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Abgerissen

(Originaltitel: Otryv)
Herstellungsland:Russland (2018)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Thriller
Alternativtitel:Отрыв
Break
Breakaway
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,75 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Für Katja und ihre Freunde soll es ein unvergesslicher Silversterabend werden. Gemeinsam wollen sie auf dem Berg eines beliebten Skigebiets das neue Jahr feiern. Auf dem Weg zum Gipfel bleibt ihre Gondel jedoch auf halber Strecke stecken. Als sich die Weiterfahrt verzögert und es auch am nächsten Tag keine Aussicht auf Rettung zu geben scheint, wird aus dem ausgelassenen Partytrip bitterer Ernst. Die Nerven in der Gruppe liegen blank. Um ihrem eisigen Gefängnis zu entkommen, kämpft jeder nun für sich allein.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Es sollte die abgefahrenste Sylvesterparty aller Zeiten werden. 5 beste Freunde machen sich auf durch den tiefen Schnee in Richtung Bergbahn. Diese soll sie auf den Gipfel des nahen Berges bringen auf dem sich ein nobles Hotel befindet. Ausgerüstet mit allerlei Alkohol und Utensilien zum feiern betritt man die Gondel. Nur Kirill nicht, denn er hat etwas äußerst wichtiges vergessen. So schippern die restlichen vier Leute nach oben und feiern schon mal vor. Doch plötzlich bleibt die Gondel stehen und die Freunde hängen nun mehr als hundert Meter über dem Abgrund. Alles kein Problem, aber die Gondel bewegt sich auch mehrere Stunden später nicht vom Fleck. Und langsam wird es nicht nur in dem engen Gefährt kühler, denn auch die Emotionen der eingeschlossenen kühlen allmählich ab…

ABGERISSEN

Russisches Horror- bzw. in diesem Fall Thrillerkino scheint ja im Kommen zu sein. Schon des öfteren sorgten einige recht ansehnliche Produktionen für Aufsehen. Hier versuchte sich Regisseur Tigran Sahakyan an einem Werk der das eingeschlossen sein zum Thema hat. Zumindest in vorliegender Form wurde dieser Part noch kaum bedient. Heraus kam leider ein etwas halbgarer Film…

Da mir persönlich russische Darsteller völlig unbekannt sind, kann ich auch nichts über deren bisherigen Werke sagen. Was ich aber sagen kann ist, daß alle einen recht guten Job machen. Hauptcharakter Katya wird von Irina Antonenko (Darkest Hour) verkörpert. Sie ist jemand dem das Smartphone anscheinend an die Hand gewachsen ist, denn sie betreibt wohl einen Blog. So gut wie jede Bewegung wird von ihr aufgezeichnet und online gestellt. Doch auch sie hat ihre Probleme, denn ihr Freund Kirill steht ihr nicht immer zu Seite. Und das gerade jetzt wo sie eine eigentlich freudige Nachricht für ihn hätte…

...doch Kirill (Andrey Nazimov) ist ein Egoist wie er im Buche steht. Er vergisst eine Tasche und seine Freundin hat ihn zu begleiten. Hier allerdings stößt er an seine Grenzen denn diesmal kuscht Katya nicht. Somit ist Kirill nicht bei der Party in der Gondel dabei und tritt griesgrämig die Heimreise an. Als ob er es gewusst hätte was folgt…

Das aber ist dem Pärchen Masha (Anastasiya Grachyova) und Denis (Denis Kosyakov) erstmal völlig egal, denn sie haben ja sich. Wie frisch verliebte turteln sie durch die Gegend und können im Inneren der Kabine kaum die Finger von sich lassen. Nur der (scheinbar) homosexuelle Roma (Mikhail Fillipov) kommt alleine zur Fete. Kein Problem, er bespaßt sich auch so ganz gut. 

"Wie lange dauert es bis wir gerettet werden ?"

