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TheMovieStar
Level 6
XP 551
Eintrag: 05.01.2020

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Candyman 2 - Die Blutrache

(Originaltitel: Candyman: Farewell to the Flesh)
Herstellungsland:USA (1995)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,71 (27 Stimmen) Details
inhalt:
Annie Tarrant ist eine Lehrerin an einer Mittelschule in New Orlins. Sie unterrichtet dort Bildende Kunst. Annie hat einen Freund namens Paul McCeever. An einem Tag, an dem die Schüler Bilder malen sollten, entdeckt sie bei einem ihrem Schüler das Bild des Candyman. Nach kurzer Diskussion mit den Schülern um die Legende des Candyman, ruft Annie vor dem Spiegel fünf Mal dessen Namen. Schließlich sieht sie den Verstorbenen in ihren Träumen, wird so unfreiwillig Augenzeugin einiger Gräueltaten, etwa der Ermordung ihres Mannes. Schließlich findet sie heraus, dass der Candyman sie als seine Frau auserkoren hat. Er will Annie töten und sie mit ins Jenseits nehmen, da sie ihn an seine große Liebe erinnert. Mit der Zerstörung eines kleinen Dammes an einem Fluss der Stadt verbannt sie den Candyman zurück in den Spiegel...
eine kritik von themoviestar:

"Candyman, Candyman, Candyman, Candyman, Candyman" Sprichst seinen Namen fünf mal aus, wird deine letzte Stunde drauß... Mit der Verfilmung Von Clive Barkers Kurzgeschichte "The Forbidden" gelang Drehbuchautor und Regisseur Bernard Rose 1992 ein wahrlicher Überraschungserfolg, so konnte der 6 Millionen Dollar teure "Candyman" knapp 26 Millionen Dollar alleine in den USA einspielen und ist für viele Kritiker und Fans ein kleiner Genreklassiker. Er übernahm das grundlegende Gerüst der Story von Barker, modifizierte aber nicht unerhebliche Bestandteile nach seinen eigenen Vorstellungen. Aus dem im Roman blassen Weißen mit violetten Lippen wurde erst im Film ein gutgebauter attraktiver Schwarzer und dessen leidvolle Entstehungsgeschichte mit der Rassenkonfliktthematik ist ebenfalls der Gedankenwelt Roses entsprungen. Für Candyman 2 sollte Bernhard Rose erneut das Drehbruch scheiben, dieses wurde aber auf Grund einer vom Studio nicht gewollten Veränderung der Hauptfigur in Richtung Dracula abgelehnt, so dass Rand Ravich das Skript für Candymans zweiten Auftritt letzten Endes liefern durfte, den Regieposten übernahm Bill Condon.

Primäres Opfer des Mörders mit der Hakenhand ist dieses Mal die Kunstlehrerin Annie Tarrant (Kelly Rowan), die ihrer Schulklasse beweisen möchte, dass es den Candyman (Tony Todd) überhaupt nicht gibt und seinen Namen 5 mal gemäß Mythos vor einem Spiegel ausspricht. Schnell muss Annie feststellen, dass der Candyman mehr als nur ein Gerücht ist und sie wird Zeugin von schrecklichen Morden in ihrem direkten Umfeld für die Ihr Bruder Ethan Tarrant (William O'Leary) verdächtigt wird. Die Grenzen zwischen Realität, Vergangenheit, Traumwelt und Gegenwart verwaschen, Anny kommt durch umfangreiche Nachforschungen dem wahren Geheimnis des Candymans auf die Spur. Alles was sie war, ist und sein wird, hängt unmittelbar auch mit ihm zusammen, wird ihr es gelingen, den eigenen Familienfluch zu besiegen und den Candyman ein für allemal zu töten?

Als hätten Ravich und Condon meine beiden Hauptkritikpunkte zum Vorgänger erhört, haben sie genau an diesen Schwächen im zweiten Teil gearbeitet und erweitern die zweifellos beklemmende mystische Aura des Candymans durch einige technisch einwandfrei realisierte, wirklich sehenswerte Goreeffekte, vor allem die Ausweidszenen mit der Hakenhand sind nicht zu verachten. Zu einem Slasher gehört meiner Meinung nach auch eine gewisse Härte und die gebotenen, partiell recht innovativen Mordsequenzen bieten teilweise überraschend deftigen Tobak. Das unbestrittene Highlight des FIlms liefert die Rückblende in die Vergangenheit des Candymans, dass Publikum erfährt in ziemlich blutiger Manier wie der Candyman zum Candyman wurde und gerade durch die explizite Darstellung dieser tragischen Hintergründe gerät der Zuschauer in einen Zwiespalt: Soll er die grausamen Morde des Candymans nun verteufeln oder empfindet man am Ende sogar Mitleid mit ihm? 

Die Bezeichnung individuelle Geschmackssache trifft dann das gewählte Karneval Setting New Orleans glaube ich ziemlich genau. Mich persönlich konnte der Schauplatz jedenfalls nicht zu 100 % überzeugen, obgleich mit kontrastreicher Bildgewalt und dem bunten Faschingstreiben versucht wird, die geheimnisvolle Atmosphäre zusätzlich zu unterstreichen, was letzten Endes nur bedingt gelungen ist und beispielsweise auch an einigen spürbaren Handlunglängen im etwas hölzern wirkenden Anfangsdrittel auffällt. Richtig negativ ist mir der Karneval DJ mit seinen peinlich nervigen Sprüchen in Erinnerung geblieben, schade dass dieser nicht auch auf der Todesliste des Candymans stand, als Opfer hätte er wahrscheinlich eine weitaus bessere Figur gemacht.

