesagt, ein echt schöner Film. Passt auch wunderbar in die Vorweihnachtszeit.

9/10
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