Thriller die in engen Räumen spielen haben schon was besonderes an sich. Beispielsweise der gelungene -Devil- bei dem ein Fahrstuhl als Schauplatz herhalten muss. Nun verlegte man den Ort des Geschehens in eine Berggondel, was mal was neues ist. Weniger neu allerdings sind die Charaktere die wie gewohnt gezeichnet sind. Das Pärchen mit Stress, das Pärchen welches alles durch die rosarote Brille sieht und der Aussenseiter ohne Bindung. Man kennt sich. Aus diesem Grund muss sich der Zuschauer auch nicht großartig mit der Einordnung der Personen aufhalten. Auf alle Fälle wirken sie glaubhaft und echt. Doch so langsam ändert sich die Stimmung des Streifens der so beschaulich begann. Zuerst herrscht noch eitel Sonnenschein. Man sieht es als normal an, daß die Gondel streikt. Passiert schon mal. Wenn man dann allerdings Zeuge der Geschehnisse in der Talstation wird, wird klar daß bald nix mehr lustig ist ! Auch in der Gondel geht die Freude flöten, denn jetzt beweisen die Passagiere Nerven ! Das Vertrauen wird eisiger als die Umgebung. Regisseur Sahakyan schafft es ganz gut die aufkeimende Irritation der Freunde glaubhaft zu vermitteln. Das Psychospiel der vier Personen wird gemächlich gesteigert und entbrennt dann in einem knallharten Kampf ums Überleben. Während sich die bedauernswerten Leute in eisiger Höhe abmühen hockt Kirill schmollend im Hotel. Ich weiß nicht ob ich diese Rolle überhaupt gebraucht hätte. Denn der Typ kommt kaum zum Zuge und wenn dann zieht er ein Gesicht. Fast ein Fremdkörper. Diese Überleitung bringt mich zum großen Bock des Films. Will der Drama- Part mitspielen geht die Story in die Knie. Denn ungeschickter hätte der Regisseur dies kaum unterbringen können. Meist zum dümmsten Zeitpunkt knallt man Herzschmerz hinein und beraubt dem Treiben jeglicher Spannung ! Doch das ist nicht alles. In Sachen Optik geht der Film elendig unter ! Billigste Studiokulisse bei Nahaufnahmen wechseln sich ab mit grandiosen Naturaufnahmen der russischen Bergwelt. Da beißt sich die Maus in den Schwanz. Man sieht an jeder Ecke schlechte GreenScreens und ödes Computergefrickel (Lawine). Heutzutage ist man einfach besseres gewohnt. Vielleicht ist dies auch einem schmalen Budget geschuldet. 

"Ich werde heute nicht sterben !"

Äh, ja, warum nicht gleich ? Das größte Manko des Streifens ist einfach die Tatsache, daß die meisten Aktionen der Eingeschlossenen einfach nicht nachvollziehbar sind. Zuerst wird bis zum erbrechen diskutiert, die Logik macht *winkewinke* wenn man Dinge zur Rettung findet oder ist dann zu blöde diese zu nutzen. Manchmal wirkt der Film wenig durchdacht. 

Mit etwas Feinschliff hätte das Werk eine Granate im Thrillerfach werden können. Aber es sind einfach diese Längen, das dusselige Verhalten der Personen und dem saudämlichen Getue in der Talstation die ect nerven ! Ein paar gute Actionszenen bewahren den Film vor dem Absturz. HAH ! Welch Brüller !!! ;-) 5,5 Punkte.

 

ses

6/10
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Kommentare

09.12.2019 13:32 Uhr - TheMovieStar
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Tolles Review Sony, bei so mancher Formulierung musste ich schmunzeln wie z.B. die Logik macht "winkewinke" einfach genial. Schade das der Film wohl nicht so gut zu sein scheint, ich hätte mir bei dem Titel mehr erwartet.

09.12.2019 13:45 Uhr - sonyericssohn
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Der hat seine Momente. Doch das reicht einfach nicht.
Merci Movie ;-)

09.12.2019 14:17 Uhr - JasonXtreme
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Ok das klingt eher mau - da schau ich lieber nochmal den echt gelungenen FROZEN, da wars zwar nur ein Skilift, aber da sieht man, dass die Thematik so neu auch nicht ist :D

Wie immer lesenswerte Rezi, Monsieur sony

09.12.2019 14:23 Uhr - sonyericssohn
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Na da kann man sehen...Frozen sagt mir gar nix ;-)
Merci Jason.

09.12.2019 19:54 Uhr - Egill-Skallagrímsson
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Ich habe letztes Jahr für einige Wochen gehäuft russische Filme angeschaut (mache gerne solche "Themenwochen" :D). Ich muss zuegeben, dass beim russischen Kino mir echt immer ein Fragezeichen über den Kopf schwebt.

Auch hier scheinen wir wieder einen seltsamen Kandidaten aus dem ehemaligen Zarenreich zu haben. Dein Review ist wahrscheinlich besser als der Film. ;-)

09.12.2019 20:07 Uhr - sonyericssohn
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Danke Egill. Ja, russische Beiträge verwirren meist mehr als sie unterhalten. Gibt aber ein paar feine Ausnahmen. Lake of the Death zum Beispiel.

10.12.2019 11:50 Uhr - JasonXtreme
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09.12.2019 14:23 Uhr schrieb sonyericssohn
Na da kann man sehen...Frozen sagt mir gar nix ;-)
Merci Jason.


Oha, na den würd ich mir mal reinziehen, der wurde ab der Mitte zum Ende hin richtig gut in meinen Augen! Intensiv, man hat permanent mitgefroren, da hat fast alles gepasst - gut auch hier waren die Darsteller Nonames, aber die haben nicht wirklich genervt oder so

10.12.2019 12:02 Uhr - sonyericssohn
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Ich schenk dem dann mal ein Auge. Danke. ;-)

10.12.2019 13:53 Uhr - beebop251
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Danke für die Review. Liest sich sehr gut. Die schwachen Green Screen Aufnhamen sind mir schon im Trailer aufgefallen. Wollte den Film eiegentlich auch noch schauen, da ich russischen Filmen nicht abgeneigt bin. Na mal schauen.

10.12.2019 17:44 Uhr - cecil b
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Wieder erste Sahne, deine Review. Der Film: Keine Ahnung. "winkewinke"

10.12.2019 18:04 Uhr - sonyericssohn
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Sänk ju ! ;-)

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