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Der König der Löwen

(Originaltitel: The Lion King)
Herstellungsland:USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK 6
Genre:Abenteuer, Animation, Drama
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,50 (6 Stimmen) Details
inhalt:
„Der König der Löwen“, unter der Regie von Jon Favreau, spielt in der afrikanischen Savanne, in welcher der zukünftige König geboren wurde. Simba verehrt seinen Vater, König Mufasa, und nimmt sein königliches Schicksal sehr ernst. Doch nicht jeder im Königreich feiert die Geburt des jungen Simba. Scar, Mufasas Bruder und bisheriger Thronfolger, hat eigene Pläne. Der Kampf um den Königsfelsen wird von Verrat, Tragödien und Dramen vergiftet und endet damit, dass Simba ins Exil geschickt wird. Mit der Hilfe von zwei etwas schrägen, aber liebevollen neuen Freunden versucht Simba erwachsen zu werden und sich das zurückzuholen, was ihm zusteht.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

William Shakespeare schrieb ums Jahr 1600 rum sein berühmtes Stück Hamlet. Fast 400 Jahre später brachte Walt Disney den thematisch angelehnten Zeichentrickklassiker Der König der Löwen (1994) heraus. Dieses absolute Meisterwerk gilt bis heute (anno 2019) als der erfolgreichste klassische Zeichentrickfilm der Welt.

Es folgten die Fortsetzung Der König der Löwen 2 - Simbas Königreich (1998), die Vorgeschichte / Auskopplung Der König der Löwen 3 - Hakuna Matata (2004), Serien, Abenteuer mit Timon und Pumbaa (1995) sowie Die Garde der Löwen (2016), ein phantastisches Musical (seit 1997) in Hamburg und vieles mehr.

Im Zuge der neuen Realverfilmungen, beginnend mit 101 Dalmatiner (1996) über Maleficent - Die dunkle Fee (2014), bis Mowgli: Legende des Dschungels (2018 - von Netflix: sehr gutes Film! Wieso? Deshalb.), bzw. animierten Neuauflagen alter Klassiker folgte 2019

Der König der Löwen

Da das weltweite Einspielergebnis sich so langsam, aber sicher der 2-Milliarden-Dollar-Grenze nähert (!), dürfen wir sicherlich auch hier auf Fortsetzungen gespannt sein; das Budget lag bei 260 Millionen Dollar. Solange sind wir mit Remakes, wie Aladdin (2019) oder Dumbo (2019 - ebenfalls sehr gut) versorgt.

Man muss einfach eingestehen, die Neuauflage ist inhaltlich, von den Dialogen und Szenen her, zu einem großen Teil eine 1:1 Kopie der Originals, abgesehen von kleinen Änderungen, wie dass hier der kleine Simba den Käfer jagt und nicht Pumbaa, bevor er auf Nala trifft - sowas fällt auf, it aber praktisch kein Unterschied; später mehr dazu!

Die Animationen sind gut gelungen und wirklich sehr detailliert umgesetzt. Allgemein wirkt auch diese Neuauflage etwas düsterer als das Original. Für die Ganzkleinen ist der Film aber alleine aufgrund des Todes des Vaters nichts. Mit rund 30 Minuten mehr Film, 118 statt 88, ist die 2019er-Version auch deutlich länger.

Erinnere Dich...

Leider wurden die sehr beliebten Lieder etwas gekürzt, etwa Scars Seit bereit oder auch Kann es wirklich Liebe sein. Als Fan der 94er-Version ist man außerdem teils verwirrt, wenn die Dialoge manchmal übernommen, in anderen Szenen aber leicht abgeändert wurden; aber 'so viel' Eigenständigkeit muss man einer Neuverfilmung natürlich zugestehen. Zazus Dialog über Mufasasas Kindheit wurde übrigens aus dem Musical übernommen.

Andere Stellen sind länger (Maus, die Scar zu Beginn fressen will) oder ausführlicher (Timon & Pumbaa leben im Paradies nicht komplett alleine) dargestellt, als im Zeichentrickfilm. Besonders Scar erhält (wie Zazu) eine größere Rolle und seine Verbrüderung mit den Hyänen, die mit Shenzi eine an Zira (aus Teil 2) angelehnte Anführerin erhalten, erfolgt zeitlich erst später, wobei auch gezeigt wird, wie(so).

