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sonyericssohn
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XP 7.327
Eintrag: 13.01.2020

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Crawl

Herstellungsland:USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,18 (17 Stimmen) Details
inhalt:
Als ein heftiger Sturm auf die Küste Floridas trifft, ignoriert Haley (Kaya Scodelario) alle Aufforderungen zur Evakuierung, um nach ihrem vermissten Vater (Barry Pepper) zu suchen. Sie findet ihn von den Fluten eingeschlossen im Keller seines abgelegenen Hauses vor. Doch als die Zeit immer knapper wird, um dem Sturm zu entkommen, müssen die beiden am eigenen Leib erfahren, dass das steigende Wasser noch eine weitere, weitaus größere Gefahr birgt …
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Obwohl ein Hurrikan der Kategorie 5 direkt auf Florida zuhält, nimmt Hochleistungsschwimmerin Haley an einem Wettbewerb teil. Leider geht dieser nicht gerade zu ihrem Gunsten aus. Nun erfährt sie von ihrer Schwester Beth daß ihr Vater seit längerer Zeit nicht mehr erreichbar ist. Er hält sich im Elternhaus auf daß er zum Verkauf anbieten möchte. Seit der Scheidung sind er und Haley zerstritten und der Kontakt droht abzubrechen. Doch sie nimmt sich ein Herz und fährt zum Haus um nach dem rechten zu sehen. Dort angekommen scheint das Haus leer zu sein und nur der Hund Sugar ist noch da. Im Keller allerdings findet sie ihren Vater Dave schwer verletzt auf. Ein Alligator, der durch das stetig steigende Wasser aus einer Farm entkommen ist, hat ihn übel zugerichtet. Nun wird aus dem Keller eine tödliche Falle...und das Wasser steigt…

CRAWL

Alexandre Aja ist aus dem Horrorgenre mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Lieferte er doch mit dem Meisterwerk High Tension ein wahres Brett an Terror. Auch mit dem Remake des Klassikers -The Hills have Eyes- konnte er überzeugen. Wenn man mal den Ausreißer Piranhas in Trashgefilde bei Seite lässt, waren eigentlich kaum Nieten dabei. Mit vorliegendem Film verlässt Aja nun gewohnte Pfade und wandte sich dem Katastrophendrama zu. Mit einer gehörigen Portion Horror !

Kaya Scodelario, bekannt aus der Maze Runner Trilogie, übernahm die Hauptrolle und spielt Haley Keller (der Name passt wie die Faust aufs Auge). Anders als andere Mädchen in ihrem Alter steht bei ihr knallharter Leistungssport auf dem Programm. Die Freude am Leben ist bei Haley schon lange verschwunden, der Druck den sie sich macht ist enorm. Hinzu kommt der laufende Scheidungskrieg der Eltern…

... für den sie in erster Linie ihren Vater Dave (Barry Pepper; Der Soldat James Ryan, Maze Runner) verantwortlich macht. Daß er auch noch das elterliche Haus verscherbeln will macht die Sache nicht besser. Und jetzt sitzt er verletzt in seinem Keller, hofft und wartet…

"Wenn sie festsitzen können wir ihnen nicht mehr helfen !"

Wer bei dem Namen Aja in Verbindung mit diesem Film hier vor lauter Freude jubelnd im Dreieck hüpft, eine Splatterorgie erwartend, wird ganz schön enttäuscht werden. Denn Crawl ist weit weg von den üblichen Gewaltexzessen vergangener Tage. Aja stellt die Hauptakteur ganz klar in den Mittelpunkt der (leider ziemlich dünnen) Story. Scodelario wirkt äußerlich zerbrechlich und äußerst sensibel. Das Leben spielt ihr zur Zeit übel mit und deswegen verschafft sie sich beim Schwimmen Luft. Doch tief in ihr drin, das sagt sie aber nicht laut, sind die Gefühle zu den Eltern größer denn je. Nebenbei...optisch ist die Dame auch noch sehr ansehnlich ;-) 