Der schauspielerische Glanzpunkt schlechthin wird wie es nicht anders zu erwarten war von Tony Todd gesetzt, er spendiert seiner Figur mit einer beeindruckenden, körperlichen Physis und einer diabolischen Ausstrahlung einen fast schon beängstingenden Auftritt, wer behauptet, der Candyman sei die Rolle seines Lebens, hat realistisch gesehen nicht ganz unrecht. Neben Todd fällt es der restlichen Darstellerriege verständlicherweise schwer, aus seinem großen Schatten herauszuragen. Die anderen Akteure agieren wenn überhaupt bestenfalls solide, ohne merklichen Glanz zu versprühen und haben somit auch keine gesonderte namentliche Lobpreisung in diesem Review verdient, hier hätte man mit einem sorgfältigerem Casting eine bessere Mannschaft zusammen trommeln können, was dem Film in seiner Gesamtheit bestimmt nicht geschadet hätte. 

Wirtschaftlich nahm Candyman 2 an den amerikanischen Kinokassen ca. 14 Millionen Dollar ein, eine deutliche Verschlechterung im direkten Vergleich zum Original, weswegen der nachfolgende dritte Teil wohl nur noch für den Heimkinomarkt produziert wurde. Am Ende des Tages stehen bei mir mit Candyman 2 Licht und Schatten gemeinsam vor der Tür. Der Film konnte mich phasenweise richtig gut unterhalten, er bietet mit seinem angehobenen Härtegrad, einem phänomenalen Tony Todd und den ausführlichen Zusatzinfos  zur Candyman Saga einige nicht zu verleugnende Schauwerte, dass unpassende Karneval Szenario, ein teilweise holpriger Aufbau und die von Todd einmal abgesehen blassen Schauspieler verhindern eine Punktewertung in den obersten Regionen, ich vergebe gute 6 von 10 Punkte.

6/10
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Kommentare

05.01.2020 11:48 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 21
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 9.068
Da ist dir ein lesenswertes und informatives Review gelungen TheMovieStar! Candyman 2 interessiert mich als Barker Fan schon seit langem, ist eine der wenigen Verfilmungen des Meisters die ich noch nicht gesehen habe. Die scheinbar erschienene uncut DVD habe ich leider bisher nirgends finden können, hoffe einfach das der bald vom Index fliegt und neu veröffentlicht wird.

05.01.2020 17:32 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 18
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 6.222
Sehr leckeres Review^^^^^^^^

05.01.2020 20:08 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 6
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Danke euch beiden fürs Lesen und für eurer positives Feedback.

@ Horace Pinker:
Mit der Uncut Fassung habe ich Glück gehabt, da gabs vor einiger Zeit mal bei E-Bay eine Blue Ray als Börsenware betitelt, die ich ersteigert habe. Scheint keine offizielle Vö zu sein, also Bootleg. Label heißt Skullhead Factory, Fassung ist uncut und Bildqualität sowie Aufmachung top.

05.01.2020 23:03 Uhr - FordFairlane
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User-Level von FordFairlane 2
Erfahrungspunkte von FordFairlane 35
Habe die Atlantis DVD Zuhause und würde deine Kritik zustimmen, mehr als eine 6 von 10 ist für die Fortsetzung nicht drinne. Einmal schauen, um den Candyman nochmals zusehen reicht vollkommen aus. Candymans Fluch hingegen kann man immer gucken.

06.01.2020 10:09 Uhr - TheMovieStar
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@ Ford: Danke auch Dir fürs Lesen und dein positives Feedback. Ich sehe es ähnlich wie du, dass der erste Teil leicht besser ist wie der zweite, obgleich ich mir auch den zweiten Teil öfters angucken kann, trotz der beschriebenen Defizite.

06.01.2020 15:36 Uhr - cecil b
1x
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Erfahrungspunkte von cecil b 6.011
Hervorragende Review! Danke! Candyman ist bei mir als Verfilmung noch nicht so ganz angekommen, auch nicht die Fortsetzungen, wobei ich nie einen schlechten Eindruck hatte. Wer weiß, vielleicht entdecke ich den für mich irgendwann neu.

06.01.2020 20:30 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 6
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 551
@ cecil b: Danke auch dir fürs Lesen und für das positive Feedback. Vielleicht gibst du ja dem Candyman bei Gelegenheit mal wieder eine Chance.

09.01.2020 03:10 Uhr - CrazySpaniokel79
1x
Geil, top formuliert 👍👍 man was ich mir den endlich als Uncut Blu-stay ins Regal stellen möchte! Der und Ab in die Ewigkeit darauf warte ich noch sehnlichst 👍

09.01.2020 09:18 Uhr - TheMovieStar
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@ CrazySpaniokel79: Danke auch dir fürs Lesen und dein positives Feedback :-)))

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