Das Gezanke von Timon und Pumbaa kommt auch nur selten vor, wobei mir bei dieser Sichtung aufgefallen ist, dass dies in Tucker & Dale vs. Evil (2010) übernommen wurde, was mir zuvor nie aufgefallen war.

Hakuna Matata!

Aber es gibt natürlich auch liebevoll eingepflegt Anspielungen. Im Gegensatz zum Original unterbricht Timon Pumbaa nicht bei dessen anfänglicher Erzählung, was dieser hier mit Ich dacht, Du würdest mich unterbrechen. kommentiert. Timons Essenseinladung an Simba erinnert hingegen an Die Schöne und das Biest (1991).

Eine kleine, scherzhafte Anmerkung: Mit Zazu gibt es hier wohl den ältesten Vogel Afrikas, der ganze vier Generationen von Löwen kennenlernt und betreuen wird. Ähnliches gilt für die Maus, die Scar entkommt und hier am Ende bei Kiaras Geburt nochmals zu sehen ist / sein könnte.


Fazit:
Klar ist es sehr schwer gegen diesen Giganten und Klassiker, wie Der König der Löwen (1994), überhaupt ansatzweise zu bestehen, aber Der König der Löwen (2019) ist immerhin gut und kann qualitativ durchaus mit den filmischen Fortsetzungen mithalten. Ich wurde jedenfalls gut unterhalten.

08 von 10 Punkten

8/10
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Kommentare

13.12.2019 18:22 Uhr - seher
Wenn du schon Disney Realverfilmungen aufzählst, wieso schwenkst du dann auf Mowgli um und bleibst nicht beim Dschungelbuch ?

Ich werd ihn mir demnächst auch angucken, aber ich werde bestimmt sehr große Probleme mit den neuen Synchronstimmen haben. Die alten Stimmen sind einfach fest im Kopf drin.

Hab schon mal reingesehen und ja, die kleinen Änderungen in den Dialogen fallen auf.

Als Bsp.:
"Onkel Scar, ist es eine schöne Überraschung ?"
"Simba, sie ist zum Sterben schön."

Sind halt Sachen, die man an der Stelle auf der Zunge hat und dann kommen sie leider nicht.

13.12.2019 18:33 Uhr - Kaiser Soze
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13.12.2019 18:22 Uhr schrieb seher
Wenn du schon Disney Realverfilmungen aufzählst, wieso schwenkst du dann auf Mowgli um und bleibst nicht beim Dschungelbuch ?


Eben, um zu zeigen, dass die Realverfilmungen bereits in den 90er-Jahren begonnen haben und mittlerweile nicht nur aus dem Hause Disney stammen.

Ich werd ihn mir demnächst auch angucken, aber ich werde bestimmt sehr große Probleme mit den neuen Synchronstimmen haben. Die alten Stimmen sind einfach fest im Kopf drin.

Hab schon mal reingesehen und ja, die kleinen Änderungen in den Dialogen fallen auf.

Als Bsp.:
"Onkel Scar, ist es eine schöne Überraschung ?"
"Simba, sie ist zum Sterben schön."

Sind halt Sachen, die man an der Stelle auf der Zunge hat und dann kommen sie leider nicht.


Sagen wir es umgekehrt: Wenn Du dem Film keine Eigenständigkeit eingestehen willst, dann schaue ihn lieber nicht an. Wenn sowas "stört" und eben nicht nur "auffällt", lässt man es besser gleich sein´; gleiches gilt ja auch fürs / beim Musical - meine Meinung.

Schlimmer, als die Dialog oder die Stimmen, waren für mich übrigens ganz klar die fehlenden Lieder. Die anderen Änderungen rund um Scar empfand ich da klar als positive Abwandlung, im Gegensatz zum weniger Timon und Pumbaa-Gezanke^^

Kannst gerne mal schreiben, wie Du den Film fandest :)

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