Barry Pepper als Vater Dave gibt den ruhenden Pol den seine Tochter so nötig hat. Trotz seiner schweren Verletzung stellt er seine eigenen Bedürfnisse hinten an und widmet sich der Tochter so gut es geht. Daß sich der Film größtenteils in jenem Keller abspielt gibt dem ganzen diesen gewissen Kick ! Kaum einen Meter hoch und keine Chance sich aufzurichten, bewegt man sich auf allen Vieren dahin. Der Titel ist somit Programm. Die kalten Steinwände des Gewölbes, ein schlammiger Boden und das gemächlich einströmende Wasser von außen verursachen ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Und in einer Ecke des Kellers schreit ein altes Radio verzweifelt Warnungen hinaus… Aja spielt gekonnt mit den Ängsten des Menschen vor engen Räumen, zieht ihn unweigerlich mit in das Geschehen hinein. Aber so ganz kann es der Regisseur dann doch nicht lassen und präsentiert einige ziemlich derbe Szenen. Plünderer werden von den Alligatoren (ja, es gibt derer drei !) in ihre Einzelteile zerlegt, Gesetzeshüter buchstäblich in der Luft zerrissen usw. Zwar überschreitet man zu keiner Zeit die Grenze zum Splatter (es stand wohl eher Der weiße Hai Pate), doch manches darf als dezent brutal bezeichnet werden. Vielleicht auch deshalb weil das Geschehen doch näher an der Realität angesiedelt ist. Weniger real sind allerdings die Echsen welche dem Rechenknecht entsprungen sind. Dennoch sind diese butterweich animiert und erinnern nur selten an Pixelhaufen. Spektakulär wurde sogar die Umgebung gestaltet und deutet eigentlich nicht auf ein Studio hin. Wie alles realisiert wurde entzieht sich meiner Kenntnis. Es könnte tatsächlich ein echtes Städtchen sein daß in den Wassermassen untergeht… Wie gesagt, ich weiß es nicht !

"Ihr wollt mich wohl verarschen !?"

Okay, wo Licht da bekanntlich auch Schatten. Der Showdown besteht leider aus der üblichen Konfrontation Gut gegen Böse. Als ob das nicht eh schon seit 80 Minuten zelebriert wurde. Ein Showdown vom Showdown ? Irgendwie scheinen hier die Ideen in den tosenden Fluten baden gegangen zu sein. Hier geht blöderweise sogar jegliche Spannung unter. Vor allem weil man bis zu diesem Zeitpunkt so gut wie alle Fingernägel bis auf die Felgen abgenagt hat. 

Trotz dieser und ein paar Kritikpunkten mehr bleibt ein starker Thriller mit Katastrophenanleihen, tollen Darstellern und ner guten Handvoll blutiger Sequenzen. Vor allem schaffte es Kameramann Maxime Alexandre (Maniac Remake) mit seinen suggestiven Kamerafahrten den Terror zusätzlich zu füttern.  

Lohnt sich !!

 

ses

8/10
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Kommentare

13.01.2020 13:41 Uhr - TheMovieStar
1x
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Erfahrungspunkte von TheMovieStar 551
Der Crawl scheint ja durchaus unterschiedlich hier auf Schnittberichte aufgenommen zu werden, du und the machinist finden ihn gelungen, Topper gefällt der Film nicht so.
Scheint wie alles Geschmackssache zu sein.

Dein Review ist super geschrieben und eine gute Mischung aus Fakten und eigener Meinung. Sehr gut!

13.01.2020 13:44 Uhr - The Machinist
1x
User-Level von The Machinist 5
Erfahrungspunkte von The Machinist 431
Dachte mir doch, dass er dir gefällt.

Stimmt, Scodelario war ja auch in ''Maze Runner'' dabei, ganz vergessen. Die würde ich allgemein gerne noch in weiteren Filmen sehen. Freut mich jedenfalls, dass dir ''Crawl'' gefallen hat, war letztes Jahr doch sehr verwundert, wie der untergegangen ist.

Ansonsten eine wie immer lesenswerte Kritik zu Tarantino's Lieblingsfilm 2019.
Ah, ich brauch ja selbst noch die Blu-ray.

13.01.2020 13:55 Uhr - sonyericssohn
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Danke fürs lesen werte Kollegen.
Mich hat der von der ersten Minute an mitgerissen. Ne feine Mixtur aus Thrill und Drama. Daß der Tarantino auch so gefällt ist mir neu... stört mich aber ned :-D

13.01.2020 21:14 Uhr - Lukas
1x
Schöne Kritik, die die Stärken und Schwächen des Films sehr treffend beschreibt. Letztendlich war es bei mir mit 7/10 ein Punkt weniger, habe mich aber auch gut unterhalten gefühlt!

14.01.2020 17:47 Uhr - cecil b
1x
DB-Co-Admin
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Du hast ja bestens zusammengefasst, dass der Film nicht alle Erwartungen erfüllt, aber auch, warum er trotzdem punkten kann. Danke!!!

14.01.2020 18:00 Uhr - sonyericssohn
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Danke euch beiden ! ;-